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201714.12




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Hallo Leute,
ich hab ein Thema was mich schon länger belastat. Und ich ehrlich gesagt habe ich etwas Angst, das es etwas komisch rüber kommt.
Egal, ich fang dann mal an.

Ich bin seid 9 Monaten in einer Beziehung. Ich bin 16 & mein Partner ist 20. Aufjedenfall am Anfang war noch alles gut, ich war glücklich & er war glücklich. Aber da ich Beziehungsgeschädigt bin, war ich ziemlich eifersüchtig & bin wegen jeder Kleinigkeit ziemlich beleidigt geworden. Ich suche grundlos Streit, ich spame ihn bei der Arbeit zu, habe halt Extreme Angst ihn zu verlieren.
Wenn es mir nicht gut geht, frage ich ihn tausend mal am Tag die selbe Frage. Er gibt mir jedesmal eine Antwort, und ihn nervt es das er sich andauernd wiederholen muss. Zudem muss ich sagen, das wir uns nur am Wochenende sehen oder auch mal in der Woche aber selten. Weil er mit der Arbeit zutun hat & er auch bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist und da auch öfters Termine hat, und er auch Zeit für sich will. Er kümmert sich halt auch viel um mich, nur manchmal kommt es mir so vor, als würde er einige Dinge böse meinen. :stirn

Da ich unter Depressionen leide, ich schon sehr viel in der Vergangenheit kämpfen musste, und es immer noch tue... Versteht er es manchmal nicht. Ich denke, er weiß nicht wie er damit umgehen soll.

In der Woche wo ich dann meistens Zu Hause bin, ich weiß nicht, ich fühle mich einfach leer und mir geht es schlecht. Ich vermisse ihn sehr, und fange auch oft an zu weinen. Ich hinterfrage alles negativ statt positiv. Und manchmal kriege ich einfach Panik wenn ich viele Dinge hinterfrage.
z.B: " Liebe ich ihn oder nicht? " " Was ist wenn ...." "Was ist wenn er eine andere Frau hat " " Weiß ich überhaupt ob das richtige Liebe ist?" ( Liebe kann man nicht beschreiben ) Und dann rede ich mir teilweise ein, das ich mich in andere Personen verlieben könnte. Teilweise auch in fremden Personen. Das ergibt doch irgendwie kein Sinn.. Es macht mich aber immer wieder fertig. Ich kriege Panik und fange an zu weinen. Meine Mutter meint, das es Verlustangst ist.
Und manchmal merke ich, das ich einfach nur Aufmerksamkeit bei ihm suche. Er hat schon so oft mit mir geredet und mit gesagt wo es mir nicht gut ging, das er mit mir eine Langfristige Beziehung haben will, ich mich aber ändern muss. Sprich (Das gespame auf WhatsApp, die Streitsucherei, die teils Krankhafte Eifersucht, und das ich ihn nerve und ihn andauernd anrufe.) Diese Leere macht mich so fertig.. Ich vermisse ihn zwar so, aber dann habe ich Angst das es mal weniger ist, weil ich mir dann einrede das ich ihn nicht Liebe. Ich ziehe mich nurnoch zurück..
Mir geht es nur geht, wenn ich bei ihm bin. Dann vergesse ich all meine Sorgen und bin glücklich. Doch wenn ich dann nicht bei ihm bin, passiert wieder dieser Teufelskreis.. Das ich auch teilweise meine Mutter damit nerve " Liebe ich ihn oder nicht? " und sie sagt selber das ich ihn Liebe.

Mein Freund meinte, ich soll mir 2 Wochen Positive Sachen einreden, das sich mein Kopf daran gewöhnt. Aber das ist einfacher gesagt, als getan.
Er zieht mittlerweile auch konsequenzen, weil ich dauernd ausraste. Sobald ich irgendwie Stress suche, ignoriert er mich 1-2 Stunden und fragt dann ob ich mich beruhigt habe. Ich finde es garnicht mal so schlecht, aber am Anfang könnte ich schon platzen. Er meinte zu mir, das er das auf Dauer nicht kann und wenn ich mich nicht langsam ändere, das er schluss macht. Da er mir das seid 8 Monaten prägt. Ich würde so gerne einen geregelten Alltag haben und mich ändern können, aber diese Ängste und Gedanken nehmen mir soviel Energie. Ich nehme seid 2 Wochen Opipram, und irgendwie habe ich das Gefühl das meine Ängste dadurch schlimmer werden. Und vorallem das ich mich nicht so fühlen kann, wie ich es will.. Ich Liebe ihn über alles und will ihn nicht verlieren. Nur er kann mich nicht in den Situationen verstehen, da er das nie hatte..

