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Hallo Leute,
ich habe mir überlegt, gegen das Alleinsein, obwohl ich es eigentlich gern bin, doch eine/n imaginäre/n Freund/in zuzulegen. Mein Therapeut sagte, dass dies eine Hilfe sein kann zur Beruhigung und/oder auch, Hilfe bei Entscheidungen treffen und anderes. Allerdings habe ich schon etwas Bedenken, ob das nicht umschlagen kann, wenn man mit Bällen spricht (es sind solche, die man auch drücken kann und verschiedene Gesichter haben). Selbstverständlich würde ich das nicht dauernd machen, aber ab und zu mal, wenn ich mich sehr einsam fühle, wenn ich traurig bin und ich niemanden zum Reden habe oder anderes...hat jemand Erfahrungen mit derartiger Vorgehensweise oder was meint ihr dazu?
LG Annie

23.01.2017 15:12 • 17.02.2017 #1


29 Antworten ↓


Ich rede ständig mit mir selber oder imaginären Mitbewohnern Anders würde ich die Stille und das Alleinsein nicht aushalten. Ich muss mich mit jemandem beraten und austauschen. Dass es bloß ich bin, mit dem ich da diskutiere, ist mir natürlich klar. Aber das ist besser als nichts. Dass ein Therapeut sowas vorschlägt, wundert mich etwas - ich dachte immer, das sei eher gefährlich, weil man den Bezug zur Realität verlieren kann.

23.01.2017 15:16 • x 1 #2



Imaginäre/n Freund/in zulegen gegen das Alleinsein?

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Hallo juwi....
ja genauso dachte ich es auch, dass es halt umschlagen kann, aber solange man es selbst entscheiden kann und weiß, dass man mit den Bällen spricht, ist es vielleicht auch ungefährlich...ich bin da etwas unschlüssig, mal schauen, testen und vielleicht auch einen guten Freund einweihen, der könnte es ja dann merken, wenn ich mich ändern würde...

23.01.2017 15:23 • #3


Huch, komische Methode von einem Therapeuten aber wenn es dir hilft, warum nicht?
Als ich 3-6 Jahre alt war, hatte ich meine imaginären Freunde Mumma und Bubba... Die beiden waren verheiratet und ich hab meiner mama immer erzählt was die beiden gerade machen oder erlebt haben. Persönlich hab ich nie mit Ihnen geredet, sondern sie immer nur beobachtet. Als ich dann in die schule kam, waren sie auf einmal weg.

Vielleicht hilft es dir ja auch eine bestimmte Zeit zu überstehen und irgendwann brauchst du sie dann auch nicht mehr.

23.01.2017 15:25 • x 1 #4


Huhu und guten Morgen,

so unüblich oder ausgefallen ist das gar nicht. Und ich glaube auch nicht, dass es umschlagen kann oder einem der Sinn für Realität flöten geht. Ich habe davon schon in dem einen oder anderen Angstratgeber gelesen.

Ähnliches praktiziere ich schon seit langem, auch wenn es ohne Therapeut angefangen hat. Ich bin begeisterter Rollenspieler und Hobbyschreiberling, na gut zugegeben, ich glaube ich gehöre zu den schrägen *beep*. Jedenfalls sind mir einige meiner Figuren so ans Herz gewachsen, dass ich sie schon um Rat gefragt oder zu schweren Terminen mitgenommen habe. Es hilft, irgendwie. Mein Therapeut fand das nicht weiter schlimm. Und glaub mir, es sind keine harmlosen, liebenswerten Knautschbälle. Ich bin eher in Fantasywelten unterwegs, und meine Lieblinge, nun ja, man möchte ihnen nicht unbedingt nachts im Dunkeln begegnen Von Untoten (keine Glitzervampire) bis Tyrann ist alles dabei.

Und ganz nebenbei wird diese Art von Technik noch ganz woanders eingesetzt. Als ich mich vor längerer Zeit mal in einem Hobbyschreiberforum umgesehen habe, kam irgendwann die Frage auf, was tun wenn man mal in der Handlung nicht weiter kommt und einfach nicht weiß, was die Figur jetzt tun soll. Ich krieg die wunderbare Antwort nicht mehr ganz zusammen, aber sinngemäß lautete sie wie folgt: 'Ich stelle mir einfach vor, die Figur sitzt mir gegenüber und ich frage sie direkt, was sie nun tun wird. Oft hilft es, aber manchmal wird auch einfach nur ausgelacht oder angepöbelt, je nach Figur.' Und nachdem das nun einer geschrieben hatte, stellte sich heraus, wie viele es so oder ähnlich handhaben. Und meines Wissens nach, hat von denen bis heute keiner den Verstand verloren. Ich denke ich auch nicht...aber das müssen wohl andere beurteilen.

Versuch es einfach mal, vielleicht ist das ja was für dich Nur Mut!

LG
Das Angsthörnchen

24.01.2017 07:36 • x 1 #5


Der Dativ Plural unserer gefiederten Freunde wird zensiert....na Mahlzeit. Tja, vor dem zweiten Kaffee und nach dem ersten Stromausfall bin ich wohl einfach nicht vornehm genug für diese Welt

24.01.2017 07:45 • x 3 #6


Ich hab mir da auch was überlegt, ich meine, wenn sogar Therapeuten für einen imaginären Freund sind?
Ich leide jetzt nicht unter Einsamkeit, sorry dass ich hier im falschen Thread bin, leider unter Angstörungen und PA, aber das Thema interessiert mich sehr

Ich sehe ja die Panikattacken wie ein Raubtier an, was mich plötzlich und ohne Vorwarnung anspringt.
Wäre es verrückt wenn ich mir dann ausdenke, dass ich so ein Raubtier als Begleiter habe, dass mich vor diesem anderen beschützt?
Ich habe es gestern mal versucht, und da ich schon immer viel Fantasie hatte, hat es geklappt, hab mir sogar vorgestellt, dass es bei mir auf der Couch liegt und meine Hand geschleckt hat, als so unverhofft eine Angsspitze kam, die war dann schnell wieder weg.

Ich hab mir dann gedacht, wenn das böse Raubtier auftaucht, es mein liebes erst anfaucht und dann verjagt. Ich würde jetzt nicht damit reden, es ist ja ein Tier, aber es spürt meine Angst, wenn ich Hilfe brauche.

Oh Mann, wenn mein Mann wüsste was ich hier schreibe, ich glaube der würde mich einweisen.

LG Angor

24.01.2017 07:51 • #7


Zitat von Angor:
Ich sehe ja die Panikattacken wie ein Raubtier an, was mich plötzlich und ohne Vorwarnung anspringt.
Wäre es verrückt wenn ich mir dann ausdenke, dass ich so ein Raubtier als Begleiter habe, dass mich vor diesem anderen beschützt?

Überhaupt nicht! Das mit den schützenden Tieren hat man mir mal bei der Telefonseelsorge empfohlen. Ich verwende es zwar etwas anders, weil ich keine Ängste/Panikattacken habe, sondern mich manchmal verfolgt fühle (psychotische Symptome), aber es kommt ja auf dasselbe raus. Mach' es so, wie es für dich passt!

24.01.2017 08:44 • #8


Ich bin auch eher aus der Angst und Panik Ecke, mich hat nur die Überschrift angesprochen. Aber warum sollte man es nicht so machen, wenn es einem gut tut und die Panik vertreibt. Ich glaube man hält sich selbst oft für merkwürdiger als man ist, weil man bei sich selbst jeden schrägen Gedanken kennt, vor allem die, die man nie aussprechen würde. Bei anderen Menschen kennt man die nicht. Aber wer weiß, was zwischen deren Ohren so vorgeht?

24.01.2017 11:59 • #9


Vielken Dank für Eure Antworten, das hilft mir sehr weiter

24.01.2017 12:02 • #10


Hallo Leute,
ja, ich komme mir schon etwas blöd vor, das so anzuwenden, aber wenns hilft, warum nicht, ich weiß ja, dass es keine lebende Person ist. Solange man das weiß, kann doch eigentlich nichts passieren. Allerdings so ganz überzeugt davon, dass es hilft, bin ich nicht wirklich, da habe ich echt Schwierigkeiten mit, also mit der Überzeugung, dass überhaupt irgendetwas hilft gegen die Angststörungen...da ich die schon soooooo lange habe seit ich denken kann quasi...früher weniger, bzw. unterdückt und überspielt, deshalb heute extrem. Aber ich will es auf jeden Fall ausprobieren, erst einmal mit den Bällen und mal schauen, was dann noch so kommt. Vielen Dank für eure Antworten. Ach ja, mein Therapeut fragte, ob die Namen haben, ich sagte: noch nicht...habt ihr ihnen Namen gegeben?
LG Annie

24.01.2017 13:18 • #11


Ach so, in erster Linie sollte es eigentlich nicht nur gegen das Alleinsein helfen sondern auch gegen die Angststörungen, vielleicht habe ich das etwas falsch formuliert in der ersten Nachricht.

24.01.2017 13:26 • #12


Ich finde das sehr interessant von deinem Therapeuten das auch als erwachsener Mensch anzuwenden. Kinder haben ja auch ihre Stofftiere und spielen damit. Ich habe auch noch meine kleine Ratte, aus Kinderzeiten, der mir auch immer ein Helfer gewesen ist. Der steht jetzt an meinen Schreibtisch. Wenn ich meine Kinder immer sehe wie sie mit ihren Tieren spielen, dann ist es schön das mein altes Tierchen auch mitspielen darf. Irgendwie waren sie für mich früher wie lebendige Wesen. Heutzutage nimmt man ja vieles nicht mehr so wahr und es fehlt die Fantasy, viele denken gleich du bist verrückt...mir tut es gut das er am Schreibtisch steht und ich an meine Kindheit zurück denke

Grüßle und viel Erfolg mit dieser Methode

Melanie

24.01.2017 13:51 • x 1 #13


Durch die Entstehungsgeschichte meiner Figuren haben sie Namen, klar, ohne kann man sie nicht spielen.

Nur nicht aufgeben, irgendwann findet man den richtigen Weg aus der Angst. Ich denke auch oft, da hilft jetzt nichts mehr, aber aufgeben geht nicht. Bei mir ist es inzwischen deutlich besser geworden, wenn auch noch nicht weg. Aber ich krieg meinen Alltag langsam wieder gut auf die Reihe. Das braucht einfach sehr viel Zeit und Geduld um unser Denken wieder in die richtige Bahn zu bringen.

24.01.2017 14:07 • x 2 #14


SAMUZ
Hallo
Vielleicht kennt ihr die tibetianische Form der Tulpa erschaffen. Ich habe mehrere Tulpa. Vielleicht kann dies eine Hilfe sein?

31.01.2017 19:53 • #15


Hallo Samuz,
nein, das kenne ich nicht...wenn du willst, kannst du es ja erklären...oder ich schaue mal im Netz nach...
LG

31.01.2017 20:37 • #16


SAMUZ
Tulpa sind energetische Wesen, wie Engel, Verstorbene...usw. Der Erschaffer stellt sich das Aussehen, den Charakter usw. der Tulpa vor und spricht mit ihr.
Es gibt viele Youtubes

31.01.2017 20:54 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ok danke das schau ich mir mal an...

31.01.2017 21:02 • x 1 #18


SAMUZ
Dankeschön

31.01.2017 21:13 • #19


Gerne

31.01.2017 21:29 • #20



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