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psychomum
Hallo an alle,

ich hab irgendwie die Nase voll aber richtig, es kotzt mich alles so an und ich bin dermaßen wütend auf mich, meinen Körper, Krankheiten, Ärzte, Therapeuten, Kliniken usw.

Ich bin mittlerweile der Meinung ich bin schwer depressiv durch meine körperlichen Erkrankungen und ich weiß nicht mehr, wo ich noch hingehen soll, bzw. was ich noch machen kann.

Ich war Montag bei meinem Psychiater, erzählte ihm von meinem Befinden und er wollte mir Quetiapin retard verschreiben. ich lehnte ab. das hatte ich kurz und es hat null gebracht.
Ich sprach ihn auch auf eine EKT Behandlung an und er meinte verärgert, dass wir das mal ganz schnell lassen sollen. ich glaub es hackt. und ich bin ohne irgendwas dort weggegangen. ich nehme aktuell Milnacipran 100mg und Quetiapin zur nacht 100mg, die medis stabilisieren mich, aber ich bin trotzdem schwer depressiv. es gibt doch noch so viele andere Medis? warum werden mir nur Ssris verschrieben? aber ich gebs auch echt auf langsam.

Meine persönliche Lage ist auch einfach schlimm und fast auswegslos, aber wenn es mir körperlich besser geht, sind die Depressionen weniger und ich sehe Licht am ende des Tunnels. etwas zumindest.

Nun bin ich seit ca. 2 Wochen ca. glaub ich mega erkältet, erhöhte Temperatur und meine chronische Sinusitis ist wieder sehr schlimm akut geworden, ich fühl mich elendig einfach und seitdem fühl ich mich wieder so minderwertig, hässlich, hoffnungslos, als wenn ich keine Daseinsberechtigung hätte, etc. ebenso gehts mir bei einem Rheumaschub, ich habe eine Autoimmunerkrankung, wird aber kaum weiter geschaut. oder wenn ich doll mit Endometriose zu tun hab.

ich nehme immer mehr ab, 54 Kilo bei 1,67 ist nicht zu wenig, aber alle sagen ich seh zu dünn aus und schlecht. hab Haarausfall hoch 10 und trotzdem einen aufgedunsenen Bauch seit kurzem, ich friere habe Schweißausbrüche. ganz komisch, entwedet bin ich extrem zittrig oder steif (gelenke, usw.)

Das Ding ist, wenn ich mal gesund bin gehts mir psychisch viel besser, ich habe mehr Selbstbewusstsein etc. nur leider ist das selten.

Deswegen meine These: Die Depressionen, die Minderwertigkeitsgefühle usw. kommen durch die körperlichen Gebrechen.

Ich mag so nicht mehr weiterleben, bin Anfang/Mitte 30 und fühl mich wie eine 90jährige.

Deshalb hilft auch keine Therapie, weil dieses schlechte Gefühl einfach nicht weg geht. (Gefühl wie bei einer Grippe)

Ich bin wegen allen 3 Krankheiten erfolglos bei Ärzten gewesen und gebs echt auf langsam.

Oder kommen die Erkrankungen durch die Psyche? ich glaub es nicht.

Ich will einfach wieder wie früher sein. gesund, hübsch, lebensfroh. oder kommt alles durch die aufgebrochenen Traumata? aber dann ist man ja doppelt und dreifach gestraft.

Ich bin ein Wrack -_- Die Stimmung ändert sich bestimmt wieder, aber ich bin es Leid zu kämpfen gegen ALLES.

Das Schlimme ist, niemand nimmt mich Ernst, ich würd gerne irgendwo runterspringen langsam, mach es aber nicht, wegen meinem Sohn, den ich nicht mehr sehe.... und meiner Familie, aber oft denke ich, warum weiterquälen, für andere...?

Kennt das auch jemand?

viele Grüße

25.09.2021 23:22 • 29.09.2021 #1


11 Antworten ↓


Mondkatze
Ich kenne das auch.
Ich hatte zwar schon vorher mit leichten Depressionen zu tun. Aber seit meiner körperlichen Erkrankung, durch die meine Lebensqualität extrem gesunken ist und ich nicht mehr so bin wie ich früher war, habe ich oft heftige Depressionen. Ich verfalle ins Selbstmitleid, habe Haß auf mich und die Welt, usw.
Wenn es mir körperlich besser geht, sieht mein Leben auch ganz anders aus.

Da die Erkrankung, lt. Schulmedizin, nicht heilbar ist, muß man sich damit abfinden.
Das will ich aber nicht. Und von daher hast du Recht. Es ist ein ständiger Kampf.
Ein Kampf gegen das Annehmen der Erkrankung, Kampf gegen die eigenen Gedanken und Gefühle, Kampf gegen die Depression, Kampf gegen die Meinung der Ärzte, und und und.

25.09.2021 23:50 • x 1 #2



Depressionen durch körperliche Erkrankungen/Entzündungen

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psychomum
@Mondkatze okay... ja sowas ist übel....zumindest bin ich nicht alleine damit... darf ich fragen was du hast?

und niemals aufgeben ist die Devise

viele Grüße

26.09.2021 00:01 • #3


Mondkatze
Zitat von psychomum:
@Mondkatze okay... ja sowas ist übel....zumindest bin ich nicht alleine damit... darf ich fragen was du hast? und niemals aufgeben ist die Devise viele Grüße

Arthrose

26.09.2021 00:03 • x 1 #4


psychomum
@Mondkatze achso so ähnlich wie ich mit dem böden rheuma

26.09.2021 00:17 • x 1 #5


MuMPiTz11
Schau mal im Heilerfolge Forum, da hat jemand seine therapieresistente Depression mit einem Antibiotikum geheilt, welches die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Vielleicht wäre das interessant für dich

26.09.2021 00:30 • x 1 #6


psychomum
@MuMPiTz11 mach ich, danke für den Tip

ich schreib mir das mal auf einen Zettel und nehm ihn mit zum Psychiater.

viele Grüße

27.09.2021 21:24 • #7


MuMPiTz11

-IchBins-
Erkrankungen können durch die Psyche entstehen und umgekehrt. Aber es gibt immer Wege zu lernen, besser und gesünder damit umgehen zu können.
Ich habe viele Kleinigkeiten (ich sehe sie als Kleinigkeiten an), die mich oft einschränken, aber ich muss auch sagen, dass man selbst am besten herausfinden kann, was hilft oder eine Erleichterung verschaffen kann. Und wenn es mal schlechtere Tage gibt, sich erlauben, dass sie eben da sein dürfen und es wieder bessere Tage gibt. Es ist eine Achterbahn. Manchmal fehlt dem Körper irgendwas, manchmal der Seele. Kämpfen bringt leider auch nicht weiter sondern erzeugt nur noch mehr Leid. Es ist ein Kreislauf.
Es ist besser, sich auf das Positive zu konzentrieren, dankbar zu sein für z. B. alle Gliedmaßen zu haben, laufen zu können, essen zu können, aufs WC gehen zu können ohne fremde Hilfe usw. und lernen zu akzeptieren, dass man diese Krankheiten hat, es bleibt einem leider nichts anders übrig. Vielleicht kannst du deine Ernährung umstellen bezüglich der Arthrose, um etwas zu lindern:
-https://www.youtube.com/watch?v=U09Iwp1puEQ-

Manchmal muss man viel selbst recherchieren und Fragen stellen ohne Ende, um für sich einen guten Weg finden zu können, mit sich und seinen Krankheiten möglichst gut zurecht zu kommen. Ich verlasse mich schon lang nicht mehr auf einige Ärzte. Meistens wird man mit Medikamenten voll gemüllt, auf die Ernährung oder andere Möglichkeiten wird man so gut wie kaum hingewiesen.
Bitte mach dich nicht selbst so runter. Wenn du dich so fühlst, sag dir einfach, dass es ok ist, dass du dich gerade so fühlst aber verurteile dich nicht dafür. Ich wünsche dir gute Besserung und einen hoffentlich guten Weg in eine positivere Richtung.

27.09.2021 22:19 • x 1 #9


psychomum
@MuMPiTz11 thx

27.09.2021 22:55 • #10


psychomum
@-IchBins- vielen Dank ich versuche es auch oft so zu sehen, wie du es beschrieben hast. es fällt aber ziemlich schwer, da ich immer sehr viel auf einmal möchte ...aber dann bremst mich der Körper wieder aus dann soll es wohl so sein.

ich wünsche dir auch Gute Besserung und alles Gute bei deinen Beschwerden. Und danke für den Link.

viele Grüße

27.09.2021 23:07 • x 1 #11


psychomum
Jo, wo wir beim Thema wären, heute gibt es eine schöne Magenentzündung oder was auch immer und Erbrechen oben drauf, ich fühl mich elendig und hab kein Bock mehr langsam auf die schei. und werd echt sauer auf alles ach, ich schreib dazu mal in meimem Tagebuch weiter....

29.09.2021 15:02 • #12



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