Pfeil rechts

Es macht mir wirklich Angst! Ich war außer um meine Kinder zu kriegen noch nie in einer Klinik und noch nie richtig krank. Ich finde es egoistisch zu denken,dass es einen schon nicht treffen wird,sondern nur die Anderen.

Also lieber will ich dann nicht mehr leben,als im Altersheim zu landen oder ein Pflegefall zu werden. Eine Patientenverfügung habe ich schon aufgesetzt.

Wie geht ihr mit diesem Thema um?

30.06.2012 10:36 • 26.07.2012 #1


6 Antworten ↓


Dazu schreibe ich lieber nichts, das ist ein HORROR für mich!!

Siehe meinen Beitrag Das Alleinsein macht mich fertig!

16.07.2012 15:24 • #2



Angst vor Abhängigkeit im Alter?

x 3


Liebe Surfina,
gerade wollte ich einen Beitrag zu einem ähnlichen Thema verfassen.
Ich lebe ein sehr zurückgezogenes Leben. Ich arbeite von zu Hause aus. An vielen Tagen komme ich nicht vor die Tür Ich leide unter Emetophobie, daraus resultierend unter Agoraphobie sowie unter Bindungsangst. Gerade geht wieder eine meiner Partnerschaften in die Brüche. Ich habe keine Kinder.
Eigentlich bin ich sehr gern alleine. Nur wenn ich allein bin, kann ich mich richtig entspannen, loslassen. Ich habe schon immer sehr viel Zeit alleine verbracht und ich fühle mich dann auch nicht einsam. Ich habe vielleicht fünf Freunde, aber auch die sehe ich nur selten, aufgrund der Agoraphobie und weil einige weit weg wohnen.
Auch ich war noch nie in einem Krankenhaus. Manchmal denke ich, da hängt ein Damokles-Schwert über mir. Irgendwann wird es zuschlagen. Und dann? Ich hätte nicht mal jemanden, der mir ein Köfferchen mit Sachen packt und es mir bringt. Nächste Woche werde ich 44. Ich frage mich, wie wird das sein im Alter: Kein Netzwerk an Freunden, kein Partner – das macht mir Angst.
Eine Patientenverfügung werde ich jetzt auch mal aufsetzen. Ansonsten ja, wie kann das aussehen? Ist immer so einfach gesagt, dann lieber nicht mehr leben wollen. Man weiß ja, dass zuallerletzt die Hoffnung stirbt.

Ohne Lösungsvorschlag, aber verstehend grüßt
noruna

P.S: Da das Krankenhaus ein Angst-Thema ist, habe ich kürzlich versucht eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen. Man hat mich abgelehnt, weil ich eine Psychotherapie mache – das nenne ich Diskriminierung.

24.07.2012 13:41 • #3


Dubist
wo macht man denn so eine patientenverfügung?

24.07.2012 13:44 • #4


Eine Patientenverfügung schützt dich nicht vor einer möglichen Einweisung in ein Altersheim, sondern ist nur für hirntote Patienten im KH gedacht, denen man keine Lebenschance mehr gibt.

Ich habe bewusst KEINE Patientenverfügung verfasst, denn ich werde jetzt, da ich körperlich noch gesund bin und geistig im Vollbesitz meiner Kräfte, nicht wissen, wie ich ggf. in einer solchen Situation denken oder eher empfinden werde.

Und verlasse mich drauf, dass Gott mich schon heim holt, wenn Er es für richtig hält.

Für mich hat das Alter keine Schrecken - es bringt mich jeden Tag mehr ein Stück näher nach Hause.

24.07.2012 13:49 • #5


Dubist
Joras bist du ein gläubiger mensch? das hast du aber schön gesagt.
Das hört sich vertrauensvoll an.
Glaub soviel ich weiß bedeutet aber auch eine Patientenverfügung das, daß in der Psychiatrie zum Beispiel oder auch im Alter nicht alles gemacht werden darf..
und das heißt auch mit medis und Behandlungen..
Das wär mir schon wichtig, das man da nicht alles in mich einflöst im Alter..
denn die patientenverfügung ist sicher nicht nur für halbtote gedacht.
Dubist

26.07.2012 08:34 • #6


Zitat von Dubist:
Joras bist du ein gläubiger mensch? das hast du aber schön gesagt.
Das hört sich vertrauensvoll an.
Glaub soviel ich weiß bedeutet aber auch eine Patientenverfügung das, daß in der Psychiatrie zum Beispiel oder auch im Alter nicht alles gemacht werden darf..
und das heißt auch mit medis und Behandlungen..
Das wär mir schon wichtig, das man da nicht alles in mich einflöst im Alter..
denn die patientenverfügung ist sicher nicht nur für halbtote gedacht.
Dubist


Bei einer patientenverfügung geht es darum, ob man Lebensverlängernde Maßnahmen will oder nicht und wenn nicht, wann nicht und in welchem Umfang. Mit klassischen medikamentengaben auch psychophamaka, hat das wenig zu tun. Eher ob man über magensonde ernährt werden will, an eine herzlungenmaschiene angeschlossen werden will oder bei gewissen Krankheitsbildern operiert werden will oder nicht. Diese greift dann immer dann, wenn man selber nicht mehr entscheiden kann. Sollte man irgendwann unter Betreuung stehen, so müssen vom Betreuer Inhalte der patientenverfügung beachtet werden.

26.07.2012 19:05 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler