Pfeil rechts
2

Hallo liebe Community!

Ich bin so langsam am verzweifeln, ich will Euch kurz schildern was los ist: vor etwa sechs Wochen fing alles an, es war ein Tag wie jeder andere, nur dass mir um die Mittagszeit extrem schwindlig wurde. Kein Schwenkschwindel, kein Drehschwindel, eher ein Schwindel, bei dem ich jeden Moment Angst hatte, in Ohnmacht zu fallen. Ich hab mich dann hingelegt, es wurde leicht besser und ich konnte wieder aufstehen. Was jedoch bis heute blieb ist ein schreckliches Gefühl der Benommenheit. Alles fühlt sich so an, als ob ich krank wäre und ich einen "vernebelten" Blick habe. Ich war anschließend am nächsten Tag bei meiner Hausärztin, diese meinte das könne ja vom Kreislauf kommen. Langzeitblutdruckmessung, EKG, alles unauffällig. Ich bin wegen ein paar Tachykardien regelmäßig in kardiologischer Behandlung, eine kreislaufbedingte Ursache konnte sowohl meine Hausärztin als auch der Kardiologe ausschließen. Mein Herz ist gesund. Ich war dann beim HNO-Arzt, auch hier alles unauffällig, bis auf eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, hierfür hat mir der HNO ein Antibiotikum aufgeschrieben. Er zweifelte aber stark an, dass meine Beschwerden von dieser Entzündung kommen könnten. Dann ging's zum Orthopäden, um eine Beteiligung der HWS auszuschließen. Hier wurde geröntgt, ordentlich abgetastet und auch hier: alles in Ordnung, von der HWS könne es nicht kommen. Meine Laborwerte sind sehr gut, bis auf meinen Kalziumwert, der ist etwas erhöht - laut meiner Hausärztin aber kein Grund zur Sorge und schon gar keine Erklärung, woher meine Beschwerden kommen könnten. Ich glaube so langsam, dass das alles psychisch bedingt sein könnte. Ich bin schon immer ein Mensch, der extrem nervös ist - ich mache mir unendlich schnell Sorgen über alles und mache mich schnell verrückt, steigere mich in Sachen rein etc. Komisch ist auch, dass die Benommenheit und dieses extrem unangenehme vernebelte Gefühl ganz verschwindet, wenn ich vollkommen abgelenkt bin. Wenn ich aber nur einen Gedanken daran verschwende und mir denke: Ok, komisch, jetzt fühlst du dich ganz gut! Tja, dann ist es sofort wieder da. Das ist ein Teufelskreis, denn ich wache morgens damit auf und denke mir: hoffentlich kommt es heute nicht. Ich traue mich auch nicht wirklich mich zu bücken, denn auch dann habe ich das Gefühl, dass es schlimmer wird.. Zu meiner Person: ich bin ein eigentlich extrem lebensfroher, fröhlicher Student, ich bin 21 Jahre alt. In meinem Leben läuft eigentlich alles gut, ich weiß nicht wieso mir meine Psyche einen solchen Streich spielen sollte. Bitte helft mir, ich weiß nicht mehr weiter so und das nimmt einem alles so viel Lebenslust..

Viele Grüße,

Marius

21.02.2016 11:38 • 26.03.2021 #1


13 Antworten ↓


Zuversicht87
Guten Morgen Marius,

ich glaub wir alle können nachvollziehen, was in dir vorgeht.

Du sagst, in deinem Leben läuft EIGENTLICH alles gut?!. Das klingt als gäbe es doch hier und da vielleicht ein paar Kleinigkeiteb die dir zu schaffen machen.

Evtl kommt dein Schwindel von einer falschen Atmung oder zu enger Kleidung. Heutzutage neigen wir ja dazu, bsp. unseren Bauch immer einzuziehen, dadurch atmen wir aber flacher und nur im Brustbereich der Lunge, evtl könnte es daher kommen.

