Liebe leute
ich habe ein problem, ich bin seit langem aufgrund vieler ereignisse sehr misstrauisch, aber mittlerweile wird es immer schlimmer und ich kann überhaupt nicht mehr einschätzen wen ich vertrauen kann oder nicht bzw bin ich extrem misstrauisch neuen bekannten gegenüber, leider ist es nicht das gesunde misstrauen sondern ich bin wirklich schon paranoid und muss oft situationen überdenken bei denen ich dann rausfinde "eigentlich wäre es nicht notwendig gewesen so zu reagieren" denn es beginnt schon bei klingikeiten, ich rufe jemanden an und es hebt niemand ab und plötzlich kommen mir unzählige gedanken in den sinn warum es so ist, leider keine vernünftigen wie "derjenige ist vieleicht grade beschäftigt" obwohl es mir bewusst ist kann ich es nicht ändern!!

Es ist wirklich schlimm, vorallem ist es ja auch nicht grade ein kompliment für andere wenn ich so misstrauisch bin!

Gibt es noch leute die das selbe oder ein änliches problem haben? und wie kommt man aus diesem teufelskreis wieder raus??

Lg eure verzweifelte Hannah

27.11.2012 19:53 • 20.01.2013 #1


12 Antworten ↓


Hallo Hannah,

das mit dem Misstrauen kenne ich gegenüber anderen, wie du es beschreibst, was auch mit meinen Erfahrungen zutun hat, auch beim telefonieren. Mit Hilfe meiner Therapie ist es mir möglich, wieder einigen Leuten zu vertrauen.

Liebe Grüße

18.01.2013 07:27 • #2


HeikoEN
In Selbst-vertrauen steckt auch das Wort vertrauen drin.

Wie ist das denn bei Dir?

18.01.2013 07:51 • #3


Hm, das stimmt. Wen meinst denn jetzt HeikoEN?

18.01.2013 07:55 • #4


HeikoEN
Na, den, der sich angesprochen fühlt!

Also auch Dich Finja.

18.01.2013 08:12 • #5


Alles klar Danke.

Also, wie ich das bei mir sehe, hat sich mein Selbstvertrauen zunehmend verbessert und das ist positiv. Und wie ist es bei dir?
Will erst mal wieder raus an die frische Luft und was einkaufen.

Wünsche einen angenehmen Tag.

18.01.2013 08:25 • #6


HeikoEN
Zitat von Finja:
Alles klar Danke.

Also, wie ich das bei mir sehe, hat sich mein Selbstvertrauen zunehmend verbessert und das ist positiv. Und wie ist es bei dir?

Da würde mich doch glatt interessieren, woran Du das bemerkst?

18.01.2013 08:27 • #7


Ich fühle mich ganz einfach stärker, auch wenn meine Kräfte nicht mehr so vorhanden sind, wie damals, als es mir noch gut ging.

18.01.2013 11:04 • #8


Zitat von Hannah0026:
Gibt es noch leute die das selbe oder ein änliches problem haben? und wie kommt man aus diesem teufelskreis wieder raus??

Lg eure verzweifelte Hannah

En masse gibt es Leute, die solche Gedanken quälen, da muss man nicht daran verzweifeln, sondern ganz einfach Gedankengänge und -gewohnheiten nach erprobten Methoden ändern.

Die Gründe dafür, warum man Ansprüche an andere hat anstatt sich anhand des Selbstvertrauens frei und unabhängig zu fühlen, liegen in der Kindheit, in mangelnder Zuwendung und Unterstützung der damaligen Bezugspersonen. Aus einer solchen Situation, die Überforderung für jedes Kind mit sich bringt, entwickeln sich emotionale Rückstände. Diese Rückstände bedeuten aber nur, dass man nun in der Pflicht ist einiges selbst nach zu lernen. Man denkt da vielleicht unbewusst, irgendwo erscheint jetzt ein Ersatz-Papa oder Ersatz-Mama, die einem das geben, was man mal so dringend benötigt hat und wodurch man heil und gesund werden kann. Dumm ist nur, dass andere Leute solche Denkweisen meistens entweder missverstehen, oder aber auch nicht für angemessen halten, und dass aus diesen Konflikten zusätzliche soziale Ängste entstehen können.

Als Erwachsener kann man nur selbst etwas bewirken ohne sich in altersuntypischen Abhängigkeiten zu verstricken. Beim Pal-Verlag z. B. findest du einige Videos und Bücher zum Thema "Selbstvertrauen", oder einfach quer durchs Internet schauen. Es ist vielleicht ein wenig entlastend sich über Symptomatik auszutauschen, aber es ist auch wichtig das Vorhaben, sich von unnötigem und nicht selbst verschuldetem Leid zu befreien, als eine wichtige Lebensaufgabe wahr zu nehmen.

Du weißt gar nicht wie viele Menschen diese Problem haben! Aber die wenigsten geben das zu oder reden darüber. So etwas hält man gewöhnlich im Verborgenen, und manchmal ist deshalb eine Psychotherapie so wichtig, weil man zunächst zur Unverstellheit und Ehrlichkeit zu sich selbst finden muss. Wenn man etwas ändern will, darf man es a) nicht verdrängen, b) diesbezüglich Schuldgefühle entwickeln. Es ist auch nichts schuldhaftes dabei, alle Umstände entstehen aus vorherigen Ursachen.



Gruß Nyan

18.01.2013 23:42 • #9


HeikoEN
Zitat von Nyan:
Zitat von Hannah0026:
Du weißt gar nicht wie viele Menschen diese Problem haben! Aber die wenigsten geben das zu oder reden darüber. So etwas hält man gewöhnlich im Verborgenen, und manchmal ist deshalb eine Psychotherapie so wichtig, weil man zunächst zur Unverstellheit und Ehrlichkeit zu sich selbst finden muss.

Meine Erfahrung ist, dass beim Großteil der Menschen die Frage erst gar nicht aufkommt, da sie im Modus der Kompensierung sind.

Und Kompensierung äußert sich sehr individuell

Und darüber reden oder gar es zuzugeben, ist ein Schritt, den viele niemals machen werden, weil sie gar nicht an den Punkt überhaupt kommen. Denn mit diversen Denk- und Verhaltensmustern, Flucht und Kompensierung, kann man auch "wunderbar" durch das Leben gehen...

19.01.2013 11:05 • #10


Zitat von HeikoEN:
Meine Erfahrung ist, dass beim Großteil der Menschen die Frage erst gar nicht aufkommt, da sie im Modus der Kompensierung sind.

Ja so ist es. Deshalb wenn jemand hierher kommt und sagt - hey, das gefällt mir nicht, ich will was anderes, ist das womöglich schon mal bis Dato ein großer Schritt, den er selber gegangen ist - also etwas, was nicht jeder schafft oder überhaupt schaffen will.

Zitat von HeikoEN:
Denn mit diversen Denk- und Verhaltensmustern, Flucht und Kompensierung, kann man auch "wunderbar" durch das Leben gehen...

Als "Opfer", ja.

Abwehrmechanismen haben ihre schützende Funktion, keine Frage, aber wenn man mit der Zeit keinen Durchblick erzielt wird es schwierig, und dann gibt es da noch den Inneren Kritiker, der einem das Selbstvertrauen raubt, der vielleicht auch sagt - du musst die anderen manipulieren, kontrollieren, sonst bekommst du nicht das, was du brauchst. Das sind halt alles so irrige Sackgassen, mit denen man sich befassen sollte. In Wirklichkeit ist man von keinem Abhängig, man kann für sich selbst gut sorgen und sogar auf einer einsamen Insel würde man nicht so leicht aufgrund der Trennung von sämtlichen Sozietäten auf der Stelle tot umfallen, dazu gibt es genügend Beispiele, das haben Menschen überlebt ohne dabei irgendeinem Wahn oder sonstigem psychischen Leiden zu verfallen.

Hier ist ein Text zu den "Teufelskreisen", aber sicher ist NLP nicht der einzige mögliche Weg, man kann jede Therapieart nehmen, oder sich auch selbst um Einsicht bemühen-

http://www.nlp-trainings-tille.de/nlp/b ... teure.html

Zitat von Hannah0026:
und wie kommt man aus diesem teufelskreis wieder raus??

Es wäre ja auch interessant zu wissen, wie du ein Leben "danach" planst. Ob du eine Vorstellung davon hast, was auf dich zukommen wird, was du denken und fühlen wirst wenn du frei vom negativen Denken bist, ob du z. B. in deinen Erinnerungen auf eine frühere unbeschwerte Zeit zurück greifen kannst, oder ob du anhand des Leidensdrucks oder der Frustration einfach denkst - das muss aufhören, egal was dann geschehen wird?

19.01.2013 19:33 • #11


HeikoEN
Zitat von Nyan:
Abwehrmechanismen haben ihre schützende Funktion, keine Frage, aber wenn man mit der Zeit keinen Durchblick erzielt wird es schwierig, und dann gibt es da noch den Inneren Kritiker, der einem das Selbstvertrauen raubt, der vielleicht auch sagt - du musst die anderen manipulieren, kontrollieren, sonst bekommst du nicht das, was du brauchst.

Ich sehe das so, dass im Leben genau diese Situationen immer wieder "präsentiert" werden um genau das erkennen zu können. Diese müssen aber nicht zwangsläufig zu Problemen führen, ist zumindest meine Erfahrung bei anderen Menschen. Sie treiben ihr eigenes Leben so "bunt", dass das gar keine Zeit hätte, zu dem Punkt zu kommen, der da schwierig wird

Manipulieren, kontrollieren usw. sind nur die Reaktionen darauf, ggf. das Oberwasser nicht zu verlieren, weil sie sonst sehr direkt mit den eigenen Gefühlen konfrontiert werden! Diese könnten, je nach individueller Ausprägung, Minderwertigkeit, Scham, Schuld etc. sein. Als Außenstehender eigentlich sehr leicht ablesbar und immer wieder relativ spannend zu beobachten im Alltag

Hier ist mein Erfahrung, je älter diese Menschen werden, desto dif­fi­ziler sind die Verhaltensmuster und desto schwieriger sind diese zu erkennen. Natürlich ist das auch logisch, weil diese Menschen sozusagen Fachleute in eigener Sache werden und das seit Jahrzehnten erfolgreich einsetzen, aber auch Beweis für meine Theorie, damit gut leben zu können, ohne das es zu Problemen kommt

Zitat von Nyan:
Das sind halt alles so irrige Sackgassen, mit denen man sich befassen sollte. In Wirklichkeit ist man von keinem Abhängig, man kann für sich selbst gut sorgen und sogar auf einer einsamen Insel würde man nicht so leicht aufgrund der Trennung von sämtlichen Sozietäten auf der Stelle tot umfallen, dazu gibt es genügend Beispiele, das haben Menschen überlebt ohne dabei irgendeinem Wahn oder sonstigem psychischen Leiden zu verfallen.

Absolut richtig und volle Zustimmung. Es ist nur das Vertrauen in sich bzw. das Bewusstsein zu sich selber, was den Streich ggf. spielt und was vielleicht auch unter einer Angsterkrankung erkannt werden muss. Aber es ist so schön das Leben, welches einem genau immer wieder solche Situationen präsentieren wird, um das zu erkennen und schlussendlich, wenn man denn den Mut aufbringt, auch annehmen zu können. Darum gerät man auch immer wieder an die "selben schlechten Männer" im Leben um endlich Schluss zu machen, mit den eigenen Glaubenssätzen, die sich schon in der Kindheit manifestierten.

19.01.2013 19:52 • #12


Zitat von HeikoEN:
Zitat von Nyan:
Abwehrmechanismen haben ihre schützende Funktion, keine Frage, aber wenn man mit der Zeit keinen Durchblick erzielt wird es schwierig, und dann gibt es da noch den Inneren Kritiker, der einem das Selbstvertrauen raubt, der vielleicht auch sagt - du musst die anderen manipulieren, kontrollieren, sonst bekommst du nicht das, was du brauchst.

Ich sehe das so, dass im Leben genau diese Situationen immer wieder "präsentiert" werden um genau das erkennen zu können. Diese müssen aber nicht zwangsläufig zu Problemen führen, ist zumindest meine Erfahrung bei anderen Menschen. Sie treiben ihr eigenes Leben so "bunt", dass das gar keine Zeit hätte, zu dem Punkt zu kommen, der da schwierig wird

Unbewusst wenn das abläuft merkt man außer schlechter Gefühle nichts, die kann man dann leider nicht zuordnen und muss aushalten, verdrängen oder kompensieren. Das finde ich so interessant - dass menschliche Psyche mittlerweile so kompliziert und fragil ist, dass ohne Fachkenntnisse keine Reflexion möglich ist, ohne zu verstehen entsteht Chaos, meistens mit Folgen.

Zitat:
Manipulieren, kontrollieren usw. sind nur die Reaktionen darauf, ggf. das Oberwasser nicht zu verlieren, weil sie sonst sehr direkt mit den eigenen Gefühlen konfrontiert werden! Diese könnten, je nach individueller Ausprägung, Minderwertigkeit, Scham, Schuld etc. sein. Als Außenstehender eigentlich sehr leicht ablesbar und immer wieder relativ spannend zu beobachten im Alltag

Schwierig zu solchen Menschen Zugang zu finden, wenn er seine eigene Gefühle blockiert, ist er empathielos und stellt für andere eine Gefahr dar, zumindest wenn man nicht als Außenstehender beobachtet, sondern gefühlsmäßig beteiligt ist.

Zitat:
Hier ist mein Erfahrung, je älter diese Menschen werden, desto dif­fi­ziler sind die Verhaltensmuster und desto schwieriger sind diese zu erkennen. Natürlich ist das auch logisch, weil diese Menschen sozusagen Fachleute in eigener Sache werden und das seit Jahrzehnten erfolgreich einsetzen, aber auch Beweis für meine Theorie, damit gut leben zu können, ohne das es zu Problemen kommt

Sie selbst sicher, in diesem Wirrwarr von Kompensation und Abwehr, aber ich bin da nicht sicher, es ist ähnlich wie beim Suchtverhalten - man braucht immer mehr um sich die Befriedigung zu verschaffen, ich zumindest habe mit zunehmendem Alter eine Steigerung beobachtet. Ansonsten ist das für Beteiligte keine einfache Situation, jede Art von Unterdrückung, mag sie auch noch so subtil nach Außen getragen werden, ist das Wasser, das den Stein höhlt.

Zitat:
Aber es ist so schön das Leben, welches einem genau immer wieder solche Situationen präsentieren wird, um das zu erkennen und schlussendlich, wenn man denn den Mut aufbringt, auch annehmen zu können. Darum gerät man auch immer wieder an die "selben schlechten Männer" im Leben um endlich Schluss zu machen, mit den eigenen Glaubenssätzen, die sich schon in der Kindheit manifestierten.

Die Methode an sich ist sehr brutal. Schade, dass man da keine humanere Alternative erfunden hat!



Mit diesem Gedanken über den Hintergrund des alltäglichen Wahns sollte man jedenfalls morgens aufstehen und abends zu Bett gehen - der gibt dem ganzen Sinn.

Gruß Nyan

20.01.2013 18:54 • #13




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