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Valle20

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Ich hoffe, jemand kann mir helfen meine Gefühlslage zu sortieren, da ich mich inzwischen in einer tiefen Depression nach Geburt meines Kindes befinde. Ich bin 38 Jahre alt und wohne mit meinen Eltern in einem Haus. Ich selbst bewohne die kleine Einliegerwohnung meiner Großmutter. Meine Eltern und ich kennen aber keine Grenzen wir gehen innerhalb des Hauses in die jeweiligen Wohnungen zum Essen und auch sonst. Seit 13 Jahren führe ich eine Wochenendbeziehung. Am Wochende, wenn mein Partner da war, kamen meine Eltern nicht zu mir in die Wohnung. Die Wohnung ist sehr hellhörig, da sie zum Treppenhaus nur Glastüren hat. Ich liebe meine Eltern sehr und wir verstehen uns sehr gut. Mein Partner wohnt berufsbedingt 100 km entfernt, ist aber ursprünglich aus dem Nachbardorf. Wir haben nie zusammen gewohnt. Er hat Charaktereigenschaften, die mir nicht so gut an ihm gefallen, welche auch in der Vergangenheit immer wieder zu Reibereien geführt haben. Wenn ich zu ihm in die Wohnung kam, habe ich oft erstmals geputzt und aufgeräumt. Seine Familienherkunft hat mir auch nie so gut gefallen. Der Vater ist sehr cholerisch und die Mutter sehr weinerlich und kränklich. In der Familie kommt es oft zu Streit und es herrscht kein netter Umgang miteinander. Diese Situation hat mich sehr belastet. Wollte immer nette Schwiegereltern. Hinzu kommt, dass die Schwester meines Partners geschieden ist und drei Kinder hat. Mein Partner muss sich sehr viel um diese Kinder und die Mutter kümmern. Wir haben aufgrund dieser Situation sehr viel gestritten, weil er am Wochenende kaum Zeit für mich hatte. Tagsüber war er immer im elterlichen Haus und hat die Mutter unterstützt. Manchmal hat es mich genervt und manchmal war ich froh, weil ich selbst noch Dinge zu erledigen hatte. Meine Partner hat viele gute Eigenschaften, aber auch viele schlechte. Er ist beispielsweise sehr eifersüchtig auf meine Famillie, da es bei uns immer sehr harmonisch zugeht. Deshalb sucht er viele Parallelen von seiner Familie zu meiner und wird dann sehr übergriffig. Er selbst redet kaum etwas mit seinem Vater. Er verurteilt seinen Vater, da er die Mutter schlecht behandelt. In mancher Hinsicht, hat er jedoch ähnliche Verhaltensweisen wie er. Beide liege im Unterhemd auf das Sofa und lassen überall ihre Kleider liegen. Auch die laute und poltrige Art haben beide gleich. Trotzdem hatte ich meinen Partner gern. Die Zustände in seiner Familie haben mich dennoch extrem gestört. In all den Jahren haben wir die Freizeit am Wochenende und im Urlaub miteinander verbracht, die sehr schön war. Ich wollte aber nie mein Elternhaus verlassen, welches sehr schön ist und eine schönen Garten hat. Bin auch mit dem Dorf, in dem ich lebe eng verbunden und wollte nie 100 km Weg zu ihm in die Stadt ziehen. Die Wochenenden dort waren schön, aber am Sonntag Abend war ich froh, wenn ich wieder zurück in mein Dorf gefahren bin. Er will auch seinen Job dort nicht aufgeben. Letztes Jahr ist es nun passiert, dass ich schwanger geworden bin. Und seit da ist nichts mehr in meinem Leben wie es war. Ich stecke in einer tiefen Depression, so dass ich manchmal kaum durch den Tag komme. Eines habe ich noch vergessen so erwähnen. Mein Partner hat nie viel mit meinen Eltern geredet, was mich extrem gestört hat. Er war immer sehr verhalten. Meine Eltern waren auch mit der Wahl meines Partners nicht so glücklich, da er immer sehr umständlich war und teilweise, wenn er etwas gesagt hat, alles besser wusste. Solche Momente habe ich gehasst und dann war ich manchmal ganz froh, wenn er an Weihnachten nicht da. Ich habe gespürt, dass er sich in meiner Familie nicht wohl fühlt. Wenn ich aber mit ihm alleine war, haben wir gut verstanden und auch schöne Zeiten miteinander verbracht. Dennoch gab es immer wieder Streitpunkte, da er in vielem sehr nachlässig ist, unpünktlich und unverbindlich. Mit der Nachricht der Schwangerschaft war er sehr überfordert. Wir hatten keine Lösung für unser Problem. Er kam viele Wochenenden nicht mehr und hat mich im Stich gelassen. Außerdem wurde der Druck von unserem Freundeskreis immer größer. Jeder hat zu ihm gesagt, er solle sich hier einen Job suchen. Meine Schwangerschaft war sehr schwierig. Musste wegen vorzeitigen Wehen liegen und konnte nicht laufen. Wir haben sehr viel