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Hallo, ich bin Skywalk, seit 3 Minuten hier angemeldet und suche dringend Hilfe.

Ich leide sehr unter absolut unbegründeten Misstrauen.
Ich habe nach einer langjährigen Ehe aus der 2 Kinder entstanden sind, 5 jahre nach der Trennung meine absolute Traumfrau kennen gelernt.
Alles könnte perfekt sein, sie liebt mich ohne Ende, ist unglaublich attraktiv, intelligent und liebevoll.

Seit wir uns kennen, gibt sie mir nicht den geringsten Anlass an ihrer liebe und Loyalität zu zweifeln.

Und trotzdem male ich mir in meinen Gedanken immer wieder Szenarien aus, dass sie mich betrügt, dass ich ihr nicht genug bin...dass sie etwas besseres als mich möchte.
Das belastet unsere Beziehung so sehr, dass sie mehrmals vorübergehend in die Zweiteilung gezogen ist um Ruhe und Abstand von mir zu bekommen.
Sie hält unglaublicher Weise noch immer an mir und unserer liebe fest und kämpft für uns.

Hat jemand Rat was man gegen diese zwanghafte surrealen Gedankens tun kann ?

Ganz lieben Dank im Voraus

22.04.2018 11:38 • 16.05.2018 #1


4 Antworten ↓


FeuerWasser
Zitat von Skywalk:
Sie hält unglaublicher Weise noch immer an mir und unserer liebe fest und kämpft für uns.

Es kann dazu so vieles dahinterstecken das werden wir hier nicht aufklären können. Ob es "nur" an deinem Selbstbewusstsein liegt (und das wird sicher eine Rolle spielen) oder noch andere Faktoren das Denken auslösen das wird ein Psychotherapeut aufdecken können.
Du scheinst bewusst oder unbewusst alles daran zu setzen um die Beziehung zu sabotieren. Wenn du dir deines Denkens schon bewusst bist hast du auch Möglichkeiten einzugreifen, die Situation für dich zu reflektieren bevor du diverse Eifersuchtsattacken an ihr ablässt.

23.04.2018 11:45 • x 5 #2



Unbegründetes Misstrauen

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@FeuerWasser
Ich stimme dir zu. Eine Therapie ist ein muss.
Es scheint sich um eine Zwangsstörung zu handeln. Skywalk ist sich offensichtlich bewusst was er macht, aber er kann sich nicht selbst helfen.

@Skywalk
Du musst dir Hilfe suchen wenn dir etwas an deiner Beziehung liegt. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie deine Freundin und es ist schlimm.
Es zerstört die Liebe und macht mich depressiv.
Bitte tu etwas!

25.04.2018 12:59 • x 1 #3


Regentanz
Hallo Skywalk,

ich habe gerade heute einen Vortrag zum Thema "Resilienz" auf der Arbeit gehört. Da hat uns die Referentin folgende Vorgehensweise ans Herz gelegt:

Übernimm die Regie in deinem Kopf!

1. Realitäts-Check: Ist das wahr, was ich da gerade denke? Wie groß ist die ECHTE Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt? Und dann finde Gegenbeweise. "Sie trifft sich fast jede Mittagspause mit diesem Kollegen... sicher liebt sie mich nicht mehr und will mit ihm anbändeln" Halt!
Vielleicht hat der Kollege ein Problem, bei dem sie ihm helfen will? Irgendeines, bei dem er von ihren Erfahrungen profitieren kann? Helfen tut einfach gut.
Vielleicht kann sie nur nicht NEIN sagen, weil sie so schnell ein schlechtes Gewissen bekommt.
Vielleicht hat sie Mitleid, weil er immer alleine sitzt.
Vielleicht haben sie ein Projekt, was sie in kurzer Zeit stemmen müssen und investieren die Pause hierfür?
Was kann es nicht alles sein... Mach dir auf jeden Fall immer wieder bewusst: Sie hat sich für dich entschieden. Sie will, dass DU ihr Partner bist. Und das entscheidet sie jeden Tag aufs Neue. Wer gehen will, geht; wer bleiben will, bleibt.
2. Was macht der Gedanke mit mir? Fühlt er sich gut an, erbaulich und gibt er mir Kraft oder zehrt er mich aus und macht mich fertig?
3. Entscheide dich: Möchtest du den Gedanken weiterdenken? Oder möchtest du einen anderen an seine Stelle setzen?

Ein Gedanke ist wie ein Samen. Entweder du säst ihn aus und er wird größer und schlägt Wurzeln oder du legst ihn zur Seite. Du HAST den Gedanken, du BIST nicht der Gedanke.
Es ist nicht leicht. Ich glaube, wir kennen das hier alle. Wer hätte noch mit Ängsten oder Einschlafproblemen zu tun, wenn man Gedanken so einfach ausschalten könnte? Lerne es, so gut du kannst. Geh liebevoll mit dir um, akzeptiere deine Angst, nicht zu genügen und vor Verlust (die hat jeder in gewissem Maße) und glaub vor allem nicht alles, was du denkst.

15.05.2018 23:46 • x 2 #4


Regentanz

Das ist echt ein toller Tip und ich denke auch realistisch.

Ich selbst habe auch mit dem Problem zu kämpfen. Manchmal ist es so absurd dass ich dann selbst Lachen muss und denke du spinnst.
Aber leider kommt es immer und immer wieder hoch in mir und ich kann nichts dagegen machen.

16.05.2018 09:40 • #5




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