Freue mich auf Antworten und Tipps.
Danke schon mal.

LG

Auf das Thema antworten


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  14.12.2017 11:00  
Zitat:
Aber da ich Beziehungsgeschädigt bin

Du bist beziehungsgeschädigt, mit 16?

Zitat:
Er kümmert sich halt auch viel um mich, nur manchmal kommt es mir so vor, als würde er einige Dinge böse meinen. :stirn

Zitat:
Da ich unter Depressionen leide, ich schon sehr viel in der Vergangenheit kämpfen musste, und es immer noch tue... Versteht er es manchmal nicht. Ich denke, er weiß nicht wie er damit umgehen soll.


Ich finde bei dir kommen mehrere Themen zusammen bzw. gliederst du es als Einzelthemen auf die aber genau genommen alle zusammengehören. Du berichtest von Bindungsängsten, Eifersucht, Kontrollzwang, Depressionen, Verlassensängste, einem Leeregefühl und Streitsucht.
Mir stellt sich die Frage (und das werden wir hier vermutlich nicht vollständig klären können): Ist das Teil der Pubertät, sind die Depressionen eine eigenständige Erkrankung, steckt da vielleicht noch mehr als Depressionen dahinter, wenn ja, wurde das fachmännisch abgeklärt und lässt du dich behandeln?

Du merkst, dass der Weg den du eingeschlagen hast, nicht erfolgreich ist demnach musst du etwas ändern und Veränderung fängt bei dir selbst an. Es nützt nichts wenn Mama dir Verlustängste diagnostiziert. Es geht vorrangig nicht darum was du hast sondern was du für dich tun kannst damit etwas besser wird. Du musst dir Gedanken machen und aktiv an deinem Verhalten arbeiten und deinen Lebensstil ändern. Ich weiß nicht ob du noch zur Schule gehst oder eine Ausbildung machst... versuche in deinem Leben für Ausgleich zu sorgen, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen, nicht immer präsent sein in der Beziehung. Lass ihm Luft zum Atmen ansonsten wird er weg sein. Dann erreichst du genau das Gegenteil von dem was du möchtest. Wenn du den Zwang hast ihn zum 10. mal anzuschreiben oder eifersüchtig zu reagieren, schalte das Handy aus, geh raus und lauf 3 mal um den Block. Bevor du handelst, atme ein paar mal tief durch dann schreibst du meinetwegen einen Entwurf und dann überlegst du dir ob die Reaktion angemessen ist. Vielleicht versuchst du auch ein wenig Sport zu machen, Hobbies nachzugehen, so, dass du Erfolgserlebnisse hast und dich nicht von ihm derart abhängig machst. Das ist nicht gesund und dann möchte ich dir noch etwas sagen: angenommen du hast eine behandlungsbedürftige, psychische Erkrankung. Geh nicht mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass der Partner dafür Verständnis zu haben hat, hat er nicht. Du musst immer bedenken, es sind deine Probleme die du lösen und klären musst und schraube deine Erwartungshaltung drastisch auf ein Normalmaß runter. Mach dir bewusst, dass sich deine Gedanken nur in deinem Kopf abspielen und mit der Realität im Grunde nichts zu tun haben. Er gibt dir allen Anschein nach keinen Grund eifersüchtig zu sein oder an seiner Loyalität zu zweifeln.

Versuche dich in seine Lage zu versetzen und überlege dir wie anstrengend das ist, einem Partner immer und immer wieder sagen zu müssen, dass man es ernst meint, zu beruhigen, es auszuhalten wenn man mit Eifersuchtsattacken und Kontrollen überschüttet wird. Ihr solltet eigentlich unbeschwert sein, Spaß miteinander haben und die Beziehung genießen stattdessen wird sie derart belastet. Würdest du das Verhalten das du ihm gegenüber hast für dich selbst auch so beanspruchen wollen?

Danke2xDanke




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  14.12.2017 14:28  
FeuerWasser hat geschrieben:
Du bist beziehungsgeschädigt, mit 16?




Ich finde bei dir kommen mehrere Themen zusammen bzw. gliederst du es als Einzelthemen auf die aber genau genommen alle zusammengehören. Du berichtest von Bindungsängsten, Eifersucht, Kontrollzwang, Depressionen, Verlassensängste, einem Leeregefühl und Streitsucht.
Mir stellt sich die Frage (und das werden wir hier vermutlich nicht vollständig klären können): Ist das Teil der Pubertät, sind die Depressionen eine eigenständige Erkrankung, steckt da vielleicht noch mehr als Depressionen dahinter, wenn ja, wurde das fachmännisch abgeklärt und lässt du dich behandeln?

Du merkst, dass der Weg den du eingeschlagen hast, nicht erfolgreich ist demnach musst du etwas ändern und Veränderung fängt bei dir selbst an. Es nützt nichts wenn Mama dir Verlustängste diagnostiziert. Es geht vorrangig nicht darum was du hast sondern was du für dich tun kannst damit etwas besser wird. Du musst dir Gedanken machen und aktiv an deinem Verhalten arbeiten und deinen Lebensstil ändern. Ich weiß nicht ob du noch zur Schule gehst oder eine Ausbildung machst... versuche in deinem Leben für Ausgleich zu sorgen, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen, nicht immer präsent sein in der Beziehung. Lass ihm Luft zum Atmen ansonsten wird er weg sein. Dann erreichst du genau das Gegenteil von dem was du möchtest. Wenn du den Zwang hast ihn zum 10. mal anzuschreiben oder eifersüchtig zu reagieren, schalte das Handy aus, geh raus und lauf 3 mal um den Block. Bevor du handelst, atme ein paar mal tief durch dann schreibst du meinetwegen einen Entwurf und dann überlegst du dir ob die Reaktion angemessen ist. Vielleicht versuchst du auch ein wenig Sport zu machen, Hobbies nachzugehen, so, dass du Erfolgserlebnisse hast und dich nicht von ihm derart abhängig machst. Das ist nicht gesund und dann möchte ich dir noch etwas sagen: angenommen du hast eine behandlungsbedürftige, psychische Erkrankung. Geh nicht mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass der Partner dafür Verständnis zu haben hat, hat er nicht. Du musst immer bedenken, es sind deine Probleme die du lösen und klären musst und schraube deine Erwartungshaltung drastisch auf ein Normalmaß runter. Mach dir bewusst, dass sich deine Gedanken nur in deinem Kopf abspielen und mit der Realität im Grunde nichts zu tun haben. Er gibt dir allen Anschein nach keinen Grund eifersüchtig zu sein oder an seiner Loyalität zu zweifeln.

Versuche dich in seine Lage zu versetzen und überlege dir wie anstrengend das ist, einem Partner immer und immer wieder sagen zu müssen, dass man es ernst meint, zu beruhigen, es auszuhalten wenn man mit Eifersuchtsattacken und Kontrollen überschüttet wird. Ihr solltet eigentlich unbeschwert sein, Spaß miteinander haben und die Beziehung genießen stattdessen wird sie derart belastet. Würdest du das Verhalten das du ihm gegenüber hast für dich selbst auch so beanspruchen wollen?


Naja, ich habe kein Selbstbewusstsein.
Ja, ich bin bald in Therapie und die wollen eine Verhaltenstherapie machen. Verlustängste wurde diagnostiziert wie depressionen und panikattacken auch. Dazu kommt noch, das ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Ja er sagt auch ich bin ziemlich anstrengend weswegen er manchmal nicht antwortet weil immer die selben Fragen kommen. Ich frage mich wieso ich mir einrede, das ich mich verlieben könnte.. Das ist doch schwachsinn..



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  14.12.2017 18:41  
Zitat:
Verlustängste wurde diagnostiziert wie depressionen und panikattacken auch.

Verlustängste kann man nicht diagnostizieren, das ist kein eigenständiges Erkrankungsbild genauso wie Panikattacken. Das sind Symptome, mehr nicht. Du wirst den richtigen Weg finden.

Danke2xDanke


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  06.02.2018 12:00  
DU bist noch sehr Jung. Alles wird gut.


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