gestritten. Er wollte, dass ich zum ihm komme. Aber ich wollte nicht tagsüber, während er arbeiten war alleine sein. So bin ich bei meinen Eltern im Haus geblieben. Wir hatten keine Ahnung wie wir nun unser Wohnproblem lösen sollten. Zunächst haben wir dann in der Nähe meiner Eltern nach einer Wohnung geschaut, wobei ich riesige Angst hatte mit dem Baby unter der Woche allein zu sein. Mit einer Wohnung hat es bis zur Geburt nicht mehr geklappt. Die Wohnung bei meinen Eltern ist sehr klein 50 Quadratmeter. Meine Eltern haben gemerkt, dass mein Partner an den Wochenenden nicht mehr kam. Ich hab mir dann immer Ausreden einfallen lassen. Sie haben mir geholfen, alles für das Baby herzurichten. Am Ende der Schwangerschaft haben wir uns wieder sehr gut verstanden und mein Partner hat mich bei der schweren Geburt, die eingeleitet wurde, liebevoll unterstützt. Als meine Eltern und meine Schwester dann zu Besuch kamen, wurde er etwas unfreundlich und meinte wir sind nun die Eltern und lassen uns von niemandem reinreden. Ab diesem Tag habe ich eine Wesensveränderung an ihm bemerkt. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus hat er dann bei mir gewohnt. Er hat mich aber auch in diesen Tagen immer wieder im Stich gelassen und ist zu seiner Mutter gefahren, zum Duschen. Er wollte nicht bei mir duschen, obwohl ich immer wieder gesagt habe, er solle bei mir bleiben. Er war sehr genervt, bei meinen Eltern im Haus zu sein. Das spürte man deutlich und ich wurde immer trauriger. Ich wollte einen Partner, der gerne im Haus meiner Eltern ist. Dann wollte er, dass ich zu ihm in die Stadt ziehe, da ich ja in Elternzeit wäre. Das wollte ich ganz gar und gar nicht. Die Pendlerwohnung dort eignet sich nicht für ein Baby. Er meldete mich, ohne zu fragen, bei der Babymassage bei ihm in der Stadt an. Ich würde richtig sauer. Er meinte, er wolle mich und das Kind bei sich haben. Er wolle nicht in das Kellerloch und Kinderzimmer, so hat er die Wohnung bei mir zu Hause betitelt. Außerdem sollen mir meine Eltern einen Ar. geben, Frau und Kind gehören zum Mann und nicht zu den Großeltern. Da es bei mir mit dem Stillen nicht so gut geklappt hat und ich mit der Hebamme nicht glücklich war, hat mir meine Schwester zwei Bücher gebracht und eine weitere Hebamme empfohlen. Auch dazu meinte er, dass ist eine Sache zwischen ihm und mir und meine Familie, die unterstützen wollte, sollte sich endlich raushalten. Ich hab seine extreme Eifersucht auf meine Eltern zunehmend gespürt. Er meinte zu mir, meine Eltern sollen sich ein Hobby suchen und die Finger von seinem Sohn lassen. Nach wie vor wohne ich im Haus meiner Eltern. Mein Partner holt nun am Wochenende stundenweise seinen Sohn und fährt dann zu seinen Eltern. Er übernachtet auch dort. Vor drei Wochen hat er nun eine Wohnung im Ort seiner Eltern gekauft, die im nächsten Jahr gebaut wird. Er möchte, dass ich dort einziehe und bis dahin in einer Mietwohnung wohne, damit wir etwas eigenes haben. Aber ich weiß nun gar nicht, ob ich die Beziehung noch weiterführen kann. Einerseits mag ich ihn und schätze ihn sehr. Andererseits möchte ich nicht in eine Wohnung mit Balkon ziehen, da ich hier im Haus bei meinen Eltern einen schönen großen Garten habe. Meine Eltern sind nicht mehr gut auf meinen Partner nach den ganzen Vorfällen zu sprechen. Außerdem kann ich mit der Eifersucht, die er gegenüber meinen Eltern hat nicht umgehen. Die Situation wäre immer beim Aufeinandertreffen angespannt und es würde mir das Herz zerreißen. Meine Schwester hat mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Eltern und mein Schwager ist nie eifersüchtig, obwohl mein kleiner Neffe täglich bei meinen Eltern ist. Mich belastet die Situation so sehr, dass ich kaum noch essen und schlafen kann. Ich bin in einer so tiefen Depression. Meine Eltern meinen ich solle die Beziehung beenden. Einerseits möchte ich mein Elternhaus nicht verlassen, weil mein Bauchgefühl sagt, dass er vielleicht ist doch nicht der Richtige für mich ist. Andererseits habe ich Angst vor der Trennung, zum einen nehme ich mir meinem Sohn die Familie und mein Partner würde mir auch fehlen. Der Umgang würde sich schwierig gestalten. Er macht dahingehend was er will. Ich kann nicht sagen, ob ich meinen Partner noch liebe. Die Angst zu scheitern ist so groß, da möchte ich es erst gar nicht versuche. Ich bins verzweifelt, dass ich immer mehr in eine Depression komme.

