Pfeil rechts

04.10.2015 19:27 • 13.01.2021 #1


16 Antworten ↓


hereingeschneit
Zitat von DneD:
Also würde ich gerne fragen, was Ursachen sein könnten, weshalb die Freundschtspflege nie erwidert wurde.


Es sind sicherlich nicht bei jedem die gleichen Ursachen. Mir fallen drei ein, wobei es bestimmt noch viele andere gibt.
1. Es ist jemand wie ich, der keinerlei Antrieb hat was zu unternehmen und somit auch niemanden frägt, wenn man aber mitgenommen wird, dann kann man durchaus Spaß haben.
2. Es sind Menschen, die den Kopf voll haben und eh nicht wissen, was sie zuerst tun sollen.
3. Es sind Menschen, die so viele Leute kennen und daher gar nicht dazu kommen, jemanden zu fragen, weil sie oft selbst gefragt werden und somit ihr Tagespensum voll ist oder sie haben ja die freie Auswahl und dann ist man vielleicht nicht die Nummer 1, die gefragt wird.

04.10.2015 21:21 • #2



Wie Freundschaften aufbauen und pflegen?

x 3


jorly
Ich würde da auch gern noch eine Art von Mensch nennen. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich mich prinzipiell auch nicht oft bei Freunden melde, allerdings liegt dass auch nicht daran dass ich kein Interesse daran habe, sondern einfach dass ich nicht täglich oder wöchentlich etwas mit Ihnen unternehmen möchte. Irgendwann lebt man sich ein Wenig auseinander und jeder hat wie Nr.2 viel um die Ohren. Wenn ich einmal im Monat oder manchmal sogar seltener etwas mit meinen Freunden unternehme oder mit ihnen telefoniere reicht mir das völlig aus, man kann sich mal wieder austauschen und hat nach der Dauer auch etwas zu erzählen.

Aber... Trotzdem habe ich eine Freundin mit der ich fast täglich spreche, aber eben nur die eine und ehrlich gesagt reicht mir das auch. Vielleicht sind deine Freunde auch so, dass sie es gar nicht böse meinen, sondern einfach nicht einen so straken Drang haben etwas zu unternehmen.

Gab es denn schon Situationen in denen du deine Freunde mal darauf angesprochen hast? Wenn ja, was haben sie denn dazu gesagt?

Liebe Grüße, Jorly

17.10.2015 10:53 • #3


29.12.2020 19:40 • x 1 #4


portugal
Wir wohnen im Auslnd und kommen aus zwei verschiedenen Laendern.

Wenn wir dann nach Dtschl oder Portugal fliegen, kuendigen wir das natuerlich an. Es fragt aber kaum einer mal zwischendurch, ob wir mal wieder kommen .... es wird halt immer davon ausgegangen, und wenn wir halt da sind, trifft man sich (Dtschl ist etwas anderes wg Familie).
Die Portugiesen sind generell nicht reisefreudig, zu uns kommt keiner.

Egal. Was ich sagen wollte, ich glaube, dass die Leute faul werden, weil man sich ja immer zuerst meldet.

Wir haben das jetzt so gemacht, dass wir uns nur noch bei denen melden, wo wir wissen, die freut es wirklich. 40 prozent rausgeschmissen, das sind diejenigen, die sich eh nicht melden, wie es uns geht.

Lass die anderen mal auf Dich zukommen und Du wirst sehen, wer dann viell wichtig fuer Dich ist.

Wir haben aber grundsaetzlich mehr Freunde als Bekannte. Qualitaet nicht Quantitaet. Und die Freunde koennen wir nachts um 3 Uhr anrufen und die wuerden kommen und vice versa.

29.12.2020 19:47 • x 1 #5


Danke für deine Antwort, portugal. Ich verstehe was du meinst. Es ist nur echt merkwürdig, dass sich viele nicht melden, obwohl ihnen die Treffen ja Freude machen (oder sie schaupielern extrem gut xD). Na ja, kann man wohl nicht ändern. Ist auch schade, dass wohl einige Kontakte in die Brüche gehen, wenn ich mich nicht mehr melde - ich meine in der Regel mag ich ihn/sie ja, den/die ich anschreibe und habe mit der Person schon viel schönes erlebt. Ich glaube auch dass ich ein etwas anderes Konzept von Freundschaft habe - ich helfe gerne und bin zuverlässig (habe z.B. schon bei vielen Umzügen geholfen.) Sich gegenseitig zu helfen gehört für mich auch zu einer Freundschaft dazu und nicht nur der Spaß.
Na ja da werde ich mich wohl ein bisschen umarrangieren müssen.

