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Einwenig ist es her, und doch wieder da. In der Zwischenzeit hatte ich meine alte und einzige jemals ernsthafte Beziehung wieder aufleben lassen, jahrelang war Sie mir nachgerannt. Jahrelang fühlte ich mich nicht dazu bereit und wollte das auch nichtmehr. Einst hatte sie mich betrogen, mit meinem vermeintlich besten Freund. Die Jahre danach war sie immer so lieb wenn wir sprachen, ich ließ es irgendwann zu dass wir uns zumindest wieder treffen. Eher freundschaftlich als partnerschaftlich, sie tat mir soviel...gutes. Irgendwo in mir drin wusste ich auch dass ich sie immernoch in meinem Herzen trage. Gezeigt hatte ich ihr lange Zeit nichts davon, ich war gekränkt, verletzt, hatte Angst. Irgendwie kam es dann doch dazu wieder romantisch zu werden. Ich fing wieder an ihr zu vertrauen, begann mein Herz wieder für sie zu öffnen. Voll und ganz wieder auf sie einlassen konnte ich mich schlagartig als sie bereit war vom anderen Ende Deutschlands zu mir in die Gegend zu ziehen.

Ich hätte niemals glauben können dass das der Anfang vom Ende seien möge. Ich fühlte mich schlecht weil ich Ihre Gefühle solange nicht erwiederte weil ich Angst vor einer neuen Enttäuschung hatte, und je mehr ich darüber nachdachte desto kleiner wurde ich. Nun war sie also hier, in meinem Ort, fing selbst an das erste mal in Ihrem Leben sich ein Ziel zu setzen, eine Ausbildung zu beginnen, diese auch Tag für Tag vorranzubringen. Ach was war ich Stolz auf sie, und ach was fühlte ich mich schlecht für die Zeit in der wir nicht im Einklang waren. Irgendwo tief in mir drin beschloss ich also, ich möchte diese Frau, und ich möchte sie behandeln wie sie es verdiene. Meine alten Muster legte ich ab, stoppte es nur zu nehmen weil ja das war es was ich lange Zeit tat. Sie hatte schon immer ihre Kritiken, aber die wahren lange auch immer berechtigt. Sobald ich etwas neues anging wo sie sich nicht richtig behandelt fühlte, gab es etwas neue was sie als genauso gravierend darstellte. Jedesmal wenn ich etwas ausmerzte, nahm etwas Neues was schon immer so war mit der gleichen Gewichtung den alten Platz ein. Irgendwann war an der Stelle wo berechtigte Kritik war in der gleichen Gewichtung soetwas wie eine Formulierung.

Einzelne Worte wurden mir untersagt, meine typischen Sätze als schändlich vertan. Wann immer ich etwas veränderte für sie, es gab immer etwas Neues. Ich habe jetzt im Nachhinein den Eindruck irgendwas tief in Ihr möchte schlecht behandelt werden. Am Ende war es nurnoch ein Krampf, der Gipfel ist wohl dass sie mir kurz via Facebook schrieb "Ich mach Schluss" um keine 24h danach mit einem anderen in die Kiste zu springen. Und was tue ich? Ich bettle auf Knien dass es weitergeht. Im allgemeinen hat sich in den letzten Monaten gezeigt, wann immer ich ihr erzähle was mich verletzten würde, wird sie es schon kurz darauf tuen. Auch dass sagte ich Ihr wenige Wochen vorher, wie sehr es mich verletzen würde wenn sie mit jemand anderem schlafen wurde. Warum ich ihr dass überhaupt gesagt habe? Sie schrieb mir sie habe mich "betrogen" und ich war natürlic sehr erbost, am Ende stellte sich heraus sie hatte mit einem alten Kollegen geschrieben von früher und der sei männlich gewesen, dass war alles. Sie sagte sie dachte ich würde ihr sowas untersagen, wir haben nie, wirklich nie über soetwas gesprochen. Ich wollte immer dass sie frei tuen und lassen kann was sie will. Dass einzige was für mich ein Exitus wäre, wäre wenn sie sexuellen Kontakt mit jemand anderem haben würde sagte ich ihr.

Und kaum 4 Wochen nachdem ich das sage tut sie es auch. Deswegen fühle ich mich auch als hätte ich das selbst provoziert. Aber warte mal, wie war das vor 3 Monaten noch? Sie machte Schluss (allgemein machte sie in den letzten 6 Monaten bestimmt 10x Schluss, meist nur für einen Tag) ich entschied ich halte das nichtmehr aus, dass sie ständig sagt sie macht Schluss. Und jedesmal habe ich es auch zu 100% als echt empfunden, als echt gefühlt. Vor 3 Monaten akzeptierte ich es, ich litt knapp 2 Wochen enorm nach der 2ten Woche kam ich langsam wieder zurecht. 3 Wochen nach der Trennung fing sie an mich anzurufen, sie rief an diesem Tag nicht 1x an, nicht 2x an nein insgesamt war es eine 3stellige Anzahl an Anrufen. Sie redete davon sie wölle mein Skla. sein, warum auch immer auf soetwas stehe ich in keiner Weise. Ich blockte ab bis sie mit Selbstmord drohte, ich war so naiv und wollte ihre Ausbildung nicht gefährden

.Ich war mir nicht sicher wie ernst sie das meinen würde, um aber ihre Ausbildung nicht zu gefährden für ich direkt los. ignorierte alle Ampeln wie im Rausch. Traf sie kaum entfernt von ihrem Haus, und sie meinte einfach nur sie ginge jetzt einkaufen. Beschämt und verletzt fuhr ich wieder Heim. Die kommenden Tage bombadierte sie mich mit Anrufen und Nachrichten, zumindest dort wo ich sie noch nicht blockieren konnte. Irgendwie konnte sie mich tatsächlich noch umkehren, sie versprach Besserung, sie versprach mich wieder wie einen Menschen und nicht wie ein kleines Stück Dreck zu behandeln. In diesen Wochen nachdem ich ihr wieder die Chance gab verrannte ich mich selbst wieder wie im Wahn in die Liebe, obwohl es nach 3 Tagen nachdem ich ihr wieder die Chance gab wieder so war wie vorher. 2/3 Tagen wurde ich behandelt wie Abfall, an 1/3 Tagen war sie jedoch wie früher, dieser liebevolle sanfte Engel der alles für mich tat und für den ich doch alles tuen wollte. Ich merke grade irgendwas stimmt mit meinen Zeitangaben nicht, denke der Abstand ist etwas weiter.

Jedenfalls betrog sie mich vor 2 Monaten nachdem sie 24h vorher auf Facebook "Ich mach Schluss" schrieb. Ich bettelte 4 Tage danach darum sie wieder zurückzubekommen. Wir hatten eine tatsächlich schöne Woche, es fühlte sich wieder einwenig an wie früher. Vor 5 Wochen fuhr sie dann 500km entfernt zu einem Praktikum weil dort auch ein Teil ihrer Verwandschaft wohnt. Wir schrieben gut für die ersten 2 Wochen, dann war ich einmal 12h nicht erreichbar. Sie erniedrigte mich förmlich weil ich ja "nie für sie erreichbar" wäre. Wir stritten einwenig denn ich fand es unangemessen zu erwarten dass ich als chronisch Depressiver immer in der Lage seien söllte erreichbar zu seien. 2 Wochen schrieben wir weniger. Dann schreben wir wieder mehr, doch schnell das selbe, Nachricht gelesen aber nicht geantwortet. Heftige Vorwürfe, ich sei rücksichtslos usw. Wie kann sie so mit mir umgehen ich hatte ´grade damit klar kommen müssen dass sie fremdgegangen war. Vor 2 Wochen drohte sie mir wegen der gleichen Marotte erneut, nachdem ich ihr schrieb ich würde sie vermissen und würde sie so gerne im Arm halten sagte sie ich würde dass nie wieder tuen, sie würde auch nie wieder mit mir schlafen. Allgemein sagte sie mir seit Monaten ich sei schlecht im Bett, kann ja auch seien habe ich keine Ahnung von, sie ist die einzige mit der ich je geschlafen habe und ich habe schließlich auch mein Traumata was das angeht.

Andauernd wurde ich auf sexueller Basis erniedrigt. Jedenfalls schloss ich (hoffentlich) entgültig den Entschluss sie aus meinem Leben zu verbannen. Jetzt stand sie gestern vor meiner Tür, vollkommen ausgebrezelt und sie ist 0 der Mensch der das normalerweise tut, sie ist halt, man würde sagen eher eine Öko-Tante...ich fand ihre Natürlichkeit immer super. Sagte mehr oder weniger sie könne es ja nicht verstehen dass ich sie jetzt überall blockiert habe, hatte bewusst eine Freundin dabei. Sprach total demütigt, so als sei sie die arme Wurst die von ihrem Freund schlecht behandelt wird. Hat sicherlich auch gut gewirkt, ich war schließlich stock sauer dass sie das jetzt wieder so versucht. Also wirkte ich auf ihre Freundin wie der Assi Freund und sie die arme kleine Maus die sich garnicht durchsetzen kann,. Am Abend rief sie noch an, meinte ich sei ihr Erklärungen schuldig, ich konnte es erst nach 2 Minuten schaffen dass Gespräch zu beenden, warum? Ja warum ich weiß es nicht, ich liebe sie halt und das verschwindet auch nicht einfach so von jetzt auf gleich. Ich glaube sie muss auch irgendwie krank seien. Bei ihr sind immer die anderen Schuld oder Böse, sie ist immer das Opfer.

Ihre Nachbarn schenken ihr was = Sie wollen sich einschleimen damit man sie erträgt
Ihre Nachbarn pflegen die Katze während sie weg ist = Ihre Nachbarn wollen Ihr die Katze wegnehmen

Um nur 2 kleine Beispiele zu nennen, es sind immer die anderen Schuld.
Ein Gespräch mit ihr endet dann wenn man einmal etwas im Bezug auf sie sagt,
sobald irgendwas in Form von "Du" oder "Du hast" kommt sagt sie man würde nur über sie
reden. Man würde von sich selbst auf sie schließen, sie hat es wirklich auch geschafft mir einzureden,
dass ich an allem schuld sei was schlecht in unserer Beziehung lief. Ich bin nichtmehr wirklich in der
Lage die Aussagen die ich treffe wo ich sie in der Verantwortung sehe auch wirklich zu glauben.

Ich habe jetzt meinen Vater eingebunden darin was vorgefallen ist, habe ihn gebeten mir zu helfen mich
nicht nochmal darauf einzulassen. Weil ich mich selbst nicht stark genug dazu sehe Nein zu sagen sobald
der Telefonterror und alles andere wieder anfängt. Habe ich erwähnt dass nachdem sie ja mal Schluss gemacht
hatte sie bevor sie mit Selbstmord drohte auch mit Stalking drohte? Nein? Hat sie jedenfalls.

Und ganz abseits davon dass ich genau weiß ich muss es schaffen mich dauerhaft zu lösen sitzt ganz tief in mir
diese Angst dass ich es garnicht verdient habe geliebt zu werden, und die große Angst nie wieder jemanden zu finden
sollte ich mich wieder bereit zu einer Beziehung fühlen.

Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen jetzt "wieder" zum Fitnessstudio zu gehen, um unter Leute zu kommen, ich schreibe
"wieder" weil ich vor knapp 4 Monaten anfing und nach 6 Wochen wieder aufhörte. Desweiteren habe ich mich bei einem Portal angemeldet wo man Leute finden kann um mit ihnen Freizeit zu verbringen, also keine Datingplatform. Zu guter letzt habe ich Sonntag festgestellt dass der Tumor meines Hundes zurückgekehrt ist, vor 5 Monaten wurde bereits einer erfolgreich entfernt. In 2 Wochen ist der nächste OP-Termin und die alte Dame ist schon 12 Jahre alt ;(

Ich bin vollkommen fertig und weiß nicht was ich mit mir anfangen soll, habe heftige Stimmungsschwankungen und hoffe einfach ich komme heile und unbeschadet durch die kommenden Wochen. Sorry falls sich das wirklich jemand angetan hat das durchzulesen ;(

01.10.2019 21:22 • #141


Odd_Thomas
Erstaunlich wie viele Eltern heutzutage hochbegabte Kinder haben.
Wie wird das eigentlich festgestellt?

02.10.2019 09:43 • x 1 #142



Ja ich bin einsam

x 3


Zitat von Odd_Thomas:
Erstaunlich wie viele Eltern heutzutage hochbegabte Kinder haben. Wie wird das eigentlich festgestellt?

Ach im Nachhinein hätte ich das auch nicht erwähnt, dass der erste Beitrag 1,5 Jahre her ist ist dir sicher auch aufgefallen,
man kann hier weder editieren noch löschen.

Ich war insgesamt bei 20 Sitzungen a 1-2 Stunden, wurde glaube ich in 10-12 Themenfeldern getestet.
Wenn es dich wirklich interessiert hab ich die Unterlagen parat und wir können uns via PN darüber unterhalten,
die Testungen fanden bei einem Psychologen statt wenn ich jetzt nichts verkehrtes sage. Es ist eigentlich auch vollkommen ralle oder?

02.10.2019 10:24 • #143


Nur für dich habe ich nun die Unterlagen rausgeholt.
Wenn du dich selbst informieren willst der Name der Testung lautet;
"Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder" (HAWIK-III v. 02.03.07)

Hierbei wird wohl unterteilt in Verbaltests:

Allgemeines Wissen
Gemeinsamkeitsempfinden
Rechnerisches Denken
Wortschatz-Test
Allgemeines Verständis
Zahlennachsprechen

Handlungstests:

Bilderergänzen
Zahlen-Symbole-Test
Bilderordnen
Mosaiktest
Figurenlegen
Symbolsuche

Die Testungen fanden in einer "Psychotherapeutischen Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene" statt.
Sollte es tatsächlich weiteren Bedarf an Informationen geben so bin ich via PN wie gesagt gerne bereit anhand der
mir vorliegenden Unterlagen weiter auszuführen.

02.10.2019 11:27 • x 1 #144


Odd_Thomas
Ah, ok =) danke. Ich schaue da mal rein. Gibt es das auch für Volljährige?

02.10.2019 11:43 • #145


Das weiß ich nicht, meine Testung ist von 2008

02.10.2019 11:45 • #146


Hallo,deine Geschichte beruehrt mich.
Ich wuensche dir viel Mut und Entschlossenheit fuer dein eigenes Wohl zu sorgen.

02.10.2019 12:57 • #147


Monolog.

Diese Ungewisseheit sie plagt mich, ich stelle sie mir eigentlich ständig, die Frage was mit mir eigentlich nicht stimmt. Theorien habe ich mittlerweile mehr als genug. Der Ursprung meiner Problematiken kann keine psychische Erkrankung wie PTBS oder Depressionen sein. Wer hat sowas schon im Alter von 2 Jahren? Bzw wie söllte man ein Trauma haben ohne ein Trauma erlebt zu haben. Letztendlich ist es doch so, dass ich schon immer anders bin. Defakto muss es ja irgendwas wie Autismus oder was auch immer sein. Aber diese Frage, und ihre ausbleibende Antwort sie schmerzen. Wenn ich mein Problem doch benennen könnte, dann bilde ich mir ein mir selbst auch besser helfen zu können.

Aber ich kämpfe gegen einen unsichtbaren Feind von dem ich nichts weiß. Diese Ungewissheit sie zerreißt mich, und der Wille nach der Auflösung ist nahezu fanatisch. Ich muss doch meinen Feind kennen? Es nützt mir einfach nichts immer und immer wieder meine Unterlagen durchzulesen. Ich bin nicht in der Lage das genaue Problem zu indentifizieren. Ach verdammte...und trotzdem ist da auch die Angst es zu identifizieren und trotzdem keinen Schritt weiter zu seien. Irgendwas an mir stimmt doch einfach nicht, irgendwas an mir macht mich weniger Überlebensfähig. Es zerrt einfach nur, es zerrt. Was mir heute wieder mehr bewusst geworden ist, ist dass ich egal in welchem Umfeld ich mich befinde ich mich ungewollt fühle.

Wenn man sich selbst so sehr sagt man sei ungewollt reagiert man doch auch sicher anders auf die anderen? Vielleicht auch ein neuzeitliches Problem meiner Person, ich unterstelle den Leuten unterbewusst sie weisen mich ab und behandle sie deshalb anders als ich es eigentlich würde? Aber auch die Aussage muss einfach ein Fragezeichen am Ende tragen, weil ich einfach nicht weiß ob es stimmt, weil ich nicht weiß ob ich mir und meinen Aussagen glauben schenken darf. Allgemein habe ich bemerkt dass ich mir aktuell für alles eine Bestätigung einholen muss ehe ich dem auch wirklich traue. Oder ist es evtl viel mehr ein um Erlaubnis bitten? War ich nicht mal anders? Ich war doch mal anders? Ach was weiß ich, bin verwirrt. Immerhin war ich heute beim Fitnessstudio was ich mir seit 2 Wochen schon vorgenommen hatte. Auf dem Weg dorthin als ich durch die Stadt lief hab ich die schlechtgelaunteste Mimik aufgelegt die ich wohl haben konnte. Aber warum?

Und warum kann ich das nicht einfach lassen? Naja sobald ich drin war konnte ich das tatsächlich ablegen, es war sogar alles viel einfacher ab dem Moment wo ich in der Umkleide war. Nur hätte ich gerne mehr Leistungen abgerufen als es mir möglich war. Aber was hatte ich denn auch erwartet? Außer mit dem Hund hatte ich schließlich mal wieder auch kaum Bewegung. Auf dem Rückweg wieder ne böse Mimik auflegen, die nur dadurch unterbrochen wurde dass mir die Tränen in die Augen schossen sobald das Licht im falschen Winkel in sie einfiel. Diagnose Vollidiot? Ach was weiß ich, irgendwie finde ich es ja sogar amüsant wie lächerlich meine "Probleme" sind. Ich weiß es besser bei einigem, aber das zu verändern trotzdem so hart. Bin froh zumindest im Studio halbwegs authentisch gewesen zu seien. Übermorgen wieder hin denke ich, man sagte mir 1 Tag Training, und dann 1 Tag Pause damit die Muskeln sich erholen/wachsen vor einiger Zeit. Habs unrecherchiert so angenommen, ergab für mich irgendwie auch Sinn. Wie ich mitten im Text die Themen wechsle ergibt für mich allerdings keinen Sinn.

02.10.2019 20:04 • #148


Und schon bin ich wieder weiter am Anfang, zumindest gefühlt. Ich habs mir selbst nicht bewusst gemacht aber den wenigen Kontakt den ich mit anderen hatte habe ich eingestellt bzw realisiert dass es einfach nicht passte während ich unerwartet meine alte Beziehung neu auflebte. Und jetzt merke ich immer mehr mal wieder warum ich einst dieses Topic geöffnet hab. Es war absolut richtig das zu beenden, aber es ändert nichts daran dass ich ohne sie...vollkommen alleine bin. Und selbst ne halbe Stunde in Anwesenheit anderer lässt mich schon so unwohl fühlen dass ich das nicht länger aushalte. Ich bin gottverdammt allein grade. Naja soweit halt, ab morgen gehts wieder zum Sport. Kleiner Sturm, wird wohl vorbeiziehen.

19.10.2019 22:01 • #149


Zitat von DevillsAdvocate:
Ich brauche Tipps, vielleicht auch nur gute Zusprache, auch wenn ich logisch alles analysieren kann so fehlt mir jedoch die Schnittstelle zur
Realität um mich wieder zu integrieren. Ich wünsche mir nicht alzu viel, lediglich einen Menschen den ich lieben kann, einen Menschen dem ich
meine Zeit und der mir seine Zeit schenken kann. Aber wo finde ich jemanden der genauso wie ich, speziell ist? Wie finde ich jemanden der so wie
ich eigentlich nur einen Menschen braucht (neben der Familie) der mit mir seinen Weg gehen will, der mir Kraft spendet, dem ich Kraft spenden kann?


Viele Menschen erscheinen dir beliebig und du fühlst dich nicht wohl oder zugehörig in ihrer Nähe.
Dieser Umstand macht natürlich einsam, aber stell dir vor du hättest keinen Anspruch, dann wärst du genauso beliebig.

Der Preis für Einzigartigkeit und besonders sein ist sehr hoch.
Das Leben gibt keine Garantie darauf sich zu finden, aber wir sind nicht allein.

19.10.2019 22:44 • x 1 #150


portugal
Du musst mal wirklich einen entschluss fassen, Wenn du immer wieder bei ihr ankommst, dann weiss sie das doch. Sie weiss dann auch, dass sie somit macht ueber dich hat. Ich bin 51 jahre alt (jung, whatever). Ich kann dir nur von meiner erfahrung sagen, dass wenn einmal der wurm drinne ist, dann bleibt er meist auch drin. Du musst mal naegel mit koepfen machen. Du willst doch auch mal gluecklich sein ...... Ich kenn dieses hin- und her. Hab ich jahrelang mitgemacht, Als ich dann letztendlich ging, gab es grosse augen. Der war sich meiner liebe so sicher .... Du findest ganz sicher jemanden, der dich viel besser behandelt. Alleine auf facebook zu verkuenden, ich mache schluss. Leute, kommt doch mal wieder ins real life zurueck.
Naja, jedenfalls war mir jahrelang schwindelig und am schluss nervenzusammenbruch.

21.10.2019 13:11 • #151


Der aktuelle Stand ist ja weiterhin dass es vorbei ist, ich merke nur aktuell dass ich keine Schnittstelle zu anderen Menschen mehr besitze. Wird auch vorbei bleiben, dennoch fühle ich mich einsam. Meine aktuellen Gedanken kreisen eher darum wie ich meine Situation nun ändere und darum dass ich mir selbst aktuell aus welchem Anlass auch immer nicht zutraue passende Menschen für mich zu finden. Freundschaft oder was auch käme, ich würde alles liebend gerne finden und annehmen nur fällt es mir schwer mir zu sagen es sei auch noch möglich.

21.10.2019 13:16 • #152


portugal
wo lernt ihr juengeren zb neue maedels/jungs kennen? FB?

Hast du online-dating schon mal ausprobiert?

21.10.2019 13:31 • #153


Zitat von portugal:
Hast du online-dating schon mal ausprobiert?


In seiner aktuellen Situation wohl eher schwierig.

21.10.2019 17:02 • #154


Nicht nur in der aktuellen Situation aber aktuell umso mehr ja.
Ich hab in meinem ganzen Leben tatsächlich noch nie eine Frau angesprochen,
dass einzige was mich davor bewahrt hat keine Beziehungen zu haben war mein
Aussehen denn ich scheine wohl optisch anderen sehr zu gefallen.

Die meisten meiner "Beziehungen" entstanden daraus, dass ich ehrenamtlich mit Menschen
mit Behinderungen als Betreuer arbeitete und die anderen weiblichen Betreuerinnen sich mir
nahezu aufgedrängt haben. Ich traue dem ganzen, oder sage mal erkenne es erst wenns
zumindest zu einem Kuss kam. Anderweitige Interaktionen die auch in einem freundschaftlichen
Kontext gewertet werden können habe ich schlichtweg immer auch in jenen abgeschoben.

Amüsant wenn ich da im Nachhinein drüber nachdenke, denn es gab wohl Leute bei denen ich es
nicht erkannte, die sich wohl gekränkt gefühlt haben (oder was auch immer, desweiteren muss ich
ja nicht jede Option nutzen sondern eine für beide Seiten gute Symbiose finden) weshalb ich dort
den Ruf bekam ich sei ein "Aufreißer", ich der Typ der noch nie den ersten Schritt gemacht hat.

Naja sei es drum. Habe aktuell heftige Stimmungsschwankungen, eigentlich schreibe ich hier nur rein
wenn ich grade eine Downphase habe oder grade minimal dort hinauskomme. Jetzt gerade geht es mir
sagen wir mal ganz okay. Musik hilft oft, verstärkt aber manchmal auch die Verstimmungen in gefährliche
Bahnen. Heute hat es geholfen, war trotzdem nicht der schönste Tag auf dass der Rest einwenig angenehmer
seien mag.

Das schreiben hilft einwenig, so werde ich mir meiner Gedanken in schlechen Zeiten einwenig bewusster,
kann evtl besser darauf eingehen, auch wenn ich unterbewusst mir selbst bereits ab und an den ein oder
anderen Stempel aufgedrückt habe warum ich das täte. Ich halte mich da an den für mich logischsten Gedanken -
um etwas Balast loszuwerden.

21.10.2019 17:23 • x 1 #155


Zitat von DevillsAdvocate:
Wenn man sich selbst so sehr sagt man sei ungewollt reagiert man doch auch sicher anders auf die anderen? Vielleicht auch ein neuzeitliches Problem meiner Person, ich unterstelle den Leuten unterbewusst sie weisen mich ab und behandle sie deshalb anders als ich es eigentlich würde?


Da liegst du gar nicht so verkehrt, denn Frauen würden dich ziemlich sicher abweisen.
Weil du nicht weißt was du willst und dich selbst nicht magst.
Das spüren Frauen und macht dich als potentiellen Partner uninteressant.

Zitat von DevillsAdvocate:
Ich hab in meinem ganzen Leben tatsächlich noch nie eine Frau angesprochen,
dass einzige was mich davor bewahrt hat keine Beziehungen zu haben war mein
Aussehen denn ich scheine wohl optisch anderen sehr zu gefallen.


Zumal Desinteresse zeigen auch attraktiv macht.
Du bringst dadurch zumindest die ein oder andere Frau dazu über dich nachzudenken.

Alles andere würde eher verzweifelt oder nach emotionaler Bedürftigkeit wirken, zumindest dann wenn du dir deine Sehnsucht, die du hier schon geschildert hattest einer fremden Frau gegenüber anmerken lassen würdest.

Deshalb kann dein Ziel nur sein erstmal mit dir ins Reine zu kommen.

21.10.2019 17:34 • x 2 #156


Ja das ist sowieso mein Primärziel. Gestaltet sich jedoch einwenig schwierig dadurch dass ich augenscheinlich je nach Gefühlslage komplett andere Wertevorstellungen habe. Jetzt grade in diesem Moment geht es mir z.B. nämlich echt gut. Und das Thema "emotionale Bedürftigkeit" kann ich in der derzeitigen Verfassung nur von mir weisen. Sobald ich mich wieder bedrückt fühlen werde ist es dann wieder brandaktuell. Ich war auf einem guten Weg bis vor kurzem die "Trauerphasen" in einen Anteil von sagen wir schätzungsweise mal 10% zu reduzieren.

Ansonsten gibt es vermutlich noch die Manie und einen "neutralen" Zustand. Ich weiß nur nicht wie zielführend es ist für mich dauerhaft nach meinem "Problem" zu suchen. Der Ursprung meiner Problematiken ist gewiss nicht psychisch sie traten ja schon ab dem Alter von 2 Jahren auf. Ich habe mir vorgenommen zu versuchen einwenig zu sortieren was Ursprünglich ist und was am Ende nur "Folgeerkrankungen" sind. Es war sicherlich auch nicht förderlich von früh auf den Eindruck vermittelt bekommen zu haben dass mit mir etwas nicht stimmt.

Vielleicht komme ich wieder auf den geistigen Stand von vor einigen Wochen und die bewusstere Wahrnehmung und Kontrolle meiner eigenen Gefühlslage können weiterhin vorranschreiten. Ich hab viele Facetten, mitteilungsbedürftig bin ich aber eigentlich nur wenn es mir schlecht geht (zumindest aktuell i.d.R.). Ich glaube jedoch, um das noch anzumerken dass die Leute in der Öffentlichkeit eher den Eindruck von mir haben ich sei ziemlich selbstbewusst, evtl sogar einwenig zusehr als dass mir irgendjemand auch nur einen Funken von Schwäche abgewinnen kann. Ich fühle mich als würde ich gerade diskutieren, hm warum auch immer. Danke für den netten Austausch bisher, deine letzte Nachricht hat mir wieder sehr guten Input gegeben.

22.10.2019 12:41 • #157


portugal
Zitat von Inkompatibel:
Da liegst du gar nicht so verkehrt, denn Frauen würden dich ziemlich sicher abweisen.
Weil du nicht weißt was du willst und dich selbst nicht magst.
Das spüren Frauen und macht dich als potentiellen Partner uninteressant.


Agree.

Du bist einfuehlsam und sensibel, arbeitest ehrenamtlich (respekt) und siehst gut aus. Du kannst bestimmt auch gut kochen, oder? Das finden wir frauen doch soooooooooo suess. Ich kenne dich nicht, aber ich denke, du bist schon eine ehrliche haut. Koenntest Du Dir das nicht auch sagen?

Neid: neidisch sind die, denen es (auch) nicht gut geht. Die aber boese sind. Ignorieren und moeglichst NICHT aufregen.

Kleiner tipp: wenn dir deine ehrenamtliche(n) stelle(n) sehr wichtig sind, versuche beruf und privat zu trennen. Es gibt soviel gelaester und neid ....

Ich sage meinen juengeren freunden immer (und ICH weiss, es ist schwer zu glauben), die Richtige findest auch du.

22.10.2019 14:26 • #158


Leider arbeite ich schon seit 3 Jahren nichtmehr ehrenamtlich, aber vielleicht wäre auch das ein Punkt zum ansetzen jetzt wo du es ansprichst...das Ding ist einfach. Ich war in einer Berufsschule für Gesundheit und Soziales, befand mich im ersten Jahr, meine Fehlzeiten sowohl im schulischen als auch im praktischen Bereich waren fast (für das gesamte Jahr) ausgereizt.

