Zitat von Grace_99: Was es braucht ist ganz viel Geduld. Diese geht mir oft ab, da ich immer viel von mir selbst erwarte.
Diese Einstellung hat bestimmt zur Depression mir beigetragen.
Ja, man braucht sehr viel Geduld mit sich selbst und muss sich mit sich selbst auseinandersetzen, verschiedenes ausprobieren. So paradox es klingt, mir hilft Entspannung und Meditation gut, ist aber bei jedem anders. Ein Patentrezept gibt es nicht. Medikamente habe mir wieder eine gewisse Lebensqualität gebracht, ist aber weit davon entfernt, als "normal" eingestuft werden zu können. Es kommt auch darauf an, wie lange und wie stark die Depression vorhanden ist.
Manchmal merken Menschen es nicht einmal, weil man es nur schwer selbst einschätzen kann, wie stark sie ist, weil man sich daran gewöhnt. Für mich waren mittelschwere bis schwere Depressionen die abwechselten, lange Zeit ein normales Lebensgefühl.
Das beste was man tun kann, ist zu einem Arzt zu gehen und die Art beurteilen zu lassen. Ob Medikamente sinnvoll sind, kann nur er seriös entscheiden. Bei manchen helfen auch Naturheilmittel, wie Johanniskraut, gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit. Manche haben Vitamin-D Mangel oder andere Mängel an Vitaminen, Mineralien, Eiweiß.
Für mich ist meine Depression eine Reise die nicht mehr aufhört, fast jeder Tag birgt eine neue Herausforderung. Man kann aber auch einiges dazu beitragen, dass man für die eigenen Verhältnisse damit leben kann, mal mehr, mal weniger gut.