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Hallo liebe Alle!

Habt ihr auch Tage an denen ihr gefühlt richtig in einem tiefen Loch seid - so richtig aussichtslos deprimiert. Ohne jegliche Zuversicht?

Ich arbeite schon sehr gut an meinen (konkreten) Ängsten, aber trotzdem falle ich manchmal in dieses tiefe Loch. Dagegen sind Panikattacken - gegen die ich ja weiß was ich machen kann - manchmal echt das kleinere Übel. Bei dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit, verliere ich einfach sämtliche Zuversicht, mich mal wieder richtig frei und unbeschwert zu fühlen.

Kennt ihr das? Und vor allem wie begegnet ihr dem Gefühl?

Danke für eine Rückmeldung von euch,
Stefan

13.10.2021 13:36 • 15.10.2021 x 2 #1


13 Antworten ↓


Mayamarie
@Minolt hey stefan,
Ja das kenne ich auch nur zu gut,hatte die Angst sehr gut überwunden und war 2 Jahre ohne Angst bin aber nun seit knapp 7-8 Monaten wieder voll drin.
Kämpfe natürlich täglich dass es besser wird aber an manchen Tagen könnte ich nur weinen weil ich mein Leben einfach wieder genießen will.

Was mir hilft ist Ablenkung, sitze dann im Garten und höre einen Potcast oder telefoniere mit meiner Mutter(sie hat ähnliche Probleme) die mich meistens wieder beruhigen kann.

13.10.2021 13:41 • x 1 #2



Gefühl der Hoffnungslosigkeit/Aussichtslosigkeit

x 3


Danke @Mayamarie

13.10.2021 14:01 • #3


-IchBins-
Frag dich, warum das Gefühl da ist? Welche Gedanken hast du, die das Gefühl erzeugen?

13.10.2021 14:54 • x 1 #4


@-IchBins-
Angst, dass es nicht besser wird. Und Frustration, dass es mir wieder schlechter geht, obwohl es mir schon echt lange Zeit wieder besser ging.

13.10.2021 16:50 • #5


-IchBins-
Zitat von Minolt:
@-IchBins- Angst, dass es nicht besser wird. Und Frustration, dass es mir wieder schlechter geht, obwohl es mir schon echt lange Zeit wieder besser ging.

Da hat du quasi fast schon deine Antwort. Annehmen lernen und weiter am Ball bleiben, deine Gedanken bzw. den Geist trainieren, er soll dir dienen, nicht umgekehrt. All das kann man lernen. Ich habe lange dafür gebraucht, aber es hat sich gelohnt...
Die Gedanken liegen in der Zukunft, nicht im Hier und Jetzt. Frage dich, was genau das Problem in jenem Moment der Angstgedanken ist? Meistens gibt es keins. Dankbarkeit zeigen für jeden Moment, den man "L/leben" nennt. Es gibt soviel Wege, man muss nur seinen eigenen finden. Am Ende kommt es nicht darauf an, wie weit man es gebracht hat, sondern darauf, ob man seinen eigenen Weg gegangen ist...
Vielleicht als Tipp: Leben ist, was jetzt passiert, Kraft der Gegenwart, Jetzt (Bücher oder als Hörbuch), diese haben mir persönlich geholfen, all das zu verstehen...

13.10.2021 17:15 • x 3 #6


jaa, ich habe das jeden tag und dasa gefühl niewieder rauzkommen zu können, dabeiu bin ich mir eigh sicher das ich viel potenzial hätte, aber in meinem leben ist einfach soviel schei. passiert dass ich immer auf mich selbst gestellt war und nie was von meinen "Elternn" lernen konnte oder sonst iwas, habe vor drei wocxhen ein m ädchen kennengelernt wir trefern uns seitdem jeden tag und ich hab solche krassen vertrauensänsgte dass ich solche selbstzweifel habe und das gefühl habe sie liebt mich nicht oder macht etgwas mit anderen oder so, dass ist meine erste beziehung mit 20jahren und ich kann mir einfach nicht weiterhelfen ich weis nichj was ich machen soll am lioebsten will ich alles einfach nur aufgeben

13.10.2021 17:27 • #7


Gaulin
Zitat von Minolt:
Angst, dass es nicht besser wird. Und Frustration, dass es mir wieder schlechter geht, obwohl es mir schon echt lange Zeit wieder besser ging.

Das kann ich gut verstehen. Aber: Dir wird es wieder besser gehen. Es gibt nicht nur Tief oder nur Hoch, schon gar nicht für immer. Erlaube dir und deinem Körper ruhig solche Tage und Momente. Es bleibt nie gleich blöd oder gleich schön. Das Leben ist ständige Veränderung, und wir auch. Die negativen gehören genauso dazu wie die positiven.
Versuche das irgendwie anzunehmen, zu akzeptieren und schon ist es nicht mehr ganz so schlimm. Akut hilft dann auch Ablenkung, aber auf Dauer wäre das eher ein Verdrängen. Versuche dir was gutes zu tun und finde heraus wad deine Gedanken dir vermitteln wollen. Damit lässt es sich gut arbeiten. Dazu gibt es viele Anleitungen und Tipps im Internet. Meine Buchempfehlungen dazu wären:
"Das innere Kind muss Heimat finden" und das dazugehörige Arbeitsbuch und:

13.10.2021 17:41 • x 2 #8


Gaulin
"Der Fragebogen für die Heilung getriggerter Emotionen"

13.10.2021 17:41 • #9


Sprotte
@-IchBins- Du bist ja toll !

13.10.2021 17:49 • x 1 #10


portugal
Zitat von Minolt:
@-IchBins- Angst, dass es nicht besser wird. Und Frustration, dass es mir wieder schlechter geht, obwohl es mir schon echt lange Zeit wieder besser ...


Das kennen die meisten von uns. Ich hatte es heute Vormittag. Jetzt gehts so la la.

Ich sage mir dann, so ist das halt im Leben. Es kommen auch wieder bessere Tage.

13.10.2021 17:49 • x 2 #11


-IchBins-
Zitat von Sprotte:
@-IchBins- Du bist ja toll !

Es gibt hier viele tolle Hilfe im Forum von diversen Mitgliedern..

13.10.2021 17:56 • x 4 #12


Spaceman
Hi Minolt

Wie viele hier kenne auch ich solche Phasen nur zu gut. Die für mich wichtigste Erkenntnis aus all den Jahren ist, das es irgendwann wieder vorbei ist, morgen, übermorgen, vielleicht nächste Woche. Deshalb annehmen, aushalten, ablenken, durchhalten. Es geht wieder weg.

Zitat von OverdoseH:
dass ist meine erste beziehung mit 20jahren

Die erste Beziehung ist immer auch von Unsicherheiten geprägt - immer, war bei uns allen so. Ohne der Beziehung irgendwas wegnehmen zu wollen, aber versuche sie mal als Experiment zu betrachten. Läuft es gut, dann ist alles top, wenn nicht, dann kannst Du etwas für die nächste lernen.

Zitat von OverdoseH:
vertrauensänsgte dass ich solche selbstzweifel

Da wäre es auch sinnvoll, mal über eine Therapie nachzudenken.

14.10.2021 19:39 • x 2 #13


silverleaf
Hallo Stefan,

Zitat von Minolt:
Kennt ihr das? Und vor allem wie begegnet ihr dem Gefühl?

Ja, wie alle meine Vorredner kenne ich das Gefühl auch sehr gut.

Es kann unglaublich frustrierend sein, aber ich kann mich den Tipps hier nur anschließen: einfach am Ball bleiben.
Akzeptieren, dass solche schwierigen Tage und Phasen immer wieder vorkommen werden, dass sie irgendwie auch Teil des Genesungsprozesses sind und, ganz wichtig, dass sie wieder vorbeigehen.

Ich hatte mal eine interessante Begegnung mit einem Klinik-Arzt, der mich schon länger kennt. Ich saß also an so einem richtig besch*** Tag vor ihm, habe mir die Augen ausgeweint und habe ihm einen vorgeschluchzt, dass doch eh alles keinen Sinn hätte, dass eh nicht besser werden würde, wofür ich denn eigentlich kämpfen würde, wenn doch eh nicht besser würde...usw. Das volle Programm.

Er saß vor mir, absolut tiefenentspannt (nicht unfreundlich, aber wirklich ziemlich entspannt), und sagte mir in aller Ruhe, dass er mich ja nun schon länge kenne, dass er mit mir schon sehr oft solche Stimmungen gemeinsam erlebt habe, dass er wisse, dass es sich für mich so anfühle, als sei es noch nie so schlimm gewesen und als würde es niemals aufhören, aber dass er mich ja inzwischen kenne und mir deshalb auch sagen könne, dass morgen die Welt vermutlich schon wieder anders aussehen würde, oder vielleicht zumindest in zwei oder drei Tagen.
Dass heute halt einer dieser Tage sei.
Und dass es heute nur darum ginge, irgendwie den Tag irgendwie rumzukriegen, sich gut zu versorgen, freundlich und nachsichtig mit sich zu sein und darauf zu vertrauen, dass solche Phasen wieder vorbeigingen.

Ich war zuerst ziemlich perplex, dann auch etwas vor den Kopf gestoßen, aber dann habe ich gespürt, dass er einfach recht hatte.
Er hat dann weiter erklärt, warum und wieso das zu meinem Krankheitsbild dazugehöre, welche Symptome sich wie gegenseitig ungünstig verstärken würden usw...
Und ich glaube, dass das ein Moment war, in dem ich wirklich viel begriffen habe. Die freundliche und unaufgeregte Art, mit der er in diesem Moment mit mir umgegangen ist, habe ich versucht, für mich zu verinnerlichen und mir zu eigen zu machen. Mir dieses Gespräch immer wieder in Erinnerung zu rufen, wenn es mir mal wieder so richtig mies geht, Ruhe zu bewahren und nicht in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zu ertrinken.

Seitdem hat die Hoffnungslosigkeit, die mich sonst in diesen Momenten immer überfallen hat, etwas weniger Macht über mich. Denn dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit hat die eh schon schwierigen Gefühle immer nur noch viel, viel schlimmer gemacht. Und jetzt versuche ich, so schwierigen Gefühlen mit möglichst viel innerer Ruhe zu begegnen, damit die Emotions-Spirale sich nicht so hochdrehen kann, und ich versuche, mich freundlich zu versorgen.
Natürlich klappt das nicht immer, ganz klar , sehr, sehr oft kriege ich das auch nicht hin , aber ich bin auf dem Weg. Und ich merke, dass es Schritt für Schritt ein kleines bisschen besser wird.

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG Silver

15.10.2021 04:01 • x 5 #14



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser