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Ich bin w15 und eine totale Katastrophe...
Ich fühle mich ziemlich einsam und alleine obwohl mir meine Familie ständig sagt, dass ich es nicht sei, wenn ich raus gehen würde.
Als Teenager hat man normalerweise Freunde oder einen festen Freund, durch die Pubertät manchmal mehr oder weniger Erfahrungen.
Nun ich bin seit einem Jahr ohne Freunde, wurde meine Schuljahre durchgehend gemobbt (bereits Schule gewechselt) und isolierte mich. Ich könnte niemanden als beste Freundin oder besten Freund bezeichnen. Einen Freund hatte ich auch nie. Irgendwie macht es mich traurig, wenn ich Freunde oder Verliebte sehe. Zu gerne wäre ich mal verliebt.

Ich habe immer den Gedanken, ich sei noch zu jung oder einfach zu verklemmt aber irgendwie denke ich, dass Männer/Jungs nur jemanden zu befriedigen oder ablenken brauchen und das war's. Wäre in dieser Gesellschaft nicht ungewöhnlich.
Meine jüngere Schwester (14) wechselt ihre Freunde monatlich und ich finde das abstoßend.
Ich bin seit einem halben Jahr schon nicht mehr zu Schule und war auch in Therapie (noch aktuell) und habe niemanden so wirklich.
Sicher werde ich noch lange alleine bleiben...

Was soll ich da tun? Gibt's unter euch jemanden, der das selbe Problem hat?

06.03.2018 01:47 • 23.01.2020 #1


11 Antworten ↓


Ich hatte zwar schon Beziehungen, aber erst sehr spät, (mit 20) dann nur sehr kurze, über Netz und ohne Sex, das heißt ich bin noch Jungfrau. Irgendwas langanhaltenderes und intimeres nie entstanden. Interessentinnen kommen manchmal, aber dann hab ich kein Interesse, oder wenn ich mich für Jemand interessiere, kein Interesse an mir, irgendwie also kein Glück.
Du bist wenigstens noch jung, da ist das okay noch keinen Freund zu haben, das ist nichts was man in dem Alter unbedingt haben muss, natürlich ist das blöd wenn man in seiner Pubertät das andere Geschlecht nicht kennen lernen kann, dann können auch Depressionen entstehen und Isolation, in deinem Alte rhab ich mich auch für das Weib sehr interessiert, aber dann habe ich mich so gefühlt wie du, ansprechen ging irgendwie nicht, Ängste, Schüchternheit, Misstrauen, und das bis heute, und ich entfernte mich von der erfolglosen Realität und schlafe mein Leben in einer Traumwelt, wo das alles anders ist.
Keine Ahnung was man da tun kann, du bist noch jung und hast noch viel Zeit deinen Weg zu finden, über alles nachzudenken und eine Lösung zu finden, auch wenn du sie nicht findest, es gibt bestimmt eine.
Und nein, nicht jeder Mann will eine Partnerschaft nur zum eigenen Zweck, oder nur um seine Triebe nachzugehen, und Frauen könnte man das genauso nachstellen, aber tatsächlich gibt es auch Menschen die auch geben können, statt nur nehmen. Aber die muss man erstmal finden.

06.03.2018 03:15 • #2



Hallo Fabienne15s,

Ich wäre gern verliebt - Wer kennt das?

x 3#3


veggie1965
Hallo,

ich habe dasselbe Problem, nur daß ich 37 Jahre älter bin, hatte nur wenige Zeit eine Beziehung, bin sehr unerfahren und seelisch auch manchmal chaotisch, aber ich genieße große Radtouren, auch ohne Partnerin.

Gruß Richard

06.03.2018 11:15 • x 1 #3


Bauer-Jani
Zitat von Fabienne15s:
Ich bin w15 und eine totale Katastrophe...
Ich fühle mich ziemlich einsam und alleine obwohl mir meine Familie ständig sagt, dass ich es nicht sei, wenn ich raus gehen würde.
Als Teenager hat man normalerweise Freunde oder einen festen Freund, durch die Pubertät manchmal mehr oder weniger Erfahrungen.
Nun ich bin seit einem Jahr ohne Freunde, wurde meine Schuljahre durchgehend gemobbt (bereits Schule gewechselt) und isolierte mich. Ich könnte niemanden als beste Freundin oder besten Freund bezeichnen. Einen Freund hatte ich auch nie. Irgendwie macht es mich traurig, wenn ich Freunde oder Verliebte sehe. Zu gerne wäre ich mal verliebt.

Ich habe immer den Gedanken, ich sei noch zu jung oder einfach zu verklemmt aber irgendwie denke ich, dass Männer/Jungs nur jemanden zu befriedigen oder ablenken brauchen und das war's. Wäre in dieser Gesellschaft nicht ungewöhnlich.
Meine jüngere Schwester (14) wechselt ihre Freunde monatlich und ich finde das abstoßend.
Ich bin seit einem halben Jahr schon nicht mehr zu Schule und war auch in Therapie (noch aktuell) und habe niemanden so wirklich.
Sicher werde ich noch lange alleine bleiben...

Was soll ich da tun? Gibt's unter euch jemanden, der das selbe Problem hat?

Hallo Fabienne!
Mach dir keinen Kopf, dass kommt noch alles
Ganz nebenbei hast du eine sehr gute Einstellung, behalte sie bei

Liebe Grüße
Jani

06.03.2018 17:48 • x 1 #4


Ich denke jeder wünscht sich von irgendjemandem geliebt zu werden, sei es von der Mutter, dem Vater oder einer anderen gleichaltrigen Person. Bei mir ist es so, dass ich schon gerne eine Freundin hätte, aber ich bin der Meinung, dass ich dafür noch nicht bereit bin. Denn außer meiner Arbeit habe ich keine weiteren Hobbys großartig und beschäftige mich viel alleine.

Mobbing zeigt leider oft die hässliche Seite von Menschen und ist nach wie vor ein Tabuthema. Ich kenne das, in unserer Klasse früher wurde auch ein Mädchen heftig geärgert und ausgegrenzt. Ich wäre gern eingeschritten, konnte aber nur meine damaligen sogenannten Freunde davon abbringen. Einige andere Mädchen hatten daraufhin das Ganze immer mehr verstärkt. Ich hatte eben auch das Risiko, dass die anderen glauben, ich würde was von ihr wollen, nur weil ich versuche mit ihr zu sprechen, damit sie nicht ganz alleine ist. Deswegen hatte ich das dann auch sein gelassen. Sie hat dann die Klasse gewechselt und ich war sauer auf mich selbst, weil ich mitbekam, dass es in der neuen Klasse genau so lief. Man kann sich eben auch nicht alleine gegen eine ganze Gruppe wehren und ich wusste nicht, wie die anderen reagieren würden, wenn ich gesagt hätte, lasst sie doch einfach in Ruhe.

Gib nicht auf, es sind nicht alle so. Nur weil jemand schweigt, heißt das nicht, dass er den Mobbern zustimmt, meist hat man nur selber Angst, so wie ich damals. Man muss versuchen mit anderen zu sprechen, wenn nicht die ganze Klasse dabei ist. Lieber den Lehrer oder Lehrerin bitten, ein Auge auf bestimmte Personen zu haben und dass er oder sie nicht die anderen direkt anspricht, sondern nur erstmal beobachtet. Und mach dir auf gar keinen Fall Gedanken, warum die das machen, das sind die nämlich nicht wert.

Viel Glück

14.03.2018 20:34 • x 1 #5


Streulicht
Hallo fabienne

Mein Sohn ist 17 und er hatte mit 15/16 auch das Problem das alle Kumpels etc.
Freundinnen hatten..oftmals bin ich mit dn Namen nicht mitgekommen
So schnell wechselten sie..am 17geburtstag meines Sohnes
Kamen 2Mädels der Rest nur Jungs..er fragte mich ob er wohl je
Eine Freundin hat...nun was soll ich sagen seit 2monaten ist
Er mit einer süssen Freundin zusammen und zum ersten mal
Verliebt in seinem Leben... obwohl er chaotisch ist
Finde deine Einstellung auch gut. Lass dir nix vormachen!

14.03.2018 20:49 • #6


aldia249
Hey liebe Fabienne,

erstmal cool down! Du bist erst 15. Das ist noch so unglaublich jung (und meiner Meinung nach zu jung für S. und schon 10 mal zu jung für eine ernsthafte Beziehung)
Dass du gemobbt wurdest tut mir wahnsinnig leid. Das hast du nicht verdient, keiner hat es verdient. Wichtig ist, dass du so ein Verhalten (so persönlich Beleidigungen auch werden) niemals auf dich bezogen sind. Mobben ist immer ein Zeichen von eigenem Fehlverhalten und Problempaket. Igel dich deshalb nicht ein! Ich hoffe, du findest einen Weg, das für dich und in der Therapie zu verarbeiten.

