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Hallo
Ich weiß nicht mehr weiter und dachte mir das hier vielleicht jemand ist der mich versteht. Ich hab ne Menge erlebt in den letzten Jahren und kann über das meiste überhaupt nicht sprechen. Gerade in den letzten Monaten ist viel passiert und ich merke wie ich mich wieder total zurück ziehe und wieder depressiv werde. Ich fang wieder an meine Freunde zu ignorieren weil die mich eh nicht verstehen und ich keine Lust darauf habe so zu tun als wär ich glücklich, obwohl ichs überhaupt nicht bin.

Ich hab auch wieder angefangen mich selbstzuverletzen, obwohl ich dachte das ich es mittlerweile im Griff hätte..
Ich fühl mich einfach allein und nicht verstanden. Mir wurde oft gesagt das ich anders bin und vielleicht stimmt das ja auch, vielleicht kann man mich einfach nicht verstehen... Ich hab schon so oft über Suizid nach gedacht aber ich hab viel zu viel Angst davor aber so weiter zu leben macht auch nicht viel Sinn... Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll, ich muss irgendwie mein leben in den griff kriegen und ich weiß nicht wie... Vielleicht gibts ja doch hier jemanden der mich versteht, meldet euch

22.10.2016 01:01 • 22.10.2016 #1


4 Antworten ↓


Ich kenne das sehr gut und fühle mich oft genauso. Hast du eine Vermutung, warum du dich so fühlst?

22.10.2016 01:53 • #2



Depressionen / Alleinsein

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Erzählst du denn den Menschen, was in dir vor geht? Ich erkenne in deiner Beschreibung eine frühere Version von mir und ich weiß, dass ich damals auch dachte, nicht verstanden zu werden. Tatsächlich war es auch so und ist es noch, aber darauf will ich gar nicht hinaus. Meine Mutter sagte mir mal, dass sie oft nicht verstand, weshalb ich mich so verhalten habe und sie dachte dann immer, ich will sie ärgern. Nachdem wir uns so viele Jahre immer wieder mächtig in der Wolle hatten, habe ich ihr irgendwann nur ein einziges Mal richtig erklärt, was mit mir ist und wie ich mich fühle, wenn ich so bin. Hatte mich zwar dafür geschämt, aber sie sagte nur, dass sie das nicht wusste und ab da konnte sie plötzlich sehr gut mit meinen "Anfällen" umgehen.
Heute ist mir so gut wie nichts mehr peinlich und immer wenn ich mich frage, ob ich lieber offen die Wahrheit sagen soll, auch wenn mich das in einem schlechten Licht da stehen lässt, gebe ich mir einen Ruck und bleibe bei der Wahrheit. Und ich bin immer wieder erstaunt, zu welcher Größe die Menschen doch fähig sind, wenn man ihnen die Chance gibt.
Hier findest du jedenfalls sicher überwiegend Leute, die dich vielleicht nicht unbedingt verstehen, aber auch nicht ablehnen. Genau wissen kann ich es natürlich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass die Menschen in deinem Umfeld grundsätzlich auch nciht anders sind. Bestimmt unterhalten einige sich oft über dich und verzweifeln daran, dass sie nicht wissen, was du eigentlich willst.
Falls du die Überwindung aufbringen kannst, versuch es ruhig mal mit der Offenheit. Schlimmer kanns dadurch wohl kaum werden...

22.10.2016 07:14 • x 4 #3


@brokenheart

Finde es irgendwie seltsam, dass du immer einen Beitrag schreibst und dann antworten dir die Leute, stellen Fragen etc. und dann kommt nix mehr.

So funktioniert Kommunikation nicht.

22.10.2016 15:02 • x 2 #4


Ich hasse dieses Gefühl.

Es bildet sich ganz tief im Bauch , steigt hoch in den Hals.

Es sammelt sich der Speichel in den Wangen. Tränen schießen in die Augen, bis sie überquellen. Die Tränen fangen an zu laufen. Sie laufen heiß übers Gesicht. Im Kopf fängt es an zu prickeln.
Es ist unmöglich, dieses Gefühl abzustellen.

Die Kehle ist wie zugeschnürt. Es kommt die Angst, dass es nicht schnell vorbeigeht, sondern der Zustand sich einnistet, wie eine widerliche Krake , länger als ein oder zwei Tage bleibt. Das die Ohnmacht vor dieser Traurigkeit und dieser grausamen Antriebslosigkeit länger als wenige Tage bleibt.
Meine Tochter sieht mich heulen, kommt in die Küche.

Es schmerzen die Rippen und sie umarmt mich. Ich liebe sie und kann es ihr nicht ersparen, das sie von Zeit zu Zeit Zeugin wird.

Sie ist der Grund, weiterzumachen.

22.10.2016 20:00 • x 1 #5




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