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Nach Wochen der Stagnation muss es nun wieder weiter gehen.
Auch wenn ich aktuell weder Lust noch Motivation hab wieder anzufangen.
Aber das wird schon, wenns Montag dann wieder losgeht kommt sicher alles
andere mit gewisser Verzögerung nach. Kein Wunder das man sich nach unten
schaufelt wenn man 166 Std die Woche alleine in seiner Bude hockt. Auf, auf
am Ende gehts immer irgendwohin auch ohne Zielführung.

14.06.2018 22:32 • #81


Veritas
Falls Du aus dem RGB kommen solltest, wäre evtl. plz-4-f111/stammtisch-essen-t64199.html was für dich.

Zum Thema Glück: Ich wüsste nicht, weshalb Du es nicht verdient hättest.

15.06.2018 00:40 • #82



Ja ich bin einsam

x 3


Zitat von Veritas:
Falls Du aus dem RGB kommen solltest, wäre evtl. plz-4-f111/stammtisch-essen-t64199.html was für dich.

Zum Thema Glück: Ich wüsste nicht, weshalb Du es nicht verdient hättest.


Nach Essen sind es 2 Stunden mit dem Zug. Auto fahren leider keine Option da ich mich bisher nicht in der Lage
sah den Führerschein zu machen oder ein Fahrzeug zu führen. Denke bei einem interessanten Vorhaben nehme ich
die 2h hin und 2h zurück wohl auch gerne in Kauf. Ich melde mich die Tage mal mit der ein oder anderen Frage via
PN wenn´s nichts ausmacht.

15.06.2018 01:14 • x 1 #83


Wie ein Tourist.

Immer dabei aber doch nie Teil des ganzen. Täglich zieht sich der Vorhang morgens auf und abends wieder zu.
Verdrängung so tief integriert das die Frage ist, was ist echt, was ist wirklich und was nicht? Auf ewig verdammt
in die Selbstfindung und immer wenn man denkt man hat einen Teil der Handlung verstanden dann wechselt die
Szene und alles wirkt wieder...so...unwirklich. Im hier und jetzt fühlt es sich immer wahr an doch mit dem zeitlichen
Abstand fliegt die ganze Szenerie auf. Es ist als würde Ernsthaftigkeit verloren gehen und die Frage drängt sich
immer mehr in den Vordergrund, was denn am Ende noch wahr ist. Was ist so und bleibt so? Scheinbar lässt sich
ja nurnoch alles verzerren um gewisses nicht zu realisieren. Verwirrung, Ratlosigkeit und doch irgendwie auch,
Zufriedenheit.

15.06.2018 08:42 • #84


Und nun beginne ich zu realisieren, dass ich vollkommen alleine bin. Eltern die mich zwar als wertvoll erachten, die aber nie
mit meinen Problemen konfrontiert werden wollen. Ein Mitbewohner der eben nur jenes ist
und ansonsten 22h auf sein Handy starrt und Videos guckt. Ein Dro. Bekannter
der letztendlich kein guter Einfluss seien kann. Und zu realisieren, dass der Mensch mit dem
ich seit Jahren jeden Tag rede sich einen Dreck um mich scherrt lässt alles wie ein Kartenhaus
in sich zusammenfallen. Es ist wie damals, als mich die Sehnsucht in die Falle lockte, dass
da irgendwo eigentlich nur dieser riesige Wunsch ist, dass jemand kommt mich in den Arm nimmt
und sagt dass dieser verdammte Dreck einen Sinn hat. Es ist alles zum kotzen, alles.

15.06.2018 16:22 • #85


Burberry
Wer ist dieser Mensch, mit dem du seit Jahren redest und der sich einen Dreck um dich schert?

16.06.2018 09:28 • #86


Zitat von Burberry:
Wer ist dieser Mensch, mit dem du seit Jahren redest und der sich einen Dreck um dich schert?


