@HeikoEN-@Hoffnungsfroh Herzlichen Dank für eure wertvollen Ratschläge,das empfohlene Buch werde ich mir am Samstag noch kaufen.
Heiko,ich habe,um den Ursachen meiner Bindungsangst auf den Grund zu gehen,in 6 Monaten psychologischer Behandlung,u.a.auch eine so-
genannte "Lebenslinie"erstellt".Die Ursachen bei mir liegen,wie du vermutet hast,in meiner Kindheit.Ich liebe meine Eltern,sie sind,wenn sie nicht unter Streß stehen,
sehr liebevolle Menschen.Als ich aber ein Kind war,waren meine Eltern von morgens bis abends außer Haus,sie waren selbständig und hatten ein Juweliergeschäft.
Wenn sie dann abends nach Hause kamen,waren sie müde+gestreßt.Mein Vater wollte nur noch Ruhe haben,meine Mutter mußte noch kochen und ihre Zuwendung auf meine 3älteren Geschwister+mich verteilen.Das war dann aber auch der reine Streß.Es ging uns zwar finanziell gut,aber Nähe,Zusammenhalt+mit den Eltern reden oder etwas unternehmen,war da nicht drin,dabei war daß mein größter Wunsch:Eine Familie,die sich nah ist,und man über alles reden kann.Leider hat sich in meiner kindlichen Unwissenheit dadurch die feste Überzeugung gebildet,es müßte in jeder Beziehung so enden,wie bei meinen Eltern.Die schönsten Erinnerungen an meine Familie sind die gemeinsamen urlaube,da waren meine Eltern so,wie sie sein konnte,wenn Sorgen+Streß mal außen vor blieben.Sie waren fröhlich,unternahmen sehr viel mit uns Kindern,hörten uns zu,und wirwaren einfach eine glückliche Familie,so wie ich es mir immer gewünscht hatte.Aber nach 3 Wochen war dann alles wieder wie gehabt.Das ist der Hauptgrund,warum ich Beziehungen immer so früh beende,weil mein Unterbewußtsein mir einredet,sobald der Alltag überhand nimmt,wird die Beziehung genau wie damals bei meinen Eltern,nämlich lieblos(mein Empfinden),von Streß+Sorgen überschattet.Ich weiß,daß das Quatsch ist,aber das sitzt so tief,daß ich es bis Heute nicht ändern konnte,obwohl ich z.B.meine Ehefrau von ganzem Herzen geliebt habe,und wir einen Sohn haben.Die Ursprünge meiner BA sind mir bewußt,ich habe es aber nie geschafft,dieses Wissen in der Praxis zu leben.Ich bin jetzt knapp ein Jahr Single,und mir fehlt die Zweisamkeit so sehr,daß mich die Ein- samkeit schier zerreißt.Dazu kommt die Angst,daß ich jetzt vielleicht gar keine "Gefährtin",mitder ich das Leben teile,finde. Paradox,ich weiß es.Ich hole mir Sa. das Buch "Vom Jein zum Ja,und hoffe,darin etwas hilfreiches zu entdecken. Danke,ihr Zwei,wünschèuch ein streßfreies,angenehmes Ostern

Ciao,Peter