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Ich bin in dem hier Mitglied: http://www.tauschring-erkner.de/

29.11.2010 17:25 • #21


your_sista
Genau so etwas habe ich gemeint. Na, da kennste dich ja schon aus und weisst wo es was zu holen gibt VIEL GLÜCK deinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen!

@ängstlicheKatze:
Habe erst morgen das Gespräch mit der Chefin. Bin schon super aufgeregt. Ja, ich erhoffe mir bei guter Arbeit später eine Festanstellung. Aber will es erstmal nicht übertreiben. Freue mich natürlich auch auf die Zusage ehrenamtlich was tun zu können
Ich danke dir nochmals für den Tipp. Von alleine wäre ich da nicht drauf gekommen. Hab aber auch beim recherieren gesehen, dass manche Einrichtungen noch Geld von einem wollen dafür das man da jede Woche kostenlos arbeitet. So ne Art Mitgliedsbeitrag

29.11.2010 18:29 • #22



Ängste und Depressionen wegen erfolgloser Jobsuche

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Dir auch viel Glück morgen! Die allgemeine Arbeitslosigkeit treibt schon seltsame Blüten.

29.11.2010 20:10 • #23


Hallo
dass es depressiv machen kann wenn man bei der Jobsuche sowenig Erfolg hat das man keine Tätigkeit findet in der man sich wenigstens ein stück weit ausgefüllt fühlt ist denke ich für viele Verständlich.
Andererseits gibt es ja auch viele Menschen, die Aufgrund ihrer Depression garnicht erst die möglichkeit haben einen geregelten Berufsalltag zu leben. In diesem Fall ist die Arbeitslosigkeit denke ich eine besonders heikle Sache, weil dies dann die Depressionen verstärken kann.

Ich finde es echt schade das speziell behinderten Menschen hier so wenige Perspektiven ermöglicht werden... aber viel schlimmer ist wenn einem die Perspektiven durch fehlende Arbeitsplätze genommen wird und man so noch tiefer in das Loch ohne Boden fällt...

Sorry musste hier mal meinen Frust rauslassen da ein sehr guter Kumpel von mir auch schon einige Zeit mit Arbeitslosigkeit und Depression zu kämpfen hat.


Liebe Grüße,
psychedelica

02.02.2011 20:03 • #24


Hey Leute, dann reihe ich mich hier auch mal ein. Bin jetzt seit vier Monaten offiziell arbeitslos. Bis Weihnachten hat es mir nicht so viel ausgemacht, aber mittlerweile finde ich es auch schon bedrückend. Nach den ersten Absagen war ich noch frohen Mutes, etwas zu finden, aber nach bald 30 Absagen ist das dann doch ziemlich blöd. Bislang wurde ich noch nicht ein einziges Mal zu einem Gespräch eingeladen, das ist schon frustrierend.

03.02.2011 22:54 • #25


So wie es aussieht, werde ich wohl noch eine Weile nach einem Job suchen müssen. Das zieht mich schon teilweise sehr runter, da durchschreite ich schon so manchens Stimmungstief. Wie geht ihr denn mit der Situation der Arbeitslosigkeit um? Habt ihr da eine Strategie, wie es euch nicht so viel aus macht? Ich hatte mich auch schon auf Nebenjobs gemeldet, aber selbst dort war ich noch nicht erfolgreich. Ich werde eben weiter mit Glück versuchen, aber so viel Hoffnungen habe ich da nicht mehr.

03.02.2011 23:05 • #26


Hallo

Für mich ist das zu einem zentralen Thema und Problem geworden.

In diesem Sommer bin ich genau 10 Jahre arbeitslos, nur unterbrochen von
diversen Lehrgängen und kurzen 1 Euro-Jobs.

Meine Berufsausbildungen zählen nach dieser Zeit nicht mehr.
(Bin Metallfacharbeiter und Elektriker mit Zusatzausbildung als Ausbilder)

Mittlerweile lassen sich meine langjährigen Depressionen bei einem neuen
Arbeitsversuch nicht mehr genügend verbergen, dies führt dann nur noch
zu Probezeitkündigungen.

Alles um das Thema Job und Arbeit ist bei mir nur noch angstbesetzt.
Auch Therapien (stationär und ambulant) konnten das nach dieser langen
Zeit nicht mehr verbessern.

Viele Grüsse, Der Beobachter

04.02.2011 17:28 • #27


Eine Vollzeitstelle würde ich momentan auch gar nicht schaffen, so lange wie ich nicht gearbeitet habe. Den ganzen Tag mit fremden Menschen zusammen zu sein und dann der ganze Stress, den ein Job so mit sich bringt, bei meinen Panikattacken, undenkbar.

Ich mache aber trotzdem ein bisschen Weiterbildung, vielleicht finde ich stundenweise mal was. Und wenn nicht, dann eben nicht.

Ansonsten habe ich zur Zeit so ein paar Ideen wie ich mir meinen Alltag mit neuen Aktivitäten versüßen könnte. Das Leben besteht ja nicht nur aus Arbeit.

04.02.2011 18:21 • #28


Hallo ihr Lieben, wünsche euch doch ganz viel Kraft gerade für den beruflichen Alltag. Vielleicht auch dafür, um irgendwann zu sagen: es reicht nun. Ich reibe mich nicht mehr auf für den täglichen Kampf um einen Job. Sollte einer kommen, nehme ich ihn trotzdem gerne.

Falco, laß den Kopf nicht hängen und tritt den Menschen auf der Arbeitsagentur in den Allerwertesten. Gerade kurz nach Eintritt der Arbeitslosigkeit sind die Vermittlungschancen am höchsten. Ich hoffe, die helfen dir auch wirklich.

Beobachter, das kenne ich auch, man sieht es einem ja schon an der Nase an, daß da was im Argen ist. Deshalb habe ich ein (positives) Profibewerbungsfoto für teures Geld machen lassen, um eingeladen zu werden. Die haben mir da doch glatt ins Gesicht gesagt: das Bild sieht Ihnen aber gar nicht ähnlich. Kommt mir nochmal einer damit, werde ich antworten: ich habe es gemacht, um überhaupt eingeladen zu werden, ansonsten will ich nicht durch Aussehen glänzen, sondern durch Leistung. Vielleicht braucht man einfach nur die richtige Leute um sich, die schei. Einsamkeit frißt einen ja total auf.

Katze, der erste Abschnitt, stimme auch voll zu. Aber ich überlege auch manchmal, ob ich das vielleicht selber herbeirede. Muß bei anderen nicht so sein, vielleicht ist es aber bei mir so. Ich habe Montag ein Gespräch. Und ich habe so einen Schiß davor. Meine letzte Vollzeitstelle war vor 9 Jahren. Das handelt sich um einen Onlinevertrieb mit 30 Leuten, die Handys ankaufen, dann bei ebay einstellen und sie suchen jemand, der die Teile auf Funktion überprüft. Sie haben da nur 20-30jährige Jungs, keinen in meinem Alter (45) und keine Frau. Vor den Jungs habe ich keine Angst aber davor, mich vielleicht nicht konzentrieren zu können in einer lebhaften Umgebung. Das kann ich denen aber nicht sagen, sonst bin ich gleich wieder draußen. Aber die eigentliche Angst habe ich davor: ich muß für den Job umziehen und sollte es nicht funktionieren, sitze ich in einer Stadt, die so ziemlich die tristeste in Deutschland ist, nur aus breiten Straßen und Hochhäusern bestehend, auch noch in einer Sackgasse an der polnischen Grenze, und komme dann nicht mehr da weg. Dabei will ich so gerne nach Thüringen wegen der Berge und der Leute, die sind da ganz anders als hier.

Ich muß Ende des Monats mein Zimmer geräumt haben und habe noch immer nichts Neues, meine Anwältin hat auch noch 2 Wochen Urlaub ab Mitte Februar, ich soll weiterhin eine Woche nach Stralsund Ende Februar zwecks Arbeitserprobung für Leistungen zur Teilhabe und habe auch noch einen Rentenantrag gestellt. Ich weiß nicht, was wird, aber ganz ehrlich, lieber 500 E Rente streßfrei plus Wohngeld plus Nebenjob als 1000 E Lohn und man reibt sich nervlich total auf... die Jobs, die nicht aufreiben, sind auch idR schlecht bezahlt und man bekommt durch sie keine finanzielle Freiheit.

05.02.2011 04:00 • #29


Ja, Eloise, so würde ich auch argumentieren, wenn denen mein Aussehen nicht passen würde. Oder vielleicht so: Ich suche ja keinen Modeljob, deshalb spielt mein Aussehen sicher nicht die entscheidende Rolle. Ich glaube, die wollen die Bewerber manchmal nur provozieren und sehen wie reagiert wird. Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorstellungsgespräch

07.02.2011 20:12 • #30


Bewerberfotos werden in meiner Branche (Metall- und/oder Elektrohandwerk/Industrie)
zum Glück nicht unbedingt erwartet.

Aber die Gesprächsthemen während der Arbeit und in den Pausen sind meistens das
Problem.
(Familie, Kinder, Urlaub, Fi.ck.en, Fussball, Flaschenbier etc.)
Ich kenne nichts von alledem, kann also nicht lange und wirklich mitreden, falle auf.

Und wer heute nicht sofort ins Bild passt, der darf bald auch wieder gehen.

07.02.2011 20:37 • #31


Katze danke, ich wäre auch genommen worden, aber ich wollte nicht

Beobachter, du kannst ohne Fotos Bewerbungen abschicken? Das find ich ja klasse, daß sowas heute noch geht. Über deine Aufzählung mußte ich aber doch schmunzeln, ich kenne das, nicht mitreden zu können, ich kann das jetzt nur aus meiner Perspektive erwidern

Familie: ich war verheiratet, es ist schon nicht zu unterschätzen, wenn jemand da ist, aber man muß miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Ansonsten ist Alleinsein besser. Ehrlich. Und es ist auch schön, nachts zu essen, TV zu gucken, ohne daß einer knurrt: komm ins Bett.

Kinder: wie sagte doch der knurrende Hund Frank aus Men In Black mit Blick auf den Hodensack des vor ihm stehenden Mannes: Hast du Kinder? Nein? Willst du welche? Ich bin froh, selber keine zu haben. Ich glaube, ich kriege das nervlich nicht hin.

Urlaub: hast du einen kleinen Job, der ein wenig Zusatzeinkommen bringt? Aber schwieriger als die Geldfrage finde ich, sich einfach so verdrücken zu können, ohne daß das Amt das mitbekommt. Noch schwieriger finde ich allerdings das Sich-Aufraffen, um mal rauszugehen. Man (ich) wird so energielos, wenn man zu lange zuhause ist.

Fi.ck.en:
*hust* lieber keine als schlechte... aber es wird im Laufe der Zeit auch nicht gerade leichter, sich anderen so weit zu öffnen, daß man sie so dicht an sich heranlassen kann, bzw. ich empfinde das als immer schwieriger, je mehr Zeit ohne Liebe verstreicht. Vielleicht kann ich es gar nicht mehr, auf alle Fälle benötigt der andere eine Wahnsinnsgeduld, die er vielleicht nicht hat.

Fussball: MUSS man denn überhaupt überall mitreden können? Vielleicht sind diese Leute dann einfach der falsche Umgang für dich und du brauchst welche mit anderer Schwingung, ohne daß das eine Wertung sein soll.

Flaschenbier: es gibt auch Malzflaschenbier

08.02.2011 19:33 • #32


Hallo Eloise1965

Bei mir hat sich ab heute (vorerst) das Bewerbungsschreiben erledigt.
Es geht nun in Richtung Erwerbsunfähigkeitsrente (kann es selbst noch kaum glauben).

Werde später auch mehr dazu schreiben (Extrathread).

Auch kinderlose Malzbiergrüsse, Der Beobachter

08.02.2011 21:18 • #33


Eloise, so hätte ich das auch gemacht, wenn der Job nur Nachteile mit sich bringt ...

Und zum Thema Familie und Kinder: die ersten Jahre meiner Ehe waren sehr schön, später wars die Hölle, geblieben sind Depressionen und Panikattacken. Ich bin auch froh keine Kinder zu haben, diese Verantwortung wäre für mich zuviel. Meine Katzen reichen mir da völlig. Ich finds auch total schön, wenn ich machen kann was ich will und auf niemanden Rücksicht nehmen muss.

Was mir fehlt sind soziale Kontakte. Meine Therapeutin meint ich sollte mich mehreren Gruppen anschließen. Als erstes habe ich mich in einem Reha Sportzentrum für Rückengymnastik angemeldet. Das geht über die Krankenkasse, kostet mich nichts, da kann ich zweimal die Woche sporteln

Beobachter, das nicht mitreden können kenne ich auch, vielleicht sollte man dann einfach ein anderes Thema anschneiden. Ich bin sicher die Familienväter und -mütter beneiden uns Singels des öfteren.

08.02.2011 22:59 • #34


Beobachter, Rente? Ist das gut! Drücke dir alle 100 Daumen, die ich habe, daß das klappt!

Katze, muß sagen, die Angst kam erst während ich da war. Vorher war nur der Fakt da: unangenehme Stadt: Geld muß stimmen als Ausgleich. Die haben mich vorher auch schon telefonisch interviewt zu zweit, am Handy, was durch Hall kaum zu verstehen war, während ich bei Null Grad im Auto saß und noch Zeitungen zu verteilen hatte. Der Anruftermin war erst abends, ich war da aber noch nicht fertig. Und habe da wohl etwas gebibbert und die sagten mir, ich sei aufgeregt. Nein, war ich nicht, denn ich habe nichts zu verlieren.

Aber es kam eine Frage, die mich aufgeregt hat und wäre ich live dagewesen, hätte ich auch die passende Antwort gegeben. Die Frage: warum denken Sie, Sie passen zu uns? Die Standardfrage, die einen zwingt zu lügen, weil man sich da ganz schön selbstherrlich darstellen muß. Hätte ich nicht so gefroren und gehofft, daß das endlich vorbei wäre und ich meine Arbeit weitermachen kann, hätte ich denen gesagt: Mensch, woher soll ich das wissen, ob ich zu euch passe? Das muß ich vor Ort sehen, ob ich ins Team passe, ob die Chemie stimmt, ob die Arbeitsbedingungen so sind, daß ich da gut funktionieren kann... das wäre die wahre Antwort gewesen. Aber ich wollte ja eingeladen werden. Weil ich die Fahrkosten zurückkriege und ich fahre nun mal gern rum, bin dann auch gleich mal kurz nach Polen rüber.

Hör mir auf mit Rehasport. Ich habe da meine 50 Termine schon fast abgerissen. Aber ich habe dort keine Kontakte geknüpft. Liegt auch an mir, ich verdrück mich dann immer ganz schnell. Wie soll man es denn anfangen, Kontakte zu finden, ich weiß es nicht. Soll man auf jemand zugehen und sagen, du bist immer so nett, ich möchte dich mal zum Kaffee einladen? Die sind da aber alle soviel älter als ich und mit gemeinsamen Übungen findet man doch irgendwie nicht heraus, ob man mit jemand etwas gemeinsam hat, da redet doch keiner groß über sich, bei uns jedenfalls nicht.

Das mit den Kontakten ist auch bei mir ein Thema. Weniger, wie man sie findet, eher, wie man sie vertieft. Erzählt man das Falsche, kann das nämlich ganz schnell nach hinten losgehen, wie bei einem Freund, der etwas über Außerirdische erzählt hat und nun auf Arbeit als *beep* verschrieen ist und sowas kann man ganz schlecht rückgängig machen

Wie machst du das denn mit den Kontakten?

09.02.2011 08:10 • #35


Beobachter, weiß nicht, ob ich das schon geschrieben habe, falls ja, bitte ich um Entschuldigung wegen Doppelpost. Habs noch hier zu liegen und noch nicht durchgestrichen.

Im Arbeitslosenverband zeigte mir eine nette Mitarbeiterin ein Gerichtsurteil: ein Wohnraum mit einer Wohnfläche von weniger als 35 qm ist für eine Person unzumutbar. (HessLSG vom 12.3.2007 - L 9 AS 260/06).

Sie sagte auch, man soll nichts zu Kleines nehmen, man käme da nicht mehr raus. Und man darf auch umziehen in eine größere (immer noch angemessene) Wohnung, das Amt müsse die neue Miete auch zahlen.

Vielleicht ist das für andere auch interessant, daher schreibe ich es offen und nicht als PN.

09.02.2011 08:15 • #36


Hallo Eloise1965

Tausend Danke für deine Antworten, genau diese Dinge sind derzeit mein Thema.

Die Rente soll bei mir auch kein entgültiger Ausstieg aus dem Erwerbsleben werden.
Trotz meiner Ängste (ich brauche nun schon fast 3 mentale Vorbereitungstage um
Einkaufen zu gehen) kann ich mir nicht vorstellen, nie wieder zu Arbeiten.

Dieser Schritt soll auch bei mir zuerst einmal der Entlastung und Angstreduzierung
dienen. Arbeits- oder Jobversuche lassen sich dann unbürokratisch austesten.
Keine Briefkastenangst mehr vor Jobcenterpost, die dann tagelang ungeöffnet im
Schreibtisch liegt.

Meine Mauseloch-Wohnung war gestern auf dem Amt auch Thema (die haben dort
ja alle Daten zur Berechnung).
Irgendwie hänge ich aber an dieser Wohnung, sie war in meinen letzten 20 Jahren
die einzige Konstante die ich hatte. Alles andere, Menschen und Arbeit, gingen
immer wieder verloren.
Die Wohnung, man kann sie sich eher wie ein technisch perfekt umgebautes U-Boot
vorstellen, ist für mich so etwas wie der letzte Halt und die letzte Schutzburg
geworden.

PS:
Bei dem Thema Kinder und Katzen werde ich auch gerade sehr nachdenklich.
Keine Kinder zu haben sehe ich heute als Glück (für die Kinder) an, ich hätte
als Versorger versagt. Vielleicht aber hätte sich dann das Leben auch anders
entwickelt, ohne diese Angst, Depression und in Folge Einsamkeit, wer weiss.
Katzen liebe ich über alles, aber auch hier scheue ich die Verantwortung, will
niemals so ein Lebewesen wegen meiner Probleme vernachlässigen.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

09.02.2011 14:01 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Das mit den Tieren geht mir genauso. Fast genauso. Vernachlässigen, davor hätte ich keine Angst. Eher davor, dem Tier kein Heim bieten zu können, weil ich selber laufend umherziehe und keins bisher gefunden habe. Außerdem darf man die Kosten nicht außer Acht lassen. Ich würde dabei gern Hund oder Katze haben. Katzen können aber zickig sein, mein Nachbar hatte mal eine, die hat aus Ärger in die Ecken geschifft, weil er den ganzen Tag arbeiten war. Mein Ex-Vermieter hat 3 große Hunde und geht Vollzeit arbeiten, der hat Humor, und die Hunde den ganzen Tag zuhause... drin... sowas würde ich z.B. nicht machen wollen.

Bei Kindern denke ich ähnlich. Von der Belastbarkeit mal abgesehen, das Land braucht keine weiteren ALG2-Empfänger. Und sie sind es, wenn die Alten es sind, zumindest in den ersten Jahren. Und auch Kinder brauchen viel Zeit und ein Heim. Eigentlich braucht man sich gar keine Gedanken zu machen, einfach Kinder erzeugen, machen doch viele so, staatl. Leistungen abgreifen und gut. Aber das finde ich echt blöd, so auf die Art. ich weiß nicht... vielleicht wäre es schön, ein Kind zu haben. Aber ich habe auch den Kinderwunsch nicht. Du?

Heute was Interessantes gelesen. Wer als Baby nicht ausreichend getragen wurde, hat später große Mangelerscheinungen, kann keine Liebe geben und wird niemals wirklich satt. Sowas will ich meinem Kind auch nicht antun, aber den Mangel habe ich selber auch und wie könnte ich das geben, was ich selber nicht bekommen habe, ich wäre sicher keine gute Mutter.

Kannst du in einer Wohnung wirklich eine Festung sehen? Ich nicht mehr, seitdem bei mir eingebrochen wurde mit Nachschlüssel. Wir hatten Außenklo, der Kumpel wollte aufs Klo, wir gaben ihm einen Schlüsselbund mit und er muß sich wohl einen Abdruck gemacht haben, jedenfalls kamen wir (war damals noch verh.) abends heim, er hatte uns tagsüber weggelockt und die Bude stand offen und die Technik war weg, was seine Kumpels tagsüber ausgeräumt haben. Strafe gleich Null, gefunden wurde nur ein minimaler Bruchteil, die 3 Beteiligten machten einen auf asozial und wurden wieder laufengelassen. Seitdem habe ich keine Ruhe mehr gefunden. In Mietwohnungen sowieso nicht.

Ich erwarte bald ein wenig Geld und werde mir noch dieses Jahr ein Haus kaufen. Ich habe genug von allem und will endlich Ruhe haben. Da es wirklich nur wenig Geld sein wird im Vergleich zu einem Hauspreis, wird das Haus entweder abgelegen sein oder recht modernisierungsbedürftig oder klein, ich habe mir schon welche angeguckt, war schon auf Versteigerungen und habe Kataloge gewälzt. Wenn dann noch die Rente kommt und sei es nur 500, dazu dann ein kleiner Job, reicht mir das. Schön wäre, wenn noch eine 2. Wohnung mit drin wäre, die könnte man dann vermieten. Muß ich mal sehen. Jedenfalls SO geht es nicht weiter, es steht mir bis oben, jetzt ist langsam genug!

3 Tage fürs Einkaufen oder um Post zu öffnen, das ist glaube nicht so gut, wenn die Termine kurzfristig sind, dann kannst du einen verpassen und kriegst eine Sanktion. Aber ich weiß sehr sehr gut, wovon du redest, ich lasse Post nämlich auch öfter mal liegen (max. 1 Tag), bis ich einen kräftigen Moment erwische, um sie zu öffnen. Die Zeit, wo das ungeöffnet daliegt, kostet aber auch Kraft, weil man ja nicht weiß, was drinsteht, und sich fertig macht!

Aber Einkaufen gehe ich gerne!

09.02.2011 19:48 • #38


Hallo Eloise1965

Einen wirklichen Kinderwunsch hatte ich eigentlich auch nie, wahrscheinlich weil
ich auch nie eine Zweierbeziehung gehabt habe.

Heute beschäftigt mich das Thema Kinder aber im Zusammenhang mit der Angst
vor dem alt werden.
Irgendwann trifft dies ganz natürlich jeden, und dann ist absolut niemand mehr da.
Alt, krank, gebrechlich, hilfsbedürftig, völlig Abhängig von völlig fremden Menschen.

Ich glaube, das wäre auch einmal ein Extrathreadthema im Forum wert.

PS Babys am Leib tragen:
Dazu gab es erst vor kurzer Zeit eine TV-Dokumentation.
Babys haben dazu extra den natürlichen Greifreflex, es ist also eigentlich von der
Natur aus so vorgesehen und wäre wichtig für die gesunde Entwicklung.
Ein Baby kann gedanklich noch nicht nachvollziehen, dass die Mutter (oder der Vater)
wiederkommt wenn sie/er einmal kurz weg ist. Es fühlt sich dann komplett verlassen.
So etwas kann schon sehr früh die Grundlage für spätere Ängste werden.

Ich selber habe meine ersten 4 Monate wegen einem angeborenen Magen/Darm
Verschluss in einem steril isolierten Brutkasten mit künstlicher Ernährung verbracht.
Also auch völlig ohne jedweder Körperkontakt zu Menschen (z.B. Eltern).

Übrigens, mein Sachbearbeiter auf dem Amt weiss von meiner Postangst,
er ist so lieb mich daher auch immer noch zusätzlich anzurufen.

Und beim Einkaufen ist immer die Vorherangst das Schlimmste, wenn ich erst
einmal (mühevoll) losgegangen bin, dann macht es mir auch manchmal noch Spass.
Aber trotz dieses Wissens ist immer noch vorher die Angst da, eigentlich komisch.

Schon seltsam, wenn man so über sich selber nachdenkt, Der Beobachter

09.02.2011 20:48 • #39


Eloise, ich habe große Probleme mit Panikattacken beim Einkaufen, Arbeitsamtbesuch, Gespräch mit fremden Menschen, usw. gehabt. Dank Citalopram geht das jetzt aber wieder ganz gut.

Bei dem Rehatraining geht es mir jetzt erstmal darum mal was in einer Gruppe zu machen, um diese Ängste zu bekämpfen. Ich habe auch oft Probleme mit sozialen Kontakten. Wenn andere auf mich zukommen fallen mir diese leichter, wenn ich auf andere zugehen muss habe ich Probleme. Und die Kontakte dann zu vertiefen fällt mir auch schwer, irgendwie habe ich oft Angst andere zu sehr an mich ranzulassen.

Mein Psychiater hat mir mal die Frage gestellt, ob ich schon mal Selbsttötungsgedanken gehabt hätte. Gedanken daran hatte ich schon öfters, aber durchführen konnte ich sie aber nicht, wegen meinen Katzen. Das könnte ich denen nicht antun, die müssten dann zurück ins Tierheim wo ich sie mal rausgeholt habe.

Das Thema Erwerbsunfähigkeitsrente interessiert mich auch, hat ja anscheinend nur Vorteile

10.02.2011 15:21 • #40



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