Vergleich dich nicht mit deiner Schwester. In jungen Jahren auf so einen Männerverschleiß quasi stolz sein ist nichts, was auch nur annähernd Anerkennung verdient. Im Gegenteil.

Setz dich nicht unter Druck..am Besten, du lernst dich jetzt erstmal selbst zu lieben. Such dir ein neues Hobby oder irgendwas, was du gerne machst. So wirst du automatisch mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen und kannst Freundschaften knüpfen. Sei offen. Wann dein Prinz (1 bis wer weiß wie viel) kommt, steht nicht in deiner Macht. Das wird passieren. I

Ich wurde damals auch zeitweise gemobbt (müsste dein Alter gewesen sein) Auch heute noch ertappe ich mich, wie das Konsequenzen auf mein Verhalten hat (bsp. mach ich mich vor anderen immer klein und lasse andere entscheiden) Allein das Wissen woher das kommt hilft, es an vielen Stellen zu unterlassen. Noch dazu hatte ich meinen ersten Freund auch erst mit 17/18. Meine beste Freundin und ein guter Freund haben ihre ersten Beziehungen und S. erst mti 24 und 25 gehabt. Beide leben immer noch mit den ersten Partnern zusammen und sind überglück..also alles cool.

Vergleich dich nicht mit anderen und sei offen für Neues.. die Zeit wirds richten.

14.03.2018 21:36 • x 4 #7


Mademyberg
meine erste verliebtheit hatte ich mit 16. wurde nix draus und ich wurde teils ausgenutzt. mein bester freund sagt heute das sie mich teils echt mies behandelt hat. hab ich komischerweise nie bemerkt oder es mitbekommen. jaaa ich war halt sehr naiv aber fand es irgendwie schön. war halt ne bestätigung das ich im prinzip "ein normaler junge *hust hust*)" bin. mit 21 kam die nächste und es war schneller vorbei als das leben ner eintagsfliege. wo der kontakt dann auch irgendwie flöten ging. nachdem kennenlernen erkannte man halt das man zu verschieden war.

lass dir zeit. gibt so viele sachen die ddu alleine machen kannst. viele davon enden mit neuen bekanntschaften. ein paar wenige mit freunden. und ich wette irgendwann fischt man da auch wen nettes raus für mehr

nur so als anhang und so: ich bekomm das momentan so mit (alte heim bekanntschafften hust hust) die sich daraus so nen elefanten zusammen basteln und sich dann wundern wieso der pappelefant im regen zusammenbricht. wennde dich sooooo hart verstellst um den anderen zu "gewinnen" wirste wohl nich glücklich werden. ist mir noch nie passiert aber klingt logisch . also sei du selbst und hoffe das beste. musste ich auch vor kurzem lernen ^^

15.03.2018 01:46 • #8


MissAnn
Hey, Fabienne15s.

Hör bitte auf, meine Lebensgeschichte zu erzählen.
Alles, was du schilderst, kenne ich nur zu gut von mir selbst in deinem Alter. Schwere Zeiten waren das... Doch soll ich dir was sagen? Mit meinen nunmehr 21 Jahren hat sich dieses Thema völlig gegessen. Und weißt du, wie ich das geschafft habe? Ich habe den Mut aufgebracht, Leute anzusprechen. Gut, ich habe sie erst eine Zeit lang beobachtet, wie sie zu anderen Leuten sind. Und wenn das, was ich gesehen habe, mir gefallen hat, bin ich auf sie zugegangen. Habe Gemeinsamkeiten angesprochen und nach weiteren geforscht.
Ich war auch nicht wirklich jemand, der gerne nach der Schule noch raus ging und sich nach Freunden umgeschaut hat. Nein, das war nichts für mich. Und von meinen Eltern habe ich dann dieselben Phrasen an den Kopf geworfen bekommen wie du. Angefangen Freunde zu suchen habe ich in der Schule. Dort ist es leicht, Interessen herauszufinden, indem man dem Unterricht folgt und sich die Gesichter und das Verhalten von Personen ansieht, wenn es um ein bestimmtes Thema geht. Gemeinsames Interesse gefunden? Person okay? In der Pause anlabern! Das ist anfangs schwer, vor allem wenn Mobbing ein großes Thema ist. Doch schäme dich nicht für deine Art zu leben, deine Art zu sein. Dass das Leben nicht aus hübschen und hässlichen Menschen besteht, werden die Mobber auch noch in ihrem Leben lernen, wenn ihnen ein Chef die ganze Zeit auf den Kopf ka**t.

Zudem ist es manchmal echt schwer, Leute zu finden, die auf einer Wellenlänge mit einem sind. Die laufen dir nicht einfach plötzlich über den Weg. Genauso wenig wie Jungs, die wirklich an einer Beziehung interessiert sind und nicht nur an Intimität. Vor allem in den jungen Jahren, wo die S*xualität gerade beginnt, sich zu formen.
Dass du Zuwendung von einem Jungen willst, kann ich gut verstehen. Zu jung bist du in der heutigen Zeit dafür nicht mehr. Musst dir aber auch ins Gedächtnis rufen, dass Jungs mal blöd waren. Und Jungs langsamer reifen als Mädchen. (Sorry, nur meine Meinung, Jungs. ) Lass dir Zeit! Blöder Satz und dennoch wahr.
Um einen Jungen kennen zu lernen, ist es auch ganz wichtig, ein bisschen kontaktfreudig zu sein. Versuche, ein bisschen aus dir raus zu gehen. Schüchternheit ist echt schwer zu überwinden, ich kenne das. Auch da darfst du dich nicht drängen und auch zu nichts zwingen. Wenn du Lust hast, eine Person anzusprechen - immer los! Ein Gespräch bedeutet kein Weltuntergang.

Ach, und... Verliebtsein heißt doch nicht, dass man dafür jemanden kennen muss. Funktioniert auch perfekt bei unbekannten Personen, die man auf dem Schulflur trifft.


Liebe Grüße,
Kathi


PS.: Mobber haben nur so lange Erfolg mit ihrem Tun, wie du ihnen klein bei gibst. Wehre dich! Es gibt nicht umsonst Lehrkräfte und Vertrauenslehrer. Und wenn du siehst, dass ein anderer Mitschüler/andere Mitschülerin gemobbt wird... Hilf ihr! Gehe mit ihr zu Autoritätspersonen und sage, welche Schüler euch mobben. Sie/Er wird dir dankbar sein. So habe ich ebenfalls als ehemaliges Mobbingopfer einem Mobbingopfer (nun auch ehemals) geholfen und sie als gute Freundin gewonnen.

25.03.2018 21:10 • #9


Hey Fabienne,

dies von mir (m,43):

Auch wenn du dir ganz komisch vorkommst, ganz allein und irgendwie sonderbar. Keiner verliebt sich in dich und du findest keinen Freund und keine Liebe, während die anderen munter Ihre Erfahrungen sammeln ... Du bist nicht allein in diesem Gefühl, und es geht vielen jungen Menschen so; heute mehr als gestern. Und mir ging es von 15 bis 22 ganz genauso.

Doch: Es gibt jede Menge Hoffnung:

Dass du so bist, wie du bist, verstrickt in dir selbst und mit dem Blick nach innen: Es ist NIE und NIMMER deine Schuld, sondern das Produkt eines Mixes aus: 1. Deiner Genetik, für die du nix kannst 2. Deiner Erziehung, für die du nix kannst 3. Der Bio-Chemie in deinem Gehirn, die du nicht durch positives Denken einfach so beeinflussen kannst 4. Deinem sozialen Umfeld, das dich prägt und 5. sogar auch der gesellschaftlichen Umstände, die du auch nicht wegwischen kannst.

Also schreib dir bitte hinter die Löffel: Du kannst überhaupt nix dafür. Andere tragen halt nicht so einen Ballast mit sich rum wie du das musst. Das ist unser Schicksal, unsere Ausgangsposition, die wir akzeptieren müssen. Der eine wird farbenblind in die Welt geworfen, der andere mit einer dicken Nase, und du halt mit deiner Traurigkeit. Du bist NIEMALS ineffizient, sondern es ist wie es ist, lerne das bitte. Wenn es regnet, kannst du dich lange darüber beklagen, der Regen wird davon keinen Deut weniger - oder du akzeptierst den Regen und machst den Regenschirm auf.

Jut, wenn du deinen Status Quo akzeptiert hast, machst du dich ans arbeiten. Und das tust du bereits, in dem du zum Psychologen gehst und was ich klasse finde. Ich hoffe, du hast den richtigen gefunden, was bei mir auch einen Moment gedauert hat. Wichtig ist, dass du dich bei ihm aufgehoben fühlst und er dir das Gefühl vermittelt zu wissen, wie es dir geht. Denn die Ursachen deiner Traurigkeit sind bekannt und hinreichend untersucht, und gleichzeitig ist der am besten funktionierende Weg raus aus der Traurigkeit ebenfalls schon lange erforscht und bekannt. Das gehört zum Grundlagen-ABC jedes Psychologie-Studiums. Mein Weg, den ich nur wärmstens empfehlen kann, ist die Verhaltenstherapie. Als erstes: Blick auf die Ursachen, die findest du heraus und solltest du immer parat haben. Dann aber: das Arbeiten am konkreten Alltag: In welche Gedanken- und Verhaltensmuster fällst du immer wieder, die dich traurig machen? Und das Einüben neuer Verhaltensmuster, die dich glücklich machen. Es geht ums Lernen, wobei sich halt in deinem Gehirn auch die Synapsen neu verdrahten, genauso wie beim Mathe-Lernen. Immer wieder die Übung gemacht, und irgendwann kannst du das richtige Ergebnis allein ausrechnen. Immer wieder hingeschaut, welche Denk- und Verhaltensweisen dich unglücklich machen und in kleinen Schritten neue Denk- und Verhaltensweisen eintrainiert macht dich glücklich. Zu einem großen Teil ist Glück wirklich lern- und trainierbar.

Helfen tut auch Chemie. Ich war mir lange zu vornehm dafür. Als in einer sehr traurigen Phase meines Lebens mich ein Kumpel schon fast zum Psychologen prügelte, ließ ich mir die Tabletten dann doch verschreiben. Und sie wirkten Wunder. Wie, wenn man mit dem Flugzeug durch die Wolken stößt: Unten ist alles November-grau und plötztlich blauer Himmel und Sonne. Man kommt halt erst einmal wieder auf ein gutes Level; und nimmt die Tabletten dann später wieder raus ...

Ein Teil deines Problems, oder sagen wir lieber freundlicher: deiner Macke, ist Angst, denke ich. Die fühlt sich nicht immer so an, wie wenn ein Kampfhund ohne Leine auf dich zurennt. Sie zeigt sich vielmehr eher indirekt und in vielen kleinen Sachen. Wenn du Ausreden erfindest, um nicht vor anderen zu reden. Wenn du sofort wegschaust, wenn dich dein Schwarm durch Zufall anschaut. Wenn sich jemand unfair dir gegenüber verhält, du aber die Klappe hälst und für dich die Rechtfertigung findest: Er ist halt ein Idiot und was soll man da machen. Finde solche Situationen und mache es nur ein klein wenig anders als sonst: Schaue deinem Schwarm nur 3 Sekunden in die Augen und erst dann weg. Der Kampf gegen die Angst ist kein Heldenkampf, sondern geschieht in vielen kleinen Schritten, in denen du dir oft genug wie ein Depp vorkommen wirst. Aber egal, mach weiter. Auf einen steilen Berg gelangt man am besten nicht direkt, sondern in Serpentinen. Was soll schon passieren? Entweder alles bleibt wie es ist - oder du gibst dir einen ganz kleinen Schubs und versuchst mal ganz klein etwas anderes ...

Viele Grüße

18.01.2020 15:32 • #10


relinquished
Zitat von ErkenneDich:
Hey Fabienne,dies von mir (m,43):Auch wenn du dir ganz komisch vorkommst, ganz allein und irgendwie sonderbar. Keiner verliebt sich in dich und du findest keinen Freund und keine Liebe, während die anderen munter Ihre Erfahrungen sammeln ... Du bist nicht allein in diesem Gefühl, und es geht vielen jungen Menschen so; heute mehr als gestern. Und mir ging es von 15 bis 22 ganz genauso. Doch: Es gibt jede Menge Hoffnung: Dass du so bist, wie du bist, verstrickt in dir selbst und mit dem Blick nach innen: Es ist NIE und NIMMER deine Schuld, sondern das Produkt ...


wer soll das bitte lesen? wir leben hier alle nur einmal

22.01.2020 14:30 • #11


Upps nicht gesehen dass es ein alter Beitrag ist

23.01.2020 07:36 • #12




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