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LonelyTraveler
Hallo zusammen,

Ich heiße Janusz, bin 34, wohne in Wuppertal und fühle mich dort extrem einsam.

Dieses Gefühl der Einsamkeit begleitet mich schon seit meiner Jugend. Ich hatte nie wirklich das Gefühl, irgendwo dazuzugehören, war stets der Außenseiter und musste früh lernen, mit mir alleine zu Recht zu kommen. Ein Grund dafür waren und sind sicherlich meine Behinderungen. Eine davon schleppe ich bereits seit meiner Geburt mit mir herum. Ich leide an Spastik, wodurch ich beim Gehen mein linkes Bein leicht hinterherziehe, dadurch weder Auto- noch Fahrradfahren und auch keine langen Fußmärsche machen kann, da ich irgendwann starke Schmerzen bekomme. Das hatte zufolge, dass ich während meiner Schulzeit massiv gemobbt wurde und als Außenseiter entsprechend keine Freunde fand.

Einige Zeit nach meiner Ausbildung wurde dann auch noch eine zweite Behinderung diagnostiziert, die seither mein Leben vollkommen bestimmt. Ich leide zusätzlich zur Spastik noch an einer Harnblasenfunktionsstörung. In Kurzform, ich habe häufigen Harndrang, der mich etwa alle 30 Minuten zur Toilette zwingt.
Das ist nicht nur furchtbar unangenehm, es ist vor allem in Kombination mit meiner anderen Erkrankung ein regelrechter sozialer Killer. Ich kann dadurch nämlich nicht mehr wirklich viele Aktivitäten betreiben. Konzertbesuche, ein Picknick im Park oder mal eben zum See fahren, alles unmöglich. Vom Verreisen fange ich gar nicht erst an. Selbst ein einfacher Kinobesuch gestaltet sich schwierig, da ich meist keinen Film ohne mindestens eine Pause durchgucken kann. Spontanität ist sogar völlig unmöglich geworden. Jeder Gang nach Draußen muss strengstens geplant werden. Und sei es nur mal eben Lebensmittel einkaufen.
Was die ganze Erkrankung für mich aber besonders schwer macht, ist dieses völlige Alleinsein damit. Wer kennt schon Jemanden, der an sowas leidet oder kann sich darein versetzen?
Versucht einfach nur mal diese Situation auf euer Leben zu übertragen und überlegt, wie einschränkend das für euch wäre. Doch es ist eben kaum vorstellbar, wenn man nicht selbst betroffen ist. Von den meisten Menschen wird es sogar als Lappalie abgetan, schließlich gäbe es doch überall irgendwelche Toiletten. Was aber quatsch ist. Wie oft funktionieren die Toiletten z.B. alleine in Zügen nicht.
Ich fühle mich mit diesen Erkrankungen einfach so unglaublich nutz- und wertlos. Fast wie ein Mensch zweiter Klasse.

Seither beschränken sich meine Kontakte auf Online-Freunde, die alle weit verstreut in Deutschland wohnen, mit denen ich immer mal wieder schreibe und telefoniere. Doch ihr wisst das sicher selber, das ist nicht dasselbe, wie Jemanden direkt vor Ort zu haben, der dich auch mal in dem Arm nehmen kann, wenn es dir schlecht geht. Zumal der wichtigste Kontakt, den ich lange Zeit hatte, meine jüngere Schwester, letztes Jahr mit meinem kleinen Neffen zusammen ausgewandert ist. Sie stand mir jahrelang bei. Jetzt habe ich Niemanden mehr und hocke täglich nur Zuhause (auch schon vor Corona) und führe ein langweiliges, tristes Leben.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich auch noch nie eine Freundin/Beziehung hatte und meine Selbstzweifel dadurch natürlich immer mehr wachsen und mein Selbstvertrauen quasi gar nicht existiert. Ich denke mir jedes Mal, welche Frau will schon mit einem Schwerbehinderten und unerfahrenen Typen zusammen sein.

Da ich ein sehr reflektierter Mensch bin, habe ich reichlich Selbstanalyse betrieben und nach den Ursachen für meine Einsamkeit und das Desinteresse der Frauen an mir gesucht. Ein großer Teil hängt sicher mit meinen Behinderungen zusammen. Sie isolieren mich stellenweise von der Außenwelt. Es lag aber sicher auch u.a. daran, dass ich früher eben zu schüchtern und introvertiert war.

Ich war in den letzten Jahren jedoch auch nicht untätig und warte nicht nur darauf, dass vielleicht irgendwas passiert. Denn das tut es definitiv nicht von selbst. Zunächst habe ich stark an mir selbst gearbeitet. Ich habe meine Introvertiertheit und Schüchternheit früherer Tage abgelegt und wurde viel offener. Ich habe gelernt, meine Behinderungen zu akzeptieren, mich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und das Beste daraus zu machen. Daher fällt es mir auch nicht mehr schwer, über meine Situation zu sprechen und mich euch hier mitzuteilen. Diese Veränderungen brachten mir u.a. nach siebenjähriger Arbeitslosigkeit meinen derzeitigen unbefristeten Job ein.
Dort habe ich zwar echt nette Arbeitskollegen, mit denen ich super zurechtkomme, aber sie sind alle deutlich älter als ich und wir haben überhaupt keine Bezugspunkte zueinander. Mehr als oberflächlichen Smalltalk, den ich übrigens überhaupt nicht mag, ist mit ihnen nicht drin. Alle gleichaltrigen Kollegen aus anderen Abteilungen haben ebenfalls kein echtes Interesse daran, über Smalltalk bei mir hinaus zu gehen. Dabei bin ich ein sehr offener, kommunikativer Typ, der von sich aus das Gespräch und den Kontakt sucht. Bislang eben ohne Erfolg. Dennoch nutze ich nach wie vor jede Möglichkeit, irgendwie rauszukommen (Betriebsausflüge oder Weihnachtsfeiern), nur um dabei zu sein und dazu zu gehören. Ich bin auch nach wie vor in der Lage, zu schwimmen, in Bars, Cafés, Restaurants oder ins Kino zu gehen. Doch so ganz alleine macht es für mich eben wenig Sinn.

Warum schreibe ich das Alles hier?
Nun, weil ich im echten Leben eben nur zutiefst unwahrscheinlich neue Bekanntschaften finden werde und hier ja nichts zu verlieren habe. Daher suche ich Bekanntschaften, mit denen ich nicht nur meine Freizeit verbringe oder mich hier online austausche, sondern im besten Fall natürlich eine Freundschaft/Beziehung aufbauen kann.

Wie ticke ich?

Ich halte mich für durchaus tiefgründig, bin ein nachdenklicher, reflektierter, melancholischer und verträumter Mensch, der fast ununterbrochen im Gedanken ist und gerne seine Umwelt beobachtet. Ich verabscheue Oberflächlichkeit und mag authentische Menschen, egal wie sehr sie auch von der Norm abweichen. Ich mag keine Gesellschaftlichen Konventionen und finde nichts schlimmer als hohle Phrasen, wie z.B. dieses typische na, wie gehts? im Vorbeilaufen, dessen Antwort die Menschen zu 99% ohnehin nicht interessiert.
Auch wenn ich lieber zuhöre als zu reden, kann ich ebenso stundenlang quatschen, wenn das Thema passt. Dabei bin ich sehr direkt und keineswegs konfliktscheu. Wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich das auch. Kommunikation ist für mich das Fundament jeder menschlichen Beziehung.
Entsprechend gehöre ich nicht zu den Menschen, bei denen Dinge unter der Oberfläche brodeln oder bin jemand, der lästert. Außerdem bin ich wirklich sehr verständnisvoll und versuche mich immer in meine gegenüber hineinzuversetzen. Ich handle entsprechend eher rational als emotional. Dennoch stehe ich zu meinen Gefühlen und weine auch, wenn mir danach ist.
Ich liebe schwarzen, makaberen Humor, kann aber eigentlich über alles lachen, wenn es witzig ist.
Geld und Status bedeuten mir bei meinen Mitmenschen nichts. Für mich zählt ausschließlich die Persönlichkeit.

Was mache ich gerne in meiner Freizeit?

Im Laufe meiner Einsamkeit habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und eine echte Leidenschaft für das Medium Film entwickelt. Dabei konsumiere ich Filme und Serien nicht bloß, sondern tauche im besten Fall komplett in deren Welten ein und setze mich anschließend mit deren Inhalt auseinander. Denn gerade Filme lösen oftmals Gefühle in mir aus, wie ich sie im realen Leben kaum fühle.
Ich bin hierbei keinem Genre abgetan und schaue von der Stummfilm-Ära, über Animes, modernen Blockbustern und RomComs bis hin zu Arthouse- oder experimentellen Filmen wirklich alles.

Außerdem liebe ich Video- und Gesellschaftsspiele, die ich seit meiner Kindheit zocke.
Normalerweise spiele ich noch unheimlich gerne Bowling, Minigolf oder gehe gerne schwimmen. Doch alleine machts ja nur halb so viel Spaß. Vielleicht ändert sich das in Zukunft ja.

23.08.2020 16:19 • 07.10.2020 x 2 #1


20 Antworten ↓


Flame
https://www.handicap-love.de/

Es gibt wie Du vermutlich weisst Partnerbörsen für leicht oder auch schwerer behinderte Menschen,siehe Link oben.
Und es gibt auch Frauen ohne Behinderung,die sich einen behinderten Partner vorstellen können (war selbst 1,5 Jahre mit einem Rollstuhlfahrer zusammen).

Denke,Deine grösste Behinderung ist die im Kopf (geringes Selbstwertgefühl),mit einer passenden Partnerin kann man das relativ leicht überwinden.

23.08.2020 17:09 • x 5 #2



Einsam durch Behinderung

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Yannick
Zitat von Flame:
Denke,Deine grösste Behinderung ist die im Kopf (geringes Selbstwertgefühl),mit einer passenden Partnerin kann man das relativ leicht überwinden.

Mit den "passenden" Menschen bzw. sogar Partner kann man alles schaffen. Davon träumen sicher die meisten. Nur die Realität sieht leider ganz anders aus. Nicht allen ist es vergönnt einen solchen Menschen zu treffen. Da kann man eben nur versuchen, sich alleine durchzuschlagen. Entweder bis jemand kommt oder bis es irgendwann vorbei ist. Solange gibt es hoffentlich ein paar Höhepunkte im Leben. Aber es wird eben auch sehr oft sehr dunkle Tage geben ebenfalls.

23.08.2020 17:21 • x 2 #3


Das mit den Toilettengängen liegt vllt. an deiner depressiven Phase. Ich hatte nämlich vor kurzem erst dieses Problem und das für 3 Jahre. Ärzte haben nichts gefunden, also lag es wohl an dem psychischen Teil. Erst wo ich angefangen habe, mich selbst zu lieben, nur auf mich zu achten und die ,,Einsamkeit" zu akzeptieren, bekomme ich dieses Problem langsam in den Griff. Vergiss deine Mitmenschen und fokussiere dich auf dich selbst, als ob du der einzige wandernde Mensch bist. Zwar hart und viele würden es für naiv halten, weil es bessere Lösungen geben würde, aber für mich nicht.

23.08.2020 17:24 • #4


Flame
Klar gibt es auch die dunklen Tage aber die haben wir alle,speziell,wenn man psychisch belastet ist.
Die dürfen auch da sein,solange man nicht grundsätzlich verlernt,das Leben wertzuschätzen und das ist auch eine Sache der Einstellung.

Im Behindertenforum wäre unser Themenersteller wahrscheinlich noch der "am wenigsten Behinderte"...
Und wieviele Menschen sind auch ohne Körperbehinderung "behindert",weil sie beziehungsunfähig sind,unfähig zu vertrauen zum Beispiel.
Es ist alles relativ.

Mein EX (der Rollifahrer) hatte immer genug Frauen ,er war nie lange alleine!
Manchmal hatte er sogar mehrere Interessentinnen gleichzeitig und sogar während unserer Beziehung gab es welche,die ihn gerne gehabt hätten.
Er ist aber schlau und weiss,dass Frauen sehr soziale und hilfsbereite Menschen sind und das ist sogar ein Vorteil gegenüber nicht behinderten!
Zu ihm kommen die Frauen angesprungen um ihm zu "helfen" und dann merkten sie schnell,dass er menschlich viel zu bieten hat und die Behinderung gerät dann zeitnah in den Hintergrund.

23.08.2020 17:28 • x 1 #5


LonelyTraveler
Zitat von Flame:
Denke,Deine grösste Behinderung ist die im Kopf (geringes Selbstwertgefühl),mit einer passenden Partnerin kann man das relativ leicht überwinden.


Ich stimme dir voll zu. Doch das Problem liegt ja darin, eine passende Partnerin zu finden.
Natürlich ist das auch zum Teil Kopfsache. Das spielt bei mir mit ein. Ich habe ja geschrieben, dass ich mich oft minderwertig fühle und wenig Selbstvertrauen besitze. Allerdings bin ich dennoch mit mir im Reinen und mag mich mittlerweile wie ich bin. Von Außen sehen mir die Leute meine Behinderung und meine Selbstwertzweifel auch kaum an. Problematisch ist halt, dass ich kaum rauskomme. Und es ist ja nicht so, dass ich auch online nicht selbst tätig war. Ich habe mich bei einigen Datingportalen angemeldet, auch bezahlt für längere Zeit. Jedoch ohne irgendeinen Erfolg.

Zitat:
Das mit den Toilettengängen liegt vllt. an deiner depressiven Phase. Ich hatte nämlich vor kurzem erst dieses Problem und das für 3 Jahre. Ärzte haben nichts gefunden, also lag es wohl an dem psychischen Teil. Erst wo ich angefangen habe, mich selbst zu lieben, nur auf mich zu achten und die ,,Einsamkeit" zu akzeptieren, bekomme ich dieses Problem langsam in den Griff. Vergiss deine Mitmenschen und fokussiere dich auf dich selbst, als ob du der einzige wandernde Mensch bist. Zwar hart und viele würden es für naiv halten, weil es bessere Lösungen geben würde, aber für mich nicht.


Anscheinend hast du meinen Text nicht richtig gelesen. Ich war jahrelang in ärztlicher Behandlung und meine Krankheit wurde auch diagnostiziert, wie ich schrieb. Zudem war ich tatsächlich noch nie depressiv. In den letzten Jahren habe ich quasi nichts anderes gemacht, als mich auf mich selbst fokussiert. Ich weiß haargenau wer ich bin und was ich will. Ich habe meine Lage analysiert, akzeptiert und an vielen Dingen gearbeitet, die mich an mir störten. Jetzt mag ich mich und bin mit mir im Reinen.
Wenn es für dich ein heilendes Mittel war, beglückwünsche ich dich. Ich dagegen habe eher die Nase voll vom Alleinsein.

23.08.2020 17:41 • x 2 #6


Annalehna
Hallo ich grüße dich herzlich
Es freut mich,dass du mit dir und deinem Leben in Einklang bist oder im reinen, klar ist es für dich alles viel schwieriger und ich finde es toll das du nicht aufgibst ...denn das ist nie eine Option und gilt für alle Menschen.
Das mit dem onlineportal wo ebenfalls behinderte Menschen unterwegs sind finde ich eine gute Möglichkeit aber da kann ich nicht viel zu sagen und außerdem ist es ja auch deine Entscheidung ob dies eine Möglichkeit für dich ist?
Einsamkeit ist immer eine traurige Angelegenheit, hier in diesem Forum sind auch viele Menschen aus verschiedenen Gründen einsam.
Dich hat es arg getroffen und ich versuche mir vorzustellen was dies mit einem Menschen alles macht,es ist nicht einfach sich das alles vorzustellen und sich in dich hineinzuversetzen.
Versuche es trotzdem weiter vielleicht auch auf diesem onlineportal ,vielleicht findet sich zunächst mal ein netter Kontakt zu einer Frau die es zu schätzen weiß,wie schwierig deine Situation ist und gerne mit dir in Verbindung tritt.

Wünschen tue ich es dir von Herzen, liebe Grüße

23.08.2020 18:14 • x 3 #7


Einsamkeit
Ganz kurz muss ich auch meinen Senf dazu geben, denn ich finde deinen Text total toll und wünsche dir von Herzen wenigstens einen Menschen, der gerne seine Zeit mit dir im echten Leben verbringt. Du bist ein sehr reflektierter Mensch und hast tolle Ansichten!

23.08.2020 21:39 • x 4 #8


Yannick
Zitat von LonelyTraveler:
Ich weiß haargenau wer ich bin und was ich will. Ich habe meine Lage analysiert, akzeptiert und an vielen Dingen gearbeitet, die mich an mir störten. Jetzt mag ich mich und bin mit mir im Reinen.
Wenn es für dich ein heilendes Mittel war, beglückwünsche ich dich. Ich dagegen habe eher die Nase voll vom Alleinsein.

Hallo LonelyTraveler,
Herzlich willkommen hier bei "uns"!
Ich kann das nachvollziehen, dass man das mit dem "du musst dich erst selbst lieben, um geliebt zu werden" irgendwann nicht mehr hören kann. Als ob dass das Allheilmittel wäre. Eigentlich ist es einfach nur "Schwachsinn" und eher Platitude von Menschen, denen sonst nix einfällt, die aber irgendwas sagen möchten. Dass es nun sogar noch körperliche Dinge verändern soll... ne ne...

Ich kenne welche, die nicht viel auf sich geben und trotzdem jemanden haben. Braucht man sich auch nur im Forum umschauen. Da liebt sich auch nicht jeder und in den Profilen steht dann trotzdem verheiratet oder in Beziehung.
So gesehen bist du da schon sehr viel weiter und das ist doch toll!

Leider ist das Leben nun mal für manche Menschen eine Suche nach Nadeln in einem Heuhaufen. Anderen fliegen die Menschen nur so zu. Auch viele andere Dinge fallen dem einen schwer, dem anderen leicht.
Mit "Behinderungen", also mit körperlichen Abweichungen abseits der ach so tollen "Norm" ist es nun mal schwer in einer Welt, die sich sehr über Hochglanz-Medien oder Instagram definiert.
Und trotzdem war es wohl früher nicht viel anders... auch da gab es welche, die haben wen gefunden, andere waren immer allein, wurden gemobbt, nur dass es früher noch "hänseln" hieß...

Ich glaube, der einzige Weg ist die Akzeptanz. Akzeptiere das Leben wie es ist. Das soll nicht heißen, dass man aufgibt und es nicht immer wieder versucht, auch in Bereichen, wo es nicht klappt, z.B. Partner-oder Freundessuche.
Aber deine, meine, unsere Energie ist begrenzt und wir sollten überlegen wie wir sie nutzen!

Ich habe auch eine "Behinderung"/Erkrankung, welche die Partnersuche aus meiner Sicht sehr erschwert. Ich bin auch oft traurig, dass es so gekommen ist. Ich sage mir eben oft, dass es nun mal ist wie es ist. Aber es gibt eben auch viel schlimmere Erkrankungen. Wobei ich deine jetzt keinesfalls bewerten will, das musst du selbst.
Mein Leben hat mir (bislang) zumindest andere Dinge ermöglicht. Für das meiste musste ich mehr kämpfen als andere.
Auch das ist nicht selbstverständlich, dass es so bleibt.
Also genieße ich es, solange es so ist. Niemand weiß was kommt!

Ebenfalls alleinreisend, grüße ich dich und wünsche dir alles Gute aus der Ferne!

23.08.2020 21:50 • x 3 #9


LonelyTraveler
Zitat von Annalehna:
Hallo ich grüße dich herzlich Es freut mich,dass du mit dir und deinem Leben in Einklang bist oder im reinen, klar ist es für dich alles viel schwieriger und ich finde es toll das du nicht aufgibst ...denn das ist nie eine Option und gilt für alle Menschen. Das mit dem onlineportal wo ebenfalls behinderte Menschen unterwegs sind finde ich eine gute Möglichkeit aber da kann ich nicht viel zu sagen und außerdem ist es ja auch deine Entscheidung ob dies eine Möglichkeit für dich ist?Einsamkeit ist immer eine traurige Angelegenheit, hier in diesem Forum sind auch viele Menschen aus verschiedenen Gründen einsam.Dich hat es arg getroffen und ich versuche mir vorzustellen was dies mit einem Menschen alles macht,es ist nicht einfach sich das alles vorzustellen und sich in dich hineinzuversetzen. Versuche es trotzdem weiter vielleicht auch auf diesem onlineportal ,vielleicht findet sich zunächst mal ein netter Kontakt zu einer Frau die es zu schätzen weiß,wie schwierig deine Situation ist und gerne mit dir in Verbindung tritt.Wünschen tue ich es dir von Herzen, liebe Grüße


Erstmal danke, für deine netten Worte
So ein Onlineportal ist auf jeden Fall etwas für mich. Gerade Online ist es für mich ja einfacher, mit Leuten in Kontakt zu treten. Ich werde auch nicht die Hoffnung aufgeben und es immer weiterversuchen!

Zitat von Einsamkeit:
Ganz kurz muss ich auch meinen Senf dazu geben, denn ich finde deinen Text total toll und wünsche dir von Herzen wenigstens einen Menschen, der gerne seine Zeit mit dir im echten Leben verbringt. Du bist ein sehr reflektierter Mensch und hast tolle Ansichten!


Danke auch dir für die lieben Worte

Zitat:
Ich kann das nachvollziehen, dass man das mit dem "du musst dich erst selbst lieben, um geliebt zu werden" irgendwann nicht mehr hören kann. Als ob dass das Allheilmittel wäre. Eigentlich ist es einfach nur "Schwachsinn" und eher Platitude von Menschen, denen sonst nix einfällt, die aber irgendwas sagen möchten. Dass es nun sogar noch körperliche Dinge verändern soll... ne ne... Ich kenne welche, die nicht viel auf sich geben und trotzdem jemanden haben. Braucht man sich auch nur im Forum umschauen. Da liebt sich auch nicht jeder und in den Profilen steht dann trotzdem verheiratet oder in Beziehung.
So gesehen bist du da schon sehr viel weiter und das ist doch toll!


Hallo Yannick.
Als Schwachsinn würde ich es nicht bezeichnen. Wenn man sich mag und mit sich im Reinen ist, dann strahlt das auch nach Außen aus. Die Menschen sehen ja, ob eine Person selbstbewusst oder deprimiert ist. In der regel wird die selbstbewusste Person nun mal viel eher angesprochen, oder hat mehr Chancen, wenn sie selbst jemanden anspricht als die deprimierte. Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Da muss man im Einzelfall halt schauen, wie die Personen zu ihrem Glück gekommen sind.

Zitat:
Ich glaube, der einzige Weg ist die Akzeptanz. Akzeptiere das Leben wie es ist. Das soll nicht heißen, dass man aufgibt und es nicht immer wieder versucht, auch in Bereichen, wo es nicht klappt, z.B. Partner-oder Freundessuche.
Aber deine, meine, unsere Energie ist begrenzt und wir sollten überlegen wie wir sie nutzen!