29.12.2020 20:00 • #6


Veritas
Kenne Ich. Aussortieren, schnell. Lass' dich nicht ausnutzen. In der Not erkennt man leider oft erst, wer wirklich hinter einem steht.

Ach so: Willkommen und viel Spaß, Nils.

29.12.2020 20:04 • x 3 #7


Calima
Zitat von Nils27:
Meistens freut sich der andere auch mich zu sehen und wir haben eigentlich immer eine gute Zeit, aber für mich fühlt es sich so an, als würde ich meinen Freunden und Bekannten immer nur hinterherlaufen.


Ich würde mir da nicht so einen Kopf machen. Entscheidend ist doch, dass ihr gute Zeiten miteinander habt. Und die hättet ihr nicht, wenn du kein erwünschter Partner wärst.

Nach meiner Überzeugung muss nicht immer alles "gerecht" verteilt sein. Ich habe etliche Bekannte, bei denen ich mich selten von mir aus melde, aber mich freue, wenn sie es tun, weil ich gern mit ihnen Zeit verbringe. Bei anderen bin ich eher die Initiatorin.

Das hängt von so vielen Faktoren ab, von denen die wenigsten mit den Leuten selbst zu tun haben. Für mich sind Freundschaften keine Kosten-Nutzen-Aufstellungen. Wenn es passt, passt es - und dann ist es doch egal, wer den Impuls zum Treffen gibt.

Hauptsache, alle haben Lust drauf und sind gern zusammen.

Hinter solchen Sorgen, wie du sie hast, steckt oft die Angst, nicht akzeptiert zu sein oder gemocht zu werden. Die solltest du ablegen. Du hast Freunde und Bekannte, mit denen du gern zusammen bist und sie mit dir.

Alles andere ist unnötiges Kopfgef.Icke .

29.12.2020 20:08 • x 1 #8


Yannick
Hi Nils,

willkommen im Forum! Vielleicht machst du ja hier ein paar neue Kontakte, die dich mehr erfüllen, als deine bisherigen?!

Ich sage inzwischen immer öfter "es ist wie es ist". Und du änderst die Menschen nicht, mit denen du tagtäglich zu tun hast. Wenn es da "nicht läuft", dann kannst du es meist nur akzeptieren, es laufen lassen und/oder eben immer wieder nach neuen Kontakten Ausschau halten (heißt ja nicht, dass man ständig alle bisherigen streichen muss ). Ich finde gerade den letzten Aspekt interessant und freue mich immer, mal mit jemand ganz neuem in Kontakt zu kommen. Das erweitert den immer erwähnten "Horizont" sehr.

Zu deinem Eingangs-Post...
Zitat von Nils27:
Ich habe schon viel in Freundschaften und Bekanntschaften investiert, aber dass da so wenig zurückkommt ist schon sehr schmerzhaft.

Ja, das ist oft so bei Menschen, die etwas sensibler sind als andere. Die hinterfragen vieles kritischer als andere Menschen, haben öfter Angst, dass sie nicht so geliebt werden, wenn andere sich mal eine Zeitlang nicht melden.

Aber man darf ja nicht vergessen, dass auch "die anderen" ein eigenes Leben haben. Oftmals sind es auch Missverständnisse, die entstehen, weil eben weder die eine, noch die andere Seite klar kommuniziert.
Kommunikation wird immer als so wichtig erachtet zwischen Menschen, ist aber immer(!) die schwierigste Disziplin. War so, ist so, bleibt so.

Zitat von Nils27:
als würde ich meinen Freunden und Bekannten immer nur hinterherlaufen. Es fühlt sich oft so an als wäre ich der "Reservefreund" für den anderen - so nach dem Motto es hat gerade kein anderer Zeit - was echt frustrierend ist.

Kann ich auch verstehen... Ist aber, wie schon vorher gesagt wurde, eine Sache des eigenen Kopfes. Man darf sich nicht immer in so eine Bewertung des eigenen Verhaltens verstricken. Selbstkritik ist gut, zu viel davon kann gefährlich werden ("die Dosis macht das Gift").

Apropos Kritik... Deine Gegenüber sind vielleicht eben nicht in der Lage, so kritisch zu denken. Machen sich daher auch keinen Kopf darüber, wie du dich manchmal fühlst. Hast du mal überlegt, ob du so etwas mal zur Sprache bringst? Oder mal betonst, wie sehr du dich freuen würdest, würde man dich mal öfter ansprechen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das durchaus klappen kann!
Wie für alles im Leben: "kann", aber muss eben nicht.

