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Nebelsängerin
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Hallo Ihr lieben,
ich würde mich gerne einmal über so etwas wie "Angstverlauf" austauschen. Ich merke nämlich momentan, dass ich immer verschiedene Phasen durchmache, die meistens über ein paar Tage gehen.

Z.B. habe ich eine Woche lang Angst, Nervosität und Sorgen um etwas bestimmtes. Dann in der nächsten Woche geht es mir genauso, nur habe ich vor etwas anderem Angst, und diese neue Angst löst solange die andere ab.
Die letzten 5 Tage ging es mir besser und ich hatte nur ab und zu mal etwas Sorgen.

Heute merke ich wieder, ich habe zwar keine durchgehenden Angstgefühle, dafür aber wirklich traurige, verzweifelte Verstimmungen. Ich denke, es fing mit der Sorge an, dass ich für mich nicht den richtigen "Sinn" im Leben finde und alles "sinnlos" sein könnte. Den Gedanken hat man ja schonmal, aber meist komme ich wieder irgendwie drüber hinweg.
Gestern und heute fühle ich mich dazu aber einfach leer, traurig, und ich merke, dass ich mich selbst nicht so richtig mag und mich selbst "sinnlos" fühle und einfach sehr traurig und hoffnungslos bin. Ich muss dann auch viel weinen. Das geht dann ein bisschen mit dem Angstgedanken einher, ich könnte so sehr in eine Depression verfallen, dass ich mir selbst etwas antue und mich umbringen könnte.
Das war schon immer ein Tabu für mich und auch nie eine Option gewesen, weil ich Angst vor dem Tod habe und gerne leben möchte! Dass ich momentan so gar keinen Lichtblick und keinen Sinn mehr sehe, passt eigentlich gar nicht zu mir.

Deshalb wollte ich mal fragen, ob solche Depressionen Begleiterscheinungen von Angst sein können oder ob man quasi "beides" gleichzeitig bekommen kann.
Ich empfinde dieses Gefühl momentan nämlich fast schlimmer als meine Angstgedanken. Angst kann den Menschen noch schützen, als Warnsignal hinnehmen, dass etwas nicht in Ordnung ist, und die Situation ändern. Aber in der "Hoffnungslosigkeit" möchte fühlt man sich ja total gefangen...

Hat jemand Erfahrung mit solchen Gedanken über "Sinnlosigkeit" und "Hoffnungslosigkeit" zusammen mit Angst?

13.03.2021 #1


37 Antworten ↓
M

moo
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Willkommen Alrasse,

so ähnlich fing es bei mir vor vielen Jahren auch an, DP/DR habe ich seit Deinem Alter ca 15x in intensiven Schüben erlebt. Davor kann man ganz schön Angst kriegen, aber insgesamt werden sie bei den meisten Betroffenen seltener, wenn die Lebensgesamtsituation weniger belastend wirkt (!). D. h. jeder Mensch erlebt die jeweiligen Situationen im Alltag, Studium, Job etc. unterschiedlich: Motivierend, herausfordernd, anstrengend, belastend, schlimm, furchtbar, unaushaltbar etc.
Die Krux ist, dass die meisten - oft gerade junge - Menschen ihre Reaktion auf "das Erlebte" gar nicht bewusst mitbekommen. Besonders die immer mehr zunehmenden Medieneinflüsse tragen zu einem "unbewussten" Leben bei.
Irgendwann kommt der Punkt, wo eine relativ unvertraute Stimme in einem mitteilt, dass im Grunde ständig 2 Lebensprogramme gleichzeitig ablaufen. Sozusagen das Hauptbild bei z. B. N24 und die Plot Line unten im Bild... Hinzu kommt, dass beide Inhalte in unseren nächtlichen Traumphasen noch kräftig vermischt werden.
Wenn sich diese beiden "Ichs" irgendwann mal sozusagen begegnen, fährt ein "Selbst"-Schutzprogramm hoch - die DP/DR.

Nun ist folgendes zu bedenken:

Letztlich sind beide (!) Selbst-Varianten Illusionen, da sie sich ständig verändern. Die Geistesinhalte (Gedanken) und Geisteszustände (Gefühle) werden fälschlicherweise als "Ich" interpretiert. Gleichzeitig will man dieses Ich stabil und sicher haben, was natürlich gar nicht möglich ist.
Ähnliches läuft auf der materiellen Ebene ab: Ein ständiges Absterben und Erneuern von Zellen erscheint als Ich ("mein Körper") und unterliegt letztlich in keinster Weise "meiner" Kontrolle.

