✔ Empfohlene Antwort
Hallo Sternenstaub,
ich versuch mich Heute mal kurz zu fassen
was ich wiedermal verkackt habe...sorry...ich mag nur nicht irgendwelche Statements schreiben ohne mich zu erklären.
Hab Gestern ca 3 mal eine Antwort geschrieben und nicht abgeschickt...
Ok, wenn ich für einen Moment außer Acht lasse, dass Dir bestimmte "Zustände" wirklich richtig schaden, dann muss ich aber trotzdem den Hut vor Dir ziehen! Du bist unglaublich Willensstark, Zielgerichtet, Mutig und Energiegeladen - und keineswegs schwach und orientierungslos...ich meine das ganz ernst! Du willst seit 3 Jahren diesen Mann für Dich - und gleichgültig was alles dagegen spricht, gleichgültig wie professionell und unerreichbar er ist, egal was er Dir sagt, egal was das für Deine Psyche bedeutet....Du verfolgst ein Ziel - diesen Mann für Dich zu gewinnen. Das erstmal vorweg...das hat mich Gestern, als ich Deine letzte Antwort las echt umgehauen und beeindruckt.
Als Therapeut nimmst Du ihn aber keineswegs ernst - Du machst die Regeln
- entweder Du kannst ihn weiter regelmäßig als Mann sehen oder Du brichst Deine komplette Behandlung ab - als ob ER der Grund für Deine Erkrankung/Störung wäre oder die einzigste Möglichkeit etwas dagegen zu tun.
- vor einem Jahr hast Du, weil er auf Dein Geständnis professionell reagiert hat - ohne irgendwelche Alternativen für Dich in Betracht zu sehen oder Dich nach einem anderen Therapeuten umzusehen ganz simpel GAR NICHT mehr behandeln lassen - hast für DICH entschieden Du willst keine Behandlung.
Entweder ER (der Mann) oder gar keine Behandlung...ER hatte gar keine Wahl außer Dich zu kontaktieren,denn Du hast Dich sicherlich nicht offiziell (durch eine schriftliche Erklärung)aus dem Patienten-Therapeutenverhältnis ausgeklinkt, er war also rein professionell weiterhin dein behandelnder Thera und konnte Dich nicht einfach so rumrennen lassen
- wenn Du Dir einen anderen Thera gesucht hättest, dann wär er von dem kontaktiert worden, auch die Krankenkasse wird sich bei ihm gemeldet haben und wollte wissen warum die Therapie unterbrochen wurde - für Dich ist das alles rein privat und persönlich...für ihn nicht.Du bist seine Patientin und dementsprechend hat er eine ganz klare Fürsorgepflicht.
Du warst und bist eindeutig therapiebedürftig, er konnte rein professionell gar nicht anders reagieren außer zuzusehen, Dich wieder in therapeutische Behandlung zu bekommen
Er geht davon aus, dass Dich ein Therapeutenwechsel traumatisieren würde weil DU dort nicht hingehen würdest, weil DU bereits schon einmal mit komplettem Behandlungsabruch reagiert hast, als Du nicht von IHM bekommen hast, was DU Dir von ihm gewünschst und erhoffst hast - denn Dir geht es nicht um die Therapie sondern um ihn als Mann und das schadet Dir ganz fürchterlich. Ich bin kein Profi - aber Dein Thera ist offensichtlich davon überzeugt, dass Du ohne Behandlung komplett abschmierst (traumatisiert), also ist er als Dein behandelnder Thera schon mal rein rechtlich dazu verpflichtet, gleichgültig wie sinnvoll das ist oder nicht seiner Fürsorgepflicht nachkommen in dem Umfang in dem DU das zulässt. Oder hast Du Dich damals bei der Krankenkasse, Deinem Psychater oder anderen übergeordneten Instanzen bescheid gesagt, dass Du die Behandlung aus eigenem Wunsch abbrichst und somit Deinen Thera von seinen Pflichten entbindest?
Du interpretierst seine Aktionen und Worte aber grundweg als persönliche Zeichen der Zuneigung...ich sag nicht, dass er Dich nicht leiden mag...aber er hat als Therapeut und Mensch gar keine Chance gegen Deinen starken Willen, gegen Deine Überzeugung anzukommen.Durch Dein Verhalten (Er oder Behandlungsverweigerung) zwingst Du ihn mehr oder minder dazu, Dir Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.Das ist ein riesen Problem aber noch viel heftiger ist bei der ganzen Sache:Du nimmst ihn als Thera nicht ernst, damit nimmst seine Therapieversuche, die Dir helfen sollen, auch nicht an. Denn:
DU brauchst Deine "Erkrankung" Deine "Persönlichkeitsstörung" und damit auch all die schrecklichen Symptome um das zu erreichen was DU Dir als Ziel/Hoffnung gesetzt hast - ihn als Mann für Dich zu gewinnen.
Ich bin kein Profi und eigentlich sollte ich meine Vermutung nicht mal äußern, aber das was Du für Dich als Liebeskummer oder Verlustängste gegenüber Deiner Freundin interpretierst sind meines unprofessionellen Gefühls nach viel eher Kontrollverlustängste...ne ganz andere Geschichte, eine völlig andere Motivation
Du schreibst z.B. "Ein Leben ohne meine Freundin ist schon hart genug": Deine Freundin ist nicht aus Deinem Leben verschwunden "nur" aus Deinem direkten und unmittelbaren "Wirkungskreis" und "Zugriff" - ich glaube Dir ist gar nicht klar um wieviel besser es auch Deiner Freundin ginge, wenn es Dir Stück für Stück ein bißchen besser ginge - die würde Dich auch lieb haben und mit Dir befreundet sein wollen wenn Du nicht ständig ihre "Hilfe" bräuchtest.Versuch Dir das mal vorzustellen, wie das wär wenn ihr Beide auch einfach nur über irgendwelchen "profanen" Quatsch erzählen, lachen und kichern könntet...
warum Du weiterhin für Deinen Thera "krank" und "hilfebedürftig" sein mußt ist ja klar - jedenfall für Dich - jeder Therapieerfolg würde auch ein mögliches Risiko bedeuten, dass er sich aus Deinem direkten Zugriff zurückzieht, wenn er nicht mehr "verpflichtet" ist bzw. Dich endlich an einen unbelasteten, neutralen Kollegen überweisen oder eine andere Form der Therapie für Dich sucht...
Du glaubst vielleicht sogar, Dir würde es psychisch schlagartig besser gehen, wenn er sich auf eine Beziehung mit Dir einlassen würde...und also fokussierst Du Deine überwältigende Kraft und Energie genau auf dieses Ziel...Dein Thera KANN Dir gar nicht helfen, weil er in seiner Funktion als Therapeut gar nicht zu Dir durchdringt - und das ist ihm völlig klar - er hat nur gar keine Wahl, selbst wenn er das wollte, könnte er wegen DEINES Zustandes, DEINER Fehlentscheidung nicht einfach sagen "dann geht doch und find raus, wie weit und lange Du unbehandelt klar kommst"
Um Deinetwillen erinnere Dich bitte daran warum und unter welchen Umständen Du ihn überhaupt aufgesucht hast. Du konzentrierst Dich seit 3 Jahren darauf, dass er sich und seine Haltung ändert.
Ganz ehrlich ich glaube nicht ein bißchen dass Du Deine Symptome simulierst und einfach nur ohne Rücksicht auf Verluste bockig Dein Umfeld manipulierst - aber wenn ich höre/lese was Du alles auf Dich nimmst, wieviel Energie und Kraft Du darauf verwendest um weiter zu diesem "Mann" gehen zu können, wie schlecht es Dir dabei geht, wie klar Du Deinen Zustand selbst einschätzt, wie klar Dir auch ist, dass Du dringend Hilfe und Therapieerfolge brauchst und trotzdem ganz bewußt jede andere Option für Dich ausschließt, dann macht mir das Angst.
Denn das bedeutet auch, dass Dir die durchaus reale Situation bewußt ist, dass dieser Mann ohne Deine Erkrankung/Störung (Ich weiß ja nicht warum Du eigentlich in Therapie bist)vielleicht gar kein Interesse an Dir hätte...Du ihn ohne das alles vermutlich nie kennen gelernt hättest...und damit bekommt Deine Erkrankung/Störung etwas gruselig Positives für Dich.
Als Außenstehende fällt mir wieder die unerschöpfliche Kraft, Energie und Macht auf die da aus Dir raussprudelt - gerade weil Du seit nunmehr drei Jahren dieses eine Ziel/diesen einen Wunschgedanken verfolgst...wenn das wirklich "nur" ne Übertragungsgeschichte wär, hättest Du - wie ich - schon vor Jahren das Handtuch geworfen und wärst gar nicht in der Lage so selbstbewußt und unbeeindruckt ihm jede Woche wieder entgegenzutreten, jede professionelle Reaktion von ihm als persönliches und verhohlen liebevolles Interesse an Dir umzudeuten. Weißt Du was ich meine? Das hat gar nicht unbedingt was mit reale Chancen einschätzen und Konsequenzen ziehen zu tun, was ich meine - das fällt uns ja allen schwer, gerade wenn wir verliebt sind...ich meine dieses unerschöpfliche Selbstbewußtsein das nicht nur Deine heimliche Hoffnung nährt sondern auch ganz heftigst Dein Verhalten ihm Gegenüber ausdrückt...ganz offensichtlich bist Du auch überzeugt davon, dass Du die Richtige für ihn wärst - was er nur noch nicht gemerkt oder deutlich gezeigt hat...nicht dass ich Dich für eingebildet halte...ich kann darin nur absolut gar nichts "schwaches" und einseitig "abhängiges" erkennen...
Einige Probestunden bei einem anderen Thera oder einer Frau würden Dir vielleicht zum ersten Mal zeigen, wie so eine Therapiestunde ablaufen kann, wenn Du Dich nicht nur aus persönlich/sexuellen Motiven auf Deinen Therapeuten als Mann konzeintrierst und natürlich wünschte ich, Du würdest diese Energie und Willenskraft in Deine Genesung stecken...
19.09.2007 13:02 •
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