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Gandalf der Graue
Dann stelle ich mich auch mal vor. Könnte länger werden.

Nachdem ich letztes Jahr meine erste Weißheitszahn-OP gut überstanden hatte, war dieses Jahr die andere Seite dran. Die Schmerzen hinterher wollten irgendwie nicht weg gehen und ich habe deshalb zwei Wochen lang Ibuprofen genommen. Schwerer Fehler.

Irgendwann wurde es aber besser und der Februar war dann noch ok. Anfang März ging es dann aber so richtig los. Plötzlich auftretende Übelkeit, Schwindel, Enge in der Brust, Atemnot, linker Arm schwer, Panik. Und ich dachte mir nur, na toll...
War in der Rettungsstelle. EKG wurde geschrieben, Blutabnahme, Lunge röntgen, Blutdruckmessung. Alles ok, nur der Blutdruck etwas hoch. Das schrieb ich allerdings meiner Aufregung zu. Nun ja, als Dignose gab es Verdacht auf Angina Pectoris. Mir ging es dann aber vor Ort noch besser und ich bin wieder nach Hause.

2 Tage später die gleichen Symptome, nur etwas stärker. Bin dann wieder ins Krankenhaus und habe mich stationär aufnehmen lassen. Sofort waren die Symtome wieder verschwunden. Dann kam das Glück, dass es doch nochmal im Krankenhaus auftrat und ich habe sofort die Ärztin kontaktiert. EKG wieder unauffällig. Aber mir fiel auf, dass es kurz nach dem Mittagessen auftrat. Nächsten Tag noch ein Stress-Echo, um das Herz auszuschließen. Auch ohne Befund.

Dann wurde ich entlassen. Im Arztbrief war nochmal alles aufgelistet und als Diagnose hatte ich dann den Verdacht auf eine Gastritis und ebenfalls mit angegeben war das Roemheld-Syndrom. Das musste ich erstmal googeln und muss sagen: Respekt an meine Ärztin. Darauf kommen wohl nur die wenigsten, wie man so lesen kann. Das erklärt dann nämlich auch die Symptome. Mir wurde außerdem Pantoprazol verordnet.

War dann noch beim Hausarzt zwecks einer Langzeitbludruckmessung, worauf mich ja alle immer ansprachen. Ergebnis war dann auch ok, 130/80 im Durchschnitt und das an einem Arbeitstag mit körperlicher Belastung.

Nach zwei Tagen bekam ich dann Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelschmerzen, was ich im Nachhinein dem Pantoprazol zuschreibe. Mein Arzt konnte das zwar kaum glauben, aber nach dem Absetzen zwei Wochen später wurde das alles wieder besser. Dennoch hatte ich im ersten Moment Panik, denn das waren Schmerzen, die ich so vorher nicht kannte. Doch ne Thrombose? Wenn man dann zu Hause sitzt malt man sich manchmal die schlimmsten Sachen aus. Da fing es dann an, dass ich immer öfter solche Sachen hatte.

Da es mir immer noch nicht besser ging war ich nochmal beim Hausarzt, der gab mir dann eine Überweisung für eine Magenspiegelung. In einer Praxis hätte ich 14 Wochen(!) Wartezeit gehabt. Habe mir dann letztendlich eine Überweisung fürs Krankenhaus geholt (in dem ich nebenbei gesagt auch arbeite) und man hat mich netterweise dazwischengeschoben, wodurch ich nur eine Woche warten musste. Diagnose: Magenschleimhautentzündung und Zwölffingerdarmgeschwür. Ich bin der Meinung, und der schließen sich viele andere an, die sich auskennen, dass das von der erhöhten Einnahme des Ibuprofen kommt. Schmerzmittel gehen ja auch auf den Magen. Hatte früher auch manchmal Ibu genommen gegen Kopfschmerzen und dann kurze Zeit später Bauchweh. Passt also.

Sollte dann für mindestens 3 Wochen (mein Hausarzt meinte besser 4 Wochen) wieder PPIs nehmen, da mir das Pantoprazol aber nicht so gut bekam habe ich mir Omeprazol verschreiben lassen. Zunächst wurde es besser, aber nach längerer Einnahme bekam ich wieder Übelkeit, diesmal nur noch stärker. Die ist bis heute nicht ganz weg (sprich seit ca. 6 Wochen).

Dann kamen auch noch andere Sachen dazu. Ein Kribbeln der linken Hand im Kleinen und Ringfinger. Ist auch noch nicht weg. Dann starke Schmerzen in der Brust. Wohl was muskuläres, aber ich erschrecke mich jedes mal wieder und denke ans Herz, obwohl das ja ausgeschlossen worden ist. Seit ein paar Tagen nun Schmerzen im linken Arm. Mal im Oberarm kurz über dem Ellenbogen, mal im Unterarm, mal beim Handgelenk, mal zwischen Achsel und Brust. Dabei habe ich das Omeprazol in den letzten 2 Wochen nur noch 3mal eingenommen in geringer Dosierung (die Übelkeit ist immerhin etwas besser geworden).
Spannungsbedingte Kopfschmerzen (mein Nacken ist total verspannt) sind noch das kleinere Übel.

Zum Urologen musste ich auch noch zwischendurch, aber der meinte, alles in Ordnung. Immerhin.

Mein Hausarzt weiß wohl nicht mehr weiter. Ich habe sämtliche Symptome und Weh­weh­chen angesprochen. Er meinte gesund ernähren und Sport treiben würde mir helfen. Und ich soll das Omep weiter nehmen. Das möchte ich aber nicht, die Nebenwirkungen machen mich echt fertig. Ich habe einen körperlich anstrengenden Beruf, der aber auch viel Stress verursacht. Vielleicht brauche ich doch nochmal ne Woche Ruhe. Gesünder ernähre ich mich auch schon. Wer noch Ideen hat, kann sich gerne melden.

Habe zwischendurch immer mal wieder kurze Phasen in denen es mir gut geht. Aber sobald es irgendwo zwickt werde ich sofort nervös und denke gleich wieder ans Herz oder ähnliches. Sowas hatte ich früher auch, dass irgendwo am Körper was war, ich habs gegoogelt und schon war ich in Sorge. Das war am nächsten Tag weg, aber da ich ja zur Zeit immer irgendwas habe, verschwindet das nicht so schnell, auch wenn ich versuche nicht mehr alles zu googeln. Ich möchte doch einfach nur wieder gesund sein.

Es tat auf jeden Fall schonmal gut sich alles von der Seele zu schreiben.

23.06.2017 13:45 • 23.06.2017 #1


2 Antworten ↓


Gerd1965
Vegetative Dystonie würde ich sagen.
Wende dich an einen Facharzt für Psychiatrie

23.06.2017 16:26 • #2


Gandalf der Graue
Danke für deine Antwort.

Das werde ich mal in Betracht ziehen.

23.06.2017 22:23 • #3