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Ist ja auch mein Thema, deshalb schreib ich auch mal meinen Senf dazu.
Wie bei euch, bleibt dieses fehlende Vertrauen ein Teil von mir. Mir hilft es, generell Erwartungen sehr zu reduzieren. Kann auch sein, dass das wieder ein Schutzmechanismus des fehlenden Vertrauens ist. Mir aber egal, alles totanalysieren kann ich auch nicht. Muss eh schon sehr viel Kopfarbeit leisten, damit ich stabil bleiben kann.
Dazu muss ich aber sagen, dass ich eh mehr der Typ bin, sehr viel alleine mit mir auszumachen, was ja auch mit dem fehlendem Vertrauen zu tun hat. Insofern bleibt mir auch nichts anderes übrig, denn meine Grundproblematik ist zwar erkannt, über meinen Schatten zu springen, ist nur begrenzt möglich.
Die Menschen da draussen mach ich aber nicht verantwortlich. Selbst meine Eltern nicht mehr. Denen war eben Zucht und Ordnung das wichtigste. Dass sie ein Kind hatten, das sich nicht brechen lassen wollte, nun, für sie dumm gelaufen, und für mich auch, denn ohne Schaden hab ich das nicht überstanden.
Drum hab ich erkannt, dass ich ohne grosse Erwartungen an andere ein für mich besseres Leben führen kann. Und komischerweise erlebe ich trotzdem grosse Wertschätzung, die sich für mich "fremd" anfühlt, aber trotzdem sehr gut tut.
Ist ein sehr schwieriges Thema, wenn seelische und/oder körperliche Traumata die Entfaltung eines Menschen zerstören.
Irgendwann hab ich deshalb beschlossen, dass die Vergangenheit nicht zu ändern ist, meine Zukunft dagegen, habe ich selbst in der Hand. Und daran arbeite ich ganz intensiv.
09.09.2018 11:28 •
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