MichaelXX
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Meine Motivation hinter diesem Erfahrungsbericht ist es, vielleicht einigen von euch neue Perspektiven aufzuzeigen!
WICHTIG: Das ist mein Thread und hier akzeptiere ich keine Belehrungen, Maßregelungen oder Moralisierungen! ( wie es bei gewissen Leuten in anderen threads leider vorkommt)
Kurz zu meiner Vorgeschichte: ADHS seit der Kindheit, unipolare agitierte depression seit 20 jahren. Heißt: ich habe KEINE Ängste, Sorgen, etc .
Ich habe die klassische 'männliche' depression, die sich eben nur in körperlichen Symptomen äußert.
Ich habe in den 20 Jahren immer wieder jahre, wo ich keine Medikamente nehme.
Ich habe eine hohe Frustrationstoleranz und nehme die Dinge so wie sie sind. Es ist so wie es ist. Punkt.
Mein letzter Schub begann 2024.
Ich startete mit 10 mg escitalopram.
Schwache remission.
Erhöhung auf 20 mg escitalopram
50%ige remission.
Da ich leider Raucher bin habe ich mir blut abgenommen und war im untersten Bereich.
Dieses Spiel Blutabnahme- dosisstiegerung ging dann weiter bis mittlerweile 60mg escitalopram.
Erst mit dieser doaierung konnte ich ausreichend Medikamentenspiegel aufbauen und nahezu 100% remission erreichen.
Und nein, ich habe das nicht mit einem Arzt gemacht, ich schreibe mir meine Rezepte selbst und nehme mir selbst Blut ab.
Rauchen kann zu signifikanten wirkstoffverlust führen, aber ich schaffe es leider nicht aufzuhören.
'Der auf den ich warte, dass er mich erlöst bin ich selbst'.
Lange Zeit hatte ich Respekt vor Medikamenten, jedoch hatte ich ein persönliches schlüsselerlebnis.
Die Serie ' hartes Deutschland '.
Als ich die ganzen polytox Opfer sah dachte ich mlr dann: und du tust herum wegen Medikamenten?
Ich hab mir dann wochenlang die verschiedensten Dinge geballert um herauszufinden was mir hilft. Und ich lebe noch.
In dieser Zeit durfte ich auch erfahren, dass baclofen wie benzodiazepine wirkt, aber OHNE körperlich abhängig zu machen. Ein Segen! Benzos gaba a, baclofen gaba b. In anderen Ländern hat dieses Medikament bereits eine Zulassung für angst/depris.
Zu guter letzt ein Fallbeispiel, wo eine patientin erst auf 120 (!) Mg escitalopram ansprach.
Im Internet nachlesen- uni mainz.
Der behandelnde arzt sagt, dass die 20 mg höchstdosis laut beipackzettel nur im Kontext mit der Gefahr des long qt snydroms zu stande kam, damit sich der Hersteller rechtlich absichert.
NUR WEIL ETWAS OFF LABEL IST HEISST ES NICHT DASS ES SCHLECHT IST.
Ich hoffe dass sich der eine oder andere von euch etwas sinnvolles mitnehmen konnte.
• • 26.11.2025 #1