Eine Arbeitskollegin die FSJ machte und mit der ich sehr guten Kontakt hatte sagte mir eines Tages kurz nach dem Halbjahreswechsel dass sie enttäuscht von mir sei, ich weiß nichtmehr warum sie dies sagte. Ich meldete mich direkt ab, fuhr Nachhause und leerte den gesamten Medizinschrank. Kurz zirka 5 Minuten nachdem ich alle Tabletten geschluckt hatte geriet ich in Panik, irgendwie war ich wohl doch nicht bereit zu sterben. Statt den Krankenwagen zu rufen rief ich meinen Vater an, er ging direkt ran ich sagte ihm was geschehen ist, er kam direkt Nachhause brachte mich in die Notaufnahme wo ich nakotisiert wurde, mein Magen ausgepumpt und darauf folgend mit irgendeinem kohleartigen Stoff wieder befüllt wurde. An diesem Tag schenkte mein Vater mir ein zweites mal mein Leben und ich ihm sicherlich unendlich große Angst und Schmerzen.

Das Ende vom Lied war ich fehlte einen weiteren Monat, als ich wieder bei meiner Praktikumsstelle antrat sagte man mir direkt es sei nichtmehr möglich und die Fehlzeiten seien zu hoch. Seit jenem Tag habe ich Angst vor der Enttäuschung und den daraus resultierenden möglichen Folgen. Ich war immer und gerne bei diesem kleinen Verein, aber habe mich seit jenem Tag nichtmehr dorthin gewagt. Vielleicht ist es wieder Zeit.

Kochen kann ich garnicht, bin froh dass wir hier einen Fertigessenfabrikanten haben da hole ich mir immer was aus dem Werksverkauf...meine Kochkünste beschränken sich dementsprechend auf Plastikfolie entfernen...

Ich habe große Angst vor neuen "Gemeinschaften" und sei es nur bei der Arbeit, ich habe soviele Schulen besucht, und ich bin jedesmal ein Außenseiter geworden. Es liegt ergo bei mir, aber woran muss ich denn bei mir arbeiten? Das verzweifelt mich, und im Hintergrund bleibt auch immer diese Angst, Enttäuschung nicht zu verkraften und daraus resultierend große Fehler, oder den einen großen Fehler (Ich nenne ihn auch gerne den Freund aus meiner Vergangenheit) zu begehen.

Ich weiß einfach nicht wo ich ansetzen soll, ich weiß aber auch nicht WIE ich ansetzen soll. Ich bin wie paralysiert. Manchmal ganz euphorisch mit gewissen Planungen aber am Ende sitzte ich weiter auf dem Sofa. Im großen und ganzen fühle ich mich wieder fit, aber der Beginn und danach die Contenance scheinen so hart.

Ich habe einen Onkel, der schon seitdem ich ihn kenne alleine lebt und ich glaube daher habe ich mir diese Angst vorm alleine seien angeeignet. Ich sehe auf Facebook nur immer seine Fotos, Er ist im Urlaub (allein), er geht wandern (allein), er macht sich ein sußer tolles Essen (allein), er geht in den Zoo (allein). Jedesmal wenn ich das sehe habe ich einfach eine große Sorge davor so zu enden, selbst wenn er für sich damit glücklich seien möge. Ich will das nicht!

22.10.2019 14:59 • #159


Zitat von DevillsAdvocate:
Gestaltet sich jedoch einwenig schwierig dadurch dass ich augenscheinlich je nach Gefühlslage komplett andere Wertevorstellungen habe


Die Stabilität kommt automatisch wenn du weiter an dir arbeitest und dich und deine Werte immer wieder prüfst.
Du solltest es auch nicht schleifen lassen oder glauben alles sei in Ordnung nur weil du mal einen guten Tag hast.

Darüber kannst du dich freuen aber deine Persönlichkeitsentwicklung geht weiter.

Es ist nicht einfach aber du musst dir Ziele setzen, die dich beschäftigen und dich mit dir selbst beschäftigen und unter Leute die dir gut tun. Das kann auch ein Verein oder sonstige gemeinsame Interessen sein die dich ablenken.

22.10.2019 16:31 • #160



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