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Hallo, ich bin neu hier und habe mich dazu entschlossen mal über meine Probleme zu reden.. (Das ist mein erster Forumeintrag, also seid bitte nicht so streng mit mir) Vielleicht kann mir ja so geholfen werden. Ich bin 15 Jahre alt und eigentlich ist mein ganzes Leben bis jetzt nicht grade toll. Ich hatte noch nie wirklich Freunde (momentan garnicht). Ich hatte eine sehr schwierige Kindheit, bin auch ca. 9 Mal wegen meiner Mutter umgezogen und kam als ich 11 war durch die Polizei Gott sei Dank zu meinem Vater. Meine Mutter hat mich geschlagen, beleidigt, war Alk. und hat ganz sicher eine psychische Erkrankung, was sie aber leider nicht einsehen möchte. Ich wurde in jeder Schule in der ich war gemobbt und zu Hause ging es weiter. Ich vermute mal, dass ich dadurch so ein geringes Selbstbewusstsein habe. Ich kann Menschen nicht in die Augen schauen und habe das Gefühl, dass sich keiner für mich interessiert. Ich finde keine Freunde, bin aber auch sehr wählerisch was das angeht. Ich könnte niemals mit einer Person befreundet sein, die sich obercool fühlt, sich für andere verstellt und nichts im Kopf hat. Das macht das alles noch schwerer für mich. Ich habe 2 Klinikaufenthalte hinter mir, da ich 2-3 Jahre die Schule vermieden habe (aufgrund einer Angststörung, Panikattacken und Depressionen), aber das hat mir auch nicht viel gebracht. Ich habe Angst davor wieder gemobbt zu werden und dass Menschen in ihren Köpfen über mich lachen. Habe dazu auch noch Probleme mit einem Reizdarm. Aber das gehört alles garnicht zu dem Problem was mich grade am meisten beschäftigt. Ich fühle mich alleine und ich habe wahnsinnige Angst vor den Ferien.. Ich gehe grade noch in ein Schulvermeiderprojekt (von 9:00-13:00 Uhr) und danach sitze ich nur zu Hause, spiele zwischendurch Klavier und mache sonst nichts. Mittlerweile habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet um wenigstens ein bisschen aus dem Haus zu kommen. Und so geht das seit 4 Jahren. Nur dass ich früher den ganzen Tag nur rumsaß. Ich habe einfach viel zu viel Zeit für mich und kann mich mittlerweile nicht mehr sehen. Habe in der Zeit durch zu viel allein sein einige Essstörungen entwickelt. (Keine Bulimie oder sowas) Hoffe, dass ihr mit Ratschläge geben könnt, ich habe Angst vor den Ferien.

20.06.2016 20:39 • 28.07.2016 #1


29 Antworten ↓


Hallo Vanessa ,
ich kann dich sehr gut verstehen habe ähnliche Probleme wie du, nur das ich 25j älter bin.
Ich leide jetzt schon seit 3 Jahren an Panikattacken und Depressionen was echt nervig ist.
Du solltest dir einen guten Verhaltenstherapeuten suchen dann wird es dir auch bald besser gehen.
Wenn du noch fragen hast schreib mich ruhig an

20.06.2016 21:04 • x 1 #2



Ich bin alleine und sitze den ganzen Tag zu Hause

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igel
Ich kann dem Paulchen nur zustimmen. Meine Mutter war ebenfalls Alk.,psychisch krank, hat mich bereits als kleines Kind von acht Jahren beschimpft, beleidigt, zeitweise schlug mir blanker Hass entgegen. Als ich 16 starb sie an den Folgen des Alk., da lebte ich etwas auf.

Meinen Vater hat es nicht interessiert, der war ganz mit sich selbst beschäftigt.

An den Folgen dieser Kindheitstrauma leide ich heute noch. Wenn ein Kind von der eigenen Mutter immer wieder gesagt bekommt, im Suff, dass dumm, faul, nutzlos, hinterhältig, mies, verlogen usw, ist entstehen Schäden in der Seele für den Rest des Lebens.

