App im Playstore
Pfeil rechts
12

STEPHI1988

STEPHI1988
Mitglied

68
6
54
Guten Abend zusammen 🙋🏼‍♀

nach jetzt 1 Jahr AU wg Depressionen, Angststörung und Schlafstörungen fange ich demnächst wieder an zu arbeiten und starte mit der Wiedereingliederung.
Habe 3 Klinikaufenthalte hinter mir und habe, klar, einige Werkzeuge mit an die Hand bekommen. Bei mir war ein Großteil die Arbeit die Ursache. Um so mehr habe ich Angst dass ich wieder rückfällig werde sobald der ganze Arbeitsdruck auf mich einprasst.

Wie seid ihr nach so langer Krankheit wieder positiv und ohne Ängste arbeiten gegangen?
Habt ihr eure Krankheit offen kommuniziert?

Allein bei dem Gedanken was mir da alles bevorsteht krieg ich absolute Panik! 😪

Lieben Dank euch allen vorab 🙏

17.12.2025 #1


10 Antworten ↓


N
@STEPHI1988 Hi Stephi, ich stehe gerade am Anfang, bei mir sind es jetzt zwei Monate. Ich weiß noch nicht wie ich es kommuniziere, derzeit sage ich nix. Aber es kann sich eh jeder denken. Ich würde und werde, sobald ich merke, dass es wieder schlimmer wird, sofort zurück in die AU und dann Job wechseln

x 1 #2


A


Nach 1 Jahr AU wieder arbeiten

x 3


STEPHI1988
Lieben Dank @Nicky78 für deine Nachricht und deine Erfahrung mit dem Thema 🙏
Bei einem Jobwechsel würde ich höchstwahrscheinlich meine Probleme mitnehmen. Aber wie du schon sagtest, die Gesundheit ist am wichtigsten... wenns nicht geht dann ist es eben so.

x 1 #3


Gaulin
@STEPHI1988 die Frage ist, was genau hat dich so belastet? Lag es an genau dieser Arbeitsstelle? Dann würde ich dorthin nicht zurückgehen, sondern mich neu orientieren. Liegt es im Allgemeinen in dir, dann kannst du mit dem Mindset üben, was dir in die Hand gegeben wurde sprich was du gelernt hast in den Therapien.

x 3 #4


Burn
Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Du wieder an dem Punkt bist wieder ins Arbeitsleben zu starten!
Das ist toll, dass Du auch einiges an Rüstzeug mit an Bord hast!

Das Du jetzt Angst hast ist verständlich und erst einmal auch normal.

Die Widereingliederung geht wahrscheinlich jetzt nicht gerade lange… vermute höchstens 6 Wochen?

Wenn Du jetzt die Kraft hast und merkst, dass diese Arbeitsstelle dir nicht gut tut, dann wünsche ich Dir ganz viel Kraft fürs bewerben und einen Arbeitswechsel.

Ansonsten wenn nicht dann und du bewältigst den Alltag da wieder gut, dann verliere eine evtl. Umstrukturierung nicht aus den Augen aber mach dir nicht Zuviel Stress und Druck!

Immerhin kannst du erst mal wieder starten und bist nicht gekündigt. Struktur wird auch wieder etwas positives sein und gibt dir neuen Schwung

x 2 #5


Kragenbär
Man kann das natürlich immer von zwei Seiten denken. Vielleicht merkst du ja sogar, das sieht die Arbeit gefehlt hat, dass sie trotz ganz normaler Schwankungen auch ein Stück weit Spaß macht, und man die Wiedereingliederung dann sogar als Erfolg verbuchen kann. Darauf könnte man dann sogar Stärke ziehen.

x 1 #6


Broetchen
Ich habe Ende letzten Monats meine Eingliederung beendet und bin seit diesem Monat wieder Vollzeit arbeiten.
Meine Erfahrungen sind Folgende: Ich habe das ganze Thema unterschätzt! Nur durch gutes Zureden meiner Therapeutin habe ich die ersten Wochen 3h pro Tag gearbeitet. Ich wollte gleich mit mehr Stunden einsteigen. Letztlich habe ich meine Wiedereingliederung verlängert und bin die ersten 3-4 Wochen 3h/Tag und 4 Tage die Woche arbeiten gegangen. An Tagen mit Therapie habe ich mir frei genommen.

Leider muss ich dir schreiben, dass die ersten Tage sehr schwierig waren. Ich habe es nur geschafft, weil ich offen mit meiner Erkrankung umgegangen bin und weil mich zuhause eine verständnisvolle Partnerin aufgefangen hat. Positiv war, dass durch meine Offenheit einige Kollegen sich ermutigt fühlten, von ihren psychischen Problemen zu erzählen. Ich habe viel Verständnis erfahren.
Was ich dir rate: Fang langsam an. Dein Ziel sollte nicht sein, die Wiedereingliederung einfach nur zu überstehen, sondern dich einigermaßen wohlzufühlen.
Dann solltest du jetzt schon, bevor die Eingliederung beginnt, deine Skills weiter anwenden. Wenn du z.Bsp. jetzt täglich deine Atemübungen ausführst, bist du in der Not super vorbereitet.
Vielleicht kannst du wenigstens einen deiner Kollegen einweihen. Dann hast du jemanden zum Reden, wenn die Unruhe kommt.

x 2 #7


STEPHI1988
Lieben Dank euch allen für das Teilen eurer Erfahrungen. Das tut gut mit solchen Ängsten nicht allein zu sein.

Mir macht hauptsächlich der Druck auf der Arbeit zu schaffen. Habe bis zuletzt probiert 200% zu geben. Naja... gedankt bekam ich es nicht. Habe auch eine soziale Phobie und mich stresst die Zusammenarbeit und das Zusammensein mit meinen Kollegen. Probiere mich immer zu verstellen um mir nichts anmerken zu lassen und dass raubt Energie.

Ihr habt recht. Ich glaube meine engsten Kollegen werde ich einweihen. vielleicht kann ich so etwas entspannter arbeiten gehen wenns denn soweit ist.
Momentan probiere ich den Gedanken noch zu verdrängen 😪 Konnte mich die letzten paar Monate wieder etwas mehr entspannen, besser schlafen, habe meine Depressionen besser in den Griff gekriegt.
Nun habe ich Angst dass mich alles wieder einholt sobald ich wieder arbeiten gehe.

Aber ich muss das irgendwie auf mich zukommen lassen. Für die Rente bin ich noch zu jung (37j).
Die Wiedereingliederung werde ich 3h die Woche beginnen und dann langsam steigern....

Schönen Abend euch 🌷

#8


Greta__
Ich bin auch jemand der sich verstellt bzgl. Reizüberflutung am Arbeitsplatz, immer 100% gegeben, "nebenher" allein erziehend mit 2 Kindern.

Letzten Endes hat mein Körper mir die rote Karte gezeigt und nichts ging mehr.

AU, ambulante Therapie und Tagesklinik, jetzt wieder ambulante Therapie.

Ich habe meinen Vor-Ort Job gekündigt und arbeite jetzt 100 % Remote. Da ich Personalerin bin, ist es recht einfach gewesen einen neuen Job zu finden.

Mir tut das Remote arbeiten gut. Ich habe Online Meetings mit den anderen Kollegen, was mich anstrengt, ich aber Schritt für Schritt lerne rücksichtsvoller mit mir umzugehen und lerne mich abzugrenzen.

x 1 #9


STEPHI1988
Liebe @Greta__

Danke für deine Antwort. Leider ist es in meinem Job nicht so einfach einen 100% Remotejob zu bekommen 😒 Die meisten Unternehmen haben mindestens 40% Büroquote.
Ich bin selbst schon ständig am recherchieren und Stellenanzeigen durchforsten. Aber vergebens...

#10


Greta__
Ich weiß ja nicht was du beruflich machst?
Ich habe nach "HR / Payroll Remote" geschaut, bei LinkedIN wurde ich auch angeschrieben und habe selbst dort geschaut und darüber meinen Job gefunden.

x 1 #11


A


x 4






Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
App im Playstore