Lieben Gruß

21.02.2016 11:50 • #2



Benommenheit, Schwindel, echt die Psyche?

x 3


Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Es tut so gut, dass du sagst, Ihr könnt alle verstehen, was in mir vorgeht. Es ist einfach echt zum verzweifeln. Ich muss vielleicht ein bisschen mehr erzählen: ich lebe in einer Stadt, etwa 200 km von zu Hause entfernt mit meiner Freundin in einer Wohnung, wir sind seit 6 Jahren zusammen, es funktioniert alles! Am Wochenende kommen wir immer nach Hause, denn ich bin ein wahnsinniger Familienmensch und brauche auch meine Heimatgegend, meine Freunde hier etc. Trotzdem fühle ich mich super wohl in meiner Unistadt, ich mag auch mein Studium! Aber klar, es gibt immer ein paar Sachen, die nicht so toll sind. Ich habe z.B. ein wahnsinniges Problem damit, mit meinen Sorgen offen umzugehen, bzw. aktuell mit dieser Benommenheitssache. Denn ich will meinen Lieben keine unnötigen Sorgen bereiten, ich hab zwar, als das mit dem Schwindel anfing, alles erzählt, das hat sich dann aber im Sand verlaufen. Ich glaube meine Freundin und meine Familie denkt, dass das alles wieder im Lot ist. Ich will nicht wieder damit anfangen, ich bin also momentan mit diesem ganzen Schei** allein. Und nein, ich glaube nicht, dass das von falscher Kleidung kommt, das Gefühl der Benommenheit ist ja eigentlich ständig da, außer wenn ich richtig abgelenkt bin...

21.02.2016 11:59 • #3


Zuversicht87
Fing das ganze erst an als du umgezogen bist?

21.02.2016 12:15 • #4


Nein, ich wohne schon seit 2 Jahren nicht mehr zu Hause, ich kann auch ehrlich gesagt nicht sagen, dass mir ein bestimmtes Ereignis etc. zu schaffen macht, das gar nicht. Dieses Gefühl ist da und eigentlich geht es mir nicht schlicht, bis auf dieses Gefühl eben. Das ist ja auch körperlich wirklich da, ich bilde mir das ja nicht ein. Und eben weil alles andere von Ärzten eigentlich ausgeschlossen wurde, glaube ich, dass das vielleicht von der Psyche kommen könnte. Wie gesagt, ich bin ein extrem nervöser und sich sehr schnell sorgender Mensch, ich mache mir oft Sorgen um die halbe Welt und habe Angst, dass dies und das passieren könnte etc.

21.02.2016 12:41 • #5


schwan
Das kann alles zusammenhängen

22.02.2016 21:58 • #6


Paniker1990w
Hey Marius,
Das kenne ich nur zu gut mit den ständigen Gedanken machen. Ich bin auch immer auf Spannung und denke 3 Schritte weiter über Ereignisse, welche noch nie geschehen sind.

Bist du sicher, dass dir nichts auf der Seele brennt? Können auch Kleinigkeiten sein. Bei mir war es eine unbewusste Angst vor einer Klausur, die Angst dass mein Partner mich irgendwann nur noch als Gewohnheit sieht, etc.
Da bin ich selber aber gar nicht drauf gekommen. Ich sollte für meinen Psychologen alles notieren, jeden Gedankenfluss, Tagesablauf und auch Traum. Und durch meine Träume sind wir erst auf meine Ängste gekommen.
Grade sehr positiv eingestellte Menschen sehen oft nicht, wenn sie etwas belastet.

22.02.2016 22:09 • #7


frani22
...das ist bei mir genauso .... Ich hab seit kurzem eine neue Beziehung und promt auch den Dauerschwindel. Ich denke auch schon viel zu viel nach vorne und setzte mich dadurch unter Druck und bromt kommt auch die Angst...
@ Paniker: Das mit dem Tagebuch les ich hier das erste mal...das ist ja ne super Idee....
Gehts dir denn jetzt besser und hast dadurch deine Probleme lösen können?
LG

06.04.2016 20:56 • #8


iltschi
Hallo...mir gehts grad auch wieder so...hatte diesen sch.... schwindel echt im griff....dann ploetzlich kurz drehschwindel jetzt alte angstspirale..beobachten..reinsteigern..schwankschwindel..panik...und nacken brett hart...die unruhe obendrauf...wie gehts euch gerade?

