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Hallo,

weiß nicht, wie ich so recht anfangen soll. Mir geht es heute gar nicht gut. Ich bin so traurig, weil meine Ängste mein Leben so bestimmen... Ich habe vor einigen Wochen nun endlich eine Therapie begonnen. Das ist mir sehr schwer gefallen. Es geht mir noch nicht wirklich besser. Ich habe meiner Therapeuten von meinen Ängsten erzählt. Sie ist aber eher auf meinen Geühlen eingegangen, dass ich die unterdrücke usw. Da ich mit den Tod von lieben Menschen nicht gut umgehen konnte und kann, möchte sie, dass ich auf den Friedhof gehe und Trauer zulasse. Ich leide ständig unter Verlustängsten, habe auch furchtbare Angst vor Krankheiten. Und ich ärgere mich sehr, dass ich nicht einfach mein Leben genießen kann. Ich hasse meine Ängste! Sie schränken mich so schrecklich ein, so dass ich z. B. schlimme Angst vor der Schwangerschaft habe, obwohl mein Mann und ich uns so sehr ein Kind wünschen. Ich muss schon lange einen Beta-Blocker (Metoprolol) einnehmen, da ich zu hohen Puls und Herzrhythmusstörungen habe. Bei einer Schwangerschaft ist das ein Problem und ich müsste die Tabletten absetzen. Nun habe ich aber Angst, dass ich dann mehr Beschwerden bekomme, aber ich möchte auch das Kind nicht gefährden. Dazu kommt, dass ich nun über 30 bin und mein Mann 10 Jahre älter ist. Heute auf der Arbeit wurde mir wieder einmal gesagt, na, wann ist es denn nun endlich soweit? Es wäre doch nun endlich an der Zeit. Mein Mann macht mir auch Druck, weil er älter ist als ich. Ich muss dazu sagen, dass wir erst seit 3 Jahren zusammen sind. Ich fühle mich so unfähig. Habe Angst etwas falsch zu machen. Kann mich jemand etwas aufbauen? Darüber würde ich mich sehr freuen...

21.10.2009 17:11 • 23.10.2009 #1


16 Antworten ↓


Hallo,

ich bin schon 46 Jahre alt und habe keine Kinder. Aber in meinen vielen Jahren der Therapie und bei Krankenhausaufenthalten habe ich einige Mütter mit Panikattacken und ähnlichem getroffen. Bei denen hat sich oft die Sympthomatik verbessert als sie schwanger waren und sie hatten viel weniger Ängste. Das ist natürlich keine Garantie, kann aber durchaus möglích sein. Und alle waren nach der Geburt super glückliche Mütter. Gibt es nicht Medikamente für deine Beschwerden, die das Ungeborene nicht so belasten würden? Und außerdem finde ich, dass dein Mann kein Recht hat, dich unter Druck zu setzen. Schade, dass er es anscheinend trotzdem tut. Hoffe, dass hier noch ein paar erfahrene Mütter etwas für dich schreiben können. Lieben Gruß Astrid

21.10.2009 18:43 • #2



Kann mich jemand aufbauen?

x 3


Hallo Astrid,

viiiiiiiieeeeeelllllllllllleeeeeeeennnnnnnnn Dank für deine Zeilen. Sie haben mich wirklich aufgebaut. Ja, das mit dem Druck ist am schlimmsten. Viele Leute sprechen mich darauf an, dass meine biologische Uhr tickt. Das ist sicher richtig, aber der Druck ist auch nicht gut. Ich bin 32 Jahre alt. Dann zeigen sie mir ihre Kinderfotos und wie schön das alles sei. Ich freue mich für sie, bin dann aber traurig, dass ich noch keine Kinder habe. Mein Mann hat schon zwei Kinder aus erster Ehe. Sie leben bei der Mutter. Er sagt, dass er, wegen seines Alters, in ein paar Jahren keine Kinder mehr möchte. Ich verstehe ihn, aber es hilft mir nicht wirlich und macht nur meine Ängste schlimmer. Ich habe schon mit meinem Arzt gesprochen. Notfalls müsste ich die Medikamente weiter einnehmen, was allerdings nicht so gut für das Kind wäre. Er hat mir gesagt, wir sollten sie absetzen, wenn ich wenig Stress habe. Das ist leicht gesagt, wenn man unter Angst- und Panik sowie einer Herzneurose leidet

21.10.2009 19:00 • #3


elster
Man sollte keine Kinder bekommen, nur weil "die Zeit knapp wird", das ist eine ganz schlechte Einstellung, Kinder sind keine Sonderangebote, die man noch schnell mitnehmen muß, nur weil alle anderen einem einreden, dass man welche haben sollte in dem Alter. Es spricht nichts dagegen, sich noch ein Jahr lang die Sache durch den Kopf gehen zu lassen, so alt bist du jetzt auch nicht und deinen Mann wird ein Jährchen mehr oder weniger auch nicht umbringen, Kidner sind keine Anschaffung, zu der man sich breitschlagen lässt nur weil alle welche habe, die hat man - im Gegensatz zu einer hässlichen Schrankwand, die man sich aufschwartzen lässt - nämlich ein Leben lang und so eine Entscheidung muß man mit dem Herzen treffen. Informier dich doch erst mal in gesundheitlicher Hinsicht, was da auf dich zukommen könnte und mach auch deinem Mann klar, dass es - zuletzt auch wegen der Gesundheit des möglichen Kindes - wichtig ist, alle Frangen udn Ängste erst mal anzuklären. Wenn er dich liebt, dann versteht er das, wenn nicht...ein Kind kittet keine Ehe.

21.10.2009 19:36 • #4


irgendwie find ich es schon etwas hart das dich dein mann da so unter druck setzt, unter anderem weil ihr ERST 3j. zusammen seid...
ich bin zwar jung aber ich finde eine beziehung sollte erst mal paar jahre bestehen und sich gut auf einem festen boden aufbauen können und dann erst kommt mal der gedanke zum kind
lass dir da kein druck machen, es ist keine süde wenn man keine kinder bekommt!
klar wäre bestimmt sowas schön... ich würde mir auch ein kind wünschen aber zum einen habe ich kein mann *lol* und zum anderen habe ich auch angst wie du vor der schwangerschaft und dem ganzen und dann diese große verantwortung + meiner ängste ?!?!
so ängste sind auch sehr schnell übertragbar auf ein kind und dann lebt es später evtl. auch so.... ne dann lass ich es liéber.
und wenn es doch passiert ich glaub dann wache ich doch irgendwie in die rolle rein , lach
war mal vor ca. 3j. paar monate scheinschwanger und das war eine zeit in der ich starke ängste hatte...aber ich hatte plötzich voll die muttergefühle, war glücklicher und fühlte mich besser als sonst, trotz der angst vor dem was alles kommen könnte... habe dann nach monaten mich getraut ein test zu machen und der zeigte dann "negativ" an...der spuck hilt dann noch paar wochen und war dann "leider" vorbei

22.10.2009 01:35 • #5


Hallo
ich hab mal eine Frage ,wie alt sind den seine Kinder und warum sind sie nicht bei Ihm/Euch?Ich will dir auf keinem Fall noch mehr Angst machen aber was ist denn wenn Ihr ein Kind bekommt und es geht bei euch auch auseinander ?Um ein Kind zu bekommen ,hast du noch viele Jahre Zeit.Und für alle die Schwanger werden wollen ,kann ich nur sagen ,neimals auf die ganzen Geschichten hören .wie schlecht es einem gehen kann und wie schmerzhaft eine Geburt ist .Ich hatte 2 Schwangerschaften ohne Probleme und wenn ich nicht zufällig beim Arzt gewesen wäre ,hätte ich noch nicht mal meine Wehen gemerkt .lg

22.10.2009 08:13 • #6


Hallo,

lieb, dass ihr mir geantwortet habt. Danke!

hi elster,
Du hast da einiges missverstanden. Ich will keine Kinder weil die Zeit knapp wird, sondern ich wünsche mir ein Kind und meine Ängste und Zwänge sowie der Zeitfaktor behindern mich bzw. setzen mich unter Druck. Mein Mann und ich wünschen uns von Herzen ein gemeinsames Kind. Wir benötigen kein Jahr, um darüber nachzudenken. Und ganz sicher vergleichen wir auch Kinder nicht mit Schrankwänden, die man wieder abgibt. Wie kommst Du darauf? Habe ich mich so unmissverständlich ausgedrückt? Auch bedarf es keiner Kittung unser Ehe. Wir lieben uns. Trotzdem danke für Deine Antwort.

hi heexe,

wahrscheinlich mache ich mir vorallem den Druck selbst. Mein Mann ist über vierzig und er möchte für das Kind da sein. Hat also Angst, wenn er noch einige Jahre damit wartet, dass er es dann nicht so kann, wie er möchte, weil er dann einfach zu alt ist. Ich verstehe ihn, aber es setzt mich unter Druck. Er sagt es mir auch nicht dauernd.
Ja, ich mache mir auch Sorgen, dass sich die Ängste auf das Kind übertragen. Auch deshalb blockiere ich mich selbst.
Wie alt bist Du? So wie es sich anhört, hättest Du auch gerne ein Kind, hast jedoch wie ich Ängst. Danke für Deine lieben Zeilen.

hi sorpi,

mein Mann seine Kinder sind 20 und 15. Seine Ehe ging in die Brüche, weil sich seine damalige Frau ein Verhältnis hatte und den anderen Mann nicht aufgeben wollte. Alle zwei Wochen ist seine Tochter bei uns. Wir haben ein gutes Verhältnis. Dennoch wünschen wir uns noch ein gemeinsames Kind. Du hast mir viel Mut gemacht, dass das mit der Schwangerschaft nicht so schlimm ist.

Liebe Grüße Wiesenmohn

22.10.2009 13:55 • #7


hallo Wiesenmohn,
ich kann dich da sehr gut verstehen,ich hatte auch große angst vor kinder kriegen,nicht wegen den schmerzen,eher davor was alles in der schwangerschaft passiert und was ist wenn ich panikattacken bekomme und mich nicht ums kind kümmern kann usw.....
als mein erster sohn unterwegs war,musste ich feststellen das es mir noch nie so gut gegangen ist,ich war 23j...ich fühlte mich super,war ja auch unter ständiger ärztlicher kontrolle (wenn man schwanger ist)...auch als mein sohn dann da war,er war ein frühchen,9 wochen zu früh,hatte ich gar keine zeit mich mit meiner panik ausseinander zu setzen,alles lief sehr gut ,ich bekam mit 30j mein zweites kind,auch diese schwangerschaft(mal abgesehen das einem dieser riesige bauch schon langsam belastet) gings mir hervorragend!
mit 38j bekam ich dann mein drittest und letztes kind,auch in dieser schwangerschaft fühlte ich mich pudelwohl...!komisch,das man dazwischen immer mit herzneurose und panikattacken zu kämpfen hat,aber in den 3schwangerschaften gings mir sooo gut wie sonst kaum......

hab keine angst vor der schwangerschaft,wenn du dir ein kind wünscht,dann lass es zu und verhinder dir nicht selbst dein glück...als néurose menschen müssen wir auf sooo vieles verzichten,nimm dir nicht selber das schönste einer frau ,einer mutter....
glg kerstin

23.10.2009 09:44 • #8


Das hier ist für alle Mütter, die nächtelang
am Bett ihres Kindes verbracht und
geflüstert
haben:"Ist ja gut mein Schatz, Mama ist
hier!"

Für alle Mütter, die sich auf der Arbeit mit
Ausgespucktem im Haar, Milchflecken auf der
Bluse und Pampers in der Handtasche
blamieren.

Die Fahrgemeinschaften organisieren, Kekse
backen und Kostüme für Halloween nähen.

Das hier ist für die Mütter, die kleinen
Babys, die sie niemals sehen werden, das
Leben schenken.
Und für die Mütter, die diese Babys
aufnehmen
und ihnen ein Zuhause schenken.

Für alle Mütter, die mit ihren unbezahlbaren
Kunstwerken ihrer Lieblinge die Küchenwände
schmücken.

Für all die Mütter, die beim Fußballspiel
ihres Nachwuches auf unbequemen Metallbänken
lieber erfrieren, anstatt das Spiel aus dem
warmen Auto mit laufender Heizung zu
verfolgen, um später
wenn die Kinder fragen: "Mama, hast du
mich gesehen?" sagen zu können:
"Aber natürlich, um nichts in der Welt
hätte ich dein Spiel verpasst!" und es
auch genauso meinen.

Das hier ist für alle Mütter, die im
Supermarkt mit ihren Kindern schimpfen und
sie in ihrer Verzweiflung am liebsten
erwürgen würden, wenn sie mit stampfenden
Füßen lautstark nach Eiscreme verlangen.
Und für alle Mütter, die stattdessen bis 10
zählen.

Das hier ist für alle Mütter die hungern,
damit Ihre Kinder essen können.

Für alle Mütter, die ihren Kindern, wenn sie
zur Schule gehen beibringen, wie man
Schnürsenkel bindet. Und für all die Mütter,
die stattdessen Schuhe mit Klettverschlüssen
kaufen.

Für alle Mütter, die ihren Söhnen
beibringen,
wie man kocht und ihren Töchtern, wie man
ein
Tor schießt.

Das hier ist für jede Mutter, die
automatisch
reagiert, wenn eine kleine Stimme
ruft:"Mama!", obwohl sie wissen,
dass ihre eigenen Nachkommen zuhause sind
-oder schon auf der Uni.

Für alle Mütter, deren Kinder vom rechten
Weg
abgekommen sind, und sie nicht mit Worten
erreichen können.

Für alle Mütter, die nicht wissen, wo ihre
Kinder sind, ob sie weggelaufen sind,
entführt wurden oder überhaupt noch leben
und
trotzdem die Hoffnung auf ein Wiedersehen
niemals aufgeben.

Für alle Mütter, die ihre Kinder mit Liebe
erziehen, damit sie diese Liebe anderen
weitergeben können, für den Frieden in der
Welt, und die nun für ihre Söhne beten,
damit
ihnen kein Leid geschieht im
Krieg und sie gesund nach Hause
zurückkehren.

Was macht eine gute Mutter aus?
Ist es Geduld?
Mitleid?
Verständnis?

Die Fähigkeit ein Kind zu versorgen, Essen
zu
kochen und einen Knopf festzunähen, und all
das zur selben Zeit?

Oder ist es in ihrem Herzen?

Den Schmerz, den sie fühlt, wenn ihr Kind am
Ende der Straße verschwindet, um zum ersten
Mal alleine zur Schule zu gehen?

Der Ruck, der sie nachts aufschreckt und
nicht mehr einschlafen lässt, bevor sie
nachgeschaut hat, ob es auch wirklich
zudeckt
ist und es ihm gut geht?

Die Unruhe später, die sie nicht schlafen
lässt, bis sie den Schlüssel in der Türe
hört
und weiß, sie sind wieder sicher zu Hause?

Die Gefühle einer Mutter sind so vielseitig,
und deshalb ist das hier für junge Mütter,
die unter Freizeit- und Schlafmangel leiden,
und
ältere Mütter, die lernen müssen
loszulassen.

Für arbeitende Mütter und Mütter, die zu
Hause sind.

Für alleinstehende Mütter und verheiratete
Mütter.

Für Mütter mit Geld und ohne.

Das hier ist für ALLE Mütter!

Wir sollten genauso bleiben, wie wir sind,
und wie es uns unser Herz vorgibt.
Wir sollten unseren Kindern jeden Tag sagen,
dass wir sie lieben.
Und für sie beten.

"Zuhause ist da, wo man Dich auffängt,
wenn du fällst!"

Und wir alle fallen irgend wann einmal....

23.10.2009 09:46 • #9


Hallo Kerstin,

wollte dir nur kurz sagen, das der Text wunderschön ist und ich lächeln und auch an manchen stellen eine kleine Träne im Auge hatte, da ich mich in so vielem wiedererkannt habe.
Danke!
Hat mich aufgebaut!

rollo

23.10.2009 09:52 • #10


danke rollo...ging mir genauso als ich den text das erste mal laß...und er spiegelt haar genau eine mutter wieder....

23.10.2009 09:54 • #11


Zitat von rollo:
Hallo Kerstin,

wollte dir nur kurz sagen, das der Text wunderschön ist und ich lächeln und auch an manchen stellen eine kleine Träne im Auge hatte, da ich mich in so vielem wiedererkannt habe.
Danke!
Hat mich aufgebaut!

rollo


Kerstin40 auch mir kullern nun ein paar Tränchen herunter,, du triffst den Nagel buchstäblich auf den Kopf,,, DAS WAR SUUUPER!!
Ich finde mich 100% wieder
LG Suma

23.10.2009 10:30 • #12


Liebe Kerstin,

ich bin tief berührt... !! Auch mir laufen beim Lesen die Tränen über die Wangen. Ich möchte Dir sehr danken, für Deine aufbauenden Zeilen.

Ich habe gestern mit meiner Therapeutin gesprochen. Sie will mir helfen. Sie sagt, ich soll noch einige Wochen warten, da die Therapie zur Zeit sehr aufwühlend für mich ist (ich muss noch Trauer verarbeiten). Dann will sie mit mir versuchen, die Tabletten abzusetzen und mich bei den Panikanfällen unterstützen. Sie sagt, mein Wunsch ist berechtigt und sie glaubt, dass ich das schaffen kann.

Viele Grüße Wiesenmohn

23.10.2009 10:31 • #13


Danke Suma

23.10.2009 10:32 • #14


:lol´

LG Suma:

23.10.2009 10:34 • #15


auf jedenfall und du wirst sehen,es wird dir sehr gut gehen,ich kenne kaum eine mutter der es "wirklich" schlecht in der schwangerschaft geht,ich wünsche dir auf jedenfall alles erdenklich gute bei deinem wunsch.....

23.10.2009 10:34 • #16


Danke...

23.10.2009 10:41 • #17



x 4




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