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6

S

schneematsch
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Hallo Leute,

gerade sind ja wieder Feiertage. Ich mag Weihnachten und den Hintergrund sehr gerne, aber über die Feiertage merke ich doch wieder wie einsam ich bin. Ich komme nicht gut damit zurecht so oft alleine zu sein. Seit einigen Wochen habe ich Glück und eine Arbeit, so dass ich von morgens bis abends beschäftigt bin. Am Wochenende hole ich das nach, was ich werktags nicht geschafft habe, so dass ich kaum Zeit habe über meine Situation nachzudenken. Aber nun habe ich nicht viel zu tun und ich merke wieder wie alleine ich bin.

Wem geht es genau so?

Liebe Grüße
Schneematsch

18.12.2018 #1


71 Antworten ↓
C

cichysp
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In FB bin ich schon seit einigen Jahren nicht mehr, hab s einfach irgendwann gelassen, weiß nicht, ob es jetzt noch möglich wäre, mein Profil wieder zu besuchen oder ob es längst gelöscht wurde. Besteht auch keinerlei Interesse mehr daran.
Häufig in Urlaub zu fahren wäre mir persönlich viel zu stressig, weil Urlaub nicht unbedingt was Erholsames für mich ist … die Leute, die ständig Party brauchen ? Bestimmt sind auch viele Einsame unter ihnen, die sich ins Feiern und in den Alk. flüchten,
hab lange sehr darunter gelitten, dass ich nichts oder nicht alles mitmachen konnte … inzwischen hat sich das gelegt und Leute, die keine Probleme haben, gibt es nicht, auch wenn es vielleicht manchmal den Anschein hat
bin dankbar, dass es mir gesundheitlich jetzt so geht, dass ich hin und wieder etwas „nachholen“ kann – obwohl nachholen natürlich was anderes ist, man kann die Zeit nicht zurückdrehen und sie so erleben, als wäre man zum damaligen Zeitpunkt dazu fähig gewesen, unter die Leute zu gehen und sich zu amüsieren … bin aber zufrieden mit mir, wenn ich hin und wieder es schaffe, was „nachzuholen“ und hab die Hoffnung, dass es noch etwas besser wird was meine Probleme betrifft.
Selbst in Beziehungen muss es nicht unbedingt viel anders sein, sicher gibt es jede Menge Paare, die „gemeinsam einsam“ sind – nicht glücklich miteinander, aber auf keinen Fall allein sein wollen, so nehmen sie die „gemeinsame“ Einsamkeit in Kauf, ob ihnen das immer gut tut, bleibt fraglich
"The grass is always greener on the other side of the fence" … Wink zu leicht macht man den Fehler, die Lebensqualität anderer höher zu schätzen, als sie ist, die eigene herunterzuspielen und umgekehrt das Negative am eigenen Leben hervorzuheben, das von anderen auszublenden ...
und: ein reicher Mann ist oft ein armer Mann mit viel Geld Wink
wenn das Geld reicht, bin ich glücklich
Zitat von schneematsch:
Zitat von cichysp:
(...)

Danke für deine Ratschläge, das ist wirklich lieb. Smile Ich habe sehr viele Dinge schon ausprobiert. Leider habe ich eine sehr ausgeprägte soziale Phobie (das ist eigentlich keine normale soziale Phobie mehr) und viele Dinge kann ich einfach nicht, weil ich mit vielen Menschen, vor allem in Gruppen, nicht zurecht komme. Ich reagiere komisch, weil meine Aufmerksamkeit wegen der Angst gestört ist, und darum möchten die meisten nichts mit mir zu tun haben.

verstehe, ist es dann nicht ein Riesenerfolg für Dich, dass Du trotzdem arbeiten gehst seit einigen Wochen ? Ich halte es in Gesellschaft nicht gut und lange aus, wenn/ weil ich mich nicht wohl fühle und Angst habe, dass andere das spüren könnten … manchmal hab ich dann auch zum Alk. gegriffen, z.B. bei einem kleinen open air Konzert, wo wir zufällig die Eltern der ersten Freundin meines Sohnes trafen und uns zu ihnen setzten. Vermeidung ist doch oft das Mittel der Wahl . . . Wandern z.B. ginge bei mir noch eher, als ein Stammtisch … aber Kontakte scheitern am Problem der Regelmäßigkeit … im Moment „kämpfe“ ich nicht in dieser Richtung und treffe mich eben gelegentlich nur mit einzelnen Leuten und probiere hin und wieder etwas aus, solche Dinge buche ich als Erfolg für mich Wink

03.01.2014 04:03 • #40


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Einsamkeit über die Feiertage

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C

cichysp
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Zitat von juwi:
Ich bin ehrlich gesagt schon sehr neidisch, vor allem auf die, die ständig Urlaubsfotos posten oder schreiben, wie glücklich sie mit ihrem Partner/ihrer Familie und ihren Freunden sind. Die meisten haben Kinder und ein scheinbar superglückliches Familienleben. (...)

klar sehen Urlaubsfotos schön aus, doch sind die Leute nicht das ganze Jahr im Urlaub ... und natürlich posten sie nur die schönsten Urlaubsfotos und keiner wird von sich z.B. ein Foto posten, wo er im Urlaub sich einen Magen-Darm Virus eingefangen hatte ... oder solche Dinge ...
und ein Familienleben ist harte Arbeit ... der Neid bezieht sich auf den Anschein, auf ein vermeintlich größeres Glück, auf den schönen Schein und nie auf das, was wirklich dahinter steckt: viel Arbeit, Einschränkungen und sehr viel Verzicht auf vieles aus Rücksicht auf die Kinder, die Kinder brauchen einen rund um die Uhr,
der Neid bezieht sich nie auf das, was für das Familienleben aufgegeben werden muss
der Neid bezieht sich bestimmt nicht auf die schlafberaubten Nächte, in denen die Neugeborenen noch nicht durchschlafen und alle paar Stunden schreien, weil sie etwas zu trinken oder Nahrung oder eine frische Windel oder sonst irgendeinen Trost brauchen oder weil sie krank sind, der Neid bezieht sich auch nicht auf die Zeiten, in denen sie die Kinderkrankheiten und Entwicklungskrisen durchmachen und z.B. auch nicht auf die Belastungsprobe, die ein Kind für die Partnerschaft bedeutet, der längst nicht jede Beziehung stand hält
Ein Bild ist eine Momentaufnahme, es gibt glückliche Momente und weniger glückliche und dieses Auf und Ab gibt es in jedem Leben, nicht nur in unserem
auch wenn es uns so vorkommt
ich denke, der Grund, warum wir andere glücklicher schätzen, als uns selbst, ist, weil wir ein Selbstwertproblem haben,
das ist der Grund, warum wir denken, unser eigenes Wohlbefinden kann gar nicht so gut sein, wie das von anderen ...
wenn wir uns bewusst machen, dass der Neid einem glücklichen Moment im Leben anderer gilt, der nicht ewig anhält, sondern der genau so flüchtig und vergänglich ist, wie unsere eigenen glücklichen Momente, dann fällt es auch leichter, den Neid zu relativieren
Zitat von juwi:
Dass es vielen anderen schlechter geht als mir, ist kein Trost.

als Trost für mich selbst emfpinde ich das Leid anderer auch nicht oder kann mich daran z.B. nicht hochziehen, dass ich es nicht habe, was ein anderer gerade hat
nur froh und dankbar bin ich durchaus, dass ich so manche Krankheit nicht habe
und Leiden zu vergleichen: welches ist das schlimmere oder schlimmste ... ist Quatsch, weil jeder Mensch anders empfindet und jedes Leiden unerträgliche Phasen haben kann

03.01.2014 19:15 • #48


Zum Beitrag im Thema ↓


D
Zitat von schneematsch:
... und ich merke wieder wie alleine ich bin.

Wem geht es genau so? ...


Mir.

#2


S
Zitat von schneematsch:
Wem geht es genau so?


Mir auch. Allerdings ist bei mir die Situation etwas anders. In meinem persönlichen Umfeld gab es 2013 einige sehr negative Umbrüche. Und mittlerweile fehlt mir fast die Kraft mit dem Ganzen fertig zu werden. Letztes Jahr an Weihnachten war ich auch alleine daheim, aber es war angenehm. Ich hatte auch Urlaub und hab die Zeit nutzen können. 2013 war ein jahr in dem eine Katastrophe nach der anderen über mich und meine Welt hereinbrach. Menschen leiden und das Wissen nichts tun zu können macht mich fast wahnsinnig. Und dieses Jahr an Weihnachten ist meine Kraft dann ganz geendet weil ich einen treuen Vierbeiner über die Regenbogenbrücke hab schicken mssen, und gleichzeitig wurde mir bewusst WIE grausam das Leben sein kann. Nicht zum ersten Mal im Leben habe ich sowas gespürt wie Einsamkeit, Leere und Trauer, aber noch nie in so einer Form.

#3


P
Schneematsch: Ich habe zwar noch Eltern (wobei man meine Mutter nicht wirklich als Mutter bezeichnen kann) und Schwiegereltern, dennoch fühle ich mich grundsätzlich oft einsam und alleine. Was daran liegt, dass meine eigentliche Familie, meine Großeltern vor wenigen Jahren verstorben sind. Ich war fast drei Jahrzehnte nie allein.Weder an Feiertagen, noch sonst irgendwann und ich kann nicht damit umgehen.
Zwar verbringe ich nun Feiertage und auch schon mal Wochenenden, gezwungenermaßen, mit meinen Schwiegereltern, jedoch kann ich ihnen nicht viel abgewinnen. Es ist nun mal nicht die eigene Familie und es fällt mir schwer, mich auf sie einzustellen und mit ihren komischen Eigenarten klar zu kommen.
Ich hätte mir das ganz anders gewünscht. Aber man bekommt halt nicht immer, was man sich wünscht. Wie alt bist du? Und wie lebst du? Hast du gar keine Verwandten?

#4


C
Bin immer alleine, darum ist auch der Dezember für mich die übelste Zeit des Jahres. Zu meiner Freude habe ich jedoch Weihnachten dieses Jahr super überstanden auch wenn mir meine Einsamkeit wieder extrem bewusst wurde und ich froh bin das es um ist. Nur noch Sylvester überstehen und dann ist die übelste Zeit des Jahres vorbei.

#5


S
Zitat von Chaoslexikon:
Zu meiner Freude habe ich jedoch Weihnachten dieses Jahr super überstanden auch wenn mir meine Einsamkeit wieder extrem bewusst wurde


Das freut mich sehr für Dich !

#6


C
Danke dir Shakespeare, wenn ich raus finde was der Grund ist gebe ich diese Information gerne weiter. Zur Zeit freue ich mich und nehme es zur Kenntnis. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann das es mich gar nicht mehr stört so gut wie keine sozialen Kontakte zu haben. Das wäre toll, auch wenn mir sinnvolle soziale Kontakte lieber wären.

#7


P
Chaoslexikon: wie alt bist du denn und hast du gar keine Familie? Das Internet bietet doch vielfältige Möglichkeiten, vielleicht mal andere Leute kennenzulernen.

#8


J
Mir geht es wie euch. Schon seit dem Wochenende vor Weihnachten bin ich schlecht drauf. An Wochenenden und Feiertagen wird mir immer so richtig bewusst, wie einsam ich bin und wie wenig ich mit mir selbst anfangen kann. Ich habe nachts schlecht geschlafen und habe daher tagsüber schlapp herumgelegen. Der ideale Nährboden für Depressionen. Ich habe versucht, mich zusammenzureißen, wusste mir aber nichts Sinnvolles zu tun, das mich ablenkt. Im Haushalt war bald alles erledigt, was erledigt werden kann (habe ein wenig entrümpelt). Für geistige Betätigung fehlten mir die Lust und Konzentration. Die letzten zwei Tage ist es mir wieder etwas besser gegangen. Aber ich habe etwas Angst vor Silvester. Wieder ein Fest, das man eigentlich in Gesellschaft verbringen soll und wieder ein Feiertag... Am meisten habe ich Angst vor meinen eigenen negativen Gedanken, die Gift sind. Ich schaffe es aber kaum, sie abzustellen, wenn ich so viel allein bin. Hoffentlich vergeht die Zeit schnell. Ich freue mich schon auf die "normale" Zeit ohne Feiertage!

#9


C
@Pumuckl ich bin 43, leider ist mir das Internet keine wirkliche Hilfe beim knüpfen von Kontakten, da ich zum einen extrem schüchtern bin zum anderen starke soziale Defizite haben muss, da seit meiner Erkrankung damals fast 100% aller Leute den Kontakt zu mir abbrachen. Auf anfrage was mich so unangenehm macht habe ich leider keine Antworten bekommen, bzw. die einzige Aussage von einer Freundin war ich bin irgendwie komisch, was sie jedoch nicht näher ausführen konnte. Versuche seit Jahren dieses Rätsel zu lösen was mich unangenehm macht.

#10


S
Schön, dass ihr etwas geschrieben habt. Man fühlt sich dann nicht ganz so alleine.

Nun ist Weihnachten um und als nächstes steht der Jahreswechsel auf dem Plan. Das waren für mich sehr oft sehr peinliche Momente, weil meist alle in meinem Alter etwas vor hatten und nur ich saß zu Hause bei den Eltern oder bin zu einer Tante gefahren. Man ist zwar in Gesellschaft, aber man fühlt sich irgendwie doch alleine, weil Leute im selben Alter eben miteinander etwas unternommen haben. Heute bin ich aus dem jugendlichen Alter raus, die Situationen sind nicht mehr ganz so peinlich, aber mir ist als fehlte mir ein Stück meines Leben als hätte ich etwas verpasst. Auf den Jahreswechsel habe ich trotzdem keine Lust.

Liebe Grüße
Schneematsch

#11


S
Jetzt mal ganz ernsthaft gefragt:

WARUM tun sich dann nicht alle die, die sich einsam fühlen / gegen ihren Willen allein sind , zusammen und machen AKTIV etwas dagegen ?

#12


C
Hm diese Frage stellte ich mir auch schon, nur fehlt es mir an dem zündenden Vorschlag was man machen kann, wenn du ne Idee hast raus damit Smile.

#13


S
Ist ja auch ein logistisches Problem da hier Menschen aus ganz BRD (und drüber hinaus) zusammen kommen.

#14


J
Zitat von Shakespeare:
Jetzt mal ganz ernsthaft gefragt:

WARUM tun sich dann nicht alle die, die sich einsam fühlen / gegen ihren Willen allein sind , zusammen und machen AKTIV etwas dagegen ?


Nachdem du ja selbst betroffen bist, müsstest du die Frage auch selbst beantworten. Nicht so einfach, stimmt's? Wink

Meinst du mit "allen" die, die hier geschrieben haben? Meinst du mit "aktiv etwas dagegen machen" ein Treffen und eine gemeinsame Silvesterfeier? Das ist wegen der Distanzen schwierig. Ich z.B. bin die einzige Österreicherin hier.
Falls du dieses "aktiv etwas dagegen machen" genereller gemeint hast: Viele von uns versuchen ja schon, etwas gegen das Alleinsein zu unternehmen. Ich z.B. bin in sämtlichen Kontaktbörsen angemeldet und sehe regelmäßig rein, gehe zu Veranstaltungen, bei denen ich Gleichgesinnte zu treffen hoffe und zwinge mich fast täglich zum Smalltalken mit Fremden (übertreibe das mittlerweile sogar). Ich versuche auch (u.a. mit Psychotherapie) an meinem Selbstwert und meinen social skills zu arbeiten. Aber aus der Einsamkeit gebracht hat mich das alles noch nicht. Frag mich nicht, warum. Ich komme zwar mehr zum Reden als früher, aber meine Freizeit verbringe ich derzeit noch alleine.
Ich will nur sagen: "etwas dagegen tun" ist leichter gesagt als getan! Vor allem zeigen sich Erfolge nicht von heute auf morgen! Die Einsamkeit lässt sich nicht auf Knopfdruck ausschalten, nicht nur, weil sich nette, gleichgesinnte Leute nicht herzaubern lassen, sondern auch deshalb, weil vorher die grundlegenden Probleme wie Angst vor Nähe, Minderwertigkeitskomplexe usw. gelöst gehören.

#15


P
Ich habe an Silvester auch nie groß etwas unternommen. Entweder war ich bei meinen Großeltern oder bei meiner Mutter/meinem Stiefvater. Ich könnte mich an kein Silvester erinnern, an dem ich bei einer Party war! Das hat sich nie ergeben. Da ich auch nicht trinke, galt ich wahrscheinlich eh als Spaßbremse. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie betrunken.
Ich habe schon sehr oft an Silvester um 23 Uhr im Bett gelegen und habe geschlafen. In den letzten Jahren ist mein Mann manchmal abends noch zu einem Freund nach Hause gefahren und hat mit ihm ein paar B. getrunken.

