Zitat von Phil46: Depressionen sind hier leider Normal geworden und ich wurde bereits gebrochen udn weiß wie sich das anfühlt.
Depressionen sind in Japan sehr viel häufiger als in Europa und spiegelt sich einer hohen Selbstmordrate wieder.
Das sagt KI:
Japan hat trotz sinkender Gesamtfallzahlen in den letzten Jahren im internationalen Vergleich nach wie vor eine verhältnismäßig hohe Suizidrate. Die Gründe dafür sind komplex und tief in der Kultur und Gesellschaft verwurzelt: [1, 2]
Leistungsdruck in Schule und Beruf: Der eigene Selbstwert wird stark über schulischen Erfolg und berufliche Leistung definiert. Extrem strenge Schulregeln und akademischer Druck belasten bereits Kinder und Jugendliche stark. Im Berufsleben führen lange Arbeitszeiten und die Angst vor Karriereeinbußen zu massivem chronischen Stress (bekannt als Karōshi – Tod durch Überarbeitung). [1, 2, 3]
Sozialer Druck und Konformismus: Werte aus Konfuzianismus und kollektivistischen Traditionen betonen die Harmonie in Gruppen und das Funktionieren innerhalb von Hierarchien. Wer diesem Bild nicht entspricht oder das Gefühl hat, der Gemeinschaft zur Last zu fallen, erlebt oft großen sozialen Druck. [1]
Kulturelle und historische Prägung: Anders als in christlich geprägten Kulturen, in denen der Freitod traditionell stark tabuisiert oder als Sünde betrachtet wurde, gab es in der ostasiatischen Philosophie (und durch historische Traditionen wie den rituellen Suizid) teils einen anderen, weniger verurteilenden Blick auf die Selbstbestimmung über das eigene Leben. [1]
Stigma bei psychischen Problemen: Über Depressionen oder mentale Krisen wird in der Gesellschaft und in Familien oft offen geschwiegen. Die Scheu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist groß, da psychische Erkrankungen schambehaftet sind.
Isolation und Einsamkeit: Insbesondere in den Städten führen veränderte Familienstrukturen, Kontaktarmut und sozialer Rückzug (wie das Phänomen des Hikikomori) zu tiefer Einsamkeit. [1, 2]