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Hallo Leute,
durch einen Unfall bin ich seit meiner Kindheit auf einem Auge zu 90% sehbehindert. Außerdem ist dieses Auge viel kleiner als das gesunde.
Ich bin es gewohnt, dass man mich deshalb oft anstarrt, dann wieder wegschaut, um dann nochmals verstohlen zu "glotzen." Manchmal fallen auch kränkende und spöttische Bemerkungen von Kindern. Darunter habe ich als Kind schon immer sehr gelitten, aber mit niemanden darüber gesprochen.
Obwohl ich mir immer wieder sage und suggeriere, dass auch dieser Part zu mir gehört, den ich akzeptiere und lieb gewonnen habe, bin ich doch immer noch sehr unsicher, angespannt und verletzbar in diesen Situationen. Es steckt so tief in mir, dass ich immer noch glaube, besonders nett sein zu müssen, um mitzuhalten und zugehörig zu sein. Ich kann gar nicht verstehen, dass man mich trotzdem mag und meine Nähe aufsucht (bei diesem irritierenden Blick). Vielleicht kommen die Anderen besser damit zurecht, als ich selbst? Wer weiß?

Gruß
Rosenresli

10.06.2013 10:20 • 29.10.2017 #1


22 Antworten ↓


Juris
Hallo,

ich möchte dazu mal meine Gedanken äußern, obgleich ich deine Situation selbst nicht erlebe. Bzgl. des "Glotzens" kann ich sehr gut verstehen, dass du dich davon verärgert fühlst. Ich denke aber, dass die meisten Menschen das nicht böse meinen. Sie sind sicherlich einfach bloß neugierig. Wer hätte schon den Mut dich direkt darauf anzusprechen um so ein Verständnis für deine Situation zu erlangen? Dass dies natürlich auf deine Kosten geschieht ist schlimm genug.

Auch dass zum Teil Kinder dich in deiner Not verspotten liegt sicherlich daran, dass sie keinen Bezug zu solchen Einschränkungen haben. Auch wenn es etwas träumerisch klingt, denke ich, dass ein Großteil der spöttischen Kinder es nicht böse meint. Sie haben eben nur keine andere Möglichkeit ihren Verwunderungen Ausdruck zu verleihen. Vielleicht hilft es dir in deiner Not, wenn du die Situation von außen betrachtet und dich fragst, wie würdest du dich selbst sehen und welche Fragen würdest du dir über dich in dieser Situation stellen. Zudem kann man nicht von allen Menschen Rücksicht erwarten, denn Menschen sind Individuen.

Kopf hoch!

Liebe Grüße

10.06.2013 10:37 • #2


Hallo Juris,
im Grunde genommen sehe ich es genau so wie du. Die neugierigen Blicke sind nicht primär mein Problem, sondern ich selbst. Ich fühle mich minderwertig und habe immer Angst, ausgegrenzt zu werden. Dieses Gefühl konnte ich auch in einer Psychotherapie nicht ablegen, denn es hat mich als verspottetes Kind traumatisiert.
Gute Frage deinerseits, wie ich mich selbst sehe? Ich glaube immer, dass es für Andere schwierig ist, mit meiner Behinderung zurecht zu kommen und dass ich besondere "Leistungen" bringen muss, um akzeptiert zu werden.
Aber das ist mein subjektives Gefühl. In meinem Bekanntenkreis habe ich schon mal öfters mein Problem angesprochen, aber man meinte immer, dass man mich so nimmt, wie ich bin und das wäre ok so für sie. Ich kann es leider nicht glauben, egal, wie sehr man mir das auch beteuert und bin sehr traurig, nicht verärgert, über die Situation.
Vielleicht liegt es auch daran, dass meine Mutter mich "so" nie richtig annehmen konnte.