...ich neige momentan zur Dramatisierung wenn auch berechtigt.
Meine soziale Interaktion beschränkt sich aufs Internet, dementsprechend
ist dieser Kontakt meist auf zocken beschränkt auch wenn wir uns bereits
getroffen haben. Er redet mit mir auch über seine Schwierigkeiten deswegen
hats mich ziemlich getroffen, dass er eine Aussage getroffen hat die meine
aktuelle Situation in Prinzip als lächerlich dargestellt hat. Ich weiß nicht ob
er es jetzt verstanden hat, aber es gibt momentan etwas das mich dazu bringt
das es ist als wäre ich in der Zeit zurückversetzt worden und ich müsste diesen
Tag wohl oder übel immer und immer wieder durchleben wenn ich nicht versuche
gewisse Dinge zu ändern. Nunja, erläutern worum es jetzt genau geht will und
kann ich bereits sogar nichtmehr da ich mich bewusst darauf fokusiere gewisse
Dinge zu vergessen. Ich sprach vorhin mit ihm wobei mir auffiel, dass ich gewisses
wirklich schon erfolgreich vergessen hab. Ich neige dazu Dinge immer als endgültig
zu empfinden, ist in gewisser Weise wie ein Wahn. Seit Tagen emotional angegriffen
und überfordert. Und dann nicht verstanden werden von der letzten Konstante die
einem geblieben ist wobei es sich so anfühlt als würde diese Person sich über deine
Lage belustigen. Nunja. Im allgemeinen bin ich momentan einfach nurnoch verwirrt
und die Vergangenheit will nicht dorthin gehen wo sie hingehört.

16.06.2018 10:19 • #87


Burberry
Hast du schon einmal versucht, Kontakte irl zu knüpfen und wenn ja, wie?

Ich neige auch dazu, in depressiven Episoden beschissene Situationen immer und immer wieder durchzudenken, ohne neue Erkentnisse. Es ist so, als ob mein Hirn mich absichtlich leiden lassen will. Warum?!

16.06.2018 10:22 • #88


Hm. Ich beantworte die Frage mal in dem Zeitraum seitdem ich im Januar 2016 aus dem Krankenhaus kam.
Hab bis knapp Juli nur vegetiert. Mich dann entschieden Hilfsangebote vom Caritas wahrzunehmen. Bin
am 1.09.16 in eine 2er Wg gezogen. Hab mich mit meinem Mitbewohner angefreundet in dem Rahmen wie
man es so nennen kann, hab versucht ihn und damit indirekt mich selbst aus der Bude zu bekommen. Bin
mal feiern gegangen mit ihm, oder zu Ikea etc. Ich hab den Kontakt zu meiner Ex am Leben gehalten und
sie ab und an herkommen lassen...auch wenn ich es klargestellt habe dass das nie wieder was wird, fühlt
sich das nicht gut, seitdem sie mich betrogen hat und ich sie daraufhin anwarf ist sie mir in Prinzip hörig.
Finde ich nicht schön, fühlt sich an wie ausnutzen auch wenn sie sagt es ist okay so für sie. Ansonsten
hab ich Fahrten wahrgenommen und Urlaube in Gruppen vom Caritas aus. Testweise bei ner Freizeittruppe
reingeschaut, nicht wohl gefühlt. Hab auch mitunter wegen der Einsamkeit die Motivation entwickeln können
erstmal in geringem Pensum wieder zu arbeiten...wollte nach und nach aufstocken. Momentan stockt aber eher
die gesamte Arbeit an sich und zwar ins nichts. Ich hab in Einrichtungen Gleichgesinnte gesucht und Kontakte
aufgebaut. Waren letztendlich nur 2 Kontakte, hab einen wieder aufgegeben weil sie hinter meinem Rücken über
mich geredet hat. Ich tue sowas nie und wenn ich schlecht über jemanden rede dann sage ich ihm das auch genauso
ins Gesicht. Komm nicht damit aus wenn man nicht hinter seinen Worten steht.

16.06.2018 10:41 • #89


Ich hab das Gefühl als hätte ich mich in unterschiedliche Persönlichkeiten aufgeteilt.
Mit unterschiedlichen Bedürfnissen, unterschiedlichen Anforderungen an das Leben,
unterschiedlichen Sorgen und Ängsten.

Und im hier und jetzt bin ich immer zu 100% überzeugt von meiner Meinung.
Ne Stunde später seh ich alles schonwieder total anders, wie soll man mich von außen
verstehen wenn ich selbst keine Ahnung habe was ich überhaupt bin, oder wer.

Allein das Thema Einsamkeit ist schon ein Streitpunkt in sich für mich, es wechselt
sich zwischen dem bewussten allein sein wollen und dann wieder dem Bedürfnis nach
ganz normalem gesellschaftlichem Kontakt, der real ist und sich wahr anfüllt.

16.06.2018 10:59 • #90


Burberry
Machst du eine Therapie?

16.06.2018 11:03 • #91


Ich bin in Behandlung seitdem ich 2 bin. Verhaltensdiagnostik, Tiefenpsychologie etc. Alles schonmal gemacht.
Hatte eine Psychologien bis vor kurzem, dann war ich in der Jetzt-Zeit davon überzeugt dass es das beste ist
die Therapie abzubrechen damit ich mich besser aufs arbeiten fokussieren kann und weil ich keinen Nutzen
gesehen habe. Die Meinung habe ich jetzt schon n paar mal bereut aber auch immer wieder für richtig erachtet.
Vorallem wenn ich über das eine Problem rede, mir das aufeinmal aber nichtig erscheint und ich eigentlich über
andere Dinge reden "wollte" so fühlt es sich auch an wie sinnlose Zeitverschwendung. Egal wie oft ich versuche
meine Problematik zu erläutern, es scheint nicht so als könnte ich das wirklich erläutern. Ich bin momentan am
hadern ob ich das ganze wieder aufnehmen sollte. Schlau wäre es, ist mir bewusst. Aber irgendwo fühle ich mich
nach 50 Therapeuten/Psychologen und was die Psychologie noch alles so hergibt einfach nurnoch übertherapiert
und mir fehlt die Perspektive nach dem nutzen. Zumindest in meinem aktuellen Gesichtspunkt.

16.06.2018 11:09 • #92


Burberry
Der Nutzen ist die Erfahrung, dass dir jemand zuhört und Anteil an deinem Leben nimmt. Du spürst sehr subtil, wie es sich anfühlt, wenn dir jemand seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Du erlebst, dass du nicht abgelehnt wirst, obwohl du vermeintlich wirr redest, weil du zuerst über das eine Thema erzählst und im nächsten Moment ein anderes Thema wichtig erscheint. Tu das unbedingt! Habe keine Scheu davor, das Thema abrupt zu wechseln, wenn dir danach ist. Sag das aber dazu. Sag zum Therapeuten, dass du jetzt das Bedürfnis verspürst, über etwas anderes zu reden. Frage ihn vllt, wie er sich mit dem Themenwechselt fühlt.

Das ist meine Erfahrung. Ich bin seit fast einem Jahr in Therapie und spüre jetzt allmählich, wie tiefgreifend diese Gespräche mit meinem Therapeuten sind.

16.06.2018 11:16 • #93


Ich musste 2 mal lesen um richtig zu verstehen was du mir sagst. Ich habe ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht wie wichtig mir meine
Etikette selbst in solchen Gesprächen ist, aber beim lesen deines Post zumindest gefühlt gemerkt, dass das wohl der Fall zu seien scheint.
Ich habe nämlich noch nie in Anbetracht gezogen das Gespräch in solch einer Art und Weise zu führen, der Gedanke ist mir gleichzeitig
sympatisch aber fühlt sich irgendwo auch so unwohl an. Ich denke früher oder später nehme ich die Therapie so oder so wieder auf weil
es sich dann richtig anfühlt. Ich werde versuchen deine Worte mitzunehmen, weiß aber aus Erfahrung das ich Dinge gerne wieder "vergesse"
im Sinne dessen das ich sie "nie erlebt" habe. Ich hab angeblich schon Filme geschaut die mir nicht im entferntesten bekannt vor kamen.
Da können einpaar liebe Worte auch schnell in der Versenkung verschwinden. In 80% der Zeit bin ich mir nichtmal dieser Problematik bewusst.
Deswegen hab ich angefangen zu schreiben.

16.06.2018 12:46 • x 1 #94


Burberry
Vergisst du Dinge deswegen schnell, weil du gedanklich woanders bist? Nicht im Hier und Jetzt?

Ich glaube, es ist normal, dass wir uns Sachen einfacher merken können, wenn wir sie selbst schon einmal erlebt haben. Daher musst du vllt dein Gefühls-Repertoire erweitern, neue Empfindungen erleben. Verstehst du mich?

16.06.2018 13:08 • #95


Kann ich nicht deuten, ich weiß auch beim schreiben erst was ich schreibe nachdem ich es getippt habe.
Und wenn ich denke, dann sind das nur Gespräche die nicht stattgefunden haben mit Personen über die
ich gerade nachdenke. Wenn ich jetzt aber versuche drüber nachzudenken, dann vermute ich zumindest
das ich nicht wirklich im Jetzt und Hier bin, ich biege und breche mir die Realität so wie ich sie unterbewusst
haben möchte um nicht dran zu verzweifeln. Und diese Art von Charakterlicher Spaltung die ich empfinde ist
wohl mein Weg meine Sorgen und Probleme auf mehrere Personen auszulagern.

Inwiefern siehst du Wege und Möglichkeiten um das Repertoire dahingehend zu erweitern?
Mir kommt nichts in den Sinn wo das gegeben wäre. Aber ich muss auch zugeben, dass du mir den 2ten
Punkt nocheinmal genauer erläutern musst, wenn du möchtest das ich ihn verstehe...

16.06.2018 13:35 • #96


Burberry
Mir hilft es sehr, meine Gedanken zu ordnen, indem ich sie in meiner Therapie verbalisiere. Vllt hilft dir das auch, wenn du dich bewusst darauf konzentrierst?

Ich habe mein Gefühls-Repertoire ebenfalls in meiner Therapie erweitert und tue das immer noch. Ich habe liebevolle und annehmende Gefühle erfahren und habe auch solche in mir selbst zugelassen. Das ist aber ein langwieriger und sehr subtiler Prozess.

Welchen Punkt soll ich anders erklären?

16.06.2018 13:54 • #97


Burberry
Warum bist du eig seit deinem 2. Lebensjahr in Theapie? Das ist ungewöhnlich

16.06.2018 14:04 • #98


Möglich ist alles, ich kann nichts bejahen oder verneinen vorallem nicht in der aktuellen Situation wo ich keinen festen
Standpunkt zu finden scheine.

Kannst du mir erläutern, falls nicht zu persönlich, inwiefern ich meine Gedankenkanal derart erweitern kann?
Was für "Übungen" oder Gespräche erwarten mich da? Ich weiß aber auch ehrlich nicht ob ich das kann, wirklich
emotional seien in einem Gespräch mit einem Therapeuten. Spätestens seitdem mir einer gesagt hat, dass er Gott
sei dank Geld dafür verdient weil er sonst aufkeinenfall etwas mit mir zu tuen haben wöllte.

Klar, da war eine von vielen, aber irgendwo hat sich das eingeprägt das es doch nur ein Job ist und dass diese
Menschen rein aus Logik schon Distanz zu deiner persönlichen Geschichte wahren müssen und das auch können.
Glaube kaum das ein Psychologe seine Arbeit verrichten könnte wenn er sich die Erlebnisse seiner Klienten zu sehr
zu Herzen nehmen würde.

Weil ich das Gefühl habe mich rechtfertigen zu müssen ergänze ich noch, dass ich in diesem Fall ja tatsächlich einen
Standpunkt habe ich unterscheide hierbei aber zwischen (super hab versehentlich alles nach hier gelöscht, nochmal
neu schreiben...) vor und nach 2011. Ich rechtfertige mich nicht weil ich mich angegriffen fühle, sondern weil es sich
irgendwie notwendig anfühlt.

Warum ich seit meinem 2ten Lebensjahr in Behandlung bin? Nunja ich hab in der Krabbelgruppe wohl andere
Kinder gebissen oder wie auch immer, wird wahrscheinlich mehr gewesen seien das ist das was mir gesagt wurde.
Ich hab ja auch irgendwann zwischen 3-4 ein Hörgerät bekommen weil ich immer nachgefragt habe was man gesagt
hat und dann erst den Satz richtig wahrgenommen habe. Ergo habe ich es schon verstanden, mein Mund war aber
irgendwie immer schneller. Weshalb mir ein Ohrenarzt dann aber eine Hörschwäche diagnostiziert hat die ich nachgewiesener
Maßen nie hatte erschließt sich mir nicht. Es sind allgemein einpaar komische Dinge passiert, aber nunja.

16.06.2018 14:32 • #99


Veritas
"Spätestens seitdem mir einer gesagt hat, dass er Gott
sei dank Geld dafür verdient weil er sonst aufkeinenfall etwas mit mir zu tuen haben wöllte."

Toller "Profi"...

16.06.2018 17:39 • x 1 #100



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