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Hallo zusammen. Ich möchte jetzt betreffend meiner Ursachen warum ich immer wieder Antidepressiva einnehme nicht näher eingehen. Nur soviel, dass ich seit 14 Jahren die Hälfte der Zeit immer wieder Antidepressiva einnahm. Bin verh. 42J, Vater von 3 Kindern und Selbstständig. Mittlerweile schält sich immer mehr heraus, dass ich an rezidivierenden Depressiven Episoden leide, meist durch Überforderung bzw. zusätzliche Stressereignisse/einschneidende Lebensereignisse.

Seit 2017 nehme ich sie wieder (Citalopram 20mg) und habe Sie bis letztes Jahr im November auf 1.25mg reduziert.

Leider war die letzte Reduzierung von 2.5mg auf 1.25mg zuviel und das auch noch in der Winterzeit. Seit Jänner bin ich wieder auf 2.5mg wo ich mich wieder psychisch stabilisieren konnte.

Von 2013 bis 2015 nahm ich durchgehend keine AD, bis zu dem Zeitpunkt, wo sich herausstellte, das meine Mama Alzheimer hat. Seit dem wie gesagt immer wieder AD mit Unterbrechungen von bis zu einem 3/4 Jahr. Das Absetzen ging seitdem nicht mehr so leicht bzw. vielleicht wurde ich auch übersensibel.

Nun zu meinem eigentlichen Thema "dem Gewicht". Leider nehme ich durch das AD immer sehr schnell zu. Ich begann bei 100kg auf 1.90 und dann ging das Gewicht bis auf 125kg hoch. Bereits nach 5 Monaten der Einnahme hatte ich 120kg trotz 700km Wandern und Kraftraining, welches ich 3 Monate nach Tabletteneinnahme wieder begann.

Bitte keine Erklärungen zu Sport, ich mache seit meinem 17 Lj immer wieder sehr intensiv Sport und auch Krafttraining. Ich kann zwischen Muskelzuwachs und Fett/Wassereinlagerungen unterscheiden. Und bereits bei Krafttrainingstart hatte ich bereits 12kg mehr.

Egal was ich mache und tue, ich nehme kein einziges Kilogramm ab. Der Stoffwechsel ist durch die Tabletten sowas von am Ar. das es mich immer mehr frustriert.

Ich habe bemerkt, das erst bei unter 2.5mg das Abnehmen funktioniert.

Im Dezember bei 1.25mg war ich schon auf 115kg, jetzt bei 2.5mg seit Mitte Jänner liege ich mit gestern wieder bei 119kg, trotz Mountainbiken 3x die Woche wieder seit Anfang April.

Ich ernähre mich sehr ausgewogen, trinke ausschließlich Wasser und hin und wieder mal Schokolade. Ich rauche seit 7 Jahren nicht mehr und trinke so gut wie keinen Alk mehr. Max 2-4 halbe B. im Monat.

2013 als ich mit den Tabletten aufhörte, nahm ich binnen 12 Monaten 24kg ab auf 96kg. Da machte ich auch nicht mehr Sport als zuvor, bis auf mehr Laufen.

2017, nach dem letzten mal komplett Absetzten, fing ich bei 112kg wieder mehr mit dem Mountainbiken an, und hatte nach 6 Monaten 12kg weniger auf 100kg.

Ich treibe sehr gern Sport, aber nicht nur wegen dem guten Gefühl, sondern auch um fitter und schlanker zu werden. Aber wenn sich gewichtstechnisch nichts tut, dann frustriert das so sehr. Da ich auch sehr viel in die Berge wieder gehen möchte, ist jedes Kilo zuviel.

Ich bin mittlerweile so verzweifelt weil ich nicht schlanker werde. Man sieht mir das Gewicht nicht an, aber ich leide sehr darunter, was wiederum der Depression nicht zuträglich ist.

Auf der einen Seite soll man gerade bei Depressionen Bewegung machen, was ich mehr als mache, aber wenn man am Stand tritt is das ein Wahnsinn.

Ich bin sehr gut Untersucht, habe trotz 119kg 120/80 Blutdruck, 46 Ruhepuls und normale Blutwerte, bis auf einen Testosteronmangel und Blutserotoninmangel (komisch trotz Tabletten- Testo sollte ich nicht Supplementieren, solange ich keine Libidoprobleme habe). Immer wieder mal leide ich mal unter einer Gastritis.

Wie geht's mir psychisch. Es könnte besser sein. Immer wieder habe ich

Rückenverspannungen
selten wache ich ausgeruht auf.
Vormittage sind anstrengender als die Abende
Zum Teil ist vieles für mich anstrengender als sonst, kraftlos, Überforderung
immer wieder mal Magenbeschwerden
Symptome der Depression tauchen immer wieder auf

Nun gut, und somit befinde ich mich in einer scheußlichen Pattsituation. Wieder hochgehen auf 10 oder 15mg und sich psychisch zu 100% fit fühlen und das Übergewicht akzeptieren, oder die Tabletten absetzen und das Gewicht reguliert sich. Die Gefahr ist die Dauer der Absetzreaktionen und ein möglicher Rückfall

Die letzte Möglichkeit ist mit den Tabletten hoch und wieder aufs laufen setzen, den da konnte ich das Gewicht halbwegs halten. Nur so wie es im Moment ist geht es nicht weiter. Psychisch noch nicht ganz übern Berg und meiner Einschätzung nach Übergewichtig ist eine sch. Kombination. Ist den nicht beides möglich?

Medikament wechseln?

Hat wer die selben Erfahrungen als ich bzw. kennt wer Lösungen.

Bin über jeden Hinweis und Tipp sehr dankbar

Lg

07.06.2020 13:00 • 07.06.2020 #1


8 Antworten ↓


Calima
Wenn du am Medikament nicht schrauben willst, kannst du nur an der Ernährung drehen. Und das kann eine harte Challenge werden, meine Freundin hat das durch.

Wie groß bist du? Wie viel Kalorien isst du am Tag?

07.06.2020 14:34 • #2



Wohlbefinden oder Gewichtszunahme bei Citalopram

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Icefalki
Zitat von Naturefreak40:
selten wache ich ausgeruht auf.


Mach mal eine Polygraphie, ob du eine Schlafapnoe hast. HNO bzw. Lungenfachärzte führen das durch, da schläfst du nur mit einem kleinen Gerät, also nix schlimmes. Nur so am Rande zur Info.

07.06.2020 14:50 • x 1 #3


Zitat von Calima:
Wenn du am Medikament nicht schrauben willst, kannst du nur an der Ernährung drehen. Und das kann eine harte Challenge werden, meine Freundin hat das durch. Wie groß bist du? Wie viel Kalorien isst du am Tag?



Hallo ich bin1.90m, 119kg und Esse ca. 2.000 Kalorien/Tag. Mein Grundumsatz ist ca. 2.200 Kcal (das ist rein was mein Körper braucht um normal zu funktionieren. Diesen habe ich genau ausrechnen lassen. Bei 3x Radfahren verbrenne ich pro Woche ca. 4.500Kcal

Lg

07.06.2020 16:46 • #4


Zitat von Icefalki:
Mach mal eine Polygraphie, ob du eine Schlafapnoe hast. HNO bzw. Lungenfachärzte führen das durch, da schläfst du nur mit einem kleinen Gerät, also nix schlimmes. Nur so am Rande zur Info.


Danke wurde bei mir 2019 im Jänner gemacht. Ich schnarche zwar bekanntlich (meine arme Frau), aber ich habe keine Schlafapnoe. Bin zwar im Grenzbereich, muss aber sagen, dass ich nur bei diesem Gewicht schnarche.

Lg

07.06.2020 16:48 • #5


Calima
Zitat von Naturefreak40:
Hallo ich bin1.90m, 119kg und Esse ca. 2.000 Kalorien/Tag. Mein Grundumsatz ist ca. 2.200 Kcal (das ist rein was mein Körper braucht um normal zu funktionieren. Diesen habe ich genau ausrechnen lassen.


Zum Abnehmen aber anscheinend immer noch zu viel, vor allem unter den gegebenen Umständen. In meinem Fall haben die gängigen Rechner einen Kalorienbedarf von 1800 Kalorien ermittelt, damit ging gar nichts. Ich habe dann zuerst auf 1500, dann auf 900-1100 Kalorien reduziert, und dann ist auch die Abnahme geflutscht.

Du bist ein Kerl und riesig, aber wenn du ein vergleichbares Defizit anstreben würdest, sollte es klappen. Ich schätze, dass du schon mit einem Defizit von 400 Kalorien Erfolg hättest. Wären dann runde 1600. Sport darfst du nicht rechnen, da beschummelt man sich meist selbst. Ich habe Sport immer nur als Bonus oben drauf betrachtet.

07.06.2020 17:16 • #6


Zitat von Calima:
Zum Abnehmen aber anscheinend immer noch zu viel, vor allem unter den gegebenen Umständen. In meinem Fall haben die gängigen Rechner einen Kalorienbedarf von 1800 Kalorien ermittelt, damit ging gar nichts. Ich habe dann zuerst auf 1500, dann auf 900-1100 Kalorien reduziert, und dann ist auch die Abnahme geflutscht.Du bist ein Kerl und riesig, aber wenn du ein vergleichbares Defizit anstreben würdest, sollte es klappen. Ich schätze, dass du schon mit einem Defizit von 400 Kalorien Erfolg hättest. Wären dann runde 1600. Sport darfst du nicht rechnen, da beschummelt man sich meist selbst. Ich habe Sport immer nur als Bonus oben drauf betrachtet.


Aber 900 - 1.100Kcal is schon heftig. Ich habe mit 1 Tag Essen und 1. Tag nix Essen immer sehr gut abgenommen (Autophagie). Jedoch braucht man das während eines Ausschleichens von AD fast nicht machen.

2014 habe ich mit nur 12- 14 Stunden Essenszeit und 34 - 36 Stunden und 3-4 Laufen die Woche binnen 4 Monate 14kg abgenommen, nachdem ich zuvor binnen 5 Monaten die ersten 10kg verloren habe. Allerdings war ich zu Beginn der Abnehmchallenge bereits 5 Monate AD frei.

Bei 1.000 - 1.500 Kalorien glaub ich, muss ich sterben. Ohne AD rinnen die Kilos nur so weg. Unter AD ist das ein fast unmögliches Unterfangen. Aber vielleicht ist die Intensivierung des Ausdauersportes und ev. doch die noch stärkere Kalorienreduzierung der Erfolg. Vielleicht schaffe ich es zuerst mal auf ein Wohlfühlgewicht zu kommen und dann erst mit dem Medi aufzuhören.

In der Vergangenheit war immer das Gewicht der Grund, vorschnell mit dem Medi aufzuhören.

Es ist sehr sehr mühsam.

07.06.2020 20:02 • #7


Calima
Zitat von Naturefreak40:
Bei 1.000 - 1.500 Kalorien glaub ich, muss ich sterben

Ich bin ja auch eine Frau und nur 168 groß. Aber ein Versuch mit 1600-1700 Kalorien könnte vielleicht bei dir tatsächlich was bringen.

Ich weiß von meiner Freundin, dass sie deutlich drastischer reduzieren musste unter AD. Sie hat bei gleicher Größe maximal 600-900 Kalorien gegessen, es damit aber geschafft. Jetzt ist ihre Abnahme 5 Jahre her und sie hat sich langsam auf 1300 Kalorien hochgearbeitet, die sie essen kann, ohne zuzunehmen.

Das muss man wollen und können. Für sie war das Übergewicht halt einfach das Schlimmste.

07.06.2020 20:07 • #8


Zitat von Calima:
Ich bin ja auch eine Frau und nur 168 groß. Aber ein Versuch mit 1600-1700 Kalorien könnte vielleicht bei dir tatsächlich was bringen.Ich weiß von meiner Freundin, dass sie deutlich drastischer reduzieren musste unter AD. Sie hat bei gleicher Größe maximal 600-900 Kalorien gegessen, es damit aber geschafft. Jetzt ist ihre Abnahme 5 Jahre her und sie hat sich langsam auf 1300 Kalorien hochgearbeitet, die sie essen kann, ohne zuzunehmen. Das muss man wollen und können. Für sie war das Übergewicht halt einfach das Schlimmste.


Für mich auch!

Das frustrierende ist auch, dass mir trotz 3x Blutabnahmen mit jedes mal festgestellten Testosteronmangel, drei verschiedene Ärzte (Wahlarzt, Urologe, Endokrinologe) 1:2 mitgeteilt haben ob ja oder nein mit dem Testosteronbeigabe zu beginnen. Sehr viele Symptome des Testosteronmangel treffen auch auf mich zu und haben viele vergleichbare Symptome wie bei Depressionen. Ein Faktor ist halt auch das Fetteinlagern. Libido ist bei mir allerdings tiptop. Leider geht Testosteronsupplementierung auch mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko ein + erhöhtem Blutdruck. Nach diesen Auskünften war das Thema für mich durch.

Natürlich könnte ich den Rest des AD absetzen und binnen 1 Jahr eine Topfigur haben. Aaaber wenn ich wieder einen Rückfall habe bzw. der Enzug und das Absetzen einfach zu lange dauert, dann hilft mir die schöne Figur auch nicht. 2017 quälte ich mich nach dem Absetzen 6 Monate lang mit allen möglichen Absetzreaktionen und Symptone herum, bis ich genervt und völlig fertig wieder mit den Tabletten begann.

Das gemeine ist einfach, dass man vor der Wahl steht

Psychisch rundum gesund, dafür zu dick
oder
Topfigur und dafür psychisch noch nicht übern Berg.

Ohne AD mit Sport und normalen Essverhalten schmelzen die Kilos.
Mit AD und intensiven Sport + Ernährungsoptimierung tritt man am Stand

Man kennt mir mein Gewicht nicht an, aber mit 95 oder 100kg schwebt ein Mensch wie ich .

07.06.2020 21:37 • #9




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser