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K
So, hier also quasi meine Lebensbeichte


Machen wir es einfach: Ich fühl mich wie ein Fall für die geschlossene Anstalt.
Nachts leide ich unter Panik-Attacken und habe die übelsten Gedankenspiele.

Leiden tu ich an totaler Versagensangst. Also Angst das mein ganzes Leben so bleibt wie die letzten Jahrzehnte. Einsam, unsinnig und verschwendet.

Ich habe keine Freunde, keine Bekannten und bleibe 7 Tage die Woche zu Hause. Nur zum Einkaufen oder zum Ausleihen von DVDs geh ich raus.

Meine letzten Ärzte haben mir alle geraten aus dem Haus meiner Eltern auszuziehen. Am besten in eine andere Stadt oder sogar Land. Je weiter weg ich von meinen Eltern sei desto besser... aber dort (so sag ich) würde ich dann wieder alleine sein.

Ein anderer Rat, das Ausgehen, ist ebenfalls blödsinnig. Alleine geh ich nicht raus. Und da ich niemanden kenne... tja, Teufelskreis.

Irgendwelche Ratschläge?

16.09.2011 16:55 • 17.09.2011 #1


13 Antworten ↓


C
Warum sollst Du unbedigt von Deinen Eltern weg ziehen? Hast Du eine Therapie gemacht? Hier ist doch die Gelegenheit liebe Menschen kennen zu lernen.

Liebe Grüße
Claudia

16.09.2011 17:03 • #2


A


Einsam und verloren

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K
naja, ich verbringe jeden Urlaub mit meinen Eltern, wenn sie was unternehmen bin ich dabei

um es mit den Worten des letzten Arztes zu sagen: ich verbringe zuviel Zeit mit alten Leuten
aber ich glaube es nicht

eine Therapie? nein, mein Arzt macht das nebenher. ich versuchte eine Zeit lang n Therapie-Platz zu finden, aber 6 monate wartezeit sind mir zuviel, also hab ich das aufgegeben

16.09.2011 17:20 • #3


J
Hallo!

Bei mir wäre es auch die beste Lösung, die Quelle des Problems zu verlassen, da ich mich nicht mit den Eltern verstehe. Sie verhalten sich immer noch wie am 1. Tag, kapieren nichts.
Ständig gibts Zoff und schweigt man sich an, jedenfalls von meiner Seite.

16.09.2011 18:50 • #4


K
also ich finde ich komme sehr gut mit ihnen klar. ausserdem sind sie die einzigen, mit denen ich mich verstehe, mein einziger Anker im Leben.
ohne sie... bin ich nichts
und daher auch meine Exit-Strategie wenn sie in ein paar Jahren nicht mehr da sind

16.09.2011 19:04 • #5


G
Also, ich finde, du solltest unbedingt eine Therapie machen, auch wenn du ein halbes Jahr oder länger auf einen Platz warten muss. Ich glaube nicht, dass ein Arzt das einfach so nebenher machen kann. Die Zeit vergeht ja sowieso. Wenn du dich jetzt auf die Warteliste setzen lässt, hast du dann eben in einem halben Jahr oder in einem Jahr einen Platz. Wenn die Probleme, wie du schreibst einerseits schon lange bestehen und andererseits sich aber auch nicht so schnell erledigen werden, kommt es auf einige Monate Wartezeit eigentlich nicht so an. Mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin hättest du auf jeden Fall schon mal eine Bezugsperson außer deinen Eltern, d.h. egal ob du jetzt ausziehst oder nicht, bist du dann schon mal nicht mehr ausschließlich auf deine Eltern angewiesen. Und du kannst Unterstützung dabei bekommen, weitere Menschen zu finden und eine Perspektive zu gewinnen.
Wenn du Schwierigkeiten hast, alleine rauszugehen, ist es außerdem vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit, Leute übers Internet kennenzulernen. Oder du gehst in einen Verein oder Volkshochschulkurs oder so etwas, dann bist du auch nicht alleine, wenn du dort hingehst.

Viele Grüße
Gabi

16.09.2011 20:02 • #6


K
naja, ich studiere nebenbei und bin berufstätig... also war es bis vor kurzem... hat nix mit meiner psyche zu tun der job
aber schon seit der Schulzeit ist es so das ich die Pausen am liebsten alleine in einer dunklen ecke verbringe. kann daran liegen das ich in der schule 10 jahre lang fast täglich verprügelt wurde (sowohl von den jungs als auch von den mädchen).
und im beruf hab ich die halbe stunde mittagspause damit verbracht das ich mich in meinem wagen eingesperrt habe, decke über den kopf (no joke)
aber ich empfand das als erleichterung. achja, und ich hab 10 jahre in der firma gearbeitet, aber mir nie auch nur den vornamen der leute um mich herum gemerkt... bis auf 1 oder 2 ausnahmen

16.09.2011 20:07 • #7


G
kleine Ergänzung: Du schreibst ja, du leidest unter Ängsten und schlimmen Gedanken und kommst dir vor wie ein Fall für die Geschlossene: Du könntest ganz im Ernst tatsächlich einen Klinikaufenthalt machen. Das ist nichts Verwerfliches oder Ehrenrühriges. Und das ist dann auch nicht die Geschlossene, sondern du bist frei zu kommen und zu gehen. Wenn dir Psychiatrie zu negativ klingt - obwohl es das eigentlich nicht ist - könntest du auch in eine psychosomatische Klinik gehen. Sprich doch mal mit deinem Arzt darüber.

Viele Grüße,
Gabi

16.09.2011 20:08 • #8


K
der letzte Arzt meinte dazu: entweder sie suchen sich einen Therapieplatz oder sie lassen sich gleich ein Grab ausheben
Ich mag den Gedanken ans weggehen nicht. Sogar Jugendherbergen hab ich gehasst und bin aus Zweien sogar heimlich abgehauen um nach Hause zu gehen. Boah waren die Lehrer sauer. Aber meine Eltern waren (und sind es immer noch) auf meiner Seite

blöd is in der Situation auch die Nachbarschaft. Is so ne verbockte Gesellschaft die sagt: boah, der Kerl ist über 30 und hat keine Frau? Der muss gleichgeschlechtlich sein! (was ich nicht bin... hoffe ich)
Aber solche Gedanken müssen denen ja kommen. Warte noch immer auf meine Erste Freundin und/oder den ersten Kuss. Aber daraus wird in diesem Leben nix, meine Haltbarkeit ist abgelaufen und für solche Dinge wie Freundschaft und Liebe bin ich zu alt (und glaube auch nicht das sowas existiert. Ich Erste Person Einzahl! so mein Motto)

16.09.2011 20:17 • #9


G
Zitat von kalle1980:
:roll: der letzte Arzt meinte dazu: entweder sie suchen sich einen Therapieplatz oder sie lassen sich gleich ein Grab ausheben
Ich mag den Gedanken ans weggehen nicht. Sogar Jugendherbergen hab ich gehasst und bin aus Zweien sogar heimlich abgehauen um nach Hause zu gehen. Boah waren die Lehrer sauer. Aber meine Eltern waren (und sind es immer noch) auf meiner Seite


Wenn du z.B. nicht in eine Klinik gehst, sondern eine ambulante Therapie machst, brauchst du ja nicht woanders zu übernachten. Du gehst dann nur kurz mal hin und dann ja wieder nach Hause. Was ist es, was dich davon abhält?

Ich denke nicht, dass deine Situation hoffnungslos ist. Wenn du jetzt schon hundert Therapien gemacht hättest, alle ohne Erfolg, dann wäre es vielleich nicht so einfach, eine positive Perspektive aufrechtzuerhalten. Aber wenn du noch gar keine oder nicht so viel Therapie gemacht hast, sind da noch alle Chancen auf Änderung und Besserung drin! Allein die Tatsache, dass du hier im Forum schreibst, zeigt doch, dass du Wege suchst und Schritte vorwärts machst. Wenn du dabei Unterstützung bekommst von einer Person, mit der du regelmäßig sprechen kannst, hast du doch ganz viel Entwicklungspotential!

16.09.2011 20:53 • #10


K
in meinem Alter? eher unwahrscheinlich.
naja, nächste Woche ruf ich wieder n paar Ärzte an. meistens sind die Praxen telefonisch nur zwischen 7 und 8 uhr zu erreichen, und sogar das nur an 1-2 Tagen die Woche.
Verrückt

17.09.2011 05:33 • #11


G
Wie alt bist du denn?
(Ich werde dann übrigens vorerst nicht mehr antworten können, da ich nachher in Urlaub fahre.)

Gruß, Gabi

17.09.2011 10:17 • #12


G
Ich hatte schon an deinem Nick gesehen, dass du ev. im Jahr 1980 geboren bist. Nachdem du aber mehrfach auf dein Alter abgehoben hast, dachte ich, dann bist du wohl doch nicht mehr so jung (also 31). Jetzt habe ich aber nochmal gesehen, dass du geschrieben hast, die Leute sagen, dass du obwohl du über 30 bist.... Also wenn du wirklich erst etwas über 30 bist, das ist überhaupt kein Alter; ich bin Mitte 40 und stehe auch vor der Aufgabe, wie ich jetzt noch verschiedene Dinge in meinem Leben ändern kann. Aus meiner Perspektive ist über 30 noch blutjung, da hast du sowieso noch alle Möglichkeiten offen, dich und dein Leben zu verändern. Aber davon abgesehen, selbst wenn du doch älter bist, selbst wenn jemand älter ist, 50, 60 oder so, selbst dann gibt es Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln; es waren z.B. in den letzten Jahren immer mal irgendwelche Artikel in der Zeitung, dass die Wissenschaft festgestellt hat, dass auch das Gehirn von alten Menschen weitaus plastischer und veränderbarer und lernfähiger ist, als man früher angenommen hat, dass also auch alte Menschen durchaus noch Entwicklungspotentiale haben. Ich denke also, das Alter - und wenn du tatsächlich erst Anfang 30 bist, kann man davon noch gar nicht sprechen - ist kein Hindernis, du musst dir nur Hilfe suchen!

17.09.2011 11:01 • #13


K
nur kurz, es gibt gleich essen
ja, ich bin 31

17.09.2011 14:18 • #14


A


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