Auch dieses Jahr haben wir keine Feier geplant. Wir werden Raclette essen, da ich mir jetzt endlich mal so einen Grill gekauft habe, da ich diese kleinen Pfännchen so schön finde. Mal sehen, ob wir dann überhaupt bis 24 Uhr wach bleiben. Wir könnten allenfalls meine Schwiegereltern einladen. Aber die sind ja schon älter und haben da sicher keinerlei Interesse dran. Die Schwester meines Mannes ist bei Verwandten von ihrem Mann und ansonsten haben wir eigentlich keine Ehepaar-Bekannten in unserem Alter. Wir haben das immer mal wieder versucht. Aber irgendwie hat sich nie etwas Gescheites ergeben. Eine Freundin von mir und ihr Mann sind Muslime. Die feiern per se mal andere Feiertage als wir. Der Freund meines Mannes ist alleinstehend. Zwei Mal hatten wir uns mit einem anderen Ehepaar getroffen, wo ich vor vielen Jahren mal den Mann kennengelernt habe. Aber seine Frau ist eine schrecklich unfreundliche Person (das sagt jeder) und scheinbar hat sie dann auch die SMS gelöscht, die ich ihm mal geschrieben habe. Jedenfalls haben die sich nie wieder gemeldet. Der Mann plaudert immer mit mir, wenn wir uns beim Einkaufen sehen. Aber wenn seine Frau dabei ist, grüßt er nur und darf anscheinend nicht sprechen.
Frühere Bekanntschaften von meinem Mann haben sich auch zerschlagen. Wir sind beide nicht in Vereinen, im Gegensatz zu vielen anderen Leuten in unserem Alter. Mein Mann interessiert sich nicht für Fußball. Das sind alles so Punkte.
Die meisten Leute, die in größeren Gesellschaften sind oder viele Bekannte haben, sind in Vereinen.

#16


S
Zitat von juwi:
Nachdem du ja selbst betroffen bist, müsstest du die Frage auch selbst beantworten. Nicht so einfach, stimmt's?


Bei mir ist es etwas anders. Momentan leide ich sehr darunter was in meinem persönlichen Umfeld abgeht. Eine enge Freundin verstarb 2012, und 2013 wurden drei andere Freunde von mir sehr krank. Ob sie gesund werden kann man nicht sagen, 2013 war auch noch in vielen anderen Bereichen ein Jahr "zum inne Tonne kloppen". Dadurch fühl ich mich innerlich leer, ausgelaugt und einsam. Neue Menschen kennen lernen wäre jetzt weniger schwer für mich aber zwschen allein sein und einsam sein ist ein großer Unterschied. Bei mir liegt es weniger daran dass ich keine Menschen habe, sondern eher daran dass ich momentan an der Gesamtsituation zu knacken habe und in meinen Depressionen fast ertrink und Angst habe dass es nie wieder schön wird in meinem Leben.

#17

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S
Zitat von Shakespeare:
Jetzt mal ganz ernsthaft gefragt:

WARUM tun sich dann nicht alle die, die sich einsam fühlen / gegen ihren Willen allein sind , zusammen und machen AKTIV etwas dagegen ?



Das frage ich mich auch. Ich hab schon diverse Leute angeschrieben, aber dann kommen immer nur negative Antworten. Entweder ich entpuppe mich mit der Zeit als sehr unsympathisch oder ich bin in einen virtuellen Hundehaufen getreten. Shocked

#18


P
Die meisten Leute haben ja auch jemanden und da mag man ja auch nicht das 5. Rad am Wagen sein, denke ich. Also wenn ich nun alleinstehend wäre, würde ich wahrscheinlich auch niemanden fragen.
Ich hätte aber kein Problem damit, jemanden zu uns einzuladen, der alleine ist. Egal, ob Mann oder Frau, alt oder jung. Man bekommt es für gewöhnlich ja gar nicht so mit. Die Gesellschaft ist halt leider anonym.

#19


I
Bei uns ist das ähnlich wie bei Pumuckl. Wir sind auch in keinem Verein und haben so gut wie keine Bekannten in unserem Alter. Silvester feiern mein Mann und ich immer zu zweit, wir kochen was nettes und danach schauen wir meist fern.
Dieses Jahr ist mein Mann ja noch auf Kur, daher habe ich meine Eltern eingeladen, die extra für mich die weite Anreise (400 km) angehen und dann habe ich noch meine einsame Nachbarin eingeladen. Die ist 64 Jahre alt. Ich mache einen Kartoffelsalat und da meine Eltern und meine Nachbarin Fleisch esse, kaufe ich für sie noch Bockwürstchen.
Ich könnte auch auf eine Silvesterparty hier im Dorf gehen, wo viele in meinem Alter sind, aber darauf habe ich gar keine Lust. Mich nervt an Silvester auch diese Partystimmung. Und dann der ganze Alk. und später die Böllerei. Nein danke.
Vielleicht ist es nicht normal, dass man mit Mitte 30 lieber mit 3 Senioren feiert als mit einer jungen Partymeute. Aber wenn ich keinen Besuch bekäme würde ich sogar Silvester lieber ganz alleine feiern als auf eine Party zu gehen.

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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