Liebe Grüße
Rosenresli

11.06.2013 10:57 • #3


Ich kann dich verstehen und die Menschen, die so glotzen finde ich einfach nur schlimm. Man kann ja einmal gucken, so wie man jeden Menschen einmal anschauen würde. Aber dann mehrmals glotzen und dann noch was sagen, finde ich unter aller Kanone! Bei Kindern darfst du es dir nicht zu Herzen nehmen. Sie sind eben so direkt und offen. Meinen es aber gewiss niemals böse. Sie wissen ja nicht, was das ist und sie empfinden das noch nicht mal als schlimm oder anders. Sie sind einfach neugierig. Jedenfalls ganz kleine Kinder.
Das Problem könnte gut bei deiner Mutter liegen! Hier im Forum sind sehr viele Leute, die Probleme haben, die aus einem gestörten Verhältnis zur Mutter resultieren.
Ich kenne eine Frau, die zwei kleine Mädchen hat. Ich schätze, 6 und 3. Das kleine Mädchen hat ganz extrem schief stehende Augen und wird auch immer angegafft. Ich finde das so schlimm. Vor allem, weil das große Mädchen das ja nicht hat und das Kleine täglich daran erinnert wird. Aber so wie ich die Mutter empfinde, macht sie das gar nicht zum Thema. Schade, dass das bei deiner Mutter anders war.

Aber weißt du: Ich bin nicht "behindert" und wurde als Kind auch gehänselt. Ganz einfach deshalb, weil ich schwarze Haare und einen ausländischen Namen habe. Das war wohl das Gerde der Eltern. Einfach gemein. Mein Vater ist Türke und in einem kleinen katholischen Kaff war das in den 80ern noch eine "Sensation".

11.06.2013 11:17 • #4


Am "Besten" fand ich aber, dass die eine Mutter, die immer so besserwisserisch zu mir war nun Oma wurde. Der Schwiegersohn ist Türke. Ähem... Na sowas. Daher sollte man sich immer vor Augen führen, dass einem auch alles "passieren" kann.

11.06.2013 11:19 • #5


Ich bin auch gewohnt, dass man mich anstarrt ich habe sprachbehinderung und speichen fluss darum sabbere ich.Und laufe nur noch mit 5 zähne rum. wie ihr euch wohl vorstellen könnt mich starren auch alle an. ist halt so . kann man nichts machen.

27.06.2013 23:01 • #6


guten morgen ....ich kann dich sehr gut verstehen , denn durch meine arthrose ( beidseitig in der hüfte ) humpel ich ganz schlimm beim gehen . nun kannst du dir vorstellen , wie mich die leute anstarren . eigentlich sollte ich langsam drann gewöhnt sein , denn ich hab das schon etliche jahre . aber unangenem ist es mir immer noch ...

28.06.2013 05:08 • #7


Ich reihe mich mal hier ein.

Seit einem Unfall 1994 habe ich eine Hüftkopfnekrose, die man nicht operieren kann. Ich hinke auch mit dem rechten Bein. Am Schlimmsten ist es, wenn ich anlaufe. Schmerzen ohne Ende oft, von der Fehlhaltung auch im Rücken und Nacken.

Auch mich stieren die Leute an. Ich trage keine kürzeren Röcke und Shorts in der Öffentlichkeit, weil mein rechtes Bein offensichtlich viel dünner ist. Ich merke, wie ich angestarrt werde. Auch hinter dem Rücken. Oft dauert es lange, bis ich mich hinsetzen kann, es geht sehr langsam, meistens eine Quälerei und das sehen andere auch.

Ich habe mich jahrelang geschämt. draußen herumzulaufen, mich zu zeigen. Bis mein jetziger Lebensgefährte auftauchte, er meinte nur, es wäre ihm schei*egal, so könnte es mir auch egal sein, ob jemand starrt. Die sollten alle froh sein, das sie keinen Unfall hatten, es könnte jeden treffen.

Mit diesem Mann bin ich dann wieder `rausgegangen. Wir halten immer Händchen, dann fällt mir das Laufen leichter.

Seit dem gehe ich `raus, aber die Blicke merke ich dennoch. Und dazu noch die Angsterkrankung... Das leben ist so schön... *zynisch*..

28.06.2013 08:26 • #8


ins schwimmbad gehen ist für mich der reinste horror . durch meine hüft OP , habe ich an der seite meines linken beines , eine lange und dicke narbe . ich halte diese anstarren , dann nicht aus . ich war schon jahre nicht mehr im schwimmbad , dabei schwimme ich recht gerne .