Deshalb auch mein Apell an Dich, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Du bist noch sehr jung, da stehen die Chancen gut.

Viel Glück !

20.06.2016 21:35 • x 1 #3


Ich bin auf der Suche, habe mich auch ''beworben'', doch die Wartezeit ist sehr lang und so lange kann und will ich nicht warten. Ich fühle mich immer einsamer und habe nichts zutun.

20.06.2016 21:40 • #4


igel
Die Wartezeit ist lang, stimmt schon. Aber Du gehst Dein Problem noch rechtzeitig an, gut so !

20.06.2016 21:42 • #5


Ich bezweifle aber, dass mir ein Therapeut dabei helfen kann Freunde zu finden.

20.06.2016 21:45 • #6


Phänomen
hi, mir ging es als jugendlicher genauso, dass ich einsam war, weswegen ich mich dann auf einem chatportal mit spielen anmeldete. ich fand es sehr hilfreich, wenigstens dort kontakte pflegen zu können und schonmal für das echte leben zu üben.

20.06.2016 21:46 • #7


Ich hatte auch mal eine Phase in der ich nur im Internet war und gechattet habe, aber ich möchte lernen im echten Leben auch Freunde zu haben. Wenn ich mich noch weiter in mein Zimmer zurück ziehe wird es mir schlechter gehen.

20.06.2016 21:48 • #8


igel
Langsam Mädchen, bitte nicht ungeduldig sein und keine übersteigerte Erwartungshaltung.

Mit gutem Psychotherapeuten wird sich vieles in Deinem Leben zum Positivem ändern.

Aber nicht alles und nicht sofort.

20.06.2016 21:50 • #9


Mikan
Ob du es glaubst oder nicht ich habe einige richtig gute Freunde im Internet kennengelernt (die mir nun auch bald beim Umzug helfen). Man hat sich getroffen, kennengelernt und ab und zu etwas zusammen unternommen. Nicht oft natürlich, da sie mittlerweile in ganz Deutschland verstreut sind, aber ab und zu und es ist immer lustig. Daher stimme ich dem Vorschlag von Phänomen zu, versuchs doch einfach mal. Muss ja kein Chat Portal sein. Ich spiele zB auch gerne MMOs
Man ist in seiner eigenen Welt und kann sich trotzdem mit Menschen unterhalten. Welche ich vermutlich auch bald mal in RL treffen werde (vllt wieder neue Freunde?).
Aber bitte nicht jedem im Internet blind vertrauen! Wenn dann in einer Stadt einen Kaffee trinken gehen oder Freunde mitnehmen. (Ja ich hab auch etwas ein Vertrauensproblem, was ein Überbleibsel aus meiner Kindheit ist).

Ansonsten kann ich dich voll verstehen, ich bin auch sehr wählerisch mit meinen Freunden und habe erstmal angst dieser Person die ich als potentiellen Freund in betracht ziehe zu vertrauen. Zu 80% sind diese Zweifel unbegründet, da die meisten Menschen echt nett sind (zumindest meiner Erfahrung nach). Und es muss ja nicht immer gleich die/der beste Freund/in werden, auch wenn man das gerne hätte.

Lass den Kopf nicht hängen! Nachdem was du erlebt hast ist es vollkommen ok etwas "kaputt" zu sein. Jeder hier ist das wohl in einer gewissen Art und Weise. Aber man kann viel reparieren

20.06.2016 22:14 • x 1 #10


Danke für deine Hilfe, vielleicht werde ich es wieder probieren. Habe Angst dass ich wieder "süchtig" werde. Also nicht mehr rausgehe und so weiter.

20.06.2016 22:17 • #11


Mikan
Immer gerne. Ich heiße übrigens auch Vanessa
Ja die Suchtgefahr ist wirklich da (so: huch wo ist denn der Tag hin ). Dann vielleicht doch lieber eine Sportgruppe oder sowas? Ich als Sportmuffel tu mich da immer etwas schwer haha.

21.06.2016 16:14 • #12


Haha, das ist cool
Ja, so ging es mir früher. Und ich will einfach endlich mal rauskommen, ''normal sein'' (so gut es geht). Auch was mit Freunden unternehmen, aber ich habe und finde einfach keine. Ich glaube ich bin zu ''uncool'' und zu uninteressant. Aber ich werde mich nicht ändern.
Ich gehe ja schon ins Fitnessstudio um Muskeln aufzubauen und ich weiß nicht ob ich noch mehr Sport machen möchte.

21.06.2016 20:37 • #13


Mikan
Weißt du wie man am coolsten ist? Indem man zu dem steht was einem Spaß macht und was einen interessiert, sprich zu sich selbst. Ein paar werden einen vllt auslachen wegen den "komischen Interessen", andere werden es "cool" finden und dem Rest ist es egal. Wenn die Leute rausfinden, dass ich als Frau seit meiner Kindheit Videospiele spiele sind die immer ganz perplex, das ist lustig Zum Thema "normal sein", was ist schon normal? Wer definiert normal? Die Mehrheit? Ich war noch nie jemand der macht was alle machen, eher genau das Gegenteil (da bin ich echt stur oder trotzig? xD).

Auf jedenfall ist es echt gut, dass du was ändern willst und ich glaube auch fest, dass du das schaffst. Mach dir aber keinen Druck, das kommt von ganz allein. Versuche einfach zu machen was dir Spaß macht und dann findest du auch die "passenden" Leute. Nur aus dem Haus gehn, das muss man schon *sich an die eigene Nase fass* hehe. Immer leichter gesagt als getan....ich weiß >.<

21.06.2016 20:51 • x 2 #14


Zitat von vanessa-15:
Ich hatte auch mal eine Phase in der ich nur im Internet war und gechattet habe, aber ich möchte lernen im echten Leben auch Freunde zu haben. Wenn ich mich noch weiter in mein Zimmer zurück ziehe wird es mir schlechter gehen.


Wie sind deine Vorstellungen wie ein Mensch sein muss, damit du mit der person befreundet sein kannst?
Was sind aus deiner sicht die Gründe, warum du probleme hast, Freundschaften aufzubauen?
Welche Dinge möchtest Du an dir selbst verändern?

22.06.2016 12:41 • #15


Die Person sollte schon was im Kopf haben, sich nicht für andere verstellen. Halt nicht so wie alle Jugendlichen in meinem Alter sein. Nicht *beep* rauchen und nur Party im Kopf haben. Sich gut ausdrücken können und nicht nur: ,,Alter." von sich geben.

Ich glaube ich habe Probleme, weil ich nicht gut aussehe und weil ich eben kein Partymensch bin (was in meinem Alter selbstverständlich sein sollte wie ich finde)

Ich möchte mich eigentlich garnicht verändern, aber ich weiß nicht ob ich so wie ich jetzt bin Freunde finden kann.

22.06.2016 19:32 • #16


Ich kann dich beruhigen. Es ist in deinem alter eben häufig so, dass die meisten *beep*, saufen und party machen wollen und man nix mit denen anfangen kann.
Ich finde es gut ,dass Du einen gewissen Anpruch an Intellekt an potentielle freunde an den Tag legst und dich nicht aus gruppenzwang mitzudröhnst.
Wieviele mitschüler bei dir sind ebenfalls wie du keine partymenschen? wie sieht es mit den leuten, die du kennst aus, die eben nicht *beep* oder ähnliches?

wie würdest du deinen charakter beschreiben? welche dinge an dir, schrecken andere aus deiner sicht, ab?
wenn wir das thema partnersuche weglassen, kann man spätestens dann sagen, dass du nicht unattraktiv genug sein kannst, um wenigstens freundschaften aufzubauen. Und wiederum finden rein äußerlich unattraktive auch passende partner, die sich gegenseitig schön finden können.

Wenn du dich selbst attraktiv findest, bzw. viele tolle seiten an dir kennst, dann strahlst du das auch aus. und wenn du deine eigenakzeptanz ausstrahlst, wirkst du auf andere menschen viel freundlicher und auch der eine oder andere mann wird dich interessanter finden.
Und wenn du bei dir in deinem alter keinen Typen findest, der nicht mehr sagen kann als "Altern , ..", dann hast du eben keinen freund. Single zu sein ist doch auch ok. Spätestens ab mitte 20 sind die Jungs aus dem "Alter" raus

Ich frage dich nochmal: welche dinge möchtest du an dir selbst verändern? z.B. deine eigene wahrnehmung auf deine attraktivität, um deine ausstrahlung zu verbessern, worauf es deutlich mehr ankommt als 90-60-90?

23.06.2016 08:45 • x 1 #17

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Hallo
mir geht es genauso wie dir, fühle mich auch sehr einsam und sitze fast den ganzen Tag zuhause und bin sehr unglücklich darüber
Möchtest du mit mir schreiben, per PN? Dann können wir etwas reden

03.07.2016 21:41 • #18


Hallo. Schreib gerne mit.

05.07.2016 20:02 • #19


Hey ich mische mich auch mal ein. Also vorab, alles was ich jetzt schreibe ist ganz und gar nicht böse gemeint - ich glaube alle hier wissen, wie schwer es ist mit einer Angststörung die normalsten Dinge zu erledigen, aber so ein kleiner Tritt in den Hintern tut auch oft ganz gut.
Weißt du (das ist auch der Grund weswegen ich jetzt antworte), deine Beschreibung von deinen idealen Freunden hat mich an einen Jungen aus meiner alten Klasse erinnert. Unsere Jahrgangsstufe war sehr tolerant, niemand musste alleine rumsitzen oder so und wenn jemand Geburtstag hatte, wurde jeder eingeladen, kurzum, es wurde einfach niemand ausgeschlossen.
Dann gab es aber diesen einen Jungen, der sich zwar öfter mal ausgeheult hat, dass er so alleine ist etc., sich aber im allgemeinen immer über die anderen gestellt hat. Er war auch sehr gut in der Schule. Aber irgendwann hat er sich, wenn wir uns zum Beispiel zufällig beim Essen getroffen haben, lieber alleine an einen Tisch gesetzt. Und natürlich waren die anderen alle dumm.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: meinst du vielleicht nicht, dass du diese hohen Ansprüche hast, um selbst nicht verletzt zu werden? So nach dem Motto: wenn ich keinen an mich heranlasse, dann verletzt mich auch keiner?
Ansonsten hast du vielleicht auch eine andere Vorstellung von Freundschaft als ich - ich fass mir immer wieder an den Kopf, wenn mein bester Freund die banalsten Sachen nicht weiß, allerdings bringt mich auch keiner so zum lachen. Und andererseits gibt es auch kaum was besseres als mit meiner besten Freundin bei einem Glas Wein stundenlang sinnlos zu philosophieren
So und jetzt nochmal - das war auf keinen Fall böse gemeint und ich glaube dir, dass es hart ist. Aber manchmal muss man auch einsehen, dass man einfach selber was tun muss, damit es einem besser geht, auch wenn man an seiner Situation eigentlich keine Schuld hat (du sagtest du hattest eine schwere Kindheit). Ich musste das in anderen Lebensbereichen auch lernen.
Und irgendjemand gibt es immer, wenn es hart auf hart kommt, an den du dich wenden kannst. Es gibt so viele Beratungsstellung oder wechsle im Zweifelsfall mal deinen Arzt o.Ä., denn du musst auch zu jemandem gehen der dein Problem ernst nimmt. Die Bildung ist das wichtigste und wenn du motiviert bist, bin ich mir sicher, dass du auch bald einen Platz haben wirst. Die Zeit bis dahin kommt einem schier endlos vor, ich weiß, aber sie geht vorbei.
Und als letztes noch: du bist noch so jung! Dass du jetzt ins Fitnessstudio gehst ist schon ein guter Schritt in die richtige Richtung, Hauptsache du tust was, kommst raus, und so weiter. Vielleicht gibt es dort auch ein paar Kurse die du mit Gleichaltrigen belegen kannst?
Ich wünsche dir auf jeden Fall nur das Beste!:)

05.07.2016 20:41 • #20



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