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Hallo,
ich bin neu hier im Forum und habe mich grade angemeldet.
Das Buch von Doris Wolf habe ich bereits vor Jahren gelesen und nicht als hilfreich gefunden, ich war meistens in festen Partnerschaften und habe mich dennoch extrem einsam gefühlt. Bei mir ist es eher der Wunsch nach Zugehörigkeit, nach einer Gruppe deren Mitglied bzw. Teil ich bin.
Es ist Samstag Abend und ich sitze alleine zu Hause, zeitgleich findet ein Geburtstag statt zu dem ich eingeladen bin, aber ich fühle mich emotional so instabil, dass mir nicht danach ist. Bei mir treffen oft Widersprüche aufeinander, ich sehne mich so sehr nach Gesellschaft und Gemeinschaft und bin oftmals nicht in der Lage diese zu leben. Darüber hinaus fühle ich mich in Gruppen, insbesondere in solchen, in denen ich nicht alle kenne, oft unwohl. Ich habe viele Freunde und viele soziale Kontakte, aber mir fehlt oft die Nähe und das Gefühl wirklicher Verbundenheit.
Ich suche eigentlich hauptsächlich jemanden zum Austausch, der eine ähnliche Thematik und Dynamik kennt.
Danke im Voraus für eure Antworten und Offenheit.
Liebe Grüße,
M.

04.06.2016 21:11 • 12.06.2016 #1


5 Antworten ↓


Herzlich Willkommen im Forum! Ich wünsche dir einen guten Austausch.

Zitat von Margarete2016:
Es ist Samstag Abend und ich sitze alleine zu Hause, zeitgleich findet ein Geburtstag statt zu dem ich eingeladen bin, aber ich fühle mich emotional so instabil, dass mir nicht danach ist. Bei mir treffen oft Widersprüche aufeinander, ich sehne mich so sehr nach Gesellschaft und Gemeinschaft und bin oftmals nicht in der Lage diese zu leben.

Kenne ich von früher! Pass auf, dass du durch deinen Rückzug deine Kontakte nicht verlierst, so wie es mir passiert ist. Denn dann steht man wirklich alleine da, ist nicht mehr nur innerlich einsam, und das ist sehr belastend. Ich hatte auch (wegen meiner schweren Depressionen) Geburtstagsfeiern "geschwänzt", bis mein Freundeskreis genug von meinen Absagen hatte, mich nicht mehr einlud und mir sogar auf immer die Freundschaft kündigte.

04.06.2016 21:19 • #2



Innere Einsamkeit trotz sozialer Kontakte

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Genau das Gefühl kenne ich auch, obwohl dieses Gefühl meistens verdrängt wird wenn ich mich in der Gesellschaft von Freunden befinde. Problem ist aber, dass diese Freundschaften bei mir auch langsam knapp werden:D Aber diese emotionale Einsamkeit kenne ich wirklich sehr gut und wahrscheinlich kommt sie daher dass einem einfach Leute fehlen mit denen man über alles reden kann, die auch wirklich für einem da sind und mit denen man sich identifizieren kann. Ich glaube aber so welche Leute sind nun mal schwer zu finden und fast wie ein Sechser im Lotto, man sollte die Hoffnung aber auch nicht aufgeben:)
Ich selber habe ja versucht mich damit abzufinden, dass man halt immer bis zu einem gewissen Maß alleine ist, und das ist ja leider auch Tatsache, trotzdem holt es mich aber immer wieder ein.

05.06.2016 11:11 • #3


Doiz
Leider ist es so dass es nur wengie MEnschen gibt mit denen du über alles und jeden Reden kannst... ist nicht wie in den Hollywood filmen
die BEste freundin der man alles und jeden erzählen kann meiner mEinung nach.. Klar das gibt es aber es ist doch heute so dass man eben viele oder einige Soziale Kontakte hat und jeder so Inviduell ist das man sich auch nur mit bestimmten sachen unterhalten kann.

Ich könnte einen guten kollegen von mir nicht erzählen was in mir vorgeht.. Warum ?! man merkt einfach man ist nicht auf einer Wellenlänge daher gibt es Menschen die hören sich gerne an was du erzählt andere gehen mit dir lieber Feiern und wiedrum möchten nur Freizeit und Hobby mit dir nachgehen.
Viele fühlen sich dan leider "genervt"

Wenn du Stabilität und halt suchst musst du VErsuchen wie Juwi schon gesagt hat dich nicht Sozial abzukapseln.
Hier im Forum findest du sicher genug Menschen mit denen du dich austauschen kannst.

Wenn dir mal nicht nach ist wohin zugehen OK ist normal aber wenn es öfter passiert geb dir ein "RUCK"

05.06.2016 13:00 • #4


Einhörnchen
Hey Margarete! Ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. Mir geht es oft genauso wie dir. Ich habe zwar Bekannte und auch ein paar Freunde, fühle mich aber trotzdem einsam und nirgends wirklich zugehörig, selbst in meiner Familie (die ich über alles liebe) nicht. Du solltest dich auf keinen Fall zu sehr in dich selbst zurückziehen. Versuch lieber über deinen Schatten zu springen wenn du mal wieder überlegst ob du den Samstagabend lieber alleine zuhause verbringen möchtest. Du hast nur die Chance Menschen kennenzulernen (mit denen du dich ja vielleicht sogar auf einer Wellenlänge befindest) wenn du vor die Tür gehst. Aber ehrlichgesagt weis ich auch nicht so genau woher diese innere Einsamkeit eigentlich kommt...vielleicht fehlen einem ja die Ziele oder der Sinn im Leben (das Gefühl hab ich zumindest oft). Alle arbeiten irgendwie auf etwas hin. Meine große Schwester hat gerade geheiratet und versucht jetzt schwanger zu werden und die kleine baut sich gerade ihren eigenen Reiterhof auf und verwirklicht somit ihren Traumberuf. Beide leben mit ihren Partnern zusammen und bauen sich gerade ein eigenes zuhause auf. Ich dümpele immernoch von Beziehung zu Beziehung (und das viel zu schnell weil ich nicht alleine sein mag) und fühle mich irgendwie allein und als hätte ich meinen Platz in der Welt noch nicht gefunden. Also Kopf hoch ich glaube viele Menschen fühlen sich einsam und sehnen sich nach mehr als nur oberflächlichen Bekanntschaften.

12.06.2016 11:59 • #5


Hallo Margarete, das kenn ich leider auch. Kann in Gesellschaft sein und trotzdem fühle ich mich wie der letzte Ar. im Umzug, nicht verbunden, isoliert, innerlich einsam. Obwohl ich das früher sehr gerne hätte, Gesellschaft. Ich fand es schön! Das muss irgendwie mit der Krankheit zusammenhängen, dass man sich so isoliert fühlt.

12.06.2016 12:07 • #6




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