Hier hast du meine vollste Zustimmung. Gerade für diesen Schritt habe ich sehr lange gebraucht. Dazwischen bin ich versunken in Selbsthass und Jammern. Ständig habe ich mir die frage gestellt, warum ausgerechnet ich das verdient habe und andere einen super Körper und zudem großes Talent in Irgendetwas haben. Aber das bringt dich eben nicht weiter, es hält dich nur auf. Das Leben ist nun mal super unfair zu den aller meisten Menschen. Die wenigen glücklichen Ausnahmen wissen ihr Glück dann meistens auch noch kaum zu schätzen. Aber wie du sagst, man muss seine Situation hinnehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Sonst wird man definitiv unglücklich.

Zitat:
Aber es gibt eben auch viel schlimmere Erkrankungen.

Bei diesem Satz habe ich mich früher sehr aufgeregt. Mein Vater hat mir das immer gesagt. Sei doch froh, dass du laufen kannst, andere können das nicht. Ich verstehe schon, dass man froh sein soll, über das, was man kann und nicht dem hinterhertrauern soll, was man nicht kann. Aber auf der anderen Seite muss man jede Situation für sich beurteilen. Person A mag vielleicht körperlich in einer schlimmeren Situation sein, hat aber eventuell ein besseres Umfeld, wodurch sie letztlich glücklicher ist als Person B. Auch wenn es letztlich sehr vielen Menschen schlechter als mir geht, ist die überwältigende Mehrheit dann doch besser dran. Stichwort Unfairness.

Zitat:
Ebenfalls alleinreisend, grüße ich dich und wünsche dir alles Gute aus der Ferne!


Wünsche ich dir ebenfalls, Yannick.

27.08.2020 07:54 • x 1 #10


LissyintheSky
Hallo Janusz,

ich habe eben deinen Thread hier entdeckt und mich sehr angesprochen gefühlt.
Ich heiße Svenja, bin auch 34 Jahre alt und wohne in Essen.

Mein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Jahren sehr verschlechtert. Vor allem leide ich an Fibromyalgie, chronische Polyarthrits und Asthma, weshalb ich einfach nicht mehr so viel unternehmen kann wie früher.
Das stieß leider nicht immer auf Verständnis meiner, teils ehemaligen, Freunde.

Vor ungefähr 4 Jahren kam noch ein sehr schwerer Schicksalsschlag hinzu, was alles dazu führte, dass ich mich immer weiter zurückzog.
Auch habe ich schon seit sehr vielen Jahren Depressionen, die sich mit der Zeit extrem verstärkt haben, hinzu kamen Angststörungen.
Heute frage ich mich, wie es so weit kommen konnte.
Ich bin zwar auch gern mal einen Tag alleine, aber generell ein sehr sozialer, geselliger und kommunikativer Mensch, der einfach sehr ungern einsam ist.
Das ist auch der Grund, warum ich dir schreibe. Dir scheint es ja sehr ähnlich zu gehen.
Zudem kommt, dass ich auch Video- sowie Gesellschaftsspiele liebe, ein Film- und Serienjunkie bin und Bowling sowie Minigolf gerne spiele.
Nur Schwimmen ist nicht so mein Ding.
So viel erstmal dazu =)

Aber ganz nebenbei noch:
Dein Problem mit den ständigen Toilettengängen kann ich sehr gut nachvollziehen, mir geht es ähnlich, wenn wohl auch aus anderen Gründen.

Da du mir sehr symphatisch rüberkommst, was du so über dich geschrieben hast, würde ich mich freuen, etwas von dir zu hören.

Also wenn du Interesse an einer Freundschaft hast -oder auch nicht- melde dich doch mal bei mir : )

Liebe Grüße,
Svenja

31.08.2020 19:07 • x 2 #11


LonelyTraveler
Zitat von LissyintheSky:
Hallo Janusz,ich habe eben deinen Thread hier entdeckt und mich sehr angesprochen gefühlt.Ich heiße Svenja, bin auch 34 Jahre alt und wohne in Essen.


Hallo Svenja,

danke für deinen Beitrag. Ich schicke Dir die Tage eine PN.

01.09.2020 13:27 • #12


Moin Traveler,

erstmal möchte ich sagen, dass ich es relativ cool finde, wie offensiv du mit deinem Post trotz der Widrigkeiten in deinem Leben, nach vorne gehst.
Ich kann einiges davon nachvollziehen (auch wenn ich keine der von dir geschilderten körperlichen Einschränkungen habe) und weiß, wie viel Kraft einige Sachen kosten.

Wir sind ziemlich genau im selben Alter. und ich habe mich durch einige Erfahrungen sozial sehr zurückgezogen, was die Menschen mir erstmal nicht anmerken, da ich über die Jahre ein ziemlich guter Schauspieler geworden bin, wie ich denke.
Ich halte mich ebenfalls für jemanden, der sehr viel über sich selbst reflektiert, etc. möchte dir aber einen Rat mit auf den Weg geben.

Du schriebst in etwa, dass du Oberflächlichkeiten jeglicher Art ablehnst (sorry, wenn das nicht ganz stimmt, aber dein Text war sehr lang;) ).

Ich für meinen Teil denke manchmal daran, wie gut es mir bei einer Freundin in meiner Jugend tat, einfach nur zusammen zu sein und "rumzublödeln".

Ich kann mich nämlich mitlerweile teilweise selbst nicht mehr grübeln hören, wenn du verstehst was ich meine, und sehne mich manchmal nach unbeschwertem "oberflächlichem".

Du hast es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber oberflächlich ist mMn nicht = schlecht. Es kann auch sehr positiv sein.

05.09.2020 02:15 • #13


LonelyTraveler
Hallo Fels,

danke für das Lob. Freu mich immer sehr

Zitat:
Ich für meinen Teil denke manchmal daran, wie gut es mir bei einer Freundin in meiner Jugend tat, einfach nur zusammen zu sein und "rumzublödeln".
Ich kann mich nämlich mitlerweile teilweise selbst nicht mehr grübeln hören, wenn du verstehst was ich meine, und sehne mich manchmal nach unbeschwertem "oberflächlichem".
Du hast es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber oberflächlich ist mMn nicht = schlecht. Es kann auch sehr positiv sein.


Ich lehne nicht Oberflächlichkeiten jeder Art ab. Einfach mal rumgammeln und chillen, nur über Blödsinn reden und nicht groß nachdenken müssen, das brauche ich auch ab und zu, so ist es nicht. Es ist wie du sagst, unbeschwert. Ich kann mich nämlich auch oft selbst nicht mehr grübeln hören.
Was ich nicht ausstehen kann, sind dagegen oberflächlicher Smalltalk, den ich häufig mit fremden Personen führe bzw. generell Menschen, deren gesamtes Denken und Verhalten eher oberflächlich ausgerichtet ist.

05.09.2020 16:43 • #14


Zitat von LonelyTraveler:
Mein Vater hat mir das immer gesagt. Sei doch froh, dass du laufen kannst, andere können das nicht. Ich verstehe schon, dass man froh sein soll, über das, was man kann und nicht dem hinterhertrauern soll, was man nicht kann. Aber auf der anderen Seite muss man jede Situation für sich beurteilen. Person A mag vielleicht körperlich in einer schlimmeren Situation sein, hat aber eventuell ein besseres Umfeld, wodurch sie letztlich glücklicher ist als Person B. Auch wenn es letztlich sehr vielen Menschen schlechter als mir geht, ist die überwältigende Mehrheit dann doch besser dran. Stichwort Unfairness.


Da gebe )ich dir völlig Recht: nur aufgrund einer einzelnen Einschränkung Vergleiche mit anderen Betroffenen anzustellen, entspricht einer sehr einseitigen Betrachtung!

Ich erinnere mich an eine TV-Doku, in der eine junge Frau (Anfang 20) vorgestellt wurde, der beide Beine amputiert werden mussten. Sprachlos machte mich neben dem traurigen Schicksal aber auch die unverminderte Lebensfreude der Kranken. Woher kam die wohl? Gelang es der Frau, Kraft aus sich selbst zu schöpfen? Wohl kaum! Es gab fürsorgliche Eltern - und - einen jungen Mann, der seine Freundin mit der Behinderung genau so liebte wie zuvor.

Mit Sprüchen von der Sorte "Anderen geht es noch viel schlechter als dir" bin ich auch hinreichend "gesegnet" worden. Was der Sprecher vielleicht als Aufmunterung versteht, bewirkt beim anderen, sich ganz und gar nicht ernst genommen zu fühlen. Auf jeden Fall ist Leidensdruck immer subjektiv und berechtigt keinen Außenstehenden, diesbezüglich eine Bewertung vorzunehmen!

05.09.2020 17:55 • x 3 #15


Bärchen20
Hallo !

Ich komme auch aus NRW bzw. Nähe Köln.
Habe mit Schwerbehinderung, Ängste und Einsamkeit zu tun.
Wenn Ihr lust habt zu schreiben, telefonieren usw., ich würde mich sehr freuen !

29.09.2020 19:04 • #16


Hallo Janusz,
ich fühle mich seit meiner Kindheit auch ganz schön einsam. Seit einer seelischen Erkrankung hat es sich noch verstärkt. Trotz allem versuche ich immer, das Beste aus der Situation zu machen. Ich beschäftige mich, kümmere mich um meine liebe Katze. Interessiere mich für gesellschaftliche Fragen. Ich war mal eine Zeit lang mit einem Mann zusammen, der auch eine Spastik hatte. Und ich selber habe wegen einem Medikament eine Blasenschwäche. Daher kenne ich es ganz gut. Dein Name klingt polnisch, oder? Bist du schon lange hier im Forum? ich habe mich gerade angemeldet, weil ich neue Menschen kennen lernen möchte. Nun, ich wollte mich mal kurz melden. Habe einen schönen Feiertag! Tini

03.10.2020 15:12 • x 1 #17


MariaFonseca
Ich freue mich über die Art und Weise, wie du das alles zum Ausdruck bringst. Deine Aufrichtigkeit ist einfach herrlich. Ich würde dich gerne persönlich kennen lernen, aber es ist nicht möglich, weil ich in Rio de Janeiro/Brasilien (Freundschaft)

Dein Deutsch hat mich sprachlos gemacht. Du schreibst perfekt. Du bist nicht behindert, sondern die Menschen, die du als behindert betrachten. Wir alle haben unsere Fäulnis, Grenzen, Makel, Behinderungen (ohne Heuchelei).
Pass mal auf, die Frau, die bereit ist, dich wirklich kennen zu lernen, wird überrascht sein, denn du bist ein sehr netter Kerl.
Gib nicht auf, okay? Vergiss nicht, dass Gott dich über alles andere liebt, auch wenn du vielleicht darant nicht glaubst.

Von ganzem Herzen wünsche ich dir alles Gute.
Wärme Grüsse aus Brasilien.

PS. : Mein Deutsch ist erbärmlich! Ich gebe mein Bestes!

04.10.2020 07:01 • x 1 #18


LonelyTraveler
Zitat von MariaFonseca:
Ich freue mich über die Art und Weise, wie du das alles zum Ausdruck bringst. Deine Aufrichtigkeit ist einfach herrlich. Ich würde dich gerne persönlich kennen lernen, aber es ist nicht möglich, weil ich in Rio de Janeiro/Brasilien (Freundschaft)Dein Deutsch hat mich sprachlos gemacht. Du schreibst perfekt. Du bist nicht behindert, sondern die Menschen, die du als behindert betrachten. Wir alle haben unsere Fäulnis, Grenzen, Makel, Behinderungen (ohne Heuchelei).Pass mal auf, die Frau, die bereit ist, dich wirklich kennen zu lernen, wird überrascht sein, denn du bist ein sehr netter Kerl.Gib nicht auf, okay? Vergiss nicht, dass Gott dich über alles andere liebt, auch wenn du vielleicht darant nicht glaubst. Von ganzem Herzen wünsche ich dir alles Gute.Wärme Grüsse aus Brasilien.PS. : Mein Deutsch ist erbärmlich! Ich gebe mein Bestes!


Auch wenn mein Deutsch alles andere als perfekt ist, danke ich dir für deine sehr netten Worte

PS: So schlimm ist Deines gar nicht. Ich habe schon deutlich schlechteres Deutsch gelesen. Man weiß zumindest klar, was du ausdrücken möchtest

04.10.2020 15:13 • x 1 #19


By_myself
Hallo @LonelyTraveler ,

mein erster Gedanke ist gerade, dass die Chancen auf eine passende Beziehung wahrscheinlich mit zunehmendem Alter steigen werden.
Du hast Deine Lebensjahre (notgedrungen) mit weitaus mehr Gedanken und Reflexionen gefüllt als vergleichsweise andere in Deinem Alter, die ihre Zeit wohl mehr mit Freizeit/ Vergnügen und der Leichtigkeit des Seins verbracht haben. Du weißt genau was Du willst bzw. nicht willst. Ich bezweifle, dass die meisten Deiner Altersgenossen das schon so auszudrücken vermögen. Ein großer Vorteil also für Dich.
Junge Frauen haben eine Vorstellung von einer Partnerschaft/ von einem Partner - aber oft ist es die falsche, wie sich dann in der Praxis herausstellt. Sie müssen erst zu einer Erkenntnis kommen, was wirklich für sie wichtig ist. Und nach und nach wechseln dann auch die Prioritäten. Dann muss ein Mann nicht mehr aussehen wie George Clooney oder Geld wie Heu haben (das nur mal als blödes Beispiel). Irgendwann also ist frau dann auch mal auf der Suche nach den wahren Werten.
Ok,- vielleicht ist das gerade für Dich auch nur ein schwacher Trost. Ich weiß und habe verstanden, dass Du nicht länger warten willst
Kurzfristig gibt es da nur den Tipp, im Supermarkt einer interessanten Frau in die Hacken zu fahren oder Dich in ein nettes Café auf den Präsentierteller zu setzen.

Wenn ich zaubern könnte, würde ich Dir eine nette Frau per Express schicken

LG, By_myself

05.10.2020 08:08 • x 1 #20



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