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37

C
Hallo,
Ich mal wieder. Ich weiß nicht womit es zu tun hat, aber ich habe große Angst vorm älter werden.
Ich bin 43 - mein Mann aber über 20 Jahre älter. Kein Sex mehr. Ich arbeite viel. Es gibt bereits 4 Enkel insgesamt, ich müsste viel mehr Zeit in die Familie investieren, kann aber nicht wegen Ausbildung, Arbeit. Meine Mutter, seit 5 Jahrzehnten Raucherin, ist jetzt schwer lungenerkrankt - Emphysem.
Ich möchte die Ausbildung noch erledigen - dauert noch ca 1 Jahr.
Überall hört man, dass schon jüngere jetzt Krebs bekommen, ich hab mich auch nicht immer gesund ernährt usw.
Mir macht das total Angst - wiie geht es euch, was kann man/frau tun?
Cara

06.06.2024 16:42 • 15.06.2024 x 1 #1


34 Antworten ↓


Windy
Ich bin zehn Jahre älter und habe keine Angst davor, weil es sinnlos ist, da es nunmal der Lauf der Dinge ist, daß man älter wird und irgendwann mal irgendwie nicht mehr da ist. Es hat keinen Sinn sich deswegen Sorgen zu machen, damit macht man sich unnötigen Stress.

06.06.2024 17:35 • x 6 #2


A


Angst vor dem Alter

x 3


Celia
Liebe @Cara ,
ich möchte dir zuerst sagen, dass ich dich total gut verstehe. Ich kenne solche Ängste seit vielen Jahren und auch aktuell sind sie wieder sehr präsent. Nun bin ich in dem Alter deiner Eltern und deines Mannes, bin auch nicht gesund und mein Mann ebenfalls nicht. Auch ich frage mich, wie viel Zeit bleibt uns noch? Wie schaut unser Leben aus, wenn mehr und mehr Dinge, die einst erfreuten, immer mehr wegfallen? Es nutzt ja alles nichts, die Zeit schreitet unaufhaltsam voran. Das erschreckt viele Menschen. Wir verdrängen, wollen es nicht wahrhaben. Es zu akzeptieren, lerne ich gerade in einer Therapie.
Wir machen aus jedem Tag einfach das Beste. Wie sich die nahe oder ferne Zukunft gestaltet, wissen wir einfach nicht. Und was wäre, wenn sie schöner wird, als wir es uns angstvoll denken? Ein bisschen können wir dafür selber sorgen.
Dazu ist miteinander reden total wichtig, sowohl mit der Mutter als mit den Eltern deiner Enkel. Sagt offen, was du/ ihr zur Betreuung leisten könnt und wo eure Grenzen sind. Ich weiß sehr gut aus eigener Erfahrung, wie schwierig das Abgrenzen um sich selbst willen ist
Kurbelt für euer Zusammenleben die Fantasie an, macht eure Tage bunt. Angst mag keine bunten Farben und keine kleinen genussvollen täglichen Auszeiten. Wenn miteinander schlafen nicht mehr möglich ist, dann gibt es doch noch so viele andere Facetten in diesem privaten Bereich, wobei ihr euch nahe sein könnt. Ausprobieren, miteinander im Gespräch bleiben und nicht hinter der Mauer des Alters verstecken.
An deiner Gesundheit kannst du selber die Stellschrauben drehen. Ernährung, z.B. lässt sich gesund aufpeppen. An der Vergangenheit kannst du nichts mehr ändern, aber den Startpunkt auf heute setzen, das geht.
Bist du für die Pflege deiner Mutter zuständig? Wie kannst du dir Entlastung holen?
Wie sieht euer Familienzusammenhalt aus? Habt ihr zu euren Kindern einen guten Draht?
Wie alt sind die Enkel? Müssen sie von euch betreut werden oder genießen sie einfach nur die Zeit bei Oma und Opa?
Alles Gute! Celia

06.06.2024 17:40 • x 2 #3


C
Nein, Pflege ist noch kein Thema.
Betreuen kann ich nicht, ich studiere und habe 2 Jobs.
Mein Mann ist in Rente, er besucht die Enkel einmal pro Woche.
Das schlimme ist, ich kann diesbezüglich nichts leisten.

06.06.2024 18:20 • #4


Psychic-Team
Hallo,

zu diesem Schwerpunkt gibt es ein Sammelthema:

zukunftsangst-generalisierte-angststoerung-f57/angst-vor-dem-aelter-werden-t47323.html

Beste Grüße
Carsten

06.06.2024 18:51 • #5


V
Seit ich die 40 überschritten habe, habe ich das Gefühl, dass die Zeit viel schneller vorbeigeht als es früher der Fall war. Aber wie Windy es schon geschrieben hat, so ist das Leben. Wir alle werden älter. Das ist ganz natürlich.

Ich werde übrigens gerne älter. Wenn es nicht so wäre, müsste ich mein Leben vorzeitig beenden. Und das möchte ich definitiv nicht.

06.06.2024 20:11 • x 1 #6


Windy
Zitat von Vreni1976:
Ich werde übrigens gerne älter.

Auch, die postiven Seiten sind, daß man besonnener an alles herangeht und man tatsächlich etwas weiser wird. Schützt natürlich nicht vor Fehlern, die auch zum Leben dazugehören und ohne die man niemals bis hierhin gekommen wäre. Ich mag es auch älter zu werden, fühle mich viel besser als in jungen Jahren, als ich meiner Impulsivität noch so ausgeliefert war.

06.06.2024 20:52 • x 1 #7


V
Hier kann ich dir leider nicht beipflichten. Ich bin immer noch sehr impulsiv und wäre gerne ruhiger und gelassener.

06.06.2024 21:22 • x 2 #8


Ferrum
Ordne dein Leben und richte es etwas mehr nach deinen Bedürfnissen aus. Willst du die nächsten 25 Jahre keinen Sex mehr haben? Freue dich an deinen Enkeln, aber mit 43 bist du noch keine alte Schachtel und bekommst nicht gleich Krebs. Du wirst bestimmt über 80.

06.06.2024 23:27 • #9


C
Was soll ich denn machen? Naja 25 jahre keinen Sex wäre natürlich nicht so toll

07.06.2024 18:52 • x 2 #10


Kentucky
Zitat von Cara75:
Was soll ich denn machen? Naja 25 jahre keinen Sex wäre natürlich nicht so toll

Warum habt ihr denn keinen mehr?
Mag dein Mann nicht mehr, oder *kann* er nicht, aus welchen Gründen auch immer (?)
Oder ist da nicht mehr viel zwischen Euch?

Wenn er 20 Jahre älter ist, wirst du eines Tages alleine sein. Macht dir das die Angst vor dem Alter?

07.06.2024 21:01 • #11


Donnie_Darko
Wenn ich Angst vor dem Altern oder Krankheiten habe, sehe ich das als Zeichen, dass ich meine Lebenszeit nicht nutze.

08.06.2024 02:05 • x 1 #12


laluna74
Zitat von Donnie_Darko:
Wenn ich Angst vor dem Altern oder Krankheiten habe, sehe ich das als Zeichen, dass ich meine Lebenszeit nicht nutze.

Da hast du durchaus recht..

Deshalb werde ich alles dafür tun, um meine Lebenszeit so gut wie möglich zu nutzen..

08.06.2024 02:10 • #13


C
Zitat von Donnie_Darko:
Wenn ich Angst vor dem Altern oder Krankheiten habe, sehe ich das als Zeichen, dass ich meine Lebenszeit nicht nutze.

ich denke das ist so derzeit - die Ausbildung ist halt auch hart - und außer arbeiten und lernen ist nichts…

08.06.2024 10:41 • #14


Reconquista
Der Mensch ist doch durch und durch ein Angstwesen. Er hat vor allem Angst und sein ganzes Leben besteht nur darin, die Angst in all ihren Erscheinungsformen zu bändigen und für Momente loszuwerden. Nur deshalb gibt es Kultur, Forschung und Kriege. Insofern ist Angst vor dem Alter eine Selbstverständlichkeit. Hätte jemand keinerlei Angst vor Krankheit, Alter, Verfall und Sterben, wäre es kein Mensch.

08.06.2024 11:33 • x 3 #15


C
Schon, das ist sicher so. Nur, wie diese Lebenszeit nutzen, wenn alles vollgestopft ist, mit Verpflichtungen?

08.06.2024 14:42 • #16


S
Zitat von Cara75:
wenn alles vollgestopft ist, mit Verpflichtungen?

Wer legt denn fest, ob das alles wirklich Verpflichtungen sind?
Einiges kannst du doch selbst entscheiden und steuern.
Musst du z.B. wirklich so viel arbeiten?
Sicherlich kann man nicht alles selbst steuern, aber oft ist es mehr als man denkt.

Das mit deiner Mutter ist tragisch, klar, aber auch hier: Was hilft es, wenn du dich ksputt machst, weil du zu viel Sorge und Zeit für deine kranke Mutter abgibst?
Ich hatte damals eine ähnliche Situation und habe meine Quittung bekommen.
Die Krankheit deiner Mutter ist nicht deine.
Du entscheidest, wie oft du deine Enkel sehen willst/kannst, nicht deine Kinder.

Du musst versuchen, klare Grenzen zu setzen...du stehst an erster Stelle.

08.06.2024 14:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

C
Hallo,
Es stimmt schon, ich könnte schon etwas steuern.
Nur - ich mache diese Ausbildung, mein Vertrag ist befristet, daher 2 Jobs. Der Vertrag ist solange befristet, bis die Ausbildung fertig ist. Ich werde sie wohl bald abgeschlossen haben, jedoch bis Ende diesen Jahres brauche ich sicher noch.
Dort wo ich arbeite, sind die Stunden auch nicht immer sicher. Daher übernimmt jeder viele Aufgaben.
Mein Enkelchen ist meistens von den anderen Großeltern betreut, und braucht mich nicht - aber ich versuche auch ein bisserl zu unterstützen, lade ein, usw.
Die anderen Enkel brauchen auch etwas Zuwendung - und wenns nur mal mitkochen ist oder sowas.
Zeit für mich gibts nicht mehr.
Einen Hund haben wir auch noch, einen jungen - mein Mann ist zwar in Rente, aber der Hund fordert schon heftig, daher soll ich nach der Arbeit heim und dort sein.
Mein Papa hat zwar ne Freundin, die hasst mich aber, sie kommt nie mit. Meinen Vater seh ich auch einmal pro Woche.
Tja - wo soll denn da noch Zeit fürs Leben sein?

08.06.2024 15:13 • x 2 #18


laluna74
Zitat von SteveRogers:
Das mit deiner Mutter ist tragisch, klar, aber auch hier: Was hilft es, wenn du dich ksputt machst, weil du zu viel Sorge und Zeit für deine kranke Mutter abgibst?
Ich hatte damals eine ähnliche Situation und habe meine Quittung bekommen.
Die Krankheit deiner Mutter ist nicht deine.
Du entscheidest, wie oft du deine Enkel sehen willst/kannst, nicht deine Kinder.

Du musst versuchen, klare Grenzen zu setzen...du stehst an erster Stelle.



Die Krankheit Deiner Mutter ist nicht Deine

Das ist leicht gesagt..mach das mal mit Deinem Gewissen aus..

Wie kann man Freude empfinden, wenn es meinen Lieben schlecht geht und ich mich dann nicht ausreichend kümmere...

Ich sage das, weil das auch meine Ängste sind..

Angst nicht genug getan zu haben, wenn es anderen einmal schlechter geht..

08.06.2024 15:15 • x 1 #19


S
Zitat von Cara75:
Es stimmt schon, ich könnte schon etwas steuern.

Finde ich gut, dass du das einsiehst u. zugibst
Bei einigen wird an diesem.Punkt schon auf Granit gebissen.


Zitat von Cara75:
ich mache diese Ausbildung, mein Vertrag ist befristet, daher 2 Jobs. Der Vertrag ist solange befristet, bis die Ausbildung fertig ist. Ich werde sie wohl bald abgeschlossen haben, jedoch bis Ende diesen Jahres brauche ich sicher noch.

Ok, absolut verständlich. Dann kannst du hier eben nicht viel ändern. Zieh es durch. Punkt aber dann auch abhaken u. akzeptieren.

Zitat von Cara75:
Mein Enkelchen ist meistens von den anderen Großeltern betreut, und braucht mich nicht - aber ich versuche auch ein bisserl zu unterstützen, lade ein, usw.
Die anderen Enkel brauchen auch etwas Zuwendung - und wenns nur mal mitkochen ist oder sowas.

Das ist ja alles ok u. verständlich, aber wenn das hier am Ende als Ergebnis heraus kommt, solltest du schon ein wenig überlegen:
Zitat von Cara75:
Zeit für mich gibts nicht mehr.

Es ist doch so:
Wenn man für sich selbst über sehr lange Phasen keine Zeit mehr hat, wird sich das in negativer Form zeigen (wenn es blöd läuft eben psychische Erkrankung). Wenn du an dem Punkt ankommst, wird das, was du jetzt (für andere) noch kannst, noch viel weniger klappen. Dann wirst du keine Kraft mehr für deine Enkel, deine Mutter und deinen Job haben. Ungefähr klar, was ich meine?


Zitat von Cara75:
Einen Hund haben wir auch noch, einen jungen - mein Mann ist zwar in Rente, aber der Hund fordert schon heftig, daher soll ich nach der Arbeit heim und dort sein.

Hund ist eine tolle Sache, aber wenn er mehr Pflicht und Stress ist als gut tut, hat es halt keinen Sinn.


Zitat von Cara75:
Meinen Vater seh ich auch einmal pro Woche.

Musst du das denn immer?
Auch hier....Es gibt keine Regel.
Du entscheidest das.


Zitat von Cara75:
Tja - wo soll denn da noch Zeit fürs Leben sein?

Ich verstehe dich total, weil ich vor etlichen Jahren auch an dem Punkt war (Haufen Arbeit, eigene Familie mit kleinen Kindern, Eltern, die krank waren usw).
Was war die Folge? ... schau in meinen Account bei Erkrankungen.

Du musst dir unbedingt Grenzen setzen. Es ist dein Leben und du bestimmst großteils, wie es läuft.
Das Wort Verpflichtung ist ein sehr sehr schlechtes finde ich. Damit lädt man sich automatisch einen Berg von Dingen auf, die man augenscheinlich nicht beeinflussen kann, sondern einfach ertragen/erleiden muss. Das geht vielen Menschen so. Es ist aber eben meist nicht so, dass man dem hilflos ausgeliefert ist.

08.06.2024 15:26 • #20


A


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