Welche Menschen in unser Leben treten ist nämlich einfach auch Zufall. Und vom Zufall der Begegnung geht es dann entweder in die Richtung "Glück" oder "Pech" oder vielleicht auch was dazwischen. Manchmal findet man erst nach Jahren heraus, dass der ein oder andere Mensch gar nie so richtig in das eigene Leben gepasst hat. Dann, siehe oben, lieber den Schlussstrich ziehen und eine neue Tür (= neue Bekanntschaft) versuchen.
Mag sein, dass es schwieriger wird, neue Menschen "für immer" zu finden, je älter wir werden. Aber für neue Kontakte ist man nie zu alt.

Zitat von Nils27:
In psychologischen Artikeln liest man immer "die Freude muss aus einem selber kommen".

Sehe ich als pauschales Geschreibe und berücksichtigt eben nicht den besagten "Zufall". Ich kenne welche, die sind immer grummelig, aber haben trotzdem kein Problem mit Freunden.
Dann gibts andere, die sind immer freundlich und offen, da klappt es komischerweise nicht. Es gibt immer alles und auch alles andere umgekehrt.

Ich denke, generell ist es schwieriger, wenn man Dinge auch mal hinterfragt, sich eine eigene Meinung bildet und nicht immer dem "Mainstream" hinterhertrabt. Sieht man besonders toll in der aktuellen "Krise", die die Welt in Atem hält. Da stehste ganz schnell auf dem Abstellgleis, wenn du mal eine kritische Frage hast.
Lieber "bequeme Lügen" als "unbequeme Wahrheiten"... heißt eben auch, man muss vielleicht zu einem Teil wählen zwischen "einigen wenigen" (echten Freunden) oder "ganz vielen" (losen Bekannten, die schnell weg sind, wenn es mal nicht nur "rosarot" ist in der Welt).
Das heißt aber ja nicht, dass man sich nicht auch über meine vielen Bekannten freuen und sich gegenseitig Freude bereiten und sich helfen kann, solange man sich hat.

Menschen kommen und Menschen gehen... Da gibt es viele weise Redewendungen drüber... Es war so, es ist so und es bleibt so.
Wünsche dir viel Erfolg und das nötige Glück bei deinen bisherigen und zukünftigen Begegnungen!

29.12.2020 20:48 • x 5 #9


portugal
Zitat von Calima:
Hinter solchen Sorgen, wie du sie hast, steckt oft die Angst, nicht akzeptiert zu sein oder gemocht zu werden. Die solltest du ablegen. Du hast Freunde und Bekannte, mit denen du gern


So ein Quatsch. Ehrlich.

Für mich gibt es auch keine Liste. Ich mein das auch gar nicht böse mit dem aussortieren. Sollten sie sich von sich melden, freuen wir uns.

Frage: wieso meldest Du Dich nicht mal von selber bei einigen Leuten, mit denen Du gerne Zeit verbringst.

29.12.2020 21:22 • #10


Zitat von Nils27:
Hallo zusammen,ich kenne und mag viele Menschen - die meisten davon sind Bekannte. Als Freunde würde ich wesentlich weniger bezeichnen. Ich treffe mich auch recht viel mit meinen Freunden und Bekannten (während Corona natürlich weniger bzw. online), aber in 80-90 % der Fälle bin ich derjenige, der nach einem Treffen fragt. Meistens freut sich der andere auch mich zu sehen und wir haben eigentlich immer eine gute Zeit, aber für mich fühlt es sich so an, als würde ich meinen Freunden und Bekannten immer nur hinterherlaufen. Es fühlt sich oft so ...

Ich kenne das und leide auch hin und wieder darunter. Es gibt mehrere mögliche Erklärungen. Ich habe Freunde, die ich mag und schätze, aber sie rufen mich selten an. Da ich weiß, dass sie auch andere selten anrufen, dafür bekannt sind, liegt es nicht an mir, es ist eine Eigenschaft von ihnen. Ein Freund, ein klasse Mensch und auch hilfsbereit, sagt es auch, dass er Freundschaften nicht pflegt, es für ein Manko bei sich hält, und dass er mich dafür bewundert, wie ich Freundschaften pflege. Trotzdem fühle ich mich manchmal vernachlässigt und denke, ich bin ihm wohl nicht von Wert, bzw. er braucht meinen Kontakt nicht. Tja. So ist es im Leben. Es kann auch sein, lieber Nils27, dass du ein "Macher" bist, immer Ideen hast, gerne hilfst, und dass andere denken, du bist immer ausgebucht, auf Achse und zufrieden. Sie kommen gar nicht auf die Idee, dich anzurufen, einfach so, und zu sagen: ich wollte nur mal deine Stimme hören, wie gehts dir, was treibst du, kommst du klar mit Corona? Aber: dass du Freundschaften pflegst und die Kontakte und Unternehmungen initiierst, ehrt dich und ist die bessere Variante. Den Gedanken "keiner mag mich" sollte man nicht denken, denn es stimmt nicht. Aber ein Tipp: jemandem öfter helfen (zum Beispiel Umzug), der es aber umgekehrt nicht macht, das würde ich nicht tun.
Liebe Grüße

29.12.2020 21:54 • x 2 #11


Zitat von Fauda:


doch, das stimmt, dass einen keiner mag. oder ja, mögen vielleicht, ich mag auch katzen, schoko, gute filme und mein bett...
aber mögen ist was anderes, als wenn jemand sagt: ich habe dich gern, du bist mir wichtig.
wenn einem an was gelegen ist, dann fragt man nach, wie es dem anderen geht, wenn es einem nicht wichtig ist, nicht.
andere menschen wissen sehr wohl, dass man alleine ist, aber es kommt nix von denen. somit lässt man sich dann ausnutzen, um wenigstens ein bisschen menschlichen kontakt zu haben. und ist ja auch nicht schlimm, man kann zwischenmenschliche beziehungen nicht immer mit nehmen-und-geben abrechnen.

30.12.2020 10:38 • x 1 #12


Zitat von Nils27:
Hallo zusammen,ich kenne und mag viele Menschen - die meisten davon sind Bekannte. Als Freunde würde ich wesentlich weniger bezeichnen. Ich treffe mich auch recht viel mit meinen Freunden und Bekannten (während Corona natürlich weniger bzw. online), aber in 80-90 % der Fälle bin ich derjenige, der nach einem Treffen fragt. Meistens freut sich der andere auch mich zu sehen und wir haben eigentlich immer eine gute Zeit, aber für mich fühlt es sich so an, als würde ich meinen Freunden und Bekannten immer nur hinterherlaufen. Es fühlt sich oft so ...


ich fühle mich genauso wie du, ich habe allerdings nicht viele bekannte oder gar freunde.
früher war es immer so, ich war immer notstopfen, bevorzugt, wenn man helfen konnte, babysitting, tiersitting o.ä. machen 'durfte' oder wenn alle anderen keine zeit hatten, dann wurde ich angerufen.
ich habe mich oder melde mich immer, gehe immer auf menschen zu, laufe denen quasi hinterher...was passiert? nix. also habe ich mich von einigen menschen entfernt, denn ich wollte mich nicht mehr ausnutzen lassen. aber wenn ich grenzen setze, kümmert sich gar keiner mehr um mich.
woran das liegt, weiss ich nicht.

30.12.2020 10:43 • #13


02.01.2021 11:39 • x 1 #14


FeuerWasser
Zitat von Elbmöwe:
Ich schaffe es einfach nicht Freundschaften und Beziehungen länger aufrecht zu erhalten. Ich gehe es immer motiviert an, möchte es wirklich, aber dann kommt der Punkt an dem ich mich wieder zurückziehe.

Vielleicht liegt es daran, dass du dich durch deine anfängliche Motivation selbst überforderst? Spielst du Kontakten gegenüber mit offenen Karten? Wissen die von deinen Schwierigkeiten? Was wäre wenn du sagen würdest "ich brauche momentan etwas Zeit für mich, ich melde mich"?

Wie wäre es wenn du in ein Tierheim gehen würdest und dort ehrenamtlich aushilfst? Es gibt viele arme Seelen die einen warmen Nestplatz suchen würden. Vielleicht findest du dort wieder einen Hund?

Was das Essen angeht kannst du dir einen Wochenplan machen, genauso für die Bewegung. Nimm dir 2 Tage die Woche wo du zum Strand fährst, früh morgens, und die Stille genießt und größere Spaziergänge machst?! Du kannst dich McFit anmelden. Eine Stunde am Tag... mehr braucht es nicht.

02.01.2021 11:54 • x 2 #15


Zitat von FeuerWasser:


McFit hat dicht...

Vor 10 Minuten • #16


FeuerWasser
Es ist ja mal anzunehmen, dass das nicht so bleibt.

Gerade eben • #17



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler