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S
Hallo,

gibt es hier andere, die keinen Partner haben und eine Agoraphobie haben? Mich würde interessieren, wei ihr damit umgeht. Ich habe tolle Freunde, aber de sind alle in einer Beziehung und sie haben natürlich auch nicht immer Lust und Zeit was mit mir zu unternehemn und mich dann auch noch abzuholen (ich trau mich allein kaum raus).

Vielleicht iste s ja gur, dass der Leidensdruck gerade steigt und ich schaffe so mehr Konfrontation. Im Moment erlebe ich das als sehr quälend. Wie macht Ihr das so?

Schöne Grüße, Smilla

12.04.2009 19:19 • 27.05.2009 #1


6 Antworten ↓


I
Hallo,

offen gesagt, musste ich zu erst Mal bei Wikipedia nachschauen was Agorophobie ist. Dein Artikel hat mein Interesse geweckt, da ich seit mehreren Jahren keinen Partner habe und auch nicht ausgehe weil ich mich dabei unwohl fühle öffentlich aufzutreten (ich glaube das ist im wesentlichen die Definition von Agorophobie).

Bei mir besteht das Problem darin, dass ich zwar auch tolle Freunde habe, aber die haben eigene Beziehungen und eigene Partner. Wenn wir Mal gemeinsam ausgehen (was mich Überwindung kostet) führe ich mich wie das fünfte Rad am Waagen . Mir fällt es schwer zu akzeptieren dass mich jemand wirklich mag.

Du möchtest wissen wie man damit umgeht? Nun, ich gehe trotz dem aus, auch wenn es mir schwer fällt und ich mich wie das fünfte Rad am Waagen führe und es mich viel Überwindung kostet. Allerdings ist es noch nicht sehr lange so. Früher habe ich gedacht das hat keinen Zweck... und bin zu Hause geblieben.

Hoffe, dir mit meinem Beitrag ein wenig geholfen zu haben.

12.04.2009 21:09 • #2


A


Agoraphobie und Single

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S
hallo,
ich war 3 jahre single mit dieser krankheit (agoraphobie, genralisierte angststörung, panik in allen möglichen situationen halt) und das hat besser geklappt als mit partner muss ich sagen. ich hatte so gut wie keine probleme mehr damit und wenn dann hab ich sie sofort wieder in den griff bekommen. seit 4 monaten hab ich einen partner und die panik hat vor 1 monat wieder eingeschlagen wie damals vor 4 jahren aber da so ne partnerschaft wieder andere problemchen mit sich bringen kann heisst es nicht das es unbedingt besser oder leichter ist wenn man einen partner hat was die agoraphobie etc betrifft. wenn es einem nur besser geht, weil man einen partner hat ist es auch nicht gerade gut. was ist nämlich wenn der partner weg ist, dann verliert man seinen halt und alles fängt von vorne an. das sind halt meine erfahrungen.

13.04.2009 10:41 • #3


M
hallo smilla,

da bist du doch schon auf den richtigen weg, mehr raus bedeutet mehr Konfrontation, vielleicht mehr kontakte wie mehr freunde. das sollte doch das ziel sein von angststörung, nicht zuhause vergraben....

doch kann ich dich sehr gut verstehen, ein teufelskreis diese situationen und meist nur schwer zu durchbrechen. ich habe in meiner schlimmsten zeit meine partnerin verloren, da diese meine eintönigkeit nicht mehr ertragen konnte.

versuche regelmässig sport zu treiben, ausdauersport hielft sehr, versuche dich mit gleichgesinnten 1 mal die woche zu treffen oder besuche eine selbsthilfegruppe. du wirst freude wie freunde vielleicht auch einen partner finden.

aus welcher gegend kommst du ??

dir alles gute michel

13.04.2009 19:07 • #4


K
Hallo,
ich leide auch unter Agoraphobie und bin Single. Darüber hinaus habe ich noch ziemlich viele sogenannte Freunde verloren, sodass ich mich doch oft sehr einsam fühle. Ich bin eigentlich jemand, der gerne unter Menschen ist. Diese ungewollte Einsamkeit tut mir alles andere als gut. Meine letzte Beziehung war jetzt auch nicht so erfüllend. Ich fühlte mich manchmal ziemlich unter Druck gesetzt, so nach dem Motto: „Wann bist du denn jetzt endlich wieder gesund“. Das ist dann auf Dauer auch nicht gut gegangen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann meinen Deckel finde.
LG
krebs1974

23.05.2009 09:48 • #5


N
Hey Krebs,

deinen Beitrag hätte auch ich schreiben können . Meine letzte Beziehung war auch ziemlicher Mist, war jetzt auch lange Zeit ganz froh Single zu sein. Doch so langsam hätte ich schon gerne wieder eine Beziehung. Ich denke, es ist als Paniker einfach schwierig, ein geregeltes Alltagsleben zu führen und ich glaube, dass man sich schon unter Druck setzt, den Partner unbedingt glücklich machen zu müssen. Außerdem sollte es in einer Beziehung ja ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen sein, kann ich mir als Agoraphobikerin nicht vorstellen, dass das geht, gerade in Phasen mit starken Panikattacken.
Aber wie du sagst, irgendwo wird doch ein verständnisvoller Deckel rumrennen

Und wenn mans mit ganz schwarzem Humor sieht: Man ist als Agoraphobiker ja nicht alleine, die Angst begleitet einen ja meistens

Aber das ist ja schon ganz schön makaber gesehen

23.05.2009 22:42 • #6


W
Hallo ihr Lieben,Leide ebenfalls unter Agoraphobie und bin Single.Erkenne mich in eiren Beiträgen wieder.Ich komme übrigens aus Hamburg

26.05.2009 23:24 • #7





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