Hallo!

Ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll! Ich fühle mich einsam! Eine sehr gute Freundin von mir wird Anfang August nach Dresden ziehen und dort eine Ausbildung zur Ergotherapeutin machen! Und ich sitze dann zu Hause rum! Ich sitze dann hier in Berlin fest, wo ich fast niemanden habe! Ich habe hier zwar noch eine andere Freundin, aber die wird im September für ein Jahr nach Griechenland gehen und dort am Europäischen Freiwilligendienst teilnehmen. Überhaupt ist meine Situation etwas kompliziert: Ich bin in Berlin geboren, habe hier aber nie richtig Fuß fassen können, sprich: Ich hatte nie einen festen Freundeskreis, von einem festen Freund ganz zu schweigen. Ich habe eine Art beste Freundin, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, aber die ist bis August in Polen und macht dort ihren Europäischen Freiwilligendienst. Außerdem gibt es in unserer Freundschaft auch Probleme: Unsere Freundschaft ist sehr tief, ich habe meine Freundin schon teilweile als Mutter gesehen, auch wenn das jetzt vielleicht blöd oder komisch klingt...Auf jeden Fall war alles gut, bis ich das Gefühl hatte, dass sie mich bevormundet. Und das wollte ich natürlich nicht! Und das ist auch mein Problem: Einerseits möchte ich behütet und umsorgt werden, andererseits will ich aber auch unabhängig, selbstständig und erwachsen sein! Mir ist vom Verstand her schon klar, dass ich eigentlich selbst die Person sein muss, die immer für mich da ist und mich umsorgt, aber die Gefühle hinken dem Verstand ja immer hinterher. Das ist mein Problem.

13.07.2007 20:05 • 03.09.2007 #1


6 Antworten ↓


Hallo Rose,
man kann es so sehen, dass du Pech hast, weil alle deine Freundinnen weggehen, oder auch eine Chance, weil du jetzt lernen kanst, alleine zurechtzukommen. Bei mir ist auch der Kopf schneller als der Bauch. Ich versuche nach dem Kopf zu handen und hoffe, dass ann mein gefühl folgt.
Anja

16.07.2007 07:22 • #2


Hallo, liebe Rose. Bin zwar aus Berlin, habe auch keinen Freundeskreis hier, aber für Dich mit Sicherheit schon zu alt, so, wie ich herausgelesen habe. Bin 45 Jahre alt. Ansonsten schließe ich mich der Vorschreiberin an, man muss echt aktiv werden, um Freundschaften zu schließen. Aber, bei mir ist es so, dass ich hohe Ansprüche stelle und vor allem Vertrauen aufgebaut werden muss, das A und O. Echte Freundschaften sind für mich dann heilig.
Ganz viele Grüße Dir - Birgit

16.07.2007 21:05 • #3


Hallo Anja!

Vielen lieben Dank für deine Antwort! Ich habe sie leider erst heute gelesen, weil ich dachte, dass ich über Antworten per E-Mail benachrichtigt werde. Es ist im Moment sehr schwer für mich, alleine klarzukommen. Ich bin zwar nicht allein, ich wohne vorübergehend bei meinen Eltern, aber ich fühle mich einfach alleingelassen, weil meine ganzen Freunde nicht mehr so den Kontakt zu mir haben wie früher. Früher war überhaupt alles anders, als man noch zur Schule gegangen ist oder? Es war auf dem Gymnasium zwar keine schöne Zeit für mich, aber ich würde auch nicht sagen, dass es jetzt sehr viel besser ist! Früher habe ich mich viel öfter mit meinen Freunden getroffen! Du hast schon Recht, Anja, dass ich meine Einstellung ändern muss! Aber so etwas ist nicht so leicht, stimmt's? Aber was soll man sonst machen? Muss man denn unbedingt lernen, alleine zurechtzukommen? Braucht der Mensch nicht immer Freunde, mit denen er sich austauschen und etwas unternehmen kann? Man lernt ja auch voneinander. Und macht es vielleicht Spaß, etwas alleine zu unternehmen? Sicher kann man das lernen, wenn man dazu gezwungen wird. Aber schön finde ich das nicht. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, alleine ins Kino zu gehen! Ich fühle mich einfach so unsicher, wenn ich alleine bin! Und es macht mich traurig, wenn ich andere Leute sehe, die mit ihren Freunden zusammen sind, während ich alleine bin. Ich bin generell unsicher, wenn ich alleine bin! Alles wirkt so bedrohlich! Das schlechte Wetter, die Menschen auf der Straße. Ich weiß nicht, warum mich das so beängstigt! Ich denke, es macht mir Angst, weil ich unsicher bin! Ich mache mir sehr viele Sorgen um meine Zukunft, wie es weitergehen soll, wie mein Leben so laufen wird, ob ich irgendwann man dauerhaft glücklich sein werde, ob ich mal einen Freund haben werde, also fähig dazu sein werde, eine Beziehung zu führen, und so weiter. All das macht mir riesengroße Sorgen!! Und ich glaube, deshalb bin ich auch so unglücklich! Weil ich mir immer so große Sorgen mache! Aber ich bin nun mal ein Mensch, der sich viele Gedanken macht. Das ist ja auch nicht immer negativ. Aber in bestimmten Situationen vermiese ich mir mein Leben dadurch, glaube ich. Ich brauche immer einen Menschen, dem ich mich anvertrauen kann! Ich hoffe, ich werde eines Tages mal ein glücklicher Mensch sein! Wobei es ja immer irgendetwas gibt, was einen runterziehen kann! Aber lassen wir das jetzt.

Viele liebe Grüße,
Silvia

P.S.: Hoffnung ist sehr wichtig in der heutigen Zeit! Wer keine Hoffnung hat, hat auch kein schönes Leben...

An Birgit: Ich gebe die Hoffnung nicht auf, neue Freunde zu finden! Ich habe mich jetzt für zwei Kurse angemeldet! Yoga und Autogenes Training! Das mache ich hauptsächlich für mich, aber vielleicht lerne ich über die Kurse auch neue Leute kennen! Darüber würde ich mich sehr freuen! Ich wünsche dir auch alles Gute für die weitere Zeit! Für mich ist Vertrauen auch sehr wichtig! Wahrscheinlich habe ich deshalb nicht so viele Freunde. Aber auf die, die ich habe, kann ich mich auch wirklich verlassen! Liebe Grüße, Silvia

02.09.2007 13:57 • #4


DA hast du mir das Wort aus dem Mund genommen . Wollte dir grad den Tipp geben, dich in irgendeiner Gruppe anzumelden, da lernt man sicher mit am einfachsten jemanden kennen.
Hab grad gelesen du singst gern. Bist du in einem Chor oder ähnlichem? Das ist auch immer eine gute Gelegenheit jemanden über gemeinsame Hobbys kennenzulernen.
Ich kenne dein Problem, ist zu einem Teil auch meins. Meine Freunde aus der Schulzeit haben sich als ziemliche Idioten herausgestellt und im Moment ist es auch schwer neue zu finden, mein AUsbildungsplatz ist zu weit weg um da dauerhafte Freundschaften zu schließen. Und nebenher noch viel zu machen, fehlt mir die Zeit und das Geld.Und auch ein bisschen der Antrieb.
Aber ich habe das riesige Glück meinen Freund zu haben, der immer für mich da ist. Und ich bin zuversichtlich dass das mit den Freunden auch irgendwann klappt. Bei dir sicher auch. Überleg dir doch auch sonst noch was was du gerne lernen oder machen möchtest und such dir einen Verein oder einen Kurs dazu.
Das wird sicherlich was. Das dauert zwar auch immer aber irgendwann bleibt da auch jemand hängen:

02.09.2007 19:35 • #5


Hallo Jackie!

Vielen lieben Dank für deinen Beitrag! Ich habe mich sehr darüber gefreut!
Wie geht es dir? Ich bin grade ziemlich müde... Werde bald schlafen gehen...
Und? Was hast du heute so gemacht?
Um auf deine Frage zu antworten: Ich bin zwar in keinem Chor, aber ich nehme Gesangsunterricht.
Wieso ist dein Ausbildungsplatz zu weit weg? Hast du in deiner Ausbildung keine Leute, mit denen du dich anfreunden könntest? Was für eine Ausbildung machst du eigentlich?

Liebe Grüße,
Silvia

02.09.2007 20:38 • #6


Hallo Rose!
Mir gehts heut gut:). Wir waren vorhin mit dem Hund im Wald, eine unserer Lieblingsbeschäftigungen.
Ich mach ne Ausbildung zur MTA-medizinisch technische Assistentin fürs Labor. Und die ist 50 km entfernt, das heißt jeden TAg ca 45 Minuten mit dem Auto fahren jede Strecke. Und dauerhafte Freundschaften brauchen damit man sie pflegen kann doch ein bisschen mehr Nähe. Hab zwar Leute da mit denen ich mich verstehe aber wenn man sich dan nicht mehr über die Ausbbildung fast jeden Tag sieht schläft das zwangsläufig auf dauer ein.
Allerdings habe ich demnächst vor wieder mit Reiten anzufangen, glücklicherweise sponsort mich meine Mutter da zu Teil sonst wär das viel zu teuer. Und irgendwann mag ich mal nen Nähkurs an der VHS besuchen.
Hast du Hobbys die man am besten zu mehreren machT?
Viele liebe Grüße

Jackie

03.09.2007 19:01 • #7




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