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Hallo zusammen,

zuerst kurz zu mir: ich bin 35 Jahre alt, wohne im Wetteraukreis und arbeite in Frankfurt/Main. Wie die meisten hier im Forum, bin auch ich sehr einsam und das schon seit längerer Zeit. Das Problem bei mir ist - ich habe keinen Freundeskreis. Lediglich ein paar Bekannte - das wars dann auch schon. Es ist schon traurig, wenn man ins Wochenende geht oder Freizeit hat, und weiss, dass es niemand da ist, mit dem man was unternehmen könnte. Die meisten Freunde hat man ja schon aus der Schulzeit oder sogar seit dem Kindergarten. Ich habe es wohl in meiner Schulzeit verpasst, Freunde zu finden. Jetzt, im fortgeschrittenen Alter, ist es natürlich um so schwerer. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Individualismus leider ganz vorne steht und das Zwischenmenschliche immer weniger wird.

Natürlich wünsche ich mir echte Freunde, mit denen man sich treffen und etwas unternehmen kann. Vielleicht auch mal in Urlaub zusammen fahren. Leider habe ich nur noch Pech, was Kontakte knüpfen angeht. Ich versuche jedoch das Beste aus der Situation herauszuholen. Jetzt, wo das Wetter schön ist, bin z. B. oft draußen unterwegs. Einfach mal sich selbst etwas Gutes tun. Auch in den Urlaub fahre ich mittlerweile alleine. Natürlich macht der Urlaub dann wenig Spass, aber es ist immer noch besser, als zu Hause zu sitzen, eingeschlossen in den vier Wänden. Ich weiss allerdings nicht, ob ich die Situation so akzeptieren, oder an bessere Zeiten glauben soll.

Was mich sehr interessieren würde - gibt es im Rhein-Main-Kreis Leute, denen es ähnlich geht? Und wie kommt Ihr mit dieser Situation zurecht? Was tut Ihr dagegen?

Viele Grüße von slapstick.

25.04.2013 17:38 • 06.06.2013 #1


5 Antworten ↓


Ja, tut es. Bei mir ist es durch soziale Phobie bedingt, die ich jetzt seit ca. einem Dreiviertel Jahr anzugehen versuche. Aber gerade damit, mich fremden Gruppen anzuschließen, habe ich noch große Probleme. Genau das muss man aber nun mal tun, wenn man sich über lange Zeit so isoliert und alle Verbindungen gekappt hat. Hättest du mit so was auch Probleme?
Ansonsten bin ich ebenfalls auf der Suche nach Gleichgesinnten, mit denen man wenigstens ab und zu was unternehmen kann. Ich komme auch aus Darmstadt, FFM ist also nicht weit weg. Wenn du Lust hast, mal was zu unternehmen, sag Bescheid.

27.04.2013 16:07 • #2



Einsam im Rhein-Main-Gebiet

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Gerade damit - mich fremden Gruppen anzuschließen - da habe ich Probleme. Ich habe zwar kein Problem damit es zu versuchen, aber es klappt nun mal nicht. Auf der Arbeit z. B. funktioniert es prima, wir sind ein gutes und lustiges Kollektiv Diese Probleme habe ich nur im privaten Umfeld. Ich war mal auf einem Geburtstag von einem Kollegen dabei gewesen, und es waren nur Leute da, die sich schon jahrelang gekannt haben. Da sie sich auch fast nur untereinander unterhalten haben, fühlte man sich schon ein bisserl ausgegrenzt. Und Ignoranz und Gleichgültigkeit sind Dinge, die ich überhaupt nicht ausstehen kann. Wahrscheinlich würde ich mich in einer großen Gruppe sowieso unbehaglich fühlen, ich bin eher ein Mensch, dem zwei-drei wirklich echte Freunde völlig ausreichen.

Wichtig in unserer Situation, denke ich, ist es nicht zu Hause zu sitzen, sondern rauszugehen und am Leben teilzunehmen - auch alleine, wenn es nicht anders geht. Aber es wäre toll, wenn sich einige Gleichgesinnte finden lassen, um etwas zu unternehmen. Vielleicht entwickelt sich dadurch die eine oder die andere Freundschaft

Viele Grüße von slapstick.

28.04.2013 00:11 • #3


Polarlicht
Hallo!

Puh ja, ich kenne das Problem auch und es macht mir extrem zu schaffen. Wünsche mir einfach mal Leute die da sind, die ich Freunde nennen kann und eben auch für Unternehmungen. Ich habe ansich überhaupt kein Problem damit, Menschen kennen zu lernen aber es führt irgendwie einfach nie weiter und oberflächliche Bekanntschaften muss ich gestehen, reichen mir dann doch nicht aus weil ich mich dann einfach oft so fühle, als würde man mich nicht meiner selbst wegen mögen.
Wenn DU magst, meld Dich einfach mal.

Gruß

17.05.2013 20:42 • #4


hiiiii,

das Problem kenne ich auch zu gut. Bedingt durch meine soziale Phobie, habe auch ich es schwer, den Anschluss zu finden. Einen Freundeskreis habe ich auch nicht, und ich bin schon 26.
Bekannte habe ich, 2 gute Freunde auch, mit denen ich mich sehr unregelmäßig treffe. Aber diese Leute haben einen Freundeskreis, ich allerdings nicht.
Diese zwei Freunde kenne ich erst seit wenigen Jahren. Sie beide haben einen Freundeskreis, da sie die Leute darin schon seit Kindesalter kennen.

Irgendwie habe ich im Leben viel verpasst. Je älter man wird, desto schwieriger wird es, einen Freundeskreis aufzubauen.

Ich fühle mich tagtäglich einsam..... Ich weiß echt nicht, was ich machen soll...........

Naja, anscheinend geht es vielen so. Aber Lösung zum Problem finden? Hm?

06.06.2013 18:29 • #5


Dubist
Ich war immer alleine, ausser früher, da musste ich egal wie mitziehen, egal wie gross die Angst war.
Ich hatte ziemlich viele angeberische Freundinnen, wo ich eher Anhängsel wie Anführer war.
Irgendwann wo die Schule zuende war rutschte ich in tiefe Isolation, ich war unendlich alleine und einsam.
Brieffreunde trösteten ein wenig, doch sie lebten anders als ich.
Was war die Ursache, ich weiss es nicht!
vielleicht die kernfamilie, auslöser?
für MaNGEL AN RÜCKENDECKUNG?

Irgendwann traf ich dann meine Beziehung.

06.06.2013 20:54 • #6




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