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Hallo an alle,

Ich habe jetzt schon viel in Foren gelesen, merke aber dass der innerliche Druck nicht schwindet, im Gegenteil,mir schmilzt das Eis unter den Füßen weg und ich warte nur auf den Einbruch...

....deswegen nun mein Versuch mir und meinem Befinden hier ein wenig Raum zu gewähren und vielleicht doch den einen oder anderen Zuspruch/Rat zu bekommen, der mir bisher verwehrt geblieben ist.

Zu mir:
Bin m, 34 j, Abitur, kaufm Ausbildung, diverse abgebrochene Studiengänge, diverse Angestellten Verhältnisse, im Moment nur einfacher Angestellter im Supermarkt
Mein Hauptthema ist wohl die Identifikation und die Selbstliebe. Ich tue mich seit ich denken kann und mich mit dem Thema beschäftige, also seit gut 25 Jahren, schwer mich und meinen Platz in dieser Welt zu finden. Hatte lange das Gefühl, der Welt meinen Stempel aufdrücken zu müssen und habe mir dadurch einen Druck aufgebaut, dem ich nie gerecht werden konnte. Habe auch seit jeher versucht, es anders zu machen wie die Masse, da ich mich selten im Pool der 0815er wohlgefühlt habe. Dadurch habe ich allerdings auch nie das "mitschwimmen" gelernt, auch durchbeissen und aushalten gehört nicht zu meinen stärken. Bezüglich Partnerschaft war es mir immer wichtig eine aufrichtige und ehrliche Partnerschaft zu führen, nicht der Zweisamkeit wegen, sondern auf Grund der Begeisterung und Liebe zum gegenüber. Da ich allerdings nicht wirklich mit mir im reinen bin, viel Groll gegen mich selbst hege, werden meine Ideale zwar geschätzt, aber ich als Mensch bin in dieser Lage nicht liebenswert, zumal mein Selbstvertrauen und Selbstwertgefúhl am boden ist, meine Angst und mein Schamgefühl, zurück gewiesen zu werden dafür allzeit präsent...
Ich habe nun, in 34 Jahren, noch nicht eine Partnerschaft gehabt, bei der ich sagen würde, es war eine beidseitige Liebe, kam demnach noch nie in den Genuss, was es bedeutet, jemanden an seiner Seite zu wissen, an die man sich anlehnen kann, kraft tanken kann, einfach zu Hause ist. Hatte in der Jugendzeit viele Begegnungen, die aber nie wesentlich weiter als über das knutschen hinaus gegangen sind. Meine sexuellen Erfahrungen wollte ich mir für jmd aufheben, für die ich auch von Grund auf und ehrlich was empfinde, und nicht der Triebesbefriedigung wegen. So kam es, dass sich mein erstes Mal bis zum Alter von 21 Jahren hingezogen hat, dann sogar mit jmd, die mich lange Zeit an der Nase herum geführt hat und ich in dem Moment keinerlei Empfindungen hatte, wollte dann einfach nur noch meine Ruhe.
Andere Frauen, die ich zwar attraktiv fand und die mir signalisiert haben, dass sie Interesse hätten, allerdings nicht an einer Partnerschaft, habe ich abgelehnt um nicht nach einer kurzen Nacht in erneuter, verstärkter Sehnsucht zu ertrinken.
Mit 26 hatte ich dann meine erste Beziehung, wurde nach dem der Ex sich eingemischt hat, aber nach knapp 3 Monaten verlassen
Ein Jahr später hatte ich das erste Mal das Gefühl, jmd wirklich zu lieben, kam mit einer Frau mit Borderline zusammen, die mich am höchsten Punkt meiner Gefühle, nach knapp 2 Monaten fallen lies und zu ihrem Ex zurück ist.
Danach war ich so am Boden und hatte bis 31/32 damit zu kämpfen, die Wunde als geheilt zu betrachten. Habe mir damals auch geschworen, wachsamer zu sein und mein Herz besser zu behüten.
Mit 30 hatte ich dann meine erste Partnerschaft, die über einen längeren Zeitraum ging (3 Jahre), allerdings hatte ich dort nie das Gefühl zu Hause zu sein und so akzeptiert zu werden wie ich bin, mkt stärken, aber auch mit den doch nicht von der Hand zu weisenden Schwächen..., habe nicht mehr viel in die Beziehung investiert und wurde dann nach einem Jahr Arbeitslosigkeit verlassen. Der Verlust hat mir weniger zugesetzt als die Gewissheit, dass ich ein ernstes Beziehungsproblem habe, und das beginnt bei der Beziehung zu mir...
Habe im späten Teenager alter angefangen zu *beep* und leider außer THC keine Möglichkeit gefunden, mei e Gefühle und Emotionen so im Zaum zu halten, dass sie mich nicht total aus der Bahn werfen. Dass ich mir damit auch meine Motivation, meine Interessen, meine finanzielle Situation und meinen Drang nach Gesellschaft um ein vielfaches entwertet habe, steht außer Frage. Dennoch: Gab es was, was mich begeistert hat, ob Mensch oder Situation, war es immer für mich selbstverständlich, nicht zu konsumieren, sondern mit allen Sinnen zu genießen.
Da ich mich aber dieses Jahr nur noch verkrochen habe, in Hartz4 gerutscht bin, gab es für mich nur noch den Weg über THC zur Ruhe zu kommen.
Habe mich dann entschieden, eine stationäre Therapie zu machen (ambulant hatte ich entweder die falsche Einstellung oder den falschen Therapeuten), habe ohne Probleme den Konsum eingestellt, und dann glücklicherweise oder tragischerweise, mich in eine Mitpatientin verliebt... Der Haken ist, sie ist auch Borderlinerin, zudem noch wesentlich jünger als ich... Aber der gute alte Samariter biegt das ja selbstverständlich alles zu seinen Gunsten...
Pustekuchen, zur Halbzeit der Therapie wurde ich aus disziplinarischen Gründen aus der Klinik entlassen, und meine "Freundin" sagt mir nach 2 Monaten, ich müsse allein klar kommen...
jetzt steh ich hier, alleine, mit dem Willen es ohne Flucht zu schaffen, hab seit einer Woche wieder n Job, fühle mich aber so verloren wie immer, so unerfüllt.
Vielleicht noch als Hintergrundinfo: mir fehlt das Urvertrauen, benötige viel Zuneigung und Zuspruch, bin hoch sensibel und sehr emotional, zudem offen und ehrlich wenn es darum geht, Dinge anzusprechen, auch wenn sie vielleicht nicht die angenehmsten Themen sind.

