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Hallo,

nun ist es soweit, ich fange endgültig an alles zu vergeigen.
Heute hatte ich einen Zahnarzttermin nach Feierabend. Mit meiner Panik beim Fahren wird es immer schlimmer und schlimmer.
Ich hätte ca. 7 Kilometer über eine Schnellstraße fahren müssen.
In der Stadt habe ich keinerlei Probleme. Durch ständige Baustellen kam ich erst sehr schleppend voran. Als ich dann soweit war, zur Schnellstraße durchzufahren, habe ich gekniffen.
Ich bin abgebogen und sobald ich irgendwo halten konnte, habe ich die Praxis angerufen und den Termin abgesagt.
Bei aller Panik und Umwegefahrerei ist das heute Premiere. Bisher habe ich mich immer irgendwie hin und zurück gequält. Mal mehr und mal weniger. Heute ging nichts mehr. Schon am Samstag ist mir ähnliches passiert als ich auf einer anderen Strecke auf dem Weg nach Hause war. Nichts ging mehr, ich kam mir vor als wäre ich in einer Falle. Habe durch Zufall eine weitere Strecke entdeckt und kam so nach Hause, ohne völlig abzudrehen.
Heute ging, wie gesagt, nichts mehr. Ich bin nach dem Anruf in der Praxis nach Hause gefahren und habe etwas getrunken. Also, Alk.
Das ist natürlich keine Dauerlösung, das ist mir schon klar.
Aber er beruhigt so schön und benebelt. Für heute habe ich mir das zugestanden.
Morgen muß ich die Samstagsstrecke wieder fahren und würde mich lieber den ganzen Tag übergeben als das zu tun!
Es bricht mir immer mehr weg in meinem Leben, ich habe das Gefühl, ich kann bald gar nichts mehr machen.
Da ich niemanden habe, mit dem ich- von Angesicht zu Angesicht- darüber reden kann, habe ich es mir hier von der Seele geschrieben.
Ich glaube, ihr versteht das eher als wenn ich es morgen in der Therapie erzähle
Es mußte jetzt einfach mal raus.

Viele Grüsse
Petra

03.09.2007 19:11 • 18.08.2008 #1


27 Antworten ↓


hi petra,
gerade mal 4 wochen ist es nun her, da passierte mir genau das gleiche.
habe über 20 jahre diese panikattacken, am heftigsten merke ich das dann beim autofahren. wahrscheinlich, weil es damals erstmalig beim alleinefahren auf der autobahn vorgekommen ist. werde diese situation nie! vergessen.
zwischenzeitlich gab es immer mal wieder gute phasen...da hätte ich um die welt fahren wollen - mit dem auto! leider dauerte dieser zustand nicht lange an...
habe das auch versucht, mal andere strecken zur arbeit zu fahren. war nicht ganz problemlos, aber es funktionierte.
bis vor ein paar wochen. hin zur arbeit war schon stress, aber nach hause habe ich für 6 km 45!min. gebraucht. anschließend war ich so fertig, daß ich die nächste woche meine wohnung gar nicht mehr verlassen konnte.
da ich ja schon so lange unter diesen zuständen leide (mal mehr, mal weniger), wußte ich auch, daß es wieder besser wird. pillen oder therapie habe ich längst hinter mir gelassen, hat mir persönlich nicht die gewünschte änderung gebracht. der austausch mit betroffenen - sh oder auch forum - hat mir aber immer über die schwierigsten zeiten hinweggeholfen.

ich wünsche dir, daß du deinen richtigen bewältigungsweg auch bald findest.

liebe grüße.
CARMEN.

03.09.2007 20:31 • #2



Ein Sch.tag unter vielen

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Hi Carmen,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Der Montag war wirklich ein harter Tag und wie ich sehe, kennst Du solche Tage auch.
Wie ist es Dir denn nach einer Woche zu Hause dann wieder ergangen als Du wieder nach "draußen" gegangen bist?
Konntest Du erneut unbelastet ins Auto steigen und losfahren?

Ich war dann gestern, trotz "Fahrbedenken", in der Therapie.
Ich habe dort alles erzählt und wie schlecht es mir mittlerweile damit geht. Habe nun für Donnerstag einen kurzfristigen Termin bei einem Psychiater zwecks Medikamenten-
einstellung.
Im Moment hoffe ich einfach, daß mir das irgendwie helfen kann, mal wieder auf ein normales level zu kommen. Ich wollte eigentlich auch keine Pillen mehr nehmen, hatte vor ein paar Jahren welche gegen Depressionen, und fürchte mich etwas vor den Nebenwirkungen. Aber die ganze Panik ist in den letzten Wochen so rasant um so vieles schlimmer geworden, daß ich so keinen Ausweg mehr sehe.

Ich weiß auch, daß "Pillen" alleine kein Allheilmittel sind, aber ich hoffe, daß sie erstmal weiter helfen.
Im Moment kann es nur noch besser werden.

Ich hoffe, daß es Dir besser geht mittlerweile!

Liebe Grüsse
Petra

05.09.2007 05:14 • #3


guten morgen petra,
nein...selbst fahren geht leider noch nicht. habe das glück, einen sehr lieben und verständnisvollen mann zu haben. wir können unsere arbeitszeit so legen, daß er mich zur arbeit fährt.abends dann nehme ich den bus, zum glück ist das nun auch kein problem mehr. ich denke, nächste woche werde ich es selbst probieren. je mehr ich merke, daß man schließlich doch nicht soooo schnell stirbt, frage ich mich: warum soll das gerade beim autofahren passieren...mal sehen, wie`s wird.

wenn du mit medis ein besseres gefühl hast, dann ist das doch o.k.! bei mir hat das keinen unterschied gamacht. habe fast zwei jahre zoloft genommen. therapie auch gemacht. aber die termine lagen so weit auseinander, daß ich immer in den richtig schweren phasen so und so alleine damit klar kommen mußte.
das ist aber nur meine persönliche erfahrung!
viele hier berichten ja von ganz anderen erfolgen durch eine therapie. muß wohl letzendlich jeder für sich entscheiden...

LG und einen schönen tag
CARMEN.

05.09.2007 10:18 • #4


Hallo Petra,
habe eine etwas hektische Zeit hinter mir, mein Mann ist 50. geworden und Schwieva 80.Deshalb war ich lange nicht hier.
Kann ja leider auch nicht wirklich helfen, nur gut nachvollziehen, wie es dir geht. Lass dich mal zum Trost drücken, tut mir so leid, dass deine Panik zZt so stark ist.
Ich kann deine Verzweiflung so gut nachvollziehen, so ist es mir auch schon sooo oft gegangen. Habe auf meinem täglichen Weg zur Arbeit eine große Kreuzung vor mir, und manchmal ist es so, wenn ich erkennen kann, dass ich einen Stau vor mir habe und somit mehrere Rotphasen abwarten muss, ich schon oft vorher abgebogen bin und einen Umweg gefahren bin, nur um nicht länger im Stau stehen zu müssen. In letzter Zeit hab ich es immer öfter probiert, drin zu bleiben im Stau. Manchmal kam ich völlig zittrig auf der Arbeit an. Aber immer öfter ist es mir gelungen, mir zu sagen, nun bleib doch mal ruhig, es geht gleich weiter.
Da bin ich aber beruhigt, dass dir klar ist, dass der Alk. keine Dauerlösung ist. Ich trinke ganz selten mal Alk., aber ich habe auch schon mal aus Frust ein Glas Rotwein getrunken und diese Ruhe, dieses Benebelte genossen, für den Moment. Aber dann macht es mir Angst, was ist wenn man häufig so denkt und sich dann ein Glas „gönnt“. Irgendwann sind es dann mal 2 -3 Gläser und so fängt dann die Sucht an.
Wie war denn dein Gespräch beim Therapeuten?
Kannst du die Medikamente gut vertragen?
Alles Gute
LG
Maja

09.09.2007 14:51 • #5


Hallo Maja,

danke fürs Drücken
Schön mal wieder von Dir zu "hören".

Da hast Du ja einen schönen Streß hinter Dir mit all den Feiereien.

Ich glaube, für mich war an diesem Tag ein absoluter Tiefpunkt erreicht. Bisher hatte ich es, trotz Panik, immer geschafft, meine Termine irgendwie einzuhalten.

Nach der Therapie hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Mutter, die sehr erleichtert war, weil sie durchaus bemerkt hatte, daß es mir die letzten Wochen und Monate nicht gut gegangen war. Sie hat mich dann auch zu diesem Psychiater gefahren.
Das Gespräch dort war so weit in Ordnung, wenn man bedenkt, daß es wieder ein völlig fremder Mensch ist, dem ich aus meinem Leben erzählen sollte
Seit etwas über einer Woche nehme ich nun Fluoxetin.
Ich denke schon, daß ich es vertrage, denn alle "Nebenwirkungen" hatte ich schon vorher (Schlaflosigkeit, Herzrasen, Übelkeit, Schwindel etc.).
Zur Zeit bin ich noch ziemlich depressiv und weiß einfach nicht wie es in meinem Leben weiter gehen soll. Und der Schlafmangel macht es nicht unbedingt besser.

Ich trinke normaler Weise auch sehr selten Alk.. Deshalb hatte er auch gleich so schön benebelt. Nein, eine neue Sucht brauche ich in meinem Leben ganz bestimmt nicht. Muß eh wieder auf mein Gewicht aufpassen, habe etwas abgenommen (auch eine Nebenwirkung) und stehe sehr knapp an meinem Limit.

Wie geht es Dir sonst so? Hatte mir schon Sorgen um Dich gemacht.

Liebe Grüsse
Petra

17.09.2007 05:00 • #6


Hallo Petra,
um 5 uhr hast du geschrieben. Du bist aber früh auf oder konntest du nicht schlafen?

Jo, dass war schon eine ganz schön stressige Zeit. Aber das ist für mich angenehmer Stress, viel Arbeit, wenig Schlaf, aber es geht mir dabei gut, habe nämlich keine Zeit für mich um zu grübeln. Und ich bin in meiner vertrauten Umgebung, mit vertrauten Menschen, und solange ich nicht allein bin, hatte ich zu hause noch keine PA.
Auf deine Frage wie es mir geht, möchte ich spontan sagen, mir gehts supergut. Aber auch nur weil zZt nichts besonderes ansteht, keine Reise, kein Stau, usw., zum Kurs progr. Muskelentspannung bin ich gar nicht erst gefahren. Am Kurstag war ich schon ganz unruhig, je näher die Zeit kam loszufahren, habe immer an die letzten Fahrten bei Dunkelheit gedacht. Ich merkte schon wieder, dass ich so hektisch geatmet habe und hab mir zur Beruhigung gesagt, dann mach ich einen Kurs im nächsten Jahr, wenn es wieder heller wird. Das hört sich jetzt so zufrieden an, ich bin aber schon ziemlich enttäuscht, dass mir so viele Sachen nicht möglich sind. Bin nur Meister im Verdrängen und schaffe manchmal kaum meine tägliche Hausarbeit, weil ich meinen Gedanken nachhänge.

Dies Fluoxetin habe ich auch im Schrank liegen, sehe gerade dass sie im Aug. 07 abgelaufen sind. Die hatte ich von einem Psychiater bekommen, bei dem ich nicht mal 5 Min. drin war, der meinte ich solle das Angstbuch von Prof. Bandelow lesen, diese Tabletten nehmen und in vier Wochen wieder kommen. Das war so frustrierend.

Von meinem Hausarzt hab ich letztes Jahr Opipramol bekommen, von denen soll ich abends 2 nehmen. Davon konnte ich schlafen wie ein Stein, war tagsüber aber auch sehr müde. Davon nehm ich schon mal eine.

Ach, Petra dass ist schon ein Sch.. mit diesen PA. Ich bin immer wieder fassungslos, wie viele Menschen davon betroffen sind und leiden und wie leidensfähig ich die vergangenen Jahre eigentlich schon bin.

Manchmal überlege ich auch noch mal eine Therapie anzufangen, aber oft hab ich gar nicht die Kraft, meinem Gegenüber alles ausführlich zu erzählen, weil ich mich frage, kann diese ANGST überhaupt jemand verstehen, der es niemals am eigenen Körper erlebt hat, nur aus Büchern, Studium uä kennt.

Hab so drauflos geschrieben, is ganz schön lang geworden. Danke fürs Zuhören.

Ich wünsch dir einen wunderschönen sonnigen Sonntag
und viel Erfolg bei der Behandlung.

Ganz liebe Grüße
Maja

23.09.2007 10:20 • #7


Hallo Maja,

konnte mich gerade mal wieder aufraffen, ins Forum zu gehen. Welch ein Schock, ist ja alles ganz anders.

Diese Woche habe ich Urlaub und noch mit den Resten einer heftigen Erkältung zu kämpfen.
Wochenlang habe ich nur noch ca. 1-2 Stunden geschlafen. Mittlerweile ist es etwas besser, aber ich muß mich zu allem zwingen. Am liebsten würde ich mich nur noch hinlegen.

Gehts dir wirklich supergut? Kommt mir nicht so vor. Laß Dich mal fest drücken!

Ich nehme nach wie vor das Fluoxetin, in flüssiger Form, da ich keine Tabletten schlucken kann. Der Nachteil ist, der Saft reicht gerade mal für zwei Wochen und ich muß ständig neue Rezepte bestellen. Der Psychiater, bei dem ich war, war soweit ganz o.k. . Er hat sich auch Zeit genommen, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, daß ich gar nicht dort sein wollte. Kurz zuvor ging mein Ohr wieder zu. Das habe ich ab und an mal. Ich hatte das Gefühl als wolle ich einfach nichts mehr hören, im übertragenen Sinn.
Ich denke schon, daß das Fluoxetin hilft. Aber tief in mir ist immernoch die totale Leere.

Manchmal denke ich auch, für was Therapie, für was Psychiater und Fluoxetin.......
Aber ich versuche wieder in die Spur zu kommen und ich weiß, daß es manchmal etwas dauert, bis man "Erfolge" sieht.

Man muß es immer wieder versuchen, oder?

Liebe Grüsse
Petra

03.10.2007 18:52 • #8


Hallo Petra,
schön von dir zu hören. Danke fürs Zuhören und Drücken.
Schaue nur noch selten hier vorbei, war auch erstmal ganz entsetzt von der neuen Aufmachung hier. Schon wieder was neues. Damit tu ich mich auch sonst immer sehr schwer. Hab dann aber doch auf Anhieb gefunden, wo ich hinwollte.
Mal gedrückt zu werden, tut einfach gut.
Ich mach mir das Leben neben meinen Angstzuständen aber auch einfach doppelt schwer. Die meiste Zeit verbringe ich damit über mein Leben nachzudenken, zu grübeln, mir Sorgen zu machen, um dann letztendlich nichts zu unternehmen oder zu ändern. Und das ist das schlimmste daran, ich grüble über Probleme nach, weiß nicht weiter, trau mich aber auch nicht nach Hilfe zu fragen, die Zeit vergeht, es kommen weitere Probleme hinzu u. alles wächst mir über den Kopf.
An manchen Tagen schaffe ich nicht mal meine tägliche Hausarbeit und bin abends nur vom grübeln völlig erschlagen, schlafe schlecht und wache morgens schon 1-2 Stunden bevor der Wecker klingelt auf und alles beginnt von vorn. Für das tägliche Muss- wie Familie und Arbeit - bin ich dann sehr dankbar. Dann muss ich aufstehen. Ich bin mir sicher dass ich auch stark depressiv bin.
Ach, Petra hab so drauflos geschrieben, weil du schon richtig gemerkt hast, dass es mir leider überhaupt nicht supergut geht.
Bin leider keine Hilfe.

Aber du hast so recht, man muss es immer wieder versuchen. Es wird auch wieder besser. Man muss sich an die schönen Erlebnisse erinnern, dass es auch wieder besser wird. Ich glaub dass diese Erinnerungen Kraft geben. Und man muss sich täglich die Kleinigkeiten bewusst machen, die man geschafft hat.

Liebe Grüße
Maja

09.10.2007 07:41 • #9


LASS DIE FINGER WEG VOM Alk.!

Genau so fängt es immer an, daran sind schon unzählige Leute gestorben und haben sich (im wahrsten sinne des Wortes) "dumm" getrunken.

So fängt es immer an! Man kann ja die Sorgen vergessen, diese Benebeltheit sei ja so schön usw ...

Lass dich dadurch nicht locken! Schmeiß das Zeug weg und suche dir andere Wege, mit deinen Problemen umzugehen.

(Ich spreche nicht aus Erfahrung)

20.10.2007 01:32 • #10


Hallo Maja,

auch ich bin nur noch selten hier unterwegs. Brauchte das letzte bißchen Kraft für mich selbst. Langsam geht es aufwärts. Habe Dich trotzdem vermißt und des öfteren an Dich gedacht. Ich hoffe, wir können den Kontakt zumindest sporadisch halten.
Maja, laß Dir helfen, versuch es zumindest mal. Ich war auch überfordert im Hinblick darauf, von dem ganzen Mist zu erzählen, der in mir vorgeht.
Aber in erster Linie ist es einfach nur wichtig, daß da jemand ist, der sich damit auskennt und Dich erstmal etwas auffangen kann. Alles andere kommt dann so nach und nach.
Vor wenigen Wochen hätte ich auch kaum zu hoffen gewagt, daß ich mich heute schon so viel besser fühle.
Ich versuche jeden Tag aufs Neue anzufangen. Versuche den Druck zu vermeiden. Und ich weiß, es wird immer besser.
Ich hoffe, Du liest das noch.
Ich drück Dich nochmal und wünsche mir, daß wir es ein Stück weit gemeinsam schaffen, da wieder durchzukommen!

Liebe Grüsse
Petra

28.10.2007 14:24 • #11


ja, hey Petra,
ich freu mich so, dass du dich noch mal gemeldet hast, obwohl es schon nach Abschied klingt.
Du bist auf dem richtigen Weg. Bleib dran, dann wird´s auch wieder besser, Schritt für Schritt. Ich wünsch dir ganz viel Kraft u. Geduld.
Ja, ich sollte mir Hilfe holen. Aber wahrscheinlich müsste ich dann viel zu viel in meinem Leben ändern u. allein der Gedanke daran, macht mir Angst. Ich ziehe mich immer mehr zurück, habe zu viel falsch gemacht, muss jetzt wohl oder übel mit dem Ergebnis leben, ob es mir gefällt, ich dabei kapputt gehe oder nicht, etwas zu ändern, dazu fehlt mir Mut u. Kraft.
Ich wünsch dir von ganzem Herzen alles Gute,
gerne werde ich an deine aufmunternden Worte denken.
Ich drück dich zum Abschied. (und hoffe, dass man vielleicht doch noch mal was von einander hört)
LG
Maja

01.11.2007 10:53 • #12


Hallo Maja,

ich bin zwar nicht mehr so oft hier unterwegs, aber ein Abschied sollte es trotz allem nicht sein.

Ja, ich habe vor "dran zu bleiben", Schritt für Schritt und quasie jeden Tag aufs Neue. Ich lerne dabei wieder viel über mich selbst.

Maja, natürlich machen Veränderungen Angst und man ist dazu geneigt alles beim Alten zu lassen und sei es noch so unbefriedigend.
Aber es gibt nichts, wofür Du Dich strafen müßtest ("habe zuviel falsch gemacht,muß jetzt wohl oder übel mit dem Ergebnis leben").
Seh es doch mal so: wie es jetzt ist, geht es Dir nicht gut. Und Du denkst, das mußt Du eben ertragen. Aber es verfolgt Dich immer wie ein beständiger Kreislauf, mal mehr mal weniger.
Wenn Du den Schritt gehst, Hilfe anzunehmen, kann es zwar stellenweise auch die Hölle sein, aber Du wirst weiter kommen, selbst wenn Du es in diesem Moment nicht glauben kannst.
Und Du wirst wieder Luft bekommen, wieder atmen können und wieder Leben spüren. Alleine das sollte es Dir wert sein
Sieh nicht den Berg vor Dir sondern eine kleine Strecke, die Du bewältigen kannst, nach und nach. Bitte versuch es, Du mußt nicht alles auf einmal schaffen, gib Dir Zeit. Aber lauf los, es lohnt sich.

Ich drück Dich ganz fest und freue mich, wenn ich wieder von Dir hören kann (bzw. lesen), egal ob positiv oder negativ.

Liebe Grüsse
Petra

04.11.2007 11:02 • #13


Hallo Petra,
jetzt ist es schon wieder 3 Wochen her, dass ich deine Nachricht gelesen habe. Ich hatte Tränen in den Augen u. konnte damals nicht antworten. Ich wünschte ich hätte, so eine Freundin, die mir gelegentlich mal Mut zuspricht, mit der ich mal reden kann und ausheulen könnte. Ich bin allein, tagaus tagein allein, manchmal denk ich mein Kopf platzt vor Sorgen, Gedanken, Problemen die ich mit mir allein ausmachen muss. Weißt du, es gibt son Spruch „dumm geboren und nichts dazu gelernt“, der trifft bei mir so genau zu, dass es schon weh tut.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass mir da irgendein Therapeut helfen könnte. Es hat sicher mal angefangen mit meinen Angstzuständen, dass ich durch meine Taktik zu verdrängen, Angstsituationen auszuhalten, dies auf mein gesamtes Leben übertragen habe. Inzwischen ist es so, dass ich mich völlig zurückgezogen habe, mich nur noch in den eigenen 4 Wänden wohl fühle. Ich hab mich so gehen lassen, ich kann die Blicke in Gesellschaft nicht mehr ertragen.

Die Sonne scheint, es ist herrlich draußen, ich geh jetzt raus, mache nen Spaziergang mit Nachbars Hund. Das tut so gut, in der Hoffnung nicht so viel zu grübeln.

Petra, ich wünsch dir von ganzem Herzen, bleib dran. Du hast die richtige Einstellung!. Du schaffst es. Und wenn auch mal ein Tief kommt, denk an mich, als abschreckendes Beispiel, es soweit auf keinen Fall kommen zu lassen.
Alles Gute
Und Liebe Grüße
Maja

25.11.2007 11:13 • #14


Hallo liebe Maja,

bin leider nur noch selten hier unterwegs, weil ich sehr viel Zeit für mich brauche und der Tag leider nicht genügend Stunden hat

Am liebsten möchte ich Dich jetzt als Deine Freundin mal richtig schütteln!!!
Denkst Du es wäre mir vom Himmel gefallen "so weit zu kommen" ?
Noch vor wenigen Wochen ging es mir so, daß ich keine Kraft für gar nichts hatte (also ähnlich wie Dir).
Ich hatte mich auch nur noch für einen looser gehalten und hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.
Es ist nicht so, daß es dann plötzlich "gut war" und ich jetzt glücklich bis ans Ende meiner Tage leben werde, aber es geht mir zur Zeit wieder wesentlich besser. Und das ist schon ein großer Schritt.
Und Du bist weder dumm geboren noch nicht in der Lage für Dich zu kämpfen. Ich weiß, daß Du auch andere Tage hast. Tu es für Dich.
Das wünsche ich mir von Dir zu Weihnachten

Alles Liebe (bis bald)
Petra

23.12.2007 21:00 • #15


Ja, hey, dass ist ja klasse, die Nachricht von „Gast“ ist von Petra.

Hallo Petra,
ich freu mich total von dir zu hören.
Bin auch nur noch selten hier. Versuche täglich mindestens 2 Stunden zu laufen, habe gemerkt wie gut mir dies tut.
Wenn ich auch sehr skeptisch bin, habe ich mir doch vorgenommen mir Hilfe zu holen. So wie in letzter Zeit so geht’s einfach nicht weiter.
Hab schon von Bahnschienen u. ICE geträumt, bin schweißgebadet aufgewacht und ab mich geschüttelt, dass kanns doch nicht gewesen sein. Will doch für mein Kind da sein.
Liebe Petra, danke für deine Nachricht.
Liebe Grüße
Maja

26.12.2007 11:59 • #16


Hallo Maja,

bis ich eben Deine Antwort gefunden habe, wußte ich gar nicht, daß ich zuletzt als "Gast" geschrieben hatte. Kapier ich gar nicht wie das zustande kam

Jedenfalls bin ich superglücklich, daß Du mir meinen Weihnachtswunsch erfüllt hast!

Du bist auf dem richtigen Weg. Daß Du für Dein Kind dasein willst, ist natürlich schön. Aber ich würde mich freuen, wenn Du auch für Dich da sein willst.

Bitte, bitte halte mich auf dem Laufenden. Ich freue mich so, daß es Dir besser geht.

Liebe Grüsse
Petra

01.01.2008 15:32 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Petra,
wie geht es dir denn so?
Ich wünsch dir für 2008 noch alles alles Gute.
Mir geht es endlich besser, hab ne ziemlich heftige Grippe hinter mir.
Deshalb hab ich auch für mich noch nichts unternehmen können.
Lass mal wieder von dir hören.
Liebe Grüße
Maja

22.01.2008 17:04 • #18


Hallo Petra,
schaust du manchmal noch hier vorbei?
hier ist vieles so neu, war so lange nicht da, sodass ich eben schwierigkeiten hatte beim anmelden
LG
Maja

17.02.2008 17:15 • #19


Hallo Maja,

ja doch, mich gibt es noch.
Angemeldet habe ich mich heute auch, wenn ich wieder als Gast auftauche, weiß ich auch nicht warum.

Hoffe, Du hast Deine Grippe mittlerweile verdaut und angefangen neue Wege für Dich zu schaffen.

Es ist unglaublich, daß wir jetzt schon wieder März haben! Zwischen Erkältungen und Magen-Darmvirus haben wir einiges zu feiern gehabt und die Zeit ist nur so verflogen.

Da ich immernoch kaum schlafen kann, haben wir die Dosis etwas erhöht. Vielleicht hilft es ja bald mal. Ansonsten geht es auf jeden Fall besser als am Anfang, auch wenn ich mir oft sehr schwer tue.

Laß mal wieder von Dir hören!
Liebe Grüsse
Petra

03.03.2008 19:00 • #20



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