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Hallo ihr lieben. Ich wende mich an euch. Da ich hoffe das ihr mir helfen könnt. Ich war bis heute in einer Klinik wegen suzidalen Gedanken. Leider nur zur krisenintenvention und muss jetzt wieder nach Hause. Ich bin alleinstehend und bekomme immer zuhause meine Probleme und sch. Gedanken. Habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann? Oder könntet ihr mir ein paar liebe Worte schicken. Ich wünsche euch einen schönen Tag und danke im voraus

08.06.2021 09:04 • 15.06.2021 x 3 #1


11 Antworten ↓


cube_melon
Guten Morgen,

es tut mir leid das es dir so geht.
Einen Rat zur Selbsthilfe zu geben, mit den wenigen Informationen, fällt mir schwer.

Um das alleine sein geht es meist sekundär, sondern in erster Linie um das eins sein mit sich.
Sicher - die Nachwehen einer Krise können eine Herausforderung sein, sowie das alleine sein an sich.

Hat man die keine Angebote für nach der Klinik genannt? Also z.b. Interventionsgruppen der PIA deines Landkreises, eine Tagesklinik, Selbsthilfegruppen usw.
Bist Du in psychotherapeutischer Behandlung?
Wie ist dein soziales Umfeld, Familie, Arbeit?

08.06.2021 09:27 • x 4 #2



Ideen zum besser Alleinsein

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Ich bin vor zwei Monaten in eine neue Stadt gezogen und kenne daher kaum jemand hier. Meine Familie wohnt 80 km entfernt von hier. Die Klinik hat mir angeboten das wenn ich ein regulären Termin mache mit Vorgespräch das ich dann vielleicht länger da bleiben könnte. Auch tagesklinik war ein Punkt würde aber mindestens 2 Monate dauern. Ich danke dir sehr für deine lieben Worte.

08.06.2021 19:00 • x 1 #3


cube_melon
Verstehe das nun besser - danke.

Ich selbst bin ein recht autonomer Mensch. D.h. ich komme mit mir selber gut klar, weiß wer ich bin, mag mich so wie ich bin.
Dazu habe ich meine Ressourcen im indoor und outdoor verteilt, so wie Sommer und Winter.
D.h. ich kann mich zu Hause beschäftigen, so wie draussen.

Ich habe hier kein soziales Umfeld, was gewisse Dinge schwieriger macht. Bin aber dran mir wieder etwas aufzubauen.
So 1-2 mal im Monat mit jemanden eine Radtour gemeinsam fahren oder mal ins Kino wäre ganz nett.
Wirklich ein "muss" ist das nicht.

Meine Welt im online ist das Gaming. Ein MMORPG, wo ich mir über nun 5 Jahre eine Welt aufgebaut habe, in der ich auch mal dir Realität sausen lassen kann. Dann wäre da noch meine Wöchtenliche Gaming Session mit meinen Freunden aus Russland.
Rund um das Gaming bin ich Mitglied in verschiedenen Discord Servern und habe selbst auch einen für einen kleinen Freundeskreis, wo ich täglich mit Leuten aus Frankreich, Portugal, Deutschland, Kanada, UK schreibe.

Meine Freunde und Familie sind über den Planeten verteilt. Hier läuft auch alles über Telefon, Video- Voicechat, Threema Messenger.

Für mich ist diese Mischung aus in mir integriert sein, dem offline und online-Leben und der Ressourcen in der Wohnung und draussen perfekt. Dies habe ich mir über viele Jahre aufgebaut.
Viele leiden unter den Restriktionen. Mich persönlich stören die nur bedingt.

08.06.2021 19:51 • x 1 #4


Ich würde dir empfehlen einmal darüber nachzudenken, was dir früher Spaß bereitet hat. An meinen psychischen Tiefpunkt wusste ich nicht mehr, was mir gefällt.

Ich habe mir irgendwann bewusst ins Gedächtnis gerufen, was ich als Kind, was als Jugendliche und was ich als Erwachsene gerne gemacht habe. Da ist meistens auch etwas dabei, was man alleine machen kann.
Und da fängst du dann einfach Mal an

08.06.2021 21:49 • x 4 #5


portugal
Magst Du reisen?

08.06.2021 21:51 • #6


Liebe Nicki,
ich wünsche dir erst einmal einen schönen Tag.
Denn jeder Tag ist einmalig im leben. Auch in deinem.
Ich versuche mich in solchen Phasen an ganz einfachen Dingen zu freuen wie eine blühende Blume, ein Insekt usw. Gerade jetzt ist es eine gute Zeit - denn grauer Herbst und Winter ist viel schlimmer. Nutze die Zeit.
Schau dich um, geh raus - so einen Tag wie heute wird es nie wieder geben. Genauso, wie es dich nur einmal gibt - eben weil du einmalig bist.
Versuche dich ein wenig, fang klein an - aber höre nicht auf dich zu steigern. dann kann auch mal ein grauer tag kommen und du rufst die schönen Situationen einfach ab.
So versuche ich es zumindest - und es funktioniert meistens.
Magst du erzählen, warum du so fühlst ?
Ich schicke dir leibe Grüße und würde mich freuen von dir zu hören.

11.06.2021 12:47 • x 3 #7


-IchBins-
@Nici34
Ich bin auch oft allein und dazu in Rente und körperlich etwas eingeschränkt, das macht es nicht einfacher, aber wenn du noch gut zu Fuß bist und körperlich gesund, könntest du mit Sport anfangen. Manchmal gibt es Gruppen, die sich zum Walken, Joggen oder Radfahren treffen, wenn du das eher machen möchtest.
Ich weiß leider nicht, ob das bei dir dort im Ort angeboten wird.
Vielleicht hast du ein Hobby? Oder fang vielleicht mit einem Neuen an? Wenn es wieder möglich ist, könntest du einen Kurs in einer Volkshochschule besuchen. Dort wird ja einiges angeboten.
Ich finde spazieren tut auch immer gut, einfach mal die Natur ein bisschen beobachten und entspannen. Vielleicht gibt es einen besonderen Ort, Wald, eine Bank, See etc.? Ein Haustier könnte auch eine Möglichkeit sein, man hat Verantwortung und ist nicht so allein.
Liebe Grüße

11.06.2021 13:55 • #8


Irgendeine Ablenkung würde helfen. Welche Hobbys hast du, in denen du dich verlieren kannst? Dann tauchen vielleicht weniger schlechte Gedanken auf

11.06.2021 19:23 • #9


Meine Hobbys sind häkeln, puzzeln oder Diamant Art. Ich habe mich schon mal umgeschaut wegen Volkshochschule oder Kurse. Aber leider gibt das hier nicht

12.06.2021 15:19 • #10


Ich kann noch keine PN schicken. Fühl dich ganz lieb gedrückt . Auf Regen folgt Sonnenschein. Ich hoffe und wünsche es geht dir bald besser.

12.06.2021 16:27 • x 1 #11


Zitat von Nici34:
Meine Hobbys sind häkeln, puzzeln oder Diamant Art. Ich habe mich schon mal umgeschaut wegen Volkshochschule oder Kurse. Aber leider gibt das hier nicht

.......aber vielleicht in der Klinik? Frage doch einfach mal nach Ergotherapie, die ggfls. auch ambulant in Anspruch genommen werden kann. Da gibt es Möglichkeiten der Handarbeit mit unterschiedlichen Materialien - und zum Kennenlernen anderer Menschen.

Ein Umzug bedeutet ja immer, ein neues und somit fremdes Umfeld vorzufinden. Sogar eine Familie muss sich erst einleben - für Alleinstehende ist es natürlich noch bedeutend schwieriger! Wenn ich dich richtig verstehe, sind deine Probleme ja auf den Umzug zurückzuführen, d. h., du hattest sie vorher nicht.....(?)
Da hilft sehr viel Geduld und es kann nicht schaden, die Angebote zu nutzen, die die behandelnde Klinik bereitstellt oder vermittelt.

LG

Gerade eben • #12



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