Die hierüber entstehende Angst, Panik, Wut und Traurigkeit hat keinen Namen. Wir nennen sie gerne Depression oder Stoffwechselstörung. Tatsächlich ist es ein (potentielles!) Stück Weisheit, das - wenn angenommen, untersucht und richtig umgesetzt - zu einem wirklich bewussten Dasein führen kann.

05.03.2021 08:13 • x 2 #35


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A


Depressive und ängstliche Phasen überstehen

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S

Sissi19
Mitglied

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Hallo liebe psychic-Community,


ich bin wirklich verzweifelt in letzter Zeit und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich wollte hier einfach mal meine Gedanken teilen. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und/oder Tipps für mich. Smile

Seit ich denken kann, war ich ein eher trauriges Kind. Trotzdem gab es immer wieder Phasen, in denen es mir ganz gut ging. Seit zwei Jahren nun geht es nur noch bergab. Meine Beziehung war wirklich belastend. Ich bin sehr sensibel geworden, weinte jeden Tag und war ständig gestresst. Nach langem Hin und Her haben wir und zum Glück getrennt. Danach lernte ich einen anderen Mann kennen und wir trafen uns ca. 3-4 Monate. Ich hatte das Gefühl, er sei nicht wirklich an mir interessiert. Sein Verhalten war widersprüchlich und es ging einfach nicht voran. Deshalb beendete ich es.

Das ist nun zwei Monate her und seitdem geht es mir Tag für Tag schlechter. Es fühlt sich so an, als würde ein Stein in meiner Brust liegen oder als hätte man mir ein Stück Herz rausgerissen. Ich fühle mich innerlich angespannt und nervös. Ich finde mich hässlich - von innen und von außen. Ich habe das Gefühl, nicht liebenswert zu sein und anderen nichts bieten zu können. Ich habe keine Interessen und bin langweilig. Ich kann aber auch nicht wirklich weinen. Ich bin einfach nur unfassbar einsam und traurig, aber diese Trauer ist in mir gefangen und ich kann diese Spannung einfach nicht ablassen. Ich denke auch noch viel an den besagten Mann zurück und vermisse ihn. Ich grübele, aber versuche immer wieder, mich nicht in meinen Gedanken zu verrennen und mich abzulenken. Ich weiß nicht, ob meine starke Trauer mit ihm zusammenhängt. Eigentlich müsste es ja mit der Zeit besser werden, aber es wir nur schlimmer. Ich finde, diese Reaktion wäre etwas überzogen dafür, dass ich ihn nur ein paar Monate getroffen habe. Vielleicht hat er auch irgendwas in mir ausgelöst.

Auf jeden Fall versuche ich alles, damit es mir besser geht. Ich zwinge mich morgens aus dem Bett, mache Sport, lerne für die Uni und treffe mich auch ab und zu mit Freunden. Trotzdem bleibt dieses dumpfe Gefühl da. Ich habe einige Therapeuten kontaktiert, aber leider konnten sie mir keinen freien Therapieplatz anbieten. Ich bin jedoch bei einigen auf die Warteliste geschrieben worden.

Ich halte so langsam dieses Gefühl der Traurigkeit nicht mehr aus. Ich würde so gerne mal wieder aufwachen und nicht diesen Stein in der Brust fühlen, mich nicht aus dem Bett quälen müssen und mich auf den Tag freuen. Was glaubt ihr, was das ist? Habt ihr noch Ratschläge für mich?


Vielen Dank für eure Hilfe.


Liebe Grüße
Sissi19

15.06.2020 18:56 • #16


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L
Hallo Nebelsängerin,
mein Arzt und meine momentane Therapeutin sagen beide, dass ich depressive Episoden habe.
Angst und Depressionen gibt es meiner Meinung nach oft "im Doppelpack", da z.B. Isolation (aufgrund von Angst) Depressionen hervorrufen kann. Ständige negative und ängstliche Gedanken können genauso zu einer negativen Grundstimmung beitragen.
Ich selbst merke das auch bei mir: Manchmal bin ich besser drauf und sehe mehr Hoffnung in dem ganzen Vorhaben die Angst zu bekämpfen, und mal ist mir einfach nur zum Heulen zumute und ich möchte am liebsten nicht mal mehr das Haus verlassen.
Außerdem nagt die Angst oft am Selbstvertrauen und die Selbstzweifel (Wie sieht die Zukunft aus? Schaffe ich es jemals wieder hier raus zu kommen? ...) können genauso zu depressiven Verstimmungen beitragen.

#2


W
Hallo Nebelsängerin,

dieses Gefühl von "Leere" und "Hoffnungslosigkeit" kenne ich auch zu gut. Das ist einfach nur belastend und sch.... Es wirkt wie völliges Ausgeliefert sein und wie ganz kurz vorm "Durchdrehen", wobei genau das noch nie passiert ist.

Ich habe bei mir persönlich das Gefühl, das ich mittlerweile schon eine Angst vor diesen Gefühlen entwickelt habe, was mich nur sehr schwer zur Ruhe kommen läßt.

Es bedingt sich alles gegenseitig.

Liebe Grüße

#3


S
Ja, das geht tatsächlich Hand in Hand.
Google mal nach erlernter Hilfslosigkeit, dann weißt du genau wie das Ganze zusammenhängt.

#4


B
Die Angst und die Depression gehen bei mir auch Hand in Hand. Die Angst aber gibt mir wenigstens noh das Gefühl, meinen Körper zu spüren. Die Depression umhüllt mich mit einer Taucherglocke und lässt jede Empfindungen an ihr abprallen. Das finde ich umso schlimmer.

#5


N
Ihr Lieben,
danke für Eure Antworten! Liebe Butterblume, ich empfinde das wahrscheinlich genauso wie Du.
Ich fühle mich irgendwie "in mir selbst eingeschlossen" und alleine, als alles um mich herum eher ein Traum sei oder meine Außenwelt mich nicht so richtig erreicht.

Ich habe mir ein Buch über Achtsamkeit gekauft und hoffe, durch die Meditation wieder positiver denken zu können und mich selbst wieder besser zu spüren.

#6


P
Hallo Nebelsängerin!
Ich kenne das mit den wechselnden Ängsten, habe ich seit ich ein Kind bin. Ich hatte eigentlich immer vor irgendetwas Angst, die Themen haben immer mal wieder gewechselt. In der Grundschule hatte ich vor allem Angst davor zu versagen und meine Eltern zu enttäuschen (obwohl die mich nie extrem unter Druck gesetzt haben).
Als ich Teenie war hatte ich Angst niemals einen Job zu bekommen oder generell einfach unglücklich zu enden.
Momentan (morgen fängt mein Masterstudium an) habe ich große Angst vor Einsamkeit und fühle mich hilflos. Ich habe Angst dass mich mein späterer Beruf nicht erfüllen wird und ich irgendwann nur noch so in Depressionen versinke.

Erst als letztes Jahr Panikattacken dazukamen hab ich starker darüber nachgedacht. Früher hätte ich mich als total optimistischen Menschen bezeichnet, war fast immer gut drauf.
Ich erkenne mich gar nicht wieder Sad

#7


Celinamaria

Depressive Phase und Angst

Hallo, ich habe jetzt wieder eine lange Zeit ein fast sorgenloses leben gehabt, seit paar Tagen bin ich wieder von innerer Unruhe und Nervosität geplagt, daher wieder vermehrt Angstzustände. Gestern bin ich schon traurig und depressiv aufgewacht und wurde weinerlich. Daraufhin ging ich natürlich arbeiten und in der Arbeit war ich so nervös das ich einen Moment dachte ich würde Ohnmächtig werden, daraufhin habe ich wieder einen Angstzustand bekommen. Heute hab ich wohl zu lange geschlafen, fühle mich heute schwindelig & bissl neben mir. Ich ringe immernoch mit mir endlich mal zum doc zu gehen um wieder mal meinen körper abchecken zu lassen und dann mal endlich zum Psychologen zu gehen. Heute ist Silvester aber wenn ich daran denke heute Abend raus zu gehen bekomm ich schon wieder Angst und denke es könnte ja was passieren. Ich hasse es. Und komischerweise ist das alles seit dem ich vor 4 Tagen mein neues Piercing gestochen habe, ich bin zwar nicht abergläubisch aber vielleicht kommt das ja davon. Nicht umsonst fragt der piercer einen ob man unter Depressionen leidet ich hoffe ihr rutscht gut ins Neue Jahr ! Gruß Celina

#8


nikimiky
Ich kenne das was du beschreibst. Mir ging es auch längere Zeit gut und dann kam im September alles zurück. Wegen einem körperlichen Vorfall überrollten mich alte Angst Gedanken. Bin auch am nächsten Morgen weinerlich aufgewacht. Seit dem stecke ich erneut in Depressionen.
Geh definitiv nach den Feiertagen mal zu deinem Hausarzt und schildere ihm das. Er kann dir vielleicht auch einen Facharzt empfehlen und dir eine Überweisung geben. Lass dich abchecken damit man schauen kann ob es organisch bedingt ist oder nicht. Das wird auch der Psychiater als ersten Schritt verlangen. So war es zumindest bei mir...

x 1 #9


D
Zitat von Celinamaria:
...neues Piercing gestochen habe, ich bin zwar nicht abergläubisch aber vielleicht kommt das ja davon. Nicht umsonst fragt der piercer einen ob man unter Depressionen leidet ...


Mit abergläubisch hat das nichts zu tun, sondern eher damit, dass ja auch durch Piercing etwas an der Haut/Nerven - keine Ahnung, bin kein Arzt - kaputt gehen kann, um dann unangenehme Sachen aus zu lösen.

x 1 #10


Celinamaria
Zitat von nikimiky:
Ich kenne das was du beschreibst. Mir ging es auch längere Zeit gut und dann kam im September alles zurück. Wegen einem körperlichen Vorfall überrollten mich alte Angst Gedanken. Bin auch am nächsten Morgen weinerlich aufgewacht. Seit dem stecke ich erneut in Depressionen.Geh definitiv nach den Feiertagen mal zu deinem Hausarzt und schildere ihm das. Er kann dir vielleicht auch einen Facharzt empfehlen und dir eine Überweisung geben. Lass dich abchecken damit man schauen kann ob es organisch bedingt ist oder nicht. Das wird auch der Psychiater als ersten Schritt verlangen. So war es zumindest bei mir...


Oh je, ich hoffe bei dir geht das wieder schnell vorüber! Ja ich werde wohl zum Arzt müssen, drücke mich jedoch immer und immer wieder davor.

x 1 #11


BarneyZeus

Im Wechsel von guten und schlechten Phasen

Hallo ihr lieben

Seid ein paar Tagen habe i h abends immer Herzrasen. .manchmal denke ich das habe das aber dann gar nicht. gestern morgen Kreislauf. . es nervt langsam einfach nur. .

Wie geht es euch allen ?
Bei wem ist es auch so das ihr zum Beispiel eine Woche nichts habt und dann wieder paar Tage zb herzrasen dann wieder nichts. .

Schönen Abend euch allen

#12


Gorilla
Mir geht es in letzter Zeit auch nicht gut. Aber auch immer Angst das ich was schlimmes habe. Mein Blutdruck ist dann auch immer hoch und ich bekomme noch mehr Panik.

x 1 #13


B
Hey Gorilla,
geht mir gerade genauso. Den ganzen Tag Panik und jedes kleine Ziepen lässt mich an Herzinfarkt oder schlimmeres denken. Ich weiß garnicht wie ich mich ablenken soll. Bin derzeit arbeitlos, was sicher auch zu meiner Unsicherheit beiträgt.

Werde derzeit medizinisch durchgecheckt, aber ich glaub nicht, dass sich da wirklich was finden lässt. Bis jetzt waren alle Tests in Ordnung.

#14


BarneyZeus
Schon heftig was die psyche so alles mit einem machen kann.....

Heute geht es ausser Kopfschmerzen und ich sehe schlecht. Aber bis jetzt gut ..

#15


S

Ich habe das Gefühl nicht liebenswert zu sein

Hallo liebe psychic-Community,


ich bin wirklich verzweifelt in letzter Zeit und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich wollte hier einfach mal meine Gedanken teilen. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und/oder Tipps für mich. Smile

Seit ich denken kann, war ich ein eher trauriges Kind. Trotzdem gab es immer wieder Phasen, in denen es mir ganz gut ging. Seit zwei Jahren nun geht es nur noch bergab. Meine Beziehung war wirklich belastend. Ich bin sehr sensibel geworden, weinte jeden Tag und war ständig gestresst. Nach langem Hin und Her haben wir und zum Glück getrennt. Danach lernte ich einen anderen Mann kennen und wir trafen uns ca. 3-4 Monate. Ich hatte das Gefühl, er sei nicht wirklich an mir interessiert. Sein Verhalten war widersprüchlich und es ging einfach nicht voran. Deshalb beendete ich es.

Das ist nun zwei Monate her und seitdem geht es mir Tag für Tag schlechter. Es fühlt sich so an, als würde ein Stein in meiner Brust liegen oder als hätte man mir ein Stück Herz rausgerissen. Ich fühle mich innerlich angespannt und nervös. Ich finde mich hässlich - von innen und von außen. Ich habe das Gefühl, nicht liebenswert zu sein und anderen nichts bieten zu können. Ich habe keine Interessen und bin langweilig. Ich kann aber auch nicht wirklich weinen. Ich bin einfach nur unfassbar einsam und traurig, aber diese Trauer ist in mir gefangen und ich kann diese Spannung einfach nicht ablassen. Ich denke auch noch viel an den besagten Mann zurück und vermisse ihn. Ich grübele, aber versuche immer wieder, mich nicht in meinen Gedanken zu verrennen und mich abzulenken. Ich weiß nicht, ob meine starke Trauer mit ihm zusammenhängt. Eigentlich müsste es ja mit der Zeit besser werden, aber es wir nur schlimmer. Ich finde, diese Reaktion wäre etwas überzogen dafür, dass ich ihn nur ein paar Monate getroffen habe. Vielleicht hat er auch irgendwas in mir ausgelöst.

Auf jeden Fall versuche ich alles, damit es mir besser geht. Ich zwinge mich morgens aus dem Bett, mache Sport, lerne für die Uni und treffe mich auch ab und zu mit Freunden. Trotzdem bleibt dieses dumpfe Gefühl da. Ich habe einige Therapeuten kontaktiert, aber leider konnten sie mir keinen freien Therapieplatz anbieten. Ich bin jedoch bei einigen auf die Warteliste geschrieben worden.

Ich halte so langsam dieses Gefühl der Traurigkeit nicht mehr aus. Ich würde so gerne mal wieder aufwachen und nicht diesen Stein in der Brust fühlen, mich nicht aus dem Bett quälen müssen und mich auf den Tag freuen. Was glaubt ihr, was das ist? Habt ihr noch Ratschläge für mich?


Vielen Dank für eure Hilfe.


Liebe Grüße
Sissi19

#16


M
Hi!

Das scheint vor allem ein geringes Selbstwertgefühl und verzerrtes Selbstbild zu sein. Der Grund, weshalb viele Menschen psychische Probleme bekommen und haben. Das Gefühl wird einem meist schon vom Kindheitsalter von den Eltern beigebracht. Man lernt es sozusagen bewusst und unbewusst. Am besten wäre es wklich sich Hilfe zu suchen. Therapie, wenn mal was frei ist. Bis dahin gibt es aber auch reichlich Bücher. Nicht nur Fachbücher. Beispiel: Das Kind in dir muss Heimat finden (Stefanie Stahl). Hat mir gut gefallen.

lg, Mathias

#17

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B

Depressive Episode

Ich wünsche allen hier,einen schönen Abend,
Mein Name ist Babsie,
durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und würde mich sehr über einen Ausstausch mit "Leidensgenossen"freuen.
Ich habe seit fast 25 Jahren mit Depressionen zu kämpfen.Jahrelang
zusätzlich mit Panikattaken.
Seid ein paar Wochen ist es wieder sehr schlimm geworden,nur am weinen,müde und verzweifelt.
Naja, und zusätzlich (trotz lieben Partner,sehr einsam).
L.G.Babsie

#18


B
Ich denke mal....
Es tut unendlich weh, selbst hier keine Antwort

#19


Wildrose
Hallo Babsie,

Herzlich Willkommen.
Ich habe seit Jahren depressive Episoden.
Es ist viel wert, daß du einen lieben Partner an deiner Seite hast.
Trotzdem ist man oft niedergeschlagen, ich kenne das.

Liebe Grüße.

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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