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Hallihallo,
heut war ich zum ersten mal bei einem Psychologenpaar. Ich bin so positiv überrascht und hab ein gutes Gefühl. Er hat mir gleich den Tipp gegeben ein Forum über Angststörungen zu suchen.
Tatsächlich, es gibt viele Menschen die damit leben, obwohl man es vielen nicht ansieht.
Ich hab seit ich denken kann Ängste...
Angst jemanden zu verlieren
Angst eine Krankheit zu bekommen
Angst vor einem Unfall
Angst zu versagen
Angst nicht mehr geliebt zu werden
Angst dass andere Menschen (oder ich) sich übergeben
Angst dass ich nicht akzeptiert werde
Angst andere zu enttäuschen
Angst was andere von mir denken

Ich könnte ewig so weiterschreiben. Hab mir immer gedacht ich steiger mich nur rein und "spinn" aber der Psychologe heut hat mir das Gefühl gegeben nicht verrückt zu sein oder zu übertreiben.
Da sitz ich jetzt voller Hoffnung und wünsche mir, dass ich diese vielen Ängste in den Griff bekomme, dass ich das Leben endlich genießen kann!
Melli

03.06.2008 17:48 • 05.11.2016 #1


5 Antworten ↓


hallo melli..

herzlich wilkommen bei uns!

hier bist du gut aufgehoben, es hilft auch mir immer sehr hier zu lesen...

Also dann viel erfolg wünscht mell..

03.06.2008 17:51 • #2



Fühle mich nicht geliebt / emotionale Bindung

x 3


hallo melli,

sei ganz herzlich willkommen hier. hoffe du findest hier wonach dir ist.

michel

04.06.2008 21:22 • #3


Hey, ich versuchs jetzt einfach mal im Forum..

Mir fällt es ziemlich schwer über mich zu schreiben, da ich sowas nie nach außen geäußert habe, aber vielleicht gibt's hier im Forum Leute, die einen Rat haben und vielleicht gibt's ja sogar ein paar neue Kontakte.

Ich bin 21 und mir ist vor kurzem klar geworden wie einsam ich mein ganzes Leben schon war.

Ich hatte schon immer andere Vorstellungen von menschlichen Kontakt als andere. Ich hab mir die Welt immer so gewünscht, dass man einfach auf andere zu geht um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und neues zu erfahren. Hatte auch immer Freunde, mal ein paar, mal auch nur einen. Mit Liebe hat es nie geklappt bei mir, hatte zwar 2 mal etwas was man als Anfang einer Beziehung bezeichnen könnte, ging aber nie länger als einen Monat. Habe aber schon viele sexuelle Erfahrung gemacht, obwohl diese nie wirklich auf Grund von sozialen Fähigkeiten entstanden sind.

In der Schule wurde ich früher gemobbt und hatte immer mal wieder Gewichtsprobleme, wobei diese zwischen Bulimie und magerem Aussehen und relativ starkem Übergewicht schwankten.
Wegen meiner Vorstellungen, wie die Welt aussehen sollte und wie sie tatsächlich zu sein scheint, habe ich nie einen klaren Mittelweg gesehen, wie ich mich zu verhalten hab. Deshalb wurde ich nie richtig akzeptiert, wobei mein Verhalten zwischen extrem introvertiert aber gleichzeitig auch relativ extrovertiert geschwankt hat. Wenn ich dann mal meinte jemanden zu haben, war ich von dem Gedanken überzeugt, dass sowas nicht sofort wieder verschwindet konnte jedoch nie mein wahres Ich zeigen, da ich mit Menschen meist negative Erfahrung gemacht hab und war teilweise so verschlossen dass ich extrem introvertiert und sehr unsicher wurde, weil ich mir nie genug war. Hab damals trotz Dro. und psychischer Probleme die Schule mit 1,8 beendet und studiere dual. Vielen fiel meine Intelligenz auf, und Menschen fasziniert es teilweise was für ein Verständnis, Wissen und die Fähigkeit habe diese beiden komponenten Zusammen zu bringen, habe. Die einzige Sache, bei der ich es nicht kann ist alles was mein Leben betrifft...
Ich würde mich eigentlich sogar als Persönlichkeitslos beschreiben, da ich mich nicht über das was ich tue definiere, sondern die Welt in meinem inneren, die mir als das erst ermöglicht hat. Das hat mich im Geist sehr variabel gemacht, ist aber gleichzeitig Stärke und Schwäche zugleich. Mittlerweile fühle ich mich so einsam, da ich mich in meinen Leben nie richtig geliebt gefühlt habe, nicht mal damals von meinen Eltern, da diese auch nur auf diese äußeren Tatsächlichkeiten stolz sind.
Habe mir auch viele Scheinbilder aufgebaut. Es gibt Menschen die sehr viel Respekt vor mir haben und unter mir stehen, gleichzeitig auch umgekehrt. Und ich meine das nicht unbedingt in eine aggressive Richtung, sondern vom Wertgefühl her.
Zum einen würde ich gern mal hören was andere meinen was mit mir los ist, ohne dass gleich jemand eine Diagnose direkt stellt oder meint genau zu wissen, was ich versuche Auszudrücken. Natürlich bin ich für jede Meinung dankbar, doch möchte nicht in irgendeine Schublade gesteckt werden, denn ich bin alles andere als ein "Schubladen-Mensch".
Gleichzeitig würde es mich freuen von Leuten zu hören, die auch aus Baden-Württemberg kommen und sich auch alleine fühlen und auf der Suche nach einer emotionalen Bindung sind und sich auch einsam fühlen.
Ich hoffe der Beitrag, der nur einen kleinen Teil von mir Preis gibt, ist trotzdem nicht zu lang zum Lesen

05.11.2016 00:31 • x 2 #4


white_cat
Hallo @F7S14 ,

ehrlich gesagt werde ich aus dem, was du schreibst, nicht ganz schlau... Also ich verstehe, dass du dich einsam fühlst und warum, aber ich verstehe nicht ganz, wie du das meinst mit introvertiert und dann gleichzeitig wieder extrovertiert. Meinst du damit, dass du eine Rolle spielst, wenn du mit anderen zusammen bist? So kenne ich das nämlich von mir.
In Wirklichkeit habe ich meist gar keine Lust auf andere Menschen, denn Smalltalk und die Oberflächlichkeit langweilen mich, aber ich verhalte mich dennoch sozial und kommunikativ, weil ich denke, dass es das ist, was die Leute von mir erwarten (und lustigerweise halten mich auch die Meisten immer für sympathisch etc. und es fällt mir leicht Kontakt herzustellen). Außerdem denke ich, dass sie mit meinem "wahren Ich", also dem depressiven und ängstlichen Ich von mir, nichts anfangen könnten und wollten. Ich habe diesbezüglich auch einige negative Erfahrungen gemacht und habe daher ständig Angst die Menschen zu verlieren, indem ich sie mit irgendwas "vergraule". So kommt es auch oft vor, dass ich bei Streitigkeiten zurückrudere, selbst wenn ich recht habe, einfach weil ich zu große Angst davor habe nicht gemocht zu werden und allein zu sein.

Ist es vielleicht das, was du versuchst zu beschreiben?

LG
white_cat


P.S.: Ich komme auch aus Baden-Württemberg, bin aber nicht auf der Suche nach einer emotionalen Bindung (bin in einer Beziehung) und was Freundschaften angeht leider auch recht unbrauchbar, da ich mich selten melde. Wir können uns aber trotzdem gerne mal unterhalten, wenn du willst.

05.11.2016 01:25 • x 1 #5


Hotin
Hallo F7S14,

erst mal willkommen hier im Forum.

dann will ich es auch mal mit einer Antwort versuchen. Eine Diagnose soll das nicht sein. Ich versuche aber ein wenig
zu reflektieren, was ich glaube zu lesen.
Einige Widersprüche fallen mir zunächst auf. Dies ist jedoch nicht so schlimm.
Zitat:
Ich hab mir die Welt immer so gewünscht, dass man einfach auf andere zugeht,
um mit ihnen ins Gespräch zu gehen und neues zu erfahren.


So ähnlich ist unsere Welt doch auch. Nur musst Du fast immer den ersten kleinen Schritt machen. Sonst funktioniert
es nie, weil immer jeder darauf wartet, dass der andere eine Kommunikation beginnt. Wobei das, was ich gerade
geschrieben habe nicht ganz richtig ist.
Irgendjemand hat mal gesagt. "Nicht kommunizieren kann man nicht." Das bedeutet.
Wenn niemand auf Dich zukommt, wirst Du eventuell mit Deiner Körpersprache überall deutlich zeigen, dass Du an
Kontakten weniger interessiert bist. Oder sogar direkt zeigen, "Ich bin ängstlich".
Auf so etwas reagieren Menschen sehr empfindlich, mitunter auch ablehnend.

Ich halte es in Deinem Alter für völlig normal, wenn Du in Kommunikation noch nicht perfekt bist. Ich bin dreimal so alt
wie Du und lerne immer noch dazu, jedoch sind das dann mehr nur Feinheiten.
Lernen ist das Salz in der "Suppe des Lebens". Sonst wird alles sehr schnell langweilig.
Zitat:
In der Schule wurde ich früher gemobbt.


Diesen Standardsatz kehre ich immer um. Für mich bedeutet er. In der Schule ist es mir schwer gefallen mich anderen
gegenüber zu wehren und zu behaupten. Dies habe ich bis heute noch nicht gelernt und deshalb fühle ich mich oft
unsicher und unwohl bei der persönlichen Begegnung mit Menschen.

Wenn Du nur sehr selten oder immer erst sehr spät Dein wahres "Ich" zeigst, machst Du es anderen sehr schwierig, mit
Dir klar zu kommen. Natürlich spielen wir alle eine Rolle im Alltag und in der Öffentlichkeit. Ich auch. Im privaten Kontakt
solltest Du jedoch bald lernen früher Deine Maske etwas herunter zu ziehen und auch gelegentlich etwas von dem zeigen,
was Du nicht oder nicht gut kannst.
Sonst wirkt das unecht. Andere spüren dies sehr schnell, können es aber nicht genau deuten. Wenn Du Pech hast, wirkt
das am Anfang sogar äußerst magisch, reizvoll und anziehend. Um später in ein Gefühl zu wechseln. Ich komme an diese
Frau nicht heran.
Dies macht nicht nur den unzufrieden, der mit Dir Kontakt haben möchte, sondern leider Dich auch.
Zitat:
Ich würde mich eigentlich sogar als Persönlichkeitslos beschreiben, da ich mich nicht über das, was ich tue definiere.


Falls das wirklich Deine Meinung ist, dann hast Du hier die Teil-Lösung für Dein Problem und das vieler Menschen mit
Angststörungen gefunden. Schreibe es Dir in "Großer Schrift" auf und rahme es Dir ein.

Sobald sich jemand nicht hauptsächlich über das, was er denkt, sagt und tut, definiert, bekommt er ein Problem.
Und dieses Problem ist in den meisten Fällen eine heftige Angststörung.
Zitat:
Das hat mich im Geist sehr variabel gemacht, ist aber geleichzeitig Stärke und
Schwäche zugleich.


Worin da eine Stärke liegt, würde ich gern von Dir erfahren.
Zitat:
Wegen meiner Vorstellungen, wie die Welt aussehen sollte und wie sie tatsächlich zu sein scheint, habe ich nie
einen klaren Mittelweg gesehen, wie ich mich zu verhalten hab.


Verstehe ich nicht. Warum nicht?

Du könntest Deine Lebensziele herausfinden und ausprobieren, wie Du mit Partner oder Freunden zusammen
Deinen persönlichen Zielen sehr nahe kommst.
Das macht Dich dann zufrieden.

Hoffentlich habe ich ein wenig von dem, was Du wissen möchtest getroffen.

Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Bernhard

05.11.2016 08:08 • x 2 #6




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