10.08.2019 15:18 • 12.08.2019 #1


29 Antworten ↓


Schmetterling23

Schmetterling23


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Hallo liebe Valle20,

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Es liest sich alles sehr sehr kompliziert und verkrampft. Wenn ich ehrlich bin. Mir fehlt bei euch diese Lockerheit, so wie man es sich doch eigentlich wünscht.
Es ist richtig, dass du nun überlegst, ob dir deine Partnerschaft noch gut tut und du das wirklich möchtest, vorallem ob er zu dir passt.

Ich glaube fast viel mehr, dass du an dieser Wunschvorstellung mehr festhältst, im Sinne von eigentlich ist doch alles gut, mein Partner kommt mich an Wochenenden überwiegend regelmäßig besuchen, das fühlt sich ganz gut an und alleine bin ich so auch nicht. Nach außen stimmt es soweit. So weit diese Träumerei.
In der Realität sieht es aber ganz anders aus. Ich sehe da keine tolle Beziehung, keine Liebe, kein Vater deines Sohnes - wie man es sich wünscht. Alles so pflichtbewusst seinerseits.
Und eines kann ich dir versprechen, sein Verhalten so wie du es schon beobachtet hast und was dir nicht gefällt, wird sich nicht ändern. Im Alter wird es eher mehr. Seine Eltern leb(t)en es ihm vor. Auch die Art alles besser zu wissen, wird definitiv bleiben.
Um Grunde kannst du das Verhalten zwischen ihm und seinen Eltern beobachten, denn er wird mit dir leider nicht anders umgehen. Er ist so, er wird nicht anders können. Das ist Tatsache!

Deine Depression kommt von der Situation mit deinem Partner. Du bist unglücklich, das liest man heraus und sonst hättest du hier nicht im Forum geschrieben.

Wie kann man dir helfen?
Was wünschst du dir?

Ich würde gerne mal von dir wissen, was dir bei deinem Partner gut tut?
Was fühlt sich für dich gut an?

Was wäre anders/besser ohne deinen Partner? Würde sich überhaupt viel ändern?

Viele liebe Grüße

10.08.2019 15:58 • #2


Luna70

Luna70


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Herzlich willkommen bei uns im Forum.