28.04.2016 14:02 • #9


Wie sind eure Meinungen?

Habe ja gelesen, dass der atlaswirbel wenn er schief ist, Ängste, Benommenheit, Depressionen und einiges auslösen kann

Ich habe die Benommenheit mittlerweile seit 6 Wochen und sie ist mein täglicher Begleiter, um ehrlich zu sein, es nervt. Zuhause gehts ja noch aber wenn ich mich anstrenge (spazieren gehen, Sport machen) wirds stärker

Ich merke auch wenn ich den Kopf bewege tut mir der Nacken etwas weh, gestern im Bus wurde mir dann wieder komisch, hab versucht ruhig zu atmen und aus dem Fenster geguckt aber da merkte ich, dass ich lichtempfindlich bin (dank der Benommenheit) trotzdem habe ich mich zusammen gerissen

Mir ist klar dass diese Benommenheit schuld daran ist, dass alles wieder da ist, von daher glaube Ich nicht irgendwie dass es mit der Psyche zusammen hängt

Jeder Tag fällt mir schwer, ich wünsche einfach nur, dass die Benommenheit verschwindet, ich muss dazu sagen 2011 hatte ich sie auch und es hat 4 Jahre gedauert bis sie weg war, damals wusste ich noch nicht vom atlaswirbel, aber jetzt werde ich es probieren (Termin natürlich erst 18.2.19), damals waren alle Befunde ohne Befund

An alle, die diese dauerhafte Benommenheit haben, wie geht ihr damit um? Würde mich auf antworten freuen

11.12.2018 11:13 • #10


Guten morgen, kann keiner was dazu schreiben?

12.12.2018 10:09 • x 1 #11


Cloudsinthesky
Ich empfehle dir den Beitrag "dauerschwindel, wer kennt es." im agoraphobie forum. Da sind "wir"
Habe deinen Beitrag gerade auch nur zufällig gesehen da kann die sicher jemand etwas dazu sagen.

Benommenheit kenne ich und als es mal sehr schlimm war am anfang, war echt bei der Osteopathin und die ganz schlimme Benommenheit ging auch weg, aber eine dauerbenommenheit ist geblieben seit einem halben Jahr manchmal ist die auch Weg, aber morgens ist sie z.b. immer da.
Bei mir war durch die Übungen die man bei Lagerungsschwindel macht der Atlas sehr blockiert und ich habe direkt auch eine Verbesserung gespürt bei der Behandlung aber wie gesagt, keine vollständige Heilung bis jetzt

Auch das mit der Lichtempfindlichkeit hatte ich extrem ebenso wie Extreme Geräuschempfindlichkeit. mir ging es wirklich extrem schlecht anders kann ich es nicht ausdrücken. das hat sich dann über Monate etwas gebessert bis zum stand jetzt, wo es immer noch nicht gut ist weit entfernt von gut, aber nicht mehr ganz so schlimm und furchtbar wie es noch im Sommer war.

Umgehen kann ich mit der Benommenheit überhaupt nicht. ich lasse sie halt einfach da sein. was soll ich auch machen.

Sie schreibt mich aber schon enorm ein schon alleine wegen der Konzentrationsprobleme die gleichzeitig immer da sind.

Es wäre toll wenn du in dem anderen Beitrag den ich erwähnt habe berichten würdest von deiner Atlastherapie

12.12.2018 10:15 • #12


Ja von meiner atlastherapie werde ich natürlich berichten, gucke dann auch mal im anderen Thread rein. Ja diese Benommenheit nervt. Ich kann schon nicht mehr alleine das Haus verlassen, Autofahren kann ich nicht im Moment und einkaufen auch erst gar nicht, da fehlt mir die konzentration

12.12.2018 10:55 • x 1 #13


Hallo euch allen,

wie geht es euch heute. Hat jemand von euch eine Lösung gegen die Benommenheit gefunden und ist wieder gesund?

Gruß
Fieraku

26.03.2021 11:25 • #14



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser