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Hallo Petra,
ich freu mich von dir zu „hören“ und danke für die Kraft.
Ich glaub ich fühl mich deshalb gut, weil ich verdränge, der Angst aus dem Weg gehe und das kostet Kraft, ganz viel Kraft. Hinzu kommt das normale tägliche Leben mit seinen Belastungen, Problemen, Aufgaben, die jeder so zu meistern hat. Und ich mach mir das Leben dadurch schwer, dass ich so viel verdränge. Erst sind es ein, zwei Sachen die mich belasten, die ich nicht angehe, sondern verdränge. Ich wollte es lange nicht wahrhaben, dass sie damit ja nicht erledigt sind. Der Berg wird halt immer höher.
Vor allem fällt es mir so schwer, mir Hilfe zu holen, es einzugestehen, dass ich solange schon mit der Angst lebe.
Ja, einer Selbsthilfegruppe wollte ich mich schon mal anschließen, damals war für mich das große Problem, dass diese Gruppe sich genau gegenüber meinem früheren Arbeitsplatz traf und es natürlich niemand wissen sollte, dass ich zu einer Angstgruppe gehe.
Ich war hier im Forum schon lange nicht mehr, aber seit es mir nicht so gut geht, habe ich wieder öfters vorbeigeschaut. Und aus einigen Beiträgen auch schon etwas für mich mitgenommen.
Und ich denke oft, es gibt ganz viele Dinge denen ich aus dem Weg gehe, aber auch einiges was ich zwischenzeitlich wieder machen kann – ohne Angst. Aber das gilt bei mir so als selbstverständlich, dass mach ich mir viel zu selten bewusst. Ich zieh mich immer wieder mit den Erlebnissen runter, in denen ich ganz schlimme Angst hatte, wo es mir ganz mies ging. Dies ist so eingebrannt in meinem Unterbewusstsein, dass diese negativen Gedanken sofort bei einer ähnlichen Situation hochkommen und es mir schwer fällt, STOPP zu sagen und sie gegen positive Erlebnisse austausche.
Ich wünsch dir alles Gute
Bis dann mal wieder
Liebe Grüße
Maja