Wir wohnen auch mit den Kindern in einem Mehrfamilienhaus, von daher kenne ich die Situation. Das Problem ist, wenn ein Dritter dazu kommt, verändert sich das Gefüge in der Familie, da kann die Kernfamilie noch so harmonisch sein. Dann braucht es einen gewissen Abstand und dass jeder die Grenzen des anderes respektiert. Das, was für dich ganz normal ist, kann für deinen Partner übergriffig sein. Also dass die Türen alle offen sind, dass jeder in jede Wohnung geht usw.

Eine 50 qm-Wohnung ist für eine Familie auch nicht unbedingt geeignet, von daher wirst du eine Entscheidung treffen müssen. Für dich und das Kind ist die Wohnung sicher ausreichend, zumal ja eigentlich das ganze Haus zur Verfügung steht. Für euch drei ist es keine Option, zumal dein Partner ja ganz eindeutig nicht mitzieht.

Ich kann ihn schon verstehen, er möchte mit dir und dem Kind eine Familie sein, nicht mit deiner ganzen Familie. Und natürlich mischen auch die liebevollsten Großeltern auch mal ein, das geht ja gar nicht anders. Er versucht, ein Nest für euch zu bauen, aber du ziehst mehr oder weniger indirekt nicht mit. Überlege mal für dich ob wirklich die Sache mit Balkon oder Garten oder der Standort der Wohnung das Problem ist oder eher, dass du euch drei gar nicht als Familie siehst.

Vielleicht ist es an der Zeit, sich auf eigene Füße zu stellen? Natürlich wärst du unter der Woche alleine tagsüber, aber es gibt Krabbelgruppen, Spielplätze usw. wo du andere Mütter treffen kannst. Du könntest euch als Familie wenigstens eine Chance geben. Sollte es gar nicht klappen, kannst du sicher zu deinen Eltern zurückkehren.

10.08.2019 16:08 • #3


Valle20


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In der Vergangenheit gab es viele Vorfälle, bei denen wir gestritten hatten. Das macht mir im Hinblick extrem Sorgen. Was würden wir für unser Kind für ein Vorbild sein. Auch ich habe meine Fehler, reagiere sehr ungehalten auf manche Situationen. Dennoch hat er auch liebevolle Seiten, er kocht für mich, wenn ich krank bin. Aber ich bin von Grund auf eher Perfektionist. Wir sind sehr unterschiedlich durch unsere Herkunftsfamilien geprägt und das stört mich. Um seinen Sohn kümmert er sich liebevoll und aufmerksam. Das macht er gut.
Wie kann es ich es moralisch meinem Kind erklären, wenn ich mich trennen würde. Ich sehne mich seit mein Sohn auf der Welt ist, nach netten Schwiegereltern. Ich möchte am liebsten die Zeit zurück drehen. Kann mich gar nicht an meinem Kind erfreuen.

10.08.2019 16:18 • #4


Lara1204


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Hallo, du schreibst auch nur : ich mag ihn... Aber liebst du ihn denn auch.
Höre auf dein Bauchgefühl. Dann wird es dir sicherlich bald besser gehen.

10.08.2019 16:29 • #5


Valle20


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Ich weiß nicht, ob ich ihn liebe. Ich habe nie mit im zusammen gewohnt. Wir könnten es als Familie so schön haben. Aber ich habe extrem Angst davor. Ich sehne mich nach mehr Ordnung und mich fallen lassen.

10.08.2019 16:36 • #6


Lara1204


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Zitat von Valle20:
Ich weiß nicht, ob ich ihn liebe. Ich habe nie mit im zusammen gewohnt. Wir könnten es als Familie so schön haben. Aber ich habe extrem Angst davor. Ich sehne mich nach mehr Ordnung und mich fallen lassen.

Hmm, aber das merkt man ja nicht erst wenn man zusammen lebt ob man jemanden liebt.
Oder hast du Angst vorm alleine sein?

10.08.2019 16:39 • #7


Lara1204


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Zitat von Valle20:
In der Vergangenheit gab es viele Vorfälle, bei denen wir gestritten hatten. Das macht mir im Hinblick extrem Sorgen. Was würden wir für unser Kind für ein Vorbild sein. Auch ich habe meine Fehler, reagiere sehr ungehalten auf manche Situationen. Dennoch hat er auch liebevolle Seiten, er kocht für mich, wenn ich krank bin. Aber ich bin von Grund auf eher Perfektionist. Wir sind sehr unterschiedlich durch unsere Herkunftsfamilien geprägt und das stört mich. Um seinen Sohn kümmert er sich liebevoll und aufmerksam. Das macht er gut. Wie kann es ich es moralisch meinem Kind erklären, wenn ich mich trennen würde. Ich sehne mich seit mein Sohn auf der Welt ist, nach netten Schwiegereltern. Ich möchte am liebsten die Zeit zurück drehen. Kann mich gar nicht an meinem Kind erfreuen.

Wie alt ist dein Kind jetzt? Ich bin nach der Ss auch massiv abgefallen.. Bei mir waren es die Hormone die das auslösen. Hatte ein massiven Mangel an Magnesium, B12 und Progesteron.

10.08.2019 16:41 • #8


Valle20


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Ich glaube nicht, dass ich ihn liebe. Aber vielleicht würde sich das ja entwickeln. Ich weiß nicht wie ich diese Situation moralisch vor meinem Kind vertreten kann.

10.08.2019 16:45 • #9


Lara1204


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Zitat von Valle20:
Ich glaube nicht, dass ich ihn liebe. Aber vielleicht würde sich das ja entwickeln. Ich weiß nicht wie ich diese Situation moralisch vor meinem Kind vertreten kann.

Es leben sooo viele alleine mit Kind. Da musst du an DICH denken. Denn nur wenn Du glücklich bist, ist es dein Kind auch!
So wie du es beschreibst würde ich mich trennen! Was macht er denn sonst für Dich? Ist er da, wenn es dir schlecht geht?!

10.08.2019 16:47 • #10


Valle20


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Es löst Panik in mir aus, dass Elternhaus zu verlassen und nun nicht mehr frei zu sein. Womöglich irgendwann für die Schwiegereltern und die Schwester mit ihren drei Kindern das sein zu müssen.

Mein Sohn ist 6 Monate alt.

10.08.2019 16:48 • #11


Valle20


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Wenn ich mich trenne, macht mir das Umgangsrecht Sorgen. Mir zerreißt es das Herz, wenn ich denke, dass mein Kind an Heilig Abend oder an seinem Geburtstag nicht bei mir ist.

Mein Partner möchte die Trennung auf gar keinen Fall. Er meint, jetzt würde alles anders werden. Ich würde sich ändern.

Am liebsten würde ich mein Kind ungeschehen machen.

10.08.2019 17:08 • #12


Lara1204


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Zitat von Valle20:
Wenn ich mich trenne, macht mir das Umgangsrecht Sorgen. Mir zerreißt es das Herz, wenn ich denke, dass mein Kind an Heilig Abend oder an seinem Geburtstag nicht bei mir ist.

Hmm.. Ich verstehe deine Ängste. ABER was ist mit dir?!
Ich wüsste jetzt nicht wie ich dir da weiter helfen kann. Was sagen deine Freunde?

10.08.2019 17:10 • #13


Schmetterling23

Schmetterling23


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Zitat von Valle20:
Es löst Panik in mir aus, dass Elternhaus zu verlassen und nun nicht mehr frei zu sein. Womöglich irgendwann für die Schwiegereltern und die Schwester mit ihren drei Kindern das sein zu müssen.Mein Sohn ist 6 Monate alt.


Dann weißt du deine Entscheidung. Du möchtest dort weiter leben, wo du schon immer wohnst. Du fühlst dich dort heimisch und wohl!

Hast du Angst ihm das so zu sagen, wie es wirklich in dir aussieht?

Liebe hat wirklich nichts damit zu tun erst zusammen zu wohnen, um das heraus zu finden. Nein nein.

Wenn du an ihn denkst, kommt da ein großes Verlangen/eine Sehnsucht in dir auf ihn bei dir haben zu wollen?

Ich finde es übrigens eine ewig lange Zeit 13Jahre eine Fernbeziehung zu leben. Meiner Meinung nach ist eine glückliche Fernbeziehung nur umsetzbar/zu leben, wenn ein zeitnahes Ziel in Aussicht ist, ansonsten ist es eher ein - wenn es uns gut geht sehen wir uns und wenn mir nicht danach ist, dann nicht. Das ist kein Alltag. Das ist irgendwas zwischen Beziehung und Single sein.

Ich habe das 3Jahre gelebt. Die Situation war anders herum. Er wohnt im Elternhaus oben, die Eltern unten. Auch jeder kann beim anderen rein. Wenn ich da war kamen die Eltern nicht hoch, aber doch eben im Haus. Mir alles zu dicht. Mein Partner redete viel und wusste auch alles besser (vllt wie deiner), aber unterm Strich passierte nichts. Alles nur blabla. Ich wollte Klarheit und ein Ziel. Andererseits waren unsere Interessen sehr verschieden. Deswegen sagte ich eben für 1-2 Tage/Woche hält man viel aus, auch für Wochen/Monate, aber unterm Strich ist das Problem, welches aufkommt, nur verschoben. Denn das Zukunftsthema kommt immer wieder. Wie und wo soll es weiter gehen? Dann müssen Abstriche erfolgen usw.
Schwierig schwierig. Letztlich habe ich mich vor 2Wo getrennt, aber auch ich habe über 1 Jahr gegrübelt und kenne diese Depression. Leider neige ich auch aus anderen Gründen dazu, aber dieser große Punkt 'Beziehung und die quälende Ungewissheit für die Zukunft' ist nun endlich abgehakt. DAS TUT GUT!

Also höre auf dein Bauchgefühl und wenn du schon unter Depression leidest, dann handel bald, damit du wieder voll und ganz für dein Sohn da bist!

10.08.2019 17:18 • #14


Schmetterling23

Schmetterling23


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Zitat von Valle20:
Am liebsten würde ich mein Kind ungeschehen machen.


Dein Kind kann da gerade am Wenigsten etwas zu, aber dein Problem mit deinem Partner wird auf das Baby projeziert!
Somit kommt dir Verzweiflung und Wut hoch!

Wann siehst du deinen Partner wieder?
Sprecht unbedingt offen & ehrlich miteinander, dringend.

10.08.2019 17:27 • #15


Lunaa

Lunaa


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@Valle20
Du hast eigentlich dein Problem selbst benannt. Du bist Perfektionist hast du geschrieben. Das kenn ich zu gut. Man hat seine optimal Vorstellung von einem Thema, nimmt die Personen dazu und versucht sie in diese optimale Vorstellung reinzuquetschen. Wie in einem Film bei dem man den Schauspielern genau vorgibt wie sie sein sollen und wie sie sich verhalten sollen.
Was passiert.... es funktioniert nicht (im Film schon) aber nicht im wirklichen Leben.

Du willst am liebsten im Elternhaus bleiben und er sollte zu dir und am besten sollte er prima mit deinen Eltern auskommen, er sollte seine schlechten Seiten ablegen, nicht mehr streiten und am liebsten hättest du ganz arg liebe Schwiegereltern usw....

Fällt dir was auf? Du hast eine Geschichte für dich kreiert und versuchst nun die Personen drumherum in diese perfekte Geschichte einzuordnen.

Das wird nicht funktionieren weil das Leben funktioniert nicht so.
Es ist absolut kein Vorwurf an dich. Auch ich bin ein Perfektionist und kenne dieses Verhalten von mir. Auch ich habe meine perfekten Geschichten im Kopf und will die Personen um mich herum in diese Geschichte hineinzwingen. Das kann nur in Katastrophen enden und zwar für einen selbst.

Wenn deine perfekte Geschichte so nicht ablaufen kann, bist nur du diejenige, die immer mehr und mehr frustriert und dadran letztendlich zerbricht.
Du solltest deine perfekte Vorstellung vielleicht etwas ändern, sie muss nicht perfekt sein, vielleicht ist eine veränderte Version nicht ganz perfekt aber auch noch in Ordnung.
Sprich Kompromisse eingehen aber auch dahinter stehen sonst machst du dich wieder damit unglücklich.

Ich kenne die ganzen Personen nicht deswegen will ich da auch niemanden zu nahe treten wer gut oder wer schlecht ist. Ich denke dadrum geht es auch nicht.
Ich habe nur die parallele zu mir erkannt und du hast selber geschrieben dass du Perfektionist bist, daher meine Meinung dazu.

Wie wärs denn wenn du Dir professionelle Hilfe holst und das Ganze im Rahmen einer Therapie aufarbeitest? Oder bist du bereits in einer Therapie?

LG

10.08.2019 17:50 • #16


Valle20


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Habe in all den Jahren nie auf mein Bauchgefühl gehört. Und seit der Geburt wird das Gefühl immer stärker. Ich habe vom falschen Mann ein Kind

Gestern 13:37 • #17


nektarine


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Hallo!
Hast du schon mal alleine gelebt?
Ich habe das Gefühl, dass du dich nie wirklich von deinen Eltern abgenabelt hast. Wenn man verliebt ist, möchte man doch mit diesem Menschen zusammen wohnen.
Ich verstehe auch, dass dein Freund mit dir und deinem Sohn zusammen wohnen möchte. Er vermisst seinen Sohn, wenn er nur bei dir ist sicher genauso wie du ihn, wenn er nicht bei dir ist.
Ich denke, du musst für dich einf Lösung finden und jetzt mal gar nicht daran denken, wie du das später deinem Sohn erzählst. Die Situation ist momentan auch für deinen Sohn ungesund, weil er deine Abneigung und Unsicherheit bestimmt spüren kann.
Liebe Grüße

Gestern 14:45 • #18


Angor

Angor


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Zitat von Valle20:
Wenn ich mich trenne, macht mir das Umgangsrecht Sorgen. Mir zerreißt es das Herz, wenn ich denke, dass mein Kind an Heilig Abend oder an seinem Geburtstag nicht bei mir ist.

Du bist doch nicht verheiratet oder? Hat Dein Partner die Vaterschaft anerkannt? Wenn er sie nicht anerkannt hat, brauchst Du Dich nicht an ein Umgangsrecht halten, er hat dann absolut keine Rechte als Vater.
Hat er die Vaterschaaft anerkannt:

Das Umgangsrecht ist klar geregelt und richtig sich nach dem Alter des Kindes
Als Orientierungshilfe gilt:
Das Umgangsrecht für kleine Kinder beschränkt sich auf den stundenweisen Kontakt einmal in der Woche. Sie sollen möglichst der engsten Bezugsperson (meist die Mutter) verbunden bleiben.
Für Kinder ab ca. 3 Jahren werden regelmäßige Übernachtungen gewährt.
Schulkinder dürfen regelmäßig übernachten und dafür auch Ferientage nutzen.

Die Regelung, wann das Kind seinen Vater sehen darf, richtig sich auch nach der Entscheidung der Mutter, niemand kann vonn Dir verlangen, dass Dein Kind Weihnachten oder seinen Geburtstag ohne Dich verbringt, dann kann er ja zu Besuch kommen.

Wenn keine richtige Liebe mehr da ist und es nur Stress gibt, ist es wirklich besser, sich zu trennen, Du hast ja noch Deine Familie, die Dich unterstützt.

Als anerkannter Vater muss er Unterhalt für Dein Kind zahlen, unabhängig davon, wer die Trennung vollzogen hat.

LG Angor

Gestern 15:04 • #19


Miami

Miami


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Vielleicht hab ich es ja überlesen ... seit wann geht es Dir den so schlecht?

Nicht das Du (zusätzlich) unter einer postpartalen Depression leidest.
Dann wäre es gut wenn sich erst Mal ein Arzt darum kümmert bevor Du das Beziehungsthema angehst und jetzt weitreichende Entscheidungen triffst.

Um Umgangsrecht mach Dir mal jetzt noch keinen großen Kopf zudem Kinder wahnsinnig gerne 2 Mal Geburtstag und Weihnachten feiern

Gestern 15:21 • #20




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

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