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Hallo an alle,

ich habe mich gestern mit einem Freund unterhalten den ich seit 5 jahren oder mehr kenne, er meinte, dass ich oftmals (zufall oder kein Zufall) Frauen mit problemen kennen lerne, wie z.B. meine Ex Verlobte hatte eine narzisstische Mutter die sich immer bei uns eingemischt hat.

eine beste Freundin von mir verliebte sich in mich, sie selbst hatte Bindungsängste (und das hat sich auch selbst zugegeben), oftmals gefolgt von on-off Beziehungen zu ihren Ex Freunden in der Vergangenheit,

- jetzt vor kurzem war ich auf und dran eine Frau zu daten, die selbst von ihrem Ex Mann geschlagen worden ist (beim Date hatte sie mich aber versetzt), wie gesagt ein "Date" heiß´t noch nichts für mich, ist ja alles noch unverbindlich.

Zurück zur Anfangsfrage: Liegt es an einem selbst dass man an Frauen mit Problem gerät (ich habe die Frauen überwiegend auf einer Internet Single Börse kennen gelernt).

Mein Kumpel meinte: ich (und er) müssen mal weggehen und Frauen spontan (in der Stadt), oder in der Bar ansprechen.

Manchmal hatte ich die Tendenz die Probleme meiner Freundinen lösen zu wollen, den Frauen zu helfen, obwohl sie ihr eigenes Problem hätten selbst lösen müssen! Stichwort: Gefahr der "Co-Abhängigkeit" dazu gibts auch Bücher auf amazon die das problematieren sie "Deins bleibt bei dir" oder so in etwa, soll heißen: Als Partner sollte man sich mit dem Problem des gegenübers nicht voll identifizieren, und sich abgrenzen (sonst ist die Beziehung in Gefahr).

Worin liegt der Fehler bei mir, oder was mache ich falsch? wenn ich oftmals Frauen mit ernsthaften Problemen kennen gelernt habe (schwieriges Eltern-Kind Verhältnis zur Mutter, ODER Frau mit Bindungsangst, ODER eine Frau die von ihrem Ex geschlagen wurde - nur bei der letzten kam es halt nicht zum Date, das habe ich jetzt auch sozusagen "abgehackt").

Frage: Mache ich was falsch oder sind das alles nur Zufälle?

Meinungen dazu?

14.11.2017 18:24 • 22.11.2017 #1


6 Antworten ↓


Hallo maddog32, das klingt ein bisschen nach Helfersyndrom. Wenn es ein Muster ist, dass du dich zu solchen Frauen hingezogen fühlst, dann ist es wohl kein Zufall, sondern eher Wiederholungszwang..

Das kann aus der Kindheit stammen. War deine Mutter oder eine andere Bezugsperson früher depressiv, hat einen Unfall oder eine Krankheit gehabt, dich vernachlässigt oder sonst ein Verhalten gezeigt, das dich verleitet haben könnte, sie "reparieren" zu wollen? Ein kleines Kind bezieht meistens alles auf sich bzw. glaubt es hat an allem Schuld. Das Helfersyndrom kann dann von richtiger Überlebensangst getrieben sein, weil ein Kind quasi denkt, dass es die Bezugsperson retten muss um selbst überleben zu können und versorgt zu sein. Deswegen geht es meistens nicht einfach so weg.

14.11.2017 21:46 • #2



Lerne oftmals Frauen mit "Problemen" kennen

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Na ja, finde mir bitte einen Menschen, der heutzutage keine Probleme hat? Du hast ja sicher auch welche.
In einer Beziehung, wenn man sich liebt, lernt man den Partner zu lieben mit all seinen Problemen, man hat ja nicht selten selber welche, wie schon erwähnt.
Ein Leben ohne Probleme gibt es nur in Paradies, und davon sind wir alle all zu weit entfernt (Ironie)...
Wenn ich mich richtig verliebe, dann nimm ich die Person mit all seinen Macken und Problemchen auf. Man sucht gemeinsam nach den Lösungen, denn die gibt es immer,wäre bloß die Wille da.
Kann dein Wunsch nach einer Frau , die komplett problemlos, beschwerdefrei wäre, verstehen. So was gibt es nicht. Meine Meinung.
Genau so wie bei den Männern, wie bei allen Menschen.

14.11.2017 21:52 • x 3 #3


Zitat von PhoenixG:
Hallo maddog32, das klingt ein bisschen nach Helfersyndrom. Wenn es ein Muster ist, dass du dich zu solchen Frauen hingezogen fühlst, dann ist es wohl kein Zufall, sondern eher Wiederholungszwang..

Das kann aus der Kindheit stammen. War deine Mutter oder eine andere Bezugsperson früher depressiv, hat einen Unfall oder eine Krankheit gehabt, dich vernachlässigt oder sonst ein Verhalten gezeigt, das dich verleitet haben könnte, sie "reparieren" zu wollen? Ein kleines Kind bezieht meistens alles auf sich bzw. glaubt es hat an allem Schuld. Das Helfersyndrom kann dann von richtiger Überlebensangst getrieben sein, weil ein Kind quasi denkt, dass es die Bezugsperson retten muss um selbst überleben zu können und versorgt zu sein. Deswegen geht es meistens nicht einfach so weg.


da magst du recht haben, folgendes war der Fall: Meine Mutter war alleinerziehend, musste deswegen mehr arbeiten und war oftmals zu Hause nicht da. Ich erinnere mich, wie ich damals als 8 bis 10 jähriger mich so einsam gefühlt habe dass ich die Wohnung verlassen habe und in den Flur (des Hochhauses) gegangen bin. Depressionen hatte meine Mutter nie, lange krank war sie auch nie. Nur einmal war meine Mutter krank, sofern ich mich erinnern kann, das habe ich als Kind aber einmal mitbekommen. Seltener war meine Mutter betrunken und hat Alk. getrunken.

Aber ob das ausgereicht hat, um einen Heflersyndrom bei mir zu produzieren weiß ich nicht. Eher habe ich die Veranlagung anderen zu helfen, ist aber kein unbewusster Zwang, sondern das passiert bewusst).

Ich muss trotzdem besser lernen mich von den Problemen der Frauen die ich kennen lerne, abzugrenzen und nicht versuchen ihre probleme zu lösen.

Bei der besten Freundin fiel mir auf, dass ich sogar mir ein Buch über Bindungsangst gekauft habe mit dem Titel "Nah und doch so fern: Beziehungsangst und ihre Folgen", mit der Absicht, die Bindungsangst meiner damaligen guten Freundin besser verstehen zu können und ihr ggf den Entscheidenden Tipp geben zu können.

Wie dem auch sei, auch habe ich versucht die ungesunde Mutter-Tochter Beziehung meiner Ex Freundin zu "therapieren", heißt also ich hab mindestens zweimal schon versucht die Probleme der Frauen zu lösen, welche sie eigentlich hätten allein lösen müssen.

15.11.2017 08:13 • #4


Pivou
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, meine letzten 3 Beziehungen haben sich nach ~1 Jahr als Frauen mit bipolaren Störungen entpuppt. Alle hatten ein dominates, engstirniges und aggressives Verhalten, dass sie gut zu Verstecken wussten. Ich bin mir sicher, dass ich immer wieder auf solche Partnerinnen treffe, weil mir das Leben einfach die Möglichkeit eröffnen möchte, mich dagegen zu behaupten. Ich bekomme die Chance meine Meinung zu verteidigen und an den Sticheleien und Streitereien zu wachsen. Ich bin davon überzeugt, dass ich diese wiederkehrenden Muster durchbrechen soll, bevor ich neue Aufgaben vorgesetzt bekomme. Mit jeder Beziehung lerne ich etwas dazu um mit so schweren Charakterzügen besser umgehen zukönnen, aber das ist auch sehr kräftezehrend. Wie auch immer, ich bin fest davon überzeugt, dass sich Partner anziehen, die so eine Art Wechselwirkung zueinander haben und gegenseitig etwas begünstigen, was man als Aufgabe ablegen oder dazu lernen soll. Wenn Dir irgendwelche Muster auffallen, würde ich es auch unbedingt hinterfragen, was Du für Dich daran ändern könntest, ohne direkt auf die Partnerin einzugehen.

22.11.2017 02:44 • #5


Zitat von Pivou:
Ich bin mir sicher, dass ich immer wieder auf solche Partnerinnen treffe, weil mir das Leben einfach die Möglichkeit eröffnen möchte, mich dagegen zu behaupten.


sorry aber ist das nicht wieder eine Zwangsstörung?

Ich behaupte mal, dass kein normaler Mann sich eine psychisch kranke Frau sucht (bipolare störung usw.), du versuchst eher die gescheiterten Beziehungen neu durchzuleben, um sie dann reparieren zu wollen, denk mal drüber nach. Niemand braucht das. Man wächst mit der Liebe und nicht am Streit.

Hast du den Psychoanalytiker Erich Fromm gelesen? Ich gebe dir die Empfehlung sein Buch zu lesen "Analytische Charakterologie", Band II der Gesamtausgabe. Das Buch ist meiner Meinung höchst Aufschlussreich, Fromm beschreibt darin idealtypische Charakterorientierungen des Produktiven und des unproduktiven Charakters, wobei es auch Mischtypen gibt mit dem Unterschied mit dem Grad an ausgeprägtheit der produktiven und unproduktiven Eigenschaften.

Ich hab über das Buch einen blog geschrieben: https://antibildblog.wordpress.com/2016/12/09/14/

Bei medimops gibt es das Buch als günstiges Angebot für ca. 5-10

In "Analytische Charakterologie" von Fromm, wird der produktive Charakter beschrieben, den Menschen als lebendiges Wesen zieht es - im Normalfall - zum Lebendigen hin, zur Liebe, zum Wachstum, Dinge wie: Streit, Nein, Eifersucht, Habgier, Narzisstische Bindungen, Narzissmus führen in die Destruktion (und sind alle Verfallssyndrome des Charakters) diese führen nicht zum Wachstum!

22.11.2017 09:06 • #6


Pivou
Ich glaube du hast mich falsch verstanden. In meinen Fall hat es sich einfach ergeben, dass die letzten Partnerinnen von der Krankheit betroffen waren. In 2 Fällen wurde die Diagnose erst in der Partnerschaft gestellt. Ich habe mir die Partner sicherlich nicht wegen der Krankheit ausgesucht. Das war mir zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst, aber ich vermute, dass man unbewusst gewisse Charaktere anzieht und sich auch selbst zu gewissen Charakterzügen hingezogen fühlt. Und daraus kann man dann nach mehreren Beziehungen ganz klar ein Muster erkennen, wenn man es genauer betrachtet.

Zitat von maddog32:
Dinge wie: Streit, Nein, Eifersucht, Habgier, Narzisstische Bindungen, Narzissmus führen in die Destruktion (und sind alle Verfallssyndrome des Charakters) diese führen nicht zum Wachstum!


Natürlich wächst man auch in Streitgesprächen. Ich habe durch meine Krankheit (Soziale Phobie) ein Defizit mich in Gesprächen zubehaupten, daher tut mir jegliche Übung gut. Natürlich stehe ich nicht auf Streitgespräche und lebe lieber in Harmonie, aber die Charakteristika der Krankheit meiner Ex-Partnerinnen sind nun mal nicht von der Hand zuweisen. Wenn ich in der Vergangenheit daraus gelernt habe mich zu befreien und mich in meiner eigenen Meinung zu behaupten, ist das für mich ganz klar ein Wachstum meines Charakters. Charakteranalysen sind nicht so meine Welt, daher missverstehen wir uns wohl auch.

22.11.2017 16:05 • #7




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Dr. Reinhard Pichler