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Phil46
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Hallo zusammen

Nach 2 Wochen voller Eindrücke in Japan (Tokyo, Kamakura, Kyoto, Osaka) bin ich gestern Abend wieder Zuhause. Tief in mir ist mein Herz gebrochen und ich muss irgendwie ein Ventil finden.
Das hier ist mein Ventil. Es mir von der Seele zu schreiben.

Seit gestern bin ich nur noch am Heulen und es fühlt sich so an, als hätte man mir etwas genommen, was ich zum Leben brauche um Glücklich zu sein. Gestern Früh in Osaka habe ich mich irgendwie schon gefreut wieder Zuhause zu sein, bei meinen 2 Katzen die mich vermisst haben.
Als ich dann aber im Flieger saß und draußen sah wie das Flugpersonal uns zu winkte und als abschluss verbeugten, hat es innerlich richtig weh getan da mir in dem moment bewusst wurde: Du verlässt jetzt Japan und wirst für eine Weile nicht mehr hier sein.
Bis nach Hause war noch alles in Ordnung da mein Kopf ständig beschäftigt war.
Kaum war ich Zuhause alleine, kamen erstmal die Tränen und so schnell habe ich mich nicht beruhigt.

Japan hat mir etwas gegeben wonach ich schon so lange in Deutschland vergeblich suche: Respekt, Höflichkeit, Rücksichtsnahme, Sicherheit und Geborgenheit, ein hohes Maß an Sauberkeit und eine mega schöne Kultur die man sich bewahrt.
Vorallem vermisse ich es, Nachts aus dem Hotel zu gehen, überall die Bunten Lichter und die Leute mit einer tollen Lebensenergie die durch die Straßen laufen . Und ein paar Straßen Weiter, völlige Ruhe, ein Tempel, das Rascheln der Blätter und das ferne plätschern von Wasser des Reinigungsbecken.
Noch schlimmer wird es für mich, da ich an meinem letzten Abend in Kyoto von einer Japanerin angesprochen wurde und wir zusammen ein schönes angenehmes Gespräch geführt haben und zu mir sagte, bevor sie sich verabschiedete und wir Instagram getauscht haben, das ich mich gerne bei Ihr melden darf wenn ich wieder in Tokyo bin.
Ich habe so viele tolle Begegnungen gehabt: Der Ältere Herr der mich von sich aus angesprochen hat und fragte ob ich hilfe brauche und mich am ende zu dem Ort gebracht hat, den ich gesucht habe . Mein Fotoshooting als Samurai mit dem Fotograf und seiner Frau die so eine tolle und ansteckende freundliche und liebe Art und Weise haben . Die 2 Älteren Herren im Tempel die sich für den Deutschen Tourist interessiert haben und ein kleines witziges Geschenk machten . Die Dame in Kyoto die mich angesprochen hat und ebenfalls davon begeistert war das ich aus Deutschland bin . Die Dame im Arcade die mir geholfen hat das Kranspiel zu gewinnen um die Figur zu bekommen und ich Ihr meinen Miku-Pin geschenkt habe weil Sie den so toll fand .
Es waren so schöne Begegnungen die ich noch nie so hatte.

Zu wissen das ich das hier nicht mehr haben werde.
Respekt und Höflichkeit für viele ein Fremdwort ist.
Kultur, Ruhe und Rücksichtsnahme nicht als Wichtig angesehen wird.
Egoismus hier an erste Stelle steht.

Es macht mich einfach fertig.
Als ob man mir mein Zuhause genommen hat, bei dem ich mich so gut gefühlt habe.
Sicher, das Leben ins Japan ist auch nicht leicht, ich habe viele Schattenseiten gesehen und es als Tourist erlebt. Für jemand Lokales fühlt sich Japan weniger Magischer an.
Aber dennoch, fühlte es sich wie mein 2tes Zuhause an, was man mir genommen hat.

Als ich vorhin meine Koffer auspackte und die Souvenirs Sortierte, überkam mich ein Glücksgefühl und die Trauer war plötzlich völlig verschwunden und dann kam es: Japan 2027 wartet auf mich.
Es war kein "Sayonara Japan" sondern ein "Mata ne, Nihon" (Bis bald, Japan)
Als ich dann fertig war, heulte ich direkt wieder los.

Mir ist klar das es Zeit braucht bis der Kopf darüber hinweg kommt und es ist auch gut das ich die Woche noch Urlaub habe aber bereits jetzt, fühlt es sich so an als würde ich sehr lange brauchen um den Trauer zu überstehen.

• • 11.09.2026 x 10 #1


124 Antworten ↓

Schlaflose
Gebrochen ist ja wohl stark übertrieben. Gebrochen ist man nach schweren Schicksalsschlägen und nicht wegen dem Ende eines schönen Urlaubs.
In meiner Jugend, als ich noch reisen konnte, war ich auch immer betrübt, wenn es zu Ende war, manchmal habe auch auch etwas geweint und hatte ein paar Tage lang ein Heimwehgefühl nach dem Urlaubsort. Aber das hat sich immer schnell verflüchtigt, wenn einen der Alltag wieder eingeholt hat (damals Schule/Studium).

• x 8 #2


A


Der Urlaub ist vorbei und ich gebrochen

x 3


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Weil du ja auch vor dem Bildschirm wissen kannst wie ich mich fühle 🤦‍♂

• x 3 #3


cats49
So wie ich das als nicht empathiefähiger Mensch verstehe ist Japan für dich
etwas ganz besonderes,deine Herzensangelegenheit,dein Sehnsuchtsort.
Für mich war es früher immer sehr schlimm aus einem Urlaub zurück
nachhause zu müssen weil zuhause für mich nur negativ besetzt,kein
Wohlfühlort ist.
Ich wollte nie zurück nachhause.
Das ist nicht dasselbe. Ist mir klar.
Wahrscheinlich ist mein Gedanke dumm,ich habe keine Ahnung von,
keinerlei Hintergrundwissen über Japan.
Wäre es für dich vielleicht möglich von deinem persönlichen Hintergrund,
deiner beruflichen Qualifikation her dorthin auszuwandern wenn dir dieses
Land so viel bedeutet ?

• x 4 #4


P
@cats49

Genauso ist es.
Japan hat mir das Gefühl gegeben Zuhause zu sein. Mir das gegeben was ich immer wollte und was ich hier in Deutschland vermisse.
Ich habe mich dort von Tag 1 so sehr wohl gefühlt, das ich direkt all meine Sorgen Zuhause vergessen habe und voll im Japanfieber war.
Der Trip war für mich nicht einfach nur Urlaub, sondern auch ein "Wie ist es in Japan und könnte ich hier tatsächlich Leben?" Trip
Ich kann eindeutig sagen: Ja aber zuerst muss ich herausfinden wie man sich dort als Lokaler fühlt. Es ist ja bekannt das viele sich in Japan zu Tote Arbeiten und das wäre für mich kein Leben was ich führen will, auch wenn das um mich herum, noch so schön ist.
Ich habe es vor Ort täglich erlebt, wie viele Leute in der Bahn schliefen, unter Zeitdruck standen oder sogar mit Warnblinker auf der Straße standen und im Auto schliefen.
Es ist ein teil der Kultur während der Pausen zu schlafen aber es bleibt trotzdem die frage, warum sowas nötig ist.

• x 4 #5


Donnie_Darko
Ich war nie in Japan. Was ich über Japan gehört habe ist, dass die Menschen dort freundlich sind, aber nur wenn man Tourist ist. Gegenüber Fremden die in Japan leben wollen, ist man dort wohl eher misstrauisch. Auch ist die Freundlichkeit mitunter nur Fassade, da es vor allem in Japan wichtig ist, das Gesicht zu bewahren. Das macht für mich Japan nicht sehr attraktiv, da mir Authentizität wichtig ist.

• x 5 #6


cats49
Ich bin auch noch nie in Japan oder sonst wo in Asien gewesen.
Deren Mentalität unterscheidet sich halt sehr grundlegend von der unseren.
Das einem als Tourist der Geld ins Land bringt ins Gesicht freundlich
getan wird ich vermute mal das ist überall so.
Habe mal in einem Skandinavienurlaub eine große Gruppe junger Japaner
im Hotel erlebt.
Die haben sich weil sie zuhause so extrem reglementiert leben aufgeführt
wie die Wilds... .
Meine Restfamilie ist nach Spanien ausgewandert.
Das hat nicht nur Sonnenseiten.
@Phil46
Wäre es vielleicht für dich möglich dich beruflich für eine gewisse Zeit
dorthin versetzen zu lassen,dort ein Praktikum zu machen oder,oder
ohne gleich auszuwandern um einfach mal die Alltagsrealität
jenseits der Urlaubssituation kennenzulernen ?

• x 4 #7


B
@Phil46 Ich beneide Dich erstmal um Deine Erfahrung und auf der anderen Seite bin ich auch etwas glücklich, daß Du so gute Erfahrungen gemacht hast. Ich lerne selber seit Jahren Japanisch, habe 18 Jahre Judo gemacht, sauge alles über Kultur, Musik und Landschaft ein.

Ich kenne aber auch die Schattenseiten und bei aller Liebe, allen Träumen zu Japan möchte ich hier in Deutschland leben.

• x 2 #8


P
@cats49

Das weiß ich aktuell nicht und muss ich erst abklären. Da ich bei einem Weltkonzern Arbeite und in Japan auch mehrere Standorte vorhanden sind, wäre es sicher möglich, muss das ganze aber erst klären ob beide Seiten damit einverstanden wären.
Ich habe schon geplant mit den Managern zu reden und zu fragen ob es möglich wäre mal für 1 Monat drüben zu Arbeiten.

@Donnie_Darko
Was hier gesagt wird mit: Sind nur nett zu Touristen, ist absoluter Schwachsinn. Man respektiert sich dort gegenseitig, vollkommen egal ob Lokaler oder Tourist. Ja wir Deutschen haben einen guten Standpunkt und alle Japaner waren begeistert wenn ich erzählt habe das ich aus Deutschland bin.
Dort herrscht ein ganz anderes zusammenleben als hier, wo es nur noch darum geht dem anderen nichts zu gönnen und sich gegenseitig an die Gurkel zu gehen oder sogar zur belustigung nieder macht.

• x 2 #9


cats49
@Phil46
Ich drücke dir die Daumen das das klappt.
Das könnte dir sicher mehr Klarheit geben.
An meiner Sicht das zwischen Urlaub und Alltagsrealität
im jeweiligen Land im Extremfall Welten klaffen können,
nicht zwingend müssen,halte ich allerdings fest.
Probiere es aus wenn möglich,viel Glück.

• x 2 #10


H
Ich würde da tatsächlich versuchen, etwas kritischer zu sein. Ich meine, dich schmerzt, dass es dir gegenüber in Deutschland nicht so ist wie es in Japan gegenüber einem Touristen sein kann. Ich bin zB nicht ganz sicher, ob die Japaner, denen du erzählt hast, du seist Deutscher, deswegen so begeistert waren, oder ob es einfach Freundlichkeit ist, Begeisterung zu zeigen. Weißt du, ob sie ähnlich begeistert sind, wenn Touristen von Frankreich, von Schweden kommen?

Ich schreibe es deswegen, weil ich einen deutschen Mann gut kenne, der sehr lange mit einer Japanerin verheiratet war, lange in Japan gearbeitet hat und es auch nach Jahren immer noch nicht fassen konnte, wie wenig das Lächeln und die Freundlichkeit immer wieder bedeuten. Sie gehören zur Höflichkeit, aber es ist nichts auf persönlicher Ebene, so hat er es gemeint.

Ich fürchte, du verklärst es zu sehr.

• x 4 #11


P
Ich fürchte eher das Ihr selber nicht die Erfahrung habt bzw diese euch einfach fehlt.
Man muss es selber erleben und nicht nur von Hören-Sagen als Erfahrung ansehen.

Zu behaupten sie würden das alles nur Spielen und als Fassade nutzen, finde ich wirklich einfach nur lächerlich. Komisch das ALLE dort super nett waren selbst wenn sie mal nicht mit einem lächeln durch die Gegend gelaufen sind.
Hier in Deutschland wird man schon blöd angeschaut wenn man einen Laden betritt.

Also bitte ... Wenn man selber keine Ahnung hat wie sich das dort anfühlt, sollte man solche dämlichen behauptungen auch sparen.
Genau hier haben wir auch wieder einen Punkten: Man gönnt sich hier nichts mehr gegenseitig. Es wird schlecht geredet, irgendwelcher mist behauptet den man irgendwo aufgeschnappt hat und selber nie erlebt hat

• x 1 #12


H
Nun ja.. die Erfahrung meines Kumpels, die sich über Jahre hin zieht, ist dann eben nichts wert für dich. Aber ich muss sagen, du bist auch kein Gewinn für das, wie es in Deutschland angeblich ist, wenn du dich im Alltag auch so verhältst wie in deinen Kommentaren.

• x 8 #13


P
Ahja, genau 🤣🤣🤣
Geh woanders deine sch. Laune verbreiten und mögest du eines Tages zufriedenheit in deinem Leben verspüren ... Offensichtlich hast du davon nichts.

Der Thread ist hiermit geschlossen weil ich auf so ein Kindergarten keinen bock habe.

• x 1 #14


Sonja77
Du bist für dein Alter wirklich extrem überaus blauäugig tut mir leid

So kann man sprechen und sich verhalten mit 15 aber doch nicht als erwachsener Mensch

Du glaubst ein Land zu kennen nachdem du es ein einziges Mal für 2 Wochen gesehen hast und maßt dir an darüber urteilen zu können wie dieses Land ist

Na dann gute Nacht

• x 5 #15


Islandfan
Zitat von Phil46:
Japan hat mir etwas gegeben wonach ich schon so lange in Deutschland vergeblich suche: Respekt, Höflichkeit, Rücksichtsnahme, Sicherheit und Geborgenheit, ein hohes Maß an Sauberkeit und eine mega schöne Kultur die man sich bewahrt.

Es stimmt schon in gewisser Weise, dass Japaner sehr freundliche Menschen sind, auch sehr gefolgsam und fleißig. Habe einige unterrichtet und deren Arbeitsmoral ist auf einem hohen Level. Allerdings ist es auch manchmal schwer zu erkennen, was sie denken, denn dieses Lächeln und die Höflichkeit können die Kommunikation in Konfliktsituationen auch verschärfen.

Zitat von Phil46:
Ich habe schon geplant mit den Managern zu reden und zu fragen ob es möglich wäre mal für 1 Monat drüben zu Arbeiten.

Das ist doch ein guter Plan, wobei ein Monat recht kurz ist. Wenn du danach dauerhaft überlegst, auszuwandern, dann lerne die Sprache, nichts ist unhöflicher als in ein Land einzuwandern und davon auszugehen, dass man mit Englisch zurecht kommt. Allein aus Respekt.
Hinzu kommt das Arbeitspensum und die Disziplin, in Japan gibt es sehr wenig Jahresurlaub und von einer 40-Stunden-Woche können die meisten da nur träumen. Die Ansprüche sind also höher als hier.
Dennoch denke ich, dass das Gras auch nicht grüner auf der anderen Seite ist und man sich das genau überlegen sollte, ob man in einer völlig anderen Kultur dauerhaft leben möchte.

• x 3 #16


cats49
Kindergarten nur weil man dich in deiner Sicht nicht zu 100 % Prozent bestätigt,
dir nicht nach dem Mund redet.
Probiere aus in wie weit deine Idealisierung der Realität stand hält.
Geh hin zum arbeiten,schau es dir an.
Wenn es für dich passt und du die Möglichkeit dazu hast bleib dort.
Ich wünsche dir das du dort glücklich wirst aber alle Zweifel anderer
so kategorisch weg zu wischen halte ich,sorry,für etwas naiv.

• x 9 #17

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P
@Sonja77

Nur gut das du mich so wunderbar kennst und weißt das ich mich seit Jahren mit dem Land beschäftige zwinkern

sch. wenn man im Leben nichts erreicht hat und andere dafür Hatet weil sie Ziele haben, die man selber nicht erreichen kann, was?

• #18


P
@cats49

Was hier gerade passiert ist einfach nur Neid/Hass von Leuten die absolut keinen Plan haben wie es dort drüben ist. Und deswegen mache ich hier Schluß.

Ich nutze meine Energie nicht dafür, um Leuten zu erklären das es ein Traum von mir ist und man es krampfhaft versucht es mir schlecht zu Reden, obwohl man 0 Plan hat.
Willkommen in Deutschland ... Dann wünsche ich noch eine schöne Woche.

Ich werde hier nicht mehr Antworten und sämtlicher Hate geht direkt zur Meldung.

• x 1 #19


Islandfan
Na wenn du so wie hier in Japan auftrittst, dann tust du dir keinen Gefallen. Um Rat fragen und dann ausfallend werden, ist schon unhöflich wie sonst was.

• x 6 #20


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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