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Hallo, ich bin neu hier und würde gerne mal eure Meinung zu meinem Problem wissen.

Ich bin jetzt 30 und lebe seit ca. 2 Jahren mit meinem Freund zusammen.
Die Beziehung ist so super und ich fühle mich so wohl mit ihm, wie ich es mir immer gewünscht habe.

Leider liegt da für mich das Problem: Die Beziehung ist so perfekt, dass mich das misstrauisch macht. Meine bisherige Erfahrung mit Männern hat mich gelehrt, dass man immer enttäuscht wird bzw. Abstriche in seinen Erwartungen machen muss.

Wenn ich also jetzt die Beziehung mit dem Mann habe, der so lieb und verständnisvoll ist und bei dem ich mich so wohl fühle, warum das Misstrauen?

Momentan befinde ich mich in Behandlung eines Verhaltenspsychologen wegen sonstiger Phobien; leider konnte mein Problem nicht eindeutig eingeordnet werden. Es ist von allem ein bisschen, aber nichts richtig ( u.a. generalisierte Angststörung, paranoide Persönlichkeitsstörung, etc.. ).

Was haltet ihr davon? Und wie kann ich mich zwingen, positiv zu denken und zu vertrauen? Es fällt mir so schwer....

LG Die SchneeEule

28.01.2008 13:48 • 28.01.2008 #1


5 Antworten ↓


dann hüpfen wir jetzt von meinem beitrag zu deinem

nun, ich hatte das auch mit meiner frau zu anfang. meine ex hat mich von heut auf morgen sitzen lassen und das hat mich ziemlich umgeschmettert. es gab keine anzeichen. klar, wir hatten probleme (hauptsächlich finanzieller natur) aber ansonsten wars eigentlich gut. wir haben uns gut ergänzt und ich dachte immer, wir wären "eins".
bis ich dann mal von ner frühschicht heim kam und sie mir sagte, sie hat nen anderen. ZACK
als ich mit meiner frau zusammenkam, hab ich absolutes misstrauen gehabt. und es auch ihr gegenüber geäussert in sachen wie "beziehungen halten eh nicht ewig".
das war eigentlich mein motto: beziehungen halten eh nicht ewig.
und wenn ich ehrlich bin, denk ich eigentlich noch immer so, aber ich hab mich damit arrangiert. ich liebe meine frau, aber es kann immer was passieren. dreh den spieß doch mal gedankentechnisch um: was ist, wenn du dich neu verliebst?
sag nicht "passiert mir nicht". wer weiss das zu 100%.
vielleicht sollte ich mich mit meiner meinung auch zurück halten. damit ist dir vielleicht auch garnicht geholfen. aber vielleicht doch.

ich habe zumindest kein misstrauen mehr gegenüber meiner frau, auch wenn ich denke "es kann trotzdem irgendwann vorbei sein".
tief stapeln und hoch gewinnen ist die devise

28.01.2008 14:29 • #2



Misstrauen

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Vielen Dank erstmal für die Antwort.

Das sind natürlich alles Dinge, die du da nennst, die mir auch schon durch den Kopf gegangen sind. Aber bei aller Vernunft der Überlegung kann ich meinen "Bauch" nicht davon überzeugen endlich mal Ruhe zu geben. Irgendwas treibt mich doch immer wieder an, über alles Mögliche (und leider auch Unmögliche) nachzudenken.

Manchmal schaffe ich es, mehrere Tage lang positiv zu denken aber ganz kann ich diese Zweifel und das Misstrauen nicht abschalten und ich würde es doch so gerne...gerade auch weil ich weiss, dass ich meinem Freund damit weh tue, wenn ich ihm misstraue.

28.01.2008 16:36 • #3


eigentlich kann man da nicht wirklich rat geben, wenn man das genaue umfeld nicht kennt:
- gemeinsame freunde?
- gemeinsame hobbies?
- sonstige gemeinsamkeiten?

ich könnte es so erklären:
alte beziehung er spielt tennis, sie reitet. er lernt ne neue kennen und verlässt sie. sie ist am boden zerstört

neue beziehung er geht zum karate, sie reitet. sie hat nun angst, dass es wieder passiert, weil kein gemeinsames hobby da ist.

sorry für die blöde ausführung in kindersprache, aber mir ist einfach nicht eingefallen, wie es anders ausdrücken könnte.
vielleicht liegt es an solchen umständen?
änderung gewisser umstände könnte vielleicht helfen.
beobachte mal, in welchen situationen du dieses misstrauen hast

28.01.2008 17:43 • #4


Mh ich würde sagen, das trifft es aber schon so in etwa...dass man quasi etwas erlebt hat und danach in einer ähnlichen Situation denkt, das gleiche passiert wieder.

Wieso ich allerdings Dinge, die schon Jahre zurückliegen immer noch nicht verarbeitet habe, raff ich nicht.

28.01.2008 17:59 • #5


Zitat von SchneeEule:
Wieso ich allerdings Dinge, die schon Jahre zurückliegen immer noch nicht verarbeitet habe, raff ich nicht.


ich denke, dass hat jeder.
als beispiel ein armes würmchen, welches mit 5 jahren von irgendnem schwein betatscht (oder schlimmeres) wurde. die hat auch mit 30 sicher noch ihre probleme
entweder gehen wir daran zugrunde oder wir stumpfen komplett ab.
und ich bin der mittelweg...manchmal bin ich total kalt, könnte ne sekunde später aber (alleine im zimmer) rotz und wasser heulen.

man nimmt jede miese erfahrung mit. egal wo hin. sie klebt an einem wie ein hundehaufen am schuh. auch wenn vieles unterbewusst passiert, so reagieren wir heute dementsprechend auf eine bestimmte sache, wo wir wir vor zig jahren eine erfahrung gemacht haben an die wir uns selbst eigentlich nicht erinnern.
ich wurde zbsp mit 4 von einem hund ins gesicht gebissen. ich erinnere mich nicht mehr daran. nicht an den biss, nicht an das krankenhaus, oder sonstetwas. aber ich gehe mit meinem gesicht trotzdem nicht in die nähe von einem hundemaul. zumindest nicht, wenn ich den hund nicht kenne

28.01.2008 18:20 • #6




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