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Coru
@Isa1982 wir waren jahrelang richtig gute Freunde. Haben uns alles erzählt und haben alles gemeinsam durchgestanden. Das Problem war er war ein Typ und ich eine Frau. Er hatte dann seine erste richtige Beziehung und meldete sich kaum noch um rief nicht mehr an oder schrieb kaum. Dann beendete er das ganzen wegen seiner neuen Beziehung, weil sie alles war was er immer wollte. Und das wars.... Ich hab das nie gemacht. Ich hatte zwischendurch auch mal einen Freund und hab zu ihm gestanden. Ich war ihm dann aber sch. egal.

10.07.2019 10:10 • #41


Isa1982
ahhh, so war die Konstellation....

Tja, ich hab ja auch meinen Mann, habe aber dadurch die meine Freundin vernachlässigt und sie hatte ja auch schon Freunde zwischendrin, da lief es normal. Nur jetzt auf einmal - naja, ist Geschichte.

10.07.2019 10:46 • #42


Isa1982
So es ist nun vier Monate her, seit sie mir die Freundschaft gekündigt hat....

Und mittlerweile habe ich gemerkt: Es geht auch sehr gut ohne sie. Vielleicht sogar manchmal besser.
Ich sehe jetzt auch echt viel klarer. Was ich nämlich nicht an ihr hatte war: Eine Freundin!
Ich dachte das immer, dass wir Freundinnen sind, aber das war sie schon lange nicht mehr. Bestimmt schon seit Jahren - ich habe es halt nur nie gesehen.

Klar, gibt es noch Momente in denen ich sie doch vermisse - oder viel mehr die guten Zeiten, die wir hatten. Die guten Gespräche, die Urlaube, die Kinogänge - aber das ist doch schon so lange her. Zum Schluss war es nur noch sie die zählte. Ich war nicht mehr wichtig. Meine Probleme waren nicht mehr wichtig. Nur noch ihre.
Und das brauche ich nicht!

Ich weiß der Gedanke an sie wird immer mal wieder kommen - 15 Jahre sind halt doch eine kleine Ewigkeit, aber ich weiß auch, dass ich mein Leben gut ohne sie leben kann.

Soll ich jetzt hoffen, dass sie es auch kann oder soll ich mir wünschen, dass sie irgendwann merkt, dass es vielleicht doch ein Fehler war? Hat sie es vielleicht schon gemerkt? Und bereut?
Wenn ja, dann soll sie weiter bereuen.

Ich bin zu gut für sie! Punkt aus und Ende! Und Tschüß! ( DMSS )

23.10.2019 08:11 • x 1 #43


suekre
Zitat von Isa1982:
Soll ich jetzt hoffen, dass sie es auch kann oder soll ich mir wünschen, dass sie irgendwann merkt, dass es vielleicht doch ein Fehler war?


Weder noch. Du bist auf so einem tollen Weg und klingst viel positiver - Gedanken dieser Art halten am Ende nur auf.

Zitat von Isa1982:
Hat sie es vielleicht schon gemerkt? Und bereut?


Völlig egal. Betrifft dich nicht mehr.

Ich denke, du hast Recht. So dann und wann wirst du noch an sie denken und auch die guten Zeiten vermissen und das ist auch in Ordnung. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem es dir wirklich egal sein wird, was sie macht, wie es ihr so geht, etc. Du wirst merken, wann es "vorbei" ist. Bis dahin mach dein Ding - ich freu' mich ehrlich, dass es dir besser geht.

23.10.2019 08:30 • #44


kritisches_Auge
Was den Raucher oder den Alk. betrifft, so vermißt er seine Dro. zwar weniger, aber es kann immer wieder ein heftiger Schub des Verlangens kommen, es ist nie wirklich abgeschlossen und der Alk. sollte sich nie wirklich sicher sein.

Für Freundschaften bedeutet das: es kann immer wieder eine Phase der Sehnsucht auftreten wie man ja auch an Coru sieht und es wäre wohl falsch, sich dann wieder zu melden.

Wenn der Freund oder die Freundin mich verletzte oder mich wegen etwas anderem vernachlässigte,
ist das zwar sehr schlimm, aber es kann vielleicht noch repariert werden. Viel schlimmer finde ich die Erkenntnis,dass man nie zusammenpasste, dass es nichts Gemeinsames gibt, dass die Beziehung durch einen äußeren Anlaß entstand, aber ein Irrtum in sich ist.

23.10.2019 08:58 • x 1 #45


Isa1982
Hallo ihr zwei!

Danke für eure Antworten!
Ja, es wird irgendwann der Tag kommen, an dem es mir egal sein wird.
Natürlich mache ich mein Ding! Alles andere wäre idiotisch.

Wir haben mal sehr gut zusammen gepasst, aber dann sind wir wohl in verschiedene Richtungen abgebogen. Ich glaube nicht, dass man das noch reparieren kann. Selbst wenn sie sich melden würde, ich glaube nicht dass es nochmal wird wie es war.
Ich werde mich definitiv nicht melden.

23.10.2019 10:30 • x 1 #46


Hoffnungsblick
Hallo Isa,
finde es gut, dass du es geschafft hast, innerlich mit deiner "Freundin" abzuschließen. Gratuliere!

Habe neulich ein wichtiges Gespräch mit einer Frau darüber geführt, die sich überlegt, eine langjährige Freundschaft zu beenden, weil sie sich in dieser "Freundschaft" nicht wertgeschätzt fühlt. Das ist natürlich eine andere Situation! (Bei dir hat es ja wohl mit dem Auftauchen ihres Freundes zu tun).
Wir haben im Laufe des Gesprächs festgestellt, dass manche Freundschaften zerbrechen, weil man zu nett statt echt ist. Wir haben auch gemerkt, dass es wohl besser gewesen wäre, schon früher klare, eindeutige Rückmeldungen zu geben, anstatt Missachtung einfach hinunter zu schlucken.

23.10.2019 17:59 • #47


Hallo Isa,

ich kenne das. 2009 haben meine beiden ehemals besten Freunde schriftlich die Freundschaft mit mir beendet. Ich würde in einer Traumwelt leben, hätte paranoide und schizophrene Züge an mir. Und das nach 20 Jahren Das Witzige daran ist, dass sie sich hinter meinem Rücken per E-Mail bei meiner Mama über mich ausgelassen haben.

Letztes Jahr hat mir eine Freundin die Freundschaft aus einem absolut blöden Grund ebenfalls die Freundschaft gekündigt.

Solche Leute sind es mMn nicht wert, dass man sich mit Fragen rumplagt.

23.10.2019 18:10 • #48


Isa1982
Danke hoffnungsblick!
Im Nachhinein gesehen hätte ich eigentlich schon vor ein paar jahren die Freundschaft beenden können aber man hängt halt an dem was man hat. Auch wenn es manchmal nicht gut ist.

Und auch Danke an dich dazz!
Sind ja auch heftige Sachen bei dir! Krass wie sich manche Menschen verhalten können.

Ich denke einfach dass es mich so sehr getroffen hatte weil sie die einzige war die ich noch hatte - nur hatte ich ja nichts mehr an ihr - aber das wurde mir erst danach klar.

23.10.2019 19:13 • #49


Abendschein
Hallo Isa, ich habe eine Freundin, oder ich hatte eine Freundin, wir waren lange Jahre (über 20 Jahre) befreundet.
Habe sie Damals in einer Angst Gruppe kennengelernt. Sie hatte sich zweimal von mir getrennt, weil sie ihre
Ruhe brauchte. Jetzt in diesem Jahr waren wir noch zusammen, haben geredet, gelacht, was unternommen.
Leider ist eine unschöne Sache passiert, sie hat das Geschäft meines Mannes schlecht geredet, in meinem
Beisein, zu anderen Kunden hin. Ich habe ihr gesagt, das das nicht geht. Freundlich aber bestimmt. Sie meinte
noch, ob es jetzt wieder gut ist? Ja es ist wieder gut, von meiner Seite aus. Sagen mußte ich ihr das, ja und von da
an, wurde sie anders und jetzt haben wir keinen Kontakt mehr. Ich hatte sie noch gefragt, ob wir zusammen reden
sollten, wenn etwas zwischen uns steht. nein es würde nichts zwischen uns stehen, wie unehrlich das ist.
Diesmal lasse ich es sein, dieses Hinter her rennen. Ich finde es zwar schade, weil gute Freunde sind sparsam gesät.
Ihre Art wie sie mit den Menschen umgeht, gefällt mir nicht, das ist nicht meins. Ich werde sie ziehen lassen, aber einmal
schreibe ich noch. nicht jetzt, später.......

24.10.2019 07:24 • #50


Isa1982
Zitat von Abendschein:
H Ich werde sie ziehen lassen, aber einmalschreibe ich noch. nicht jetzt, später.......


Warum möchtest du da nochmal schreiben?
So wie es für mich klingt ist sie dir keine Freundin. Zumal ihr euch ja schon zweimal getrennt habt. Und das Verhalten von ihr finde ich nicht ok.
Willst du dir das wirklich antun?

Ich hab ja so lange gekämpft, weil sie meine einzige Freundin war. Deshalb hab ich auch so an ihr "gehangen", aber im Endeffekt bin ich dann doch lieber "allein", als jemanden zu haben bei dem ich nicht zähle.

24.10.2019 07:37 • x 1 #51


Hoffnungsblick
Es ist schon traurig, wenn man gute Freundinnen verliert. Das kenne ich auch.
Manchmal sind Menschen auch sehr empfindsam. Irgendwo habe ich mal bei einem Weisheitslehrer gelesen, dass man, wenn man Freunde behalten will, nicht zu vertraulich sein soll. Das habe ich erst nicht verstanden, weil ich bei Freunden ja auch Nähe suche. Manchmal ist der versteckte Wunsch nach Symbiose dabei, dass der Freund, die Freundin einem total gut versteht oder völlig übereinstimmt. Aber Nähe kann dann auch Ängste hervorrufen, die Angst vor Zurückweisung oder Verletzung, je nachdem, was man in der Kindheit erlebt hat. Dann geht man aus Angst manchmal zu sehr auf Abstand. Es ist auch die Frage, wie gut ich mich abgrenzen kann.
Hier, in diesem Forum, kann man gefahrlos vertraulich sein. Aber in der Realität denke ich nun über den Rat des Weisheitslehrers nach.

24.10.2019 17:12 • x 2 #52


kritisches_Auge
Das sind sehr gute Gedanken, die mich persönlich weiterbringen, dafür danke ich dir.

24.10.2019 17:52 • x 1 #53


Hoffnungsblick
Danke auch dir für deine Antwort.

Für mich ist es nicht immer einfach, die Wünsche nach Nähe und Freundschaft mit der nötigen Abgrenzung zu verbinden. Ein Stück weit muss man die "Erfüllung" vielleicht in sich selber suchen.

25.10.2019 17:54 • #54


Abendschein
Zitat von Hoffnungsblick:
Es ist schon traurig, wenn man gute Freundinnen verliert. Das kenne ich auch.Manchmal sind Menschen auch sehr empfindsam. Irgendwo habe ich mal bei einem Weisheitslehrer gelesen, dass man, wenn man Freunde behalten will, nicht zu vertraulich sein soll. Das habe ich erst nicht verstanden, weil ich bei Freunden ja auch Nähe suche. Manchmal ist der versteckte Wunsch nach Symbiose dabei, dass der Freund, die Freundin einem total gut versteht oder völlig übereinstimmt. Aber Nähe kann dann auch Ängste hervorrufen, die Angst vor Zurückweisung oder Verletzung, je nachdem, was man in der Kindheit erlebt hat. Dann geht man aus Angst manchmal zu sehr auf Abstand. Es ist auch die Frage, wie gut ich mich abgrenzen kann. Hier, in diesem Forum, kann man gefahrlos vertraulich sein. Aber in der Realität denke ich nun über den Rat des Weisheitslehrers nach.

Das sehe ich anders.

Grade in einer Freundschaft, darf ich mich öffenen, auch auf die Gefahr hin, verletzt zu werden, aber in einer Freundschaft sollte das nicht passieren. Passiert aber. Habe ich alles erlebt. Das Verletzt sein gehört zum Leben dazu, das widerum macht mich stark, daraus lerne ich. Die neue Freundin, die ich kennenlerne, darf darunter nicht leiden. Ganz auf Abstand gehen, geht nicht und ohne Verletzung geht es auch nicht. Im Forum gefahrlos vertrauen? Denke ich auch nicht.,

25.10.2019 19:04 • x 3 #55


Isa1982
Ich bin zweigeteilter Meinung.

Abstand ja - um sich selbst zu schützen. Drängt aber auch Menschen davon
Nähe ja - Vertrautheit verbindet. Macht aber auch verletzlich.

Ein gewisses Maß an beidem wäre wohl der richtige Weg, der ist aber schwer zu finden.

Mir fehlt gerade im Moment eine Freundin ( nicht meine ex ). Ich hätte gerne jemanden außerhalb zum reden....

25.10.2019 20:28 • #56


Habe einen Freund. Dessen Schwägerin (über 40) hatte einen neuen Mann kennen gelernt und ist zu ihm gezogen. Schon etwas sehr weit weg gezogen. Die Schwägerin hat den Kontakt zur ganzen Familie komplett abgebrochen, auch ohne Gründe und über Nacht. Nach einigen Jahren kam sie aber wieder. Nun ist der Kontakt wieder da. Was los war weiß keiner, vermutlich nicht mal die Schwägerin selbst. Ich habe das Gefühl, (viele) Frauen sind da anders. Müssen sich voll auf wichtige Menschen einschwingen. Andere wichtige Menschen stören dann manchmal und das geht nicht.

25.10.2019 20:44 • #57


Isa1982
Mein mann ist mir auch das wichtigste in meinem leben aber deshalb muss ich ja nicht den Kontakt zu anderen abbrechen.
Ich verstehe solche Menschen nicht.
Vielleicht möchte ich Sie auch nicht verstehen.

25.10.2019 20:59 • x 1 #58


Hoffnungsblick
Zitat von Abendschein:
Grade in einer Freundschaft, darf ich mich öffenen, auch auf die Gefahr hin, verletzt zu werden, aber in einer Freundschaft sollte das nicht passieren. Passiert aber. Habe ich alles erlebt. Das Verletzt sein gehört zum Leben dazu, das widerum macht mich stark, daraus lerne ich. Die neue Freundin, die ich kennenlerne, darf darunter nicht leiden. Ganz auf Abstand gehen, geht nicht und ohne Verletzung geht es auch nicht. Im Forum gefahrlos vertrauen? Denke ich auch nicht.,


Ja, es ist sicher eine differenzierte Angelegenheit. Wenn ich mich öffne und Nähe erlaube, dann laufe ich auch Gefahr, verletzt zu werden. Andererseits, wenn ich das vermeiden will und aus Angst "zu" mache, dann erlebe ich eben keine wirkliche Nähe.
Trotzdem, "zu" vertraulich hält manchmal andere auch auf Abstand.

26.10.2019 16:55 • #59


kritisches_Auge
Mein Analytiker machte viel Mist, aber manches habe ich bis heute behalten und für einiges war ich damals noch zu klein- psychisch gesehen.

Einmal nahm er meinen langen Schal, legte ihn sich das eine Ende um und sagte, jetzt sind wir beide durch den Schal vereint, dann gab er mir das Ende meines Schales zurück und sagte, jetzt sind wir wieder auseinander.

Eine Nähe muss wahrscheinlich sehr vorsichtig dosiert sein und muß die Sternstunde in einer Beziehung sein, aber nicht der Alltag.

26.10.2019 17:12 • x 1 #60




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