28.06.2013 09:03 • #9


Liebes zimtsternchen,

Du kannst auch lernen, d`rüber zu stehen. Ich habe es auch gelernt. Im Urlaub bin ich im Bikini am Strand und am Pool herumgelaufen, besser herum"gehinkt" mit meinem zu dünnen, zu kurzen Bein. Einige Leute haben mich nett angesprochen, andere gegafft. Und? Das Wasser war einfach herrlich....

28.06.2013 09:11 • x 1 #10


recht hast du ja schon . es ist halt ne große überwindung . ich wurde mit 12 jahren an der operiert , was nun schon 20 jahre her ist . als tenager war das schlimm , da wurde ich von den jungs auch oft gehänselt .

28.06.2013 09:15 • x 1 #11


Schlaflose
Ich finde, keine Behinderung kann so furchtbar anzusehen sein wie jemand, der sich seinen Körper mit Piercings und Tattoos verunstaltet. Und es gibt so viele Leute, die auf diese Weise mit Absicht bewirken, dass man sie angafft und anstarrt. Im Vergleich dazu ist ein Hinken oder eine Narbe nahezu unauffällig.
Ich sehe im Schwimmbad immer eine Frau, deren ganzer Körper mit Brandnarben überzogen ist. Die kommt trotzdem regelmäßig und schwimmt ihre Bahnen. Sicher schaut man da beim ersten Mal hin, ich denke es wäre eher unnatürlich, wenn man das nicht täte, aber dann ist es OK.
Meine Frauenärztin hinkt auch, sie hat unterschiedlich lange Beine und trägt einen Schuh mit einem stark erhöhten Absatz, aber sie wirkt nicht so, als hätte sie deswegen ein mangelndes Selbstwertgefühl.

28.06.2013 15:24 • #12


Hey, ich kenne das Problem aber auch sehr gut.

Ich bin selbst seit meiner Geburt körperbehindert (bin jetzt über 30) - meine Beine sind nicht voll ausgebildet und darum benötige ich immer zwei Beinprothesen und den Rollstuhl. Und natürlich sieht man es mir - auch wenn ich nicht im Rollstuhl sitze sonder z.B. auf irgendeinem Stuhl - an, dass etwas mit meinen Beinen nicht stimmt, denn die Prothesen formen sich eben mit ihren Ecken und Kanten an der Hose ab.

Wenn ich unterwegs bin, werde ich grundsätzlich immer angestarrt. Ich kann nicht ein einziges Mal vor die Tür gehen, ohne dass mir das passieren würde - daran werde ich mich auch nie gewöhnen können, da sehe ich für mich keine Chance. Denn für mich steht absolut fest, dass ich eben kein "normaler" Mensch bin. Natürlich kann man nun - wieder mal - anfangen zu streiten, was denn eigentlich "normal" ist, aber ich habe absolut keine Lust mich ständig mit wildfremden Menschen wieder und wieder aufs neue darüber zu unterhalten.

Ich bin anderst und das bekomme ich auch regelmäßig, wortlos, von den Mitmenschen zu verstehen. Wortlos bekommt dabei auch einen ganz besonderen Stellenwert, denn so "viel" wie die Leute glotzen, so "wenig" sprechen sie mich an. Mir persönlich ist es viel lieber, wenn die Leute mit mir reden, als dass sie mich nur "dumm anglotzen". Wenn ich den Leuten erklären kann, was los ist, dann sehen sie mich mit anderen Augen.

Früher als Kind wars natürlich sehr schlimm, besonders, weil man als Kind dem nicht viel bis gar nichts entgegenzusetzen hat - zumindest erging es mir so.
Kinder können grausam sein, besonders, wenn man selbst noch Kind ist.

Bei Kindern ist es mir heute egal - bei denen denke ich mir immer, die wissen es eben noch nicht besser ABER denen könnte man es noch beibringen, wenn man nur will - und hier sehe ich dann insgeheim wieder die Eltern in der Pflicht. Wenn ich mit dem Rollstuhl an Kindern vorbei fahre und diese dann aufgeregt mit dem Finger auf mich zeigen und ihre Eltern lautstark fragen, was der Mann da macht oder hat, dann ist das natürlich kein schönes Gefühl, aber ich habe die Hoffnung, dass die Kinder es von ihren Eltern beigebracht bekommen und dafür sensibelisiert werden.

Bei Erwachsenen verstehe ich natürlich auch, dass der "Glotzeffekt" vorhanden ist - man muss halt hinsehen, auch wenn man es eigentlich gar nicht will, ich ertappe mich dabei auch manchmal, aber ich habe mich - als selbst betroffener - auch sehr schnell wieder im Griff, denn ich weiss ja aus höchst eigener Erfahrung, wie sich das für den angeglotzen anfühlen muss. Wobei es mir weniger ausmacht, wenn ich von anderen Körperbehinderten "angeglotzt" werde, denn ich denke mir, denen geht es ja wahrscheinlich genauso wie mir.

Es ist ärgerlich, aber ich habe festgestellt, dass man rein gar nichts dagegen tun kann. Man kann nur versuchen, selbst darüber zu stehen und das Beste draus zu machen. Das hört sich einfach an - besonders, wenn ich das von Leuten höre, die selbst nicht betroffen sind. Ich selbst war das letzte Mal als Kind im Schwimmbad - natürlich ohne Prothesen. Die daraus resultirenden Erfahrungen von damals, die ich machen "musste", haben sich bei mir so sehr verinnerlicht, dass ich auch heute noch nicht mehr ins Schwimmbad gehe - obwohl ich es gerne würde, denn eigentlich bin ich ja eine Wasserratte und meiner Figur würde es sicher auch mal wieder gut tun. Ich kann das daher sehr gut nachempfinden.

Die einzige Lösung die ich persönlich dafür hätte wäre, man muss völlig abstumpfen und es an sich abprallen lassen, wie ein Wattebausch am Panzer. Aber kann das die Lösung sein? Für mich sicher nicht, weil wenn ich ins Freibad etc. gehe, dann will ich Vergnügen, Spaß und Ausgelassenheit und nicht ständig die Blicke anderer Leute aushalten müssen, die sich in dem Moment einen Dreck darum scheren, wie ich ich mir dabei vorkomme.

Meine persönlichen Erfahrung zeigt immer wieder, dass ich als Körberbehinderter, von meinem Umfeld nicht auf eine Stufe mit eben diesem Umfelt gestellt werde. Sicherlich würde in einer repräsentativen Umfrage die große Mehrheit das anderst sehen wollen - wenn man aber mal ins Alltagsleben blickt, wie es wirklich abläuft - wenn gerade keine Umfrage stattfindet und keiner da ist, der die Situation irgendwie als beistehender Dritter bewertet, dann sieht es leider anderst aus.

Da wäre noch ein schönes Beispiel - in letzter Zeit weniger, aber früher war ich gelegentlich mal mit in der Disco dabei oder auf größeren Festen mit Jugendlichen.
Es ist (wahrscheinlich) keine böse Absicht, aber immer wieder müssen die Leute ihrem Erstaunen Luft machen und mir wieder und wieder mitteilen, wie toll und super sie es doch finden, dass "jemand wie ich " unter die Leute geht und sich nicht daheim im Zimmer einschließt. Dann bin ich immer hin und her gerissen - soll ich dem jetzt eine Zimmern oder soll ich einfach mitspielen - natürlich spiele ich dann immer mit und sage dann so Sachen wie "ja man muss halt das Beste draus machen, was will man sonst auch tun". Ich weiss nicht, ob ihr euch da in meine Situation hineinversetzen könnt - aber ich fühle mich da echt "dumm angemacht". Manchmal wünsche ich mir dann so ein Rocker in der Lederkutte zu sein, dem eh schon alles egal ist...

Auch dafür habe ich bisher nur eine Lösung gefunden - geh so oft unter die Leute, bis sie dich restlos alle schon ein paar Mal gesehen haben, sie dich kennen und sie sich an dich "gewöhnt" haben. Supertoll - an andere muss man sich nicht großartig gewöhnen, man unterhält sich einfach mit ihnen oder auch nicht, aber an mich schon - große Klasse.
Dafür komme ich persönlich aber nicht genug unter die Leute und ich will auch nicht ständig unter die Leute, nur weil es die einzige Möglichkeit scheint.

Zudem kommt, dass ich schon sehr Probleme damit habe, neue Kontakte zu knüpfen - insbesondere auch, was Partnerschaft angeht.
Im Laufe meines Lebens, von Kindheit an, habe ich das so beigebracht bekommen, weil man mir meist mit Ablehnung und oder Ausgrenzung entgegen kam. Oder ich wurde behandelt, als ob ich irgend so ein "Deppchen" wäre, den man ja nicht für Voll nehmen muss.

Da kann - ich zumindest - nich einfach mal schnell von jetzt auf gleich das Ruder rum reissen. Das sitzt fest drin und es ist echt schwer, sich da den Mut zu nehmen, denn ich persönlch brauche da verdammt viel davon.

Ich kann das also sehr gut nachvollziehen, wenn ich auch keine konkrete Lösung anbieten kann. Aber vielleicht hilft es ja, wenn man weiss, dass man selbst bei Weitem nicht der / die einzige ist, dem / der es so oder so ähnlich ergeht / ergehen muss.

01.09.2013 01:35 • #13


Hallo Rolli08
Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Weil ich selbst eine Behinderung habe.
Bin 29 w.Ich werde auch jedes mal an gegafft.Weil ich speichelfluss habe.Kann durch meine Behinderung schlecht schlucken. Und laufe nur nur mit 5 zähne rum. Die anderen sind mir kaputt gegangen. Und kann nicht reden. aber rede mit unterstützte kommunikation. Komme damit super gut klar. Gebe sogar für schwächere in unterstützte kommunikation nachhilfe Ehrenamtlich. Ich selbst hatte noch nie in freunde. ist sehr schwer zu finden. jeder ist sofort abgeschreckt,Wenn der oder die seht was für behinderung man hat. Aber hat mal viel mehr kann das sehen die nicht! Zb ich Reise selbständig.War 4 mal schon selbständig in Paris , Berlin, Hamburg. Wohne in meine eige 2 zimmer Wohnung.traut uns die eine Behinderung haben mehr zu. wir können auch was. Und schibt und nicht immer nur ab! Beispiel in so Behindertenwerkstatt , oder Sonderschulen.mehr über mich könnt ihr auf meine webseite lesen, da sind auch Bilder von mir.

Du würdest gerne ins Schwimmbad gehen.Aber tust es nicht. weil dich so viele anglotzen.
Du weiß es doch selber lass die glotzen. Ich weiß ist leicht gesagt. Aber dich nur weil alle dich anglotzen nur noch zuhaus einzuspären ist nicht die lösung.Du musst bedenken . Du lebst jetzt und heute. Jeden tag kann der letzt sein!

Vielleicht wer diese Besondere Veranstaltungen was für dich oder ein ander hier in from



Single Party

Für Menschen mit und ohne Behinderung

ab 18 Jahre

Freitag

06.September 2013
19.00 – 23.00 Uhr
GREND
Westfalenstr. 311, Essen-Steele
Eintritt: 4,- €


Ort: Grend Kultur-Zentrum,
Wesfalenstr.311 in Essen- Steele

Temine 3.5.2013 ,6.9 und 6,12.2013

01.09.2013 03:44 • #14


Hey du.

Kann man denn da gar nichts machen - so Zahnprothese oder sowas in der Art? Oder möchtest du das gar nicht?
Ich hab nen Bekannten, der hat durch nen Unfall viele Zähne im Oberkiefer verloren und hat jetzt so ne Art Spange mit künstlichen Zähnen.

Finde ich toll, dass du dein Wissen und deine Erfahrungen an andere weitergibst - da ziehe ich echt meinen Hut.

Das mit der Single Party ist eine tolle Idee, nur leider so weit entfernt von mir.
Da ich kein eigenes Auto habe, wäre ich hier auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, mit denen ich ewig unterwegs wäre - und eine Übernachtungsmöglichkeit.

Ja ich müsste es besser wissen - aber es ist einfach viel leichter gesagt als getan. Der gesunde Menschenverstand gibt dir völlig recht, aber die gesammelten schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit stehtn dagegen wie eine massive Wand. Vielleicht werd ich mich irgendwann überwinden können - ich schließe das nicht aus - aber bisher noch nicht.
Ich hänge zwar viel, aber nicht nur zu Hause rum, gibt ja noch andere Möglichkeiten hinzugehen, ausser dem Schwimmbad.

01.09.2013 04:21 • #15


Zahnprothese hab ich mal. Aber kam damit nicht klar. sind oft raus gefalen. und hatte große probelme die rein und raus zu tun. traum wer so fest. aber kann ich mir nie in leben leisten.na ja, Mit der
Single Party gebt in jeder stad . musst mal in Google gucken .
Darf ich fragen woher du kommst? Ich selb habe auch kein auto und fahr auch nur mit zuge , busse , bahn.

arbeibst du wenn ich fragen darf. ich ja aber nur in so behinderte werkstatt lieder, bin da voll unter föderet.
Hast du viele freunde die mit dir was unternimmen oder familiy?

01.09.2013 04:44 • #16


Ja Single-Partys gibts natürlich bei uns auch - nur solche, bei denen explizit erwähnt wird, dass sie für Behinderte und Nichtbehinderte sind, habe ich noch keine entdeckt.
Sicher kann man darüber streiten, ob das so explizit erwähnt werden "muss", aber ich denke da würden viele mit handicap eher hingehen, als wenns nicht dabei steht - geht mir persönlich jedenfalls auch so.

Ich habe zwei Ausbildungen - die erste vor über zehn Jahren in einem Rehabilitationszentrum abgeschlossen. Da ich damit über Jahre keine Arbeit fand, habe ich mich auf regulärem Wege durch eine Umschulung "gequält". Habe dann bis vor zwei Jahren, im Anschluss darauf, im selben Betrieb befristet gearbeitet. Befristung lief dann ganz normal aus und seitdem suche ich wieder - ist aber verdammt schwer überhaupt mal ne Stelle in der Umgebung zu finden, bei der ich mitm Rolli sagen würde, ja das könnte was werden.

Ich komme aus BaWü, nähe Heilbronn. Bei mir spielt eben der Rollstuhl noch eine große Rolle bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Leider gibt es immer noch viel zu viele nicht-barrierefreie, öffentliche.
Hab mal bei bahn.de geschaut - mit Ice wäre ich ca. 5 bis 6 Stunden unterwegs. Nur mit Nahverkehr (da ich ja die Wertmarke habe für die öffentlichen im Nahverkehr) würde es sogar 8 bis 9 Stunden dauern.
Und dann wäre natürlich noch die Frage ob sich der Riesenaufwand überhaupt lohnt - sicher ist es immer gut, unter die Leute zu gehen - aber so weit für eine Single-Party - dazu kommt die Frage, treffe ich da überhaupt jemand aus meiner Gegend, sonst wärs ja auch wieder blöd.

01.09.2013 05:58 • #17


.
Man muss dauert suchen , ich weiß nicht was du für einen Job suchst, aber es kann durchaus vernünftig sein, sich bei einer Zeitarbeitsfirma zu bewerben. Nicht um dort alt zu werden, sondern nur weil du dann aus einer festen Anstellung heraus Bewerbungen versenden kannst. Deine Chancen einen Job zu finden steigen deutlich an wenn du in Arbeit bist.
Hast du Kenntnisse mit Zeitarbeitsfirma?
meist ist das Problem das man nicht in das gewünschte Profil passt.. Und mit einer Behinderung
noch schwerer Kenne ich ja von mir ansonsten nur Absagen was man bekommt.Oder meist komplett unbeantwortet. Die Bewerbungsunterlagen lesen die sogar meist nicht!.das ist ohne jeglichen Erfolg. Ja das kenne ich zu gut. Es gibt einfach zu viel Konkurrenz, selbst einen Nebenjob finde man nicht!Das frustriert ein voll.
Aber habe gehört es geht so Job Coach, der mit den Leute Arbeitsabläufe einübt und
regelmäßig in den Betrieb kommt. Das alles geht über 2 Jahre und wird komplett von der Agentur für Arbeit finanziert.Außerdem hilft das BW dabei, dass er nach den 2 Jahren dort fest eingestellt
wird und der zugehörige Integrationsfachdienst hat schon unbefristete Fördergelder in Aussicht gestellt.Da versuche ich mich gerade zu informieren wie ich so was bekomme.



Du Wohnst nähe Heilbronn.Vielleicht wär Umzugsgut in eine große stadt-, zb wie
Stuttgart ist ja so eine stunde Entfernung Oder in eine andere große Stadt. Hat man meist bessere Chance.

Im übrigen ich habe mal in google nach Single-Party Stuttgart geguckt für Leute mit Behinderung. Da gibt ja echt nichts . O je. Hier in Essen gibt 2 bis 3 und in Dortmund gibt auch eine Single-Party für Leute mit Behinderung und in Wuppertal kenne ich auch eine die ist einmal in Monats
immer Anfang des Monats

Hier hab so eine






Stellenausschreibung gefunden wer so was nichts für dich?

Der Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. in Dortmund sucht zum 01.11.2013, evtl. auch früher, eine/n Mitarbeiter/in mit Hochschulabschluss im sozialen Bereich. Der Vertragszeitraum ist zunächst befristet auf die Laufzeit des Projektes bis zum 31.08.2014. Die Vergütung erfolgt nach BAT-KF, neueste Fassung. Es handelt sich um eine Stelle mit einem Stundenumfang von 22 Stunden wöchentlich.
Wir bieten eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Zusammenhang mit der Qualifizierung und Begleitung ehrenamtlich tätiger Menschen.

Wir erwarten:
Erfahrung im Umgang mit Gruppen
Kenntnisse der Ansprüche behinderter Menschen im Sozialrecht und im Rahmen der Nachteilsausgleiche
Erfahrung im Bereich Projektmanagement
Vertrautheit mit der Idee Selbstbestimmt Leben
Erfahrung in der Beratung nach den Konzepten Peer-Counseling, Peer-Involvement und Peer Support
Teamfähigkeit
Konzeptionelles Denken


Aufgabenbereich
Organisation und Durchführung der 4. Schulung im Rahmen des Projektes „Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort – Lotse/Lotsin für Menschen mit Behinderung“
Unterstützung des Aufbaus eines flächendeckenden Netzwerkes ehrenamtlicher Ansprechpartner/-innen für behinderte Menschen in der Region.


Es wird darauf hingewiesen, dass eigene Behinderungserfahrung erwünscht ist.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 30.08.2013 an den Vorstand.


MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Ansprechpartnerin: Frau Rischer
Roseggerstr. 36
44137 Dortmund
Tel: 0231/9128375
Fax: 0231/9128377#


Ja die Bewerbung ist schon vorbei aber ruf mal an und fragt mal . und die hilfen auch und beraten , vielleicht wissen die was wo du hin könnst oder so. vielleicht ist ja was für dich. Fragen koste ja nichts.


Viel Glück!
Liebe grüße

01.09.2013 10:34 • #18


Mit Zeitarbeitsfirmen habe ich persönlich noch keine große Erfahrung - habe mich mal beworben, wurde aber abgelehnt mit der Begründung, man könne mich nicht flexibel genug einsetzen.
Über Bekannte habe ich schon mehr Einblicke in Zeitarbeitsfirmen gewonnen - mein persönlicher Eindruck, den ich dadurch gewonnen habe, ist, dass ich niemals zu einer Zeitarbeitsfirma gehen würde, selbst wenn ich könnte, bzw. sie mich nehmen würde. Das sind - meiner Meinung nach - nichts anderes, als selbstsüchtige Skla., die die Notlage anderer Leute ausnutzen, um sich selbst maßlos zu bereichern. Grenzt für mich schon am mafiöse strukturen, die aber vom Arb.Amt gewollt und von der Politik geduldet sind, da man damit die eigene Statistik beschönigen und damit prahlen kann. Es geht nur ums Geld und wie immer auf Kosten der kleinen Leute - dieses System ist nichts für mich, da bin ich absolut rebellisch. Zudem würde ich sagen, wenn ich mit zwei Ausbildungen keinen Job finde, liegt das dann wirklich an einem selbst, oder läuft da woanderst was ganz schön aus dem Ruder...

Ich habe kürzlich erst eine Wohnung gefunden, in der ich einigermaßen klar komme - und da bin ich froh drum. Daher habe ich nicht vor, hier so schnell wieder auszuziehen. Vielleicht irgendwann mal in der Zukunft. Dortmund ist mir aber definitiv zu weit weg, ich begrenze mich zur Zeit noch auf einen näheren Radius um meinen Wohnort herum.

01.09.2013 16:41 • #19


ach so ok kann ich verstehen

01.09.2013 16:52 • #20




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