Sorry für den vielen Text, danke für eure Aufmerksamkeit, eure Zeit und hoffentlich auch für eure Antworten

Liebe Grüße, Namb

22.10.2016 14:15 • 01.11.2017 x 2 #1


27 Antworten ↓


Hotin
Hallo Namb,

Zitat:
Ich habe jetzt schon viel in Foren gelesen, merke aber dass der innerliche Druck nicht schwindet


Dich kann ich sehr gut verstehen. Vom lesen ist noch nie etwas besser geworden.
Zitat:
Mein Hauptthema ist wohl die Identifikation und die Selbstliebe.


Nah am Thema bist Du ja schon dran.
Zitat:
Hatte lange das Gefühl, der Welt meinen Stempel aufdrücken zu müssen


Das geht meistens schief. Was für ein Stempel ist das denn?
Zitat:
Da ich allerdings nicht wirklich mit mir im reinen bin, viel Groll gegen mich selbst hege...


Warum denn?

Zitat:
Ich habe nun, in 34 Jahren, noch nicht eine Partnerschaft gehabt, bei der ich sagen würde, es war
eine beidseitige Liebe


Etwas schade, aber so etwas kommt immer wieder vor.
Zitat:
Der Verlust hat mir weniger zugesetzt als die Gewissheit, dass ich ein ernstes Beziehungsproblem habe, und
das beginnt bei der Beziehung zu mir...


Das hört sich gut an.
Zitat:
jetzt steh ich hier, alleine, mit dem Willen es ohne Flucht zu schaffen, hab seit einer Woche wieder n Job,
fühle mich aber so verloren wie immer


Wo willst Du denn hin und vor allem, was bist Du bereit dafür zu investieren, wo bist Du bereit etwas
Entscheidendes zu ändern?
Zitat:
mir fehlt das Urvertrauen


Warum, kannst Du dazu mal etwas genaueres schreiben?
Zitat:
zudem offen und ehrlich wenn es darum geht, Dinge anzusprechen, auch wenn sie vielleicht nicht die
angenehmsten Themen sind.


Das ist nicht verkehrt. Nur, was Du sagst sollte möglichst wahr sein. Aber Du
solltest auf keinen Fall alles, was wahr ist sagen. Sonst geht vieles daneben.

Das Wichtigste, scheint mir nicht nur für Dich zu sein.

Nie darfst Du die Hoffnung und den festen Glauben daran verlieren, dass Du es schaffst,
Dein Leben zu einer Zufriedenheit zu führen.


Viele Grüße

Bernhard

22.10.2016 14:57 • x 2 #2



Hoffnung verloren

x 3


Hallo Bernhard

Das geht meistens schief. Was für ein Stempel ist das denn?

Ein Stempel der meine Daseinsberechtigung auf der Welt untermalt, die Welt bereichert zu haben

Warum denn?

Weil ich gesund, relativ fit und intelligent bin aber absolut unfähig, meinen Alltag zu gestalten, mich auszuhalten. Mein Kopf f***t mich 24/7


Wo willst Du denn hin und vor allem, was bist Du bereit dafür zu investieren, wo bist Du bereit etwas
Entscheidendes zu ändern?

Ich möchte mir nur keine Gedanken mehr machen, warum jeder Tag soviel Überwindung kostet, mir das Leben so viel Nerven und Kraft raubt. Ich möchte meinen Platz haben, mich aufgehoben und geborgen fühlen. Bzgl Bereitschaft bin ich flexibel, Job oder Wohnungswechsel wären kein Hindernis

Warum, kannst Du dazu mal etwas genaueres schreiben?

Das Urvertrauen wird in Form der Mutterliebe im ersten Lebensjahr aufgebaut. Zu diesem Zeitpunkt war meine Mutter aber nicht in der Lage, sich so um mich zu kümmern, dass ich das Urvertrauen hätte verinnerlichen können. Nun versuche ich das mit Zuneigung und Bestätigung, am besten meiner nicht vorhanden Partnerin, zu kompensieren... Weiß selbst, dass nur ich mir selbst das geben muss, was nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Ich habe noch Glauben und Hoffnung und bin mir auch meiner Stärken bewusst, nur ob ich mal eine Partnerin kennenlernt, die mich sowohl so akzeptiert, wie ich bin als auch bei mir bleibt, daran Zweifel ich. Viele Frauen geben sich mit Idioten oder Ar. ab, musste mir nicht selten anhören, dass ich einfach zu lieb sei...

Vielen Dank für die Worte

Schönes WE und greez

22.10.2016 15:25 • #3


Hotin
Hallo Namb,

danke für Deine Antwort.
Zitat:
Ein Stempel der meine Daseinsberechtigung auf der Welt untermalt, die Welt bereichert zu haben


Du hast Deine Aussage von vorher leider nur wiederholt. Womit genau möchtest Du
denn die Welt bereichern? Und warum funktioniert das bis jetzt noch nicht.
Zitat:
Ich möchte meinen Platz haben, mich aufgehoben und geborgen fühlen.


Dann lege mal los. Dafür solltest Du Dich sehr schnell mit Menschen umgeben, die ähnliche Meinungen und
Interessen vertreten wie Du. Die passende Partnerin wäre natürlich schon das höchste Deiner Bemühungen.
Du scheinst nicht besonders bereit zu sein Kompromisse einzugehen? Warum? Mit fehlendem Urvertrauen hat
das ein wenig aber nicht so viel zu tun.

Zitat:
Zu diesem Zeitpunkt war meine Mutter aber nicht in der Lage, sich so um mich zu kümmern, dass ich das
Urvertrauen hätte verinnerlichen können. Nun versuche ich das mit Zuneigung und Bestätigung, am besten
meiner nicht vorhanden Partnerin, zu kompensieren...


Was bedeutet das? Suchst Du weniger eine Partnerin, mit der Du lieben, kämpfen und vieles teilen kannst, sondern
eine Frau, die Dir das gibt, was Du von Deiner Mutter immer haben wolltest?
Überforderst Du Deine Partnerinnen da nicht?
Zitat:
Weiß selbst, dass nur ich mir selbst das geben muss, was nicht mehr rückgängig zu machen ist.


Dann gib Dir das selbst. Dann wirst Du zukünftig den Frauen mehr auf Augenhöhe begegnen.

Zitat:
Ich habe noch Glauben und Hoffnung und bin mir auch meiner Stärken bewusst, nur ob ich mal eine
Partnerin kennenlernt, die mich sowohl so akzeptiert, wie ich bin als auch bei mir bleibt, daran Zweifel ich.


Daran zweifele nicht. Eine meiner schwierigsten Aufgabe war, zu akzeptieren, das ein anderer Mensch so völlig
anders denkt.
Als ich das verstanden habe ging es mir schon deutlich besser.
Jetzt versuche ich vor allem deutlicher zu sagen, was ich möchte, versuche alles zu tun, dass ich verstanden
werde. Und dann auch Menschen zu finden, die mir ein möglichst ehrliches Feedback geben. Die nenne ich dann
Bekannte und Freunde.

Und solche Leute kannst Du auch finden.

Viel Erfolg dafür.

Bernhard

22.10.2016 15:53 • x 2 #4


Ich lese aus den Zeilen das du auf der Suche nach dir selbst bist...wo ist dein Platz hier in der Welt?...du flüchtest vor dir selbst und suchst die Erfüllung in einer Beziehung und Partnerschaft...du hast THC genommen was nicht verwerflich ist...das Verwerfliche ist daran nur das du vor dir selbst flüchtest...vor deinen Gefühlen...vor deiner Langeweile und die Beschäftigung mit dir selbst...du warst in Therapie und hast auch dort Augen offen für die Herzenswelt...die Ablenkung hat bisher immer funktioniert...aber das ist nicht dein Thema...Draußen wirst du nicht das finden was in dir selbst wohnt, ruht, zuhause, sich wohlfühlt...es ist nicht im Gleichgewicht...warum ist bei dir der Druck so groß bezüglich der Gesellschaft?...kein Mensch in der Welt kann ist meine Meinung ( ich solle meine Meinung vertreten) , finanziell abrutschen...wir haben alle mal bei Null angefangen und wenn es Hilfen gibt...dann müsste ich ja auch emotional abgerutscht sein weil ich hier auch Hilfe bekomme...ich sehe das ein wenig anders...ein Mensch der sich selber um sich bemüht...ist niemals abgerutscht...

Du bist einsam...wir Menschen sind alles soziale Wesen die Kontakt brauchen...und Liebe gehört da auch dazu aber die fängt bei dir selbst an...daran solltest du arbeiten...deine Situation akzeptieren nicht mehr auf der Bühne zu stehen sondern jetzt ein Zuschauer zu sein...um zu reflektieren...eine Krise gibt uns auch die Chance nochmal auf uns selbst zu hören...auf unsere Psyche...und auf unseren Körper...langsamer zu machen oder uns im Handeln anzutreiben...

Die Konzentration liegt jetzt an dir selbst...und sollte für dich selbst sein...um genauer es zu sehen was eigentlich wirklich mit dir los ist ohhne die Umweltfaktoren mit einzubeziehen...

Das Urvertrauen hat jeder Mensch du hast es nur vergessen...Ich bin mit 16Monaten von meiner Mutter regelrecht entrissen worden...ich hatte auch keines mehr...das Fundament hast du nur das Gerüst dazu fehlt...das kannst du nur selbst wieder aufbauen...das kommt nicht aus Beziehungen und der Liebe andere...das kommt aus deinem inneren Wesen...deinen Kern...deine Geschichte mit deiner Mutter...wie würdest du denn das Kind nehmen wenn es diese Erfahrung gemacht hätte wie du?...was wären denn dazu deine Ideen?...

Grüßle
Melanie

22.10.2016 16:01 • x 1 #5


@Melanie

Erstmal vielen Dank für deine Worte

Ich hoffe, dass ich die Theorie in absehbarer Zeit in Zuversicht und Tatendrang umsetzen kann. Das Problem ist, dass ich mir nichts beweisen muss/kann, sondern eher, dass ich jemand bin, der den Weg des geringsten Widerstandes geht. Und da ich das Gefühl habe, es interessiert sowieso niemanden, ob ich mich nun gut oder schlecht fühle, erfüllt oder verloren, zufrieden oder depressiv, ist es unglaublich schwer, dieses Bewusstsein zu nutzen um mich von den Fesseln zu lösen.

Naja, schaun mer ma, ich hoffe die Therapie hilft mir ein wenig mir etwas näher zu kommen und wieder hören und verstehen zu können, was ich machen kann, damit ich mich einfach wohl und richtig fühle

Grüße

22.10.2016 16:12 • #6


Interessiert es dich denn wie es dir geht und wie du dich fühlst? Hast du Interesse an dir oder hast du schnell langeweile wenn ein Wiederstand eintritt?
Wo ist dein Treibstoff hin der dich antreibt? Du arbeitest in einem Supermarkt, da musst du doch allerhand den Wiederstand gehen oder Ich habe auch in einem Supermarkt gearbeitet und da gab es auch den kleinen Wiederstand mit den unzufriedenen Kunde *gg*

Grüßle
Melanie

22.10.2016 16:19 • x 2 #7


Zitat von MissPanicRoom:
Interessiert es dich denn wie es dir geht und wie du dich fühlst? Hast du Interesse an dir oder hast du schnell langeweile wenn ein Wiederstand eintritt?
Wo ist dein Treibstoff hin der dich antreibt? Du arbeitest in einem Supermarkt, da musst du doch allerhand den Wiederstand gehen oder Ich habe auch in einem Supermarkt gearbeitet und da gab es auch den kleinen Wiederstand mit den unzufriedenen Kunde *gg*

Grüßle
Melanie



Naja, ich versinke ja mehr in der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit und scheine das Bewusstsein in mir zu tragen, dass ich mir alleine nicht viel bedeute. Alles, was ich mit mir mache, erfüllt mich einfach nicht mit der Freude, wie wenn ich Dinge mit jemand anderem erlebe... Was mir wirklich Spaß macht und mir ein gutes Gefühl gibt? Mich mit Menschen, die ich mag, umgeben und beschäftigen

Hab 3 Jahre lang n appgame gesuchtet, mich zu einem sehr starken und geschätzten Spieler auf dem Server etabliert, Gildenführer einer der stärksten Gilden auf dem Server...

...das ist aber nicht das, was mich erfüllt, war auch mehr ne Flucht und fishing for conformation, hat zwar klar auch Spaß gemacht, aber mehr kompensieren was mir im RL bisher verwehrt geblieben ist...

22.10.2016 16:27 • x 1 #8


Zitat von Namb:
Zitat von MissPanicRoom:
Interessiert es dich denn wie es dir geht und wie du dich fühlst? Hast du Interesse an dir oder hast du schnell langeweile wenn ein Wiederstand eintritt?
Wo ist dein Treibstoff hin der dich antreibt? Du arbeitest in einem Supermarkt, da musst du doch allerhand den Wiederstand gehen oder Ich habe auch in einem Supermarkt gearbeitet und da gab es auch den kleinen Wiederstand mit den unzufriedenen Kunde *gg*

Grüßle
Melanie



Naja, ich versinke ja mehr in der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit und scheine das Bewusstsein in mir zu tragen, dass ich mir alleine nicht viel bedeute. Alles, was ich mit mir mache, erfüllt mich einfach nicht mit der Freude, wie wenn ich Dinge mit jemand anderem erlebe... Was mir wirklich Spaß macht und mir ein gutes Gefühl gibt? Mich mit Menschen, die ich mag, umgeben und beschäftigen

Hab 3 Jahre lang n appgame gesuchtet, mich zu einem sehr starken und geschätzten Spieler auf dem Server etabliert, Gildenführer einer der stärksten Gilden auf dem Server...

...das ist aber nicht das, was mich erfüllt, war auch mehr ne Flucht und fishing for conformation, hat zwar klar auch Spaß gemacht, aber mehr kompensieren was mir im RL bisher verwehrt geblieben ist...


Naja ich bin auch eine Daddlerin...habe da sogar meinen Partner kennengelernt und es macht mir heute auch noch Spaß...andere gehen eben gerne was Unternehmen...ich bin manchmal im TS und daddel ne Runde...und da kenne ich auch nen paar Menschen...sind ganz nett...Suchten und Suchten sind zwei paar Schuhe...die Frage ist immer...wie lange und kannst du davon mal die Finger lassen ...wenn dich das fasziniert...kennst du vielleicht das Leauge of Legends...ist auch ein E-sport...da müssten die ja ultrasüchtig sein...es ist sogar ihr Beruf

22.10.2016 16:31 • x 1 #9


Nambd nochmal,

Hatte heute meine erste Sitzung bei meiner neuen Therapeutin und habe mich sehr darauf gefreut, werde jetzt wöchentlich Termine bekommen, was mich etwas optimistischer in die Zukunft blicken lässt, gibt mir wieder etwas mehr Luft zum atmen.

Habe eine rezidivierende depressive Störung, die mich im Alltag ziemlich lahm legt, das ist auch der Hauptgrund für meine Antriebslosigkeit und die mangelnde Fähigkeit, sorg- und achtsam mit mir umzugehen. Meine Stimmung ist einfach unabhängig davon, ob ich die Pflichten, die ich mir gegenüber hätte, immer gleich erledige oder bis zum Tag X aufschiebe. Ich werde in Zukunft weiterhin versuchen, mich und mein Leben und dessen Verlauf/ Entwicklung so anzunehmen, wie es sich nun einmal ergeben hat. Wie lange ich brauchen werde, um mich "richtig" zu fühlen, weiß ich nicht, hab mir allerdings auf ein neues vorgenommen, den Substanzmissbrauch nicht mehr als Deckmantel zu nutzen. Drückt mir die Daumen, dass ich stark und konsequent bleibe und mit dem eingesparten Geld sinnvollere Dinge zu machen.

Danke auch nochmal an alle, die mir ein Feedback gegeben haben, mir hat das Forum auf jeden Fall geholfen, nicht aufzugeben und die ersten Tage der Abstinenz ganz gut zu überstehen... (Freitag auf Samstag hatte ich noch heftige Schweißausbrüche nachts, die letzten beiden Nächte waren deutlich trockener)

24.10.2016 20:43 • x 1 #10


Gedanken, gefüllt mit Leere,
Hoffnung, genährt von Angst,
Glaube, gebaut auf Sehnsucht,
Zuversicht, auf Säulen des Versagens.

Leicht vermag die Theorie zu sagen,
Wohin all deine Wege führen,
Warum das betreten eben dieser,
Dich in deinem Wesen spüren.
Doch mit dem treten auf den Pfaden,
Noch lange kein Ziel erreicht ist,
Noch lange keine Heilung eintritt,
Noch lange keine Liebe beitritt.
Der Weg ist das Ziel, das Ziel ist der Weg,
Ein Weg ist nicht DER Weg, DER Weg ist verbaut,
Das Leben ist fordernd, gebend und reich,
Alternative Routen schon lange ganz weich,
Kaum zu betreten, die Gefahr des Versinken,
So groß wie die Sehnsucht, dem Hass zu winken.

Die Gedanken, gefangen im Sein,
Belasten und verblassen den Schein,
Der Schein, den ich nach außen trage,
So wichtig ist, dass ich mich stets frage,
Warum kann ich nicht nur leben,
Ohne dem Hass Liebe zu geben.

Die Hoffnung, frei und gut zu sein,
Geliebt und akzeptiert zu sein,
Frei von Angst, gestärkt von Mut,
Die Gewissheit, alles wird gut,
Kann nicht von alleine kommen,
Wird mir oftmals weggenommen.

Glaube an mich, Glaube an uns,
Ein wichtiger Schritt zum glücklichsein,
Hier besteht die wahre Kunst,
Aus Rückschlägen ins Herz hinein
Zu fühlen, denken und umzusetzen,
All das, was wir wirklich schätzen.

Die Zuversicht kommt durch das Sein,
Glaube, Hoffnung, Leichtigkeit,
Auch Gedanken sind so frei,
Gefüllt von warmer Zweisamkeit.
Alleine bin ich eingeschränkt,
Umgeben von dem grauen Schleier,
Depressionen, mich ertränkt,
Das Sein, die immer alte Leier.

Drum fasse ich den Mut zu gehen,
Auf unbetretenen Pfaden zu pilgern,
Mir nicht selbst im Wege stehen,
Nicht noch länger zu verwildern.

13.11.2016 20:27 • x 3 #11


Wo kommst du her?
Solange nicht gesehen,
Solange nicht gekannt,
Plötzlich da, mit aller Wucht.

Was möchtest du mir sagen,
Was möchtest du mir zeigen,
Was soll ich durch dich erfahren,
Was mit deiner Hilfe ändern.

Worte kennst du nicht, reden kannst du nicht,
Ausdrücken tust du dich in Salz und Wasser,
Schmerz und Wut begleiten dich,
Auf deinem Wege aus dem Herzen, aus dem Kopf.


Hab gehört du hast nen Bruder Namens Glück,
Stell ihn mir mal wieder vor.
Hab ihn solang nicht gesehen,
Doch soll er wirklich nett sein ^^
Und er kann ohne Dich nicht sein,
Genauso wenig wie du ohne ihn.

Aber auch zu dank bin ich dir verpflichtet,
Du zeigst mir, wonach ich mich sehne,
Was mich berührt, was mich bewegt
Was mich ausmacht und mir Wichtig ist.

So traurig deine Name auch ist liebe Trauer, du bist Teil meines Lebens, aber bitte vergiss nicht, dass du mich alleine kaputt machst ^^

24.12.2016 20:01 • x 3 #12


Angstbiene
Wow, tolle Zeilen... hab den Thread gerade durchgelesen. Du bist sehr offen... ich finde mich und meinen Lebenslauf so sehr wieder... ich wünsche dir von Herzen, dass du dich selbst findest, dass du dir selbst genügst und das du dich selbst lieben lernst.

"Du musst nicht den ganzen Weg sehen - mach einfach den ersten Schritt "

Alles Liebe für die Feiertage

24.12.2016 20:51 • x 1 #13


Hallo Bienchen,

Vielen, vielen lieben dank für deine Worte. Schön, dass du etwas damit anfangen kannst und dir sogar auch gefällt.
Danke auch für die lieben Grüße, wünsche dir auch angenehme und zufrieden stellende, erholsame Tage.

Das mit dem Schritt für Schritt hat uns ja Take That schon anfang der 90er gelehrt, aber ja, nur so gehts ^^

Liebe Grüße, Nam

P.S. nur offen hab ich das Gefühl mir Last von der Seele zu schreiben

24.12.2016 21:46 • x 1 #14


Angstbiene
War das mit dem Schritt für Schritt nicht New Kids on the Block?! ^^

Gute Nacht

24.12.2016 23:54 • x 1 #15


Hahaha, ja, klar, logisch )) die hatte ich ja ganz vergessen :''')

25.12.2016 10:11 • x 1 #16


Robinson
Hallo @namb,
ich finde mich in vielem was du schreibst wieder. Dein Text hätte auch von mir stammen können im Grundkontext. Gut das du eine Thetapie machst. Vllt. kan man sich ja austauschen ? Grade das Thema Urvertrauen ist auch so eine Kiste von mir. Auch das ausgenutzt werden.

Kollegialer Gruss
Harald

26.12.2016 11:51 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Harald,

Auch wenn es nicht erfreulich ist erfreut es mich zu hören, dass du diese Gefühle auch kennst. Klar kann man sich austauschen, dafür ist ja das Forum da.

Danke für dein Feedback und liebe Grüße

26.12.2016 13:04 • #18


DonToretto
Hi ich leide selber an Derealisation und habe eine Homepage gebaut die voll mit Wissenswertes über Psyche ist vlt findet ihr was Hilfreiches
http://chef-im-kopf.de.to/
Schaut mal rein.........

26.12.2016 14:27 • #19


...ach ja

Hab jemanden kennengelernt, haben uns sehr gut verstanden, fühlten uns auch gegenseitig angezogen, nach dem ich mal fragte wie sie aich die weitere Kontaktentwicklung vorstellt kommt einfach keine Antwort mehr. Hab ihr dann nochmal sehr ausführlich meinen Standpunkt dargelegt und aie damit offenbar komplett vergrault...

Es will einfach nicht mitvden Frauen und mir, ein ewiges und enttäuschendes Trauerspiel.

Echt nicht einfach, wenn man so gut wie keine Frauen kennenlernt und wenn, gleich wieder fallen gelassen. Kein Bock mehr -.-

02.03.2017 11:23 • #20



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