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Hallo Alle zusammen !

Also, ich bin 22 Jahre alt und habe die ganze Zeit unbegründete Angstattacken.
Obwohl ich nicht auf die Meinung anderer achten sollte, egal wie negativ sie ist, ist es umso schockierend wie diese Menschen einen ziehmlich wehtun.

Seit der Schulzeit (bis jetzt) wurden mir sachen auf den Kopfgeschmissen, wie ich sei ein *beep*, totaler depp obwohl ich keinen was angetan habe, oder freak obwohl ich nie so zu einen war.
Sachen werden mir zugeschuldet und werde auch schnell Ausgegrenzt zumindest ist das mein Gefühl.

Stehe meistens allein dar, wenn diese Situation eintreten.
Habe das Gefühl von allen verlassen zu sein. Klar sind Probleme anderer Leute viel größer, aber ich hatte auch eine panische Angst dies hiereinzuschreiben um negative Resonanzen auszuweichen.

Manchmal habe ich auch eine totale Angst mit Leuten zu reden, obwohl ich weiß, dass sie einen nichts böses tun.

Habe in der Panikstoerung.info die möglichen Angstattacken durchgelesen und kann da nur einen Punkt finden der auf mich zutrifft.

Nähmlich die Permantente Angst die man vor sich hat.
Zum Beispiel sind bald Klausuren und ich versuche zwar mich darauf vorzubereiten aber gelingen tut es trotzdem nicht und stresse mich selber so stark, das mir die Zähne wehtun und am nächsten morgen total versteift, mit den Armen am Oberkörper geklemmt (sieht fast wie ein Fötus aus) aufwache. Oder ich habe Atemschwierigkeiten (die auch auf mein Asthma zurückzuführen sind)

Eine Lösung für dieses Problem sehe ich nur darin, alles abzubrechen. Tue diese Option aber nicht dazu weil ich das schaffen möchte und da haben wir den Salat den ich zurzeit habe. Die ganze Zeit Depressiv bin ich nun auch wieder nicht, aber ich möchte meine möglichen Downs /Angstzustände besser kennen lernen um dagegen zu arbeiten wenn es ginge.

Innerlich (nicht die Organe sondern das psychische Gefühlsvermögen) fühle ich mich wirklich unsicher und bitte hier um konstruktive Vorschläge wie man dieses Problem Ansatzweise lösen könnte.

Vielen Dank sich die zeit genommen zu haben diese zeilen Stück für Stück durchgelesen zu haben.

28.06.2009 18:52 • 14.10.2017 #1


30 Antworten ↓


Hallo dakota!
Zitat:
und stresse mich selber so stark, das mir die Zähne wehtun und am nächsten morgen total versteift, mit den Armen am Oberkörper geklemmt (sieht fast wie ein Fötus aus) aufwache. Oder ich habe Atemschwierigkeiten (die auch auf mein Asthma zurückzuführen sind)


Du setzt Dich derzeit wohl stark unter Druck. Kann das sein? Das ist sicherlich belastend.
Was andere über Dich sagen solltest Du zunächst nicht allzu ernst nehmen. Du und nur Du solltest wissen, was Dir gut tut.
Abbrechen wäre Flucht, hast jemanden, dem Du vertrauen kannst?

28.06.2009 19:26 • #2



Unbegründete Panikattacken

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Sarahkay94
Hallo zusammen,
ich bin neu hier, und suche Gleichgesinnte mit denen ich mich über Panikattacken austauschen kann.
Also wie gesagt Leide ich seit langer Zeit unter Panikattacken. Die letzte Attacke hatte ich erst vor ein paar Minuten, jetzt geht es einigermaßen.
Ich weiß überhaupt nicht wodurch diese Attacken ausgelöst werden, oder wovor ich in diesem Moment überhaupt Angst habe. Ich überlege schon längere Zeit woran es liegen könnte, komme aber auf keine Idee.
Ich bekomme die Attacken immer ganz plötzlich ohne das ich es vorher groß merke. Bekomme sie auch überall z.b beim Einkaufen, generell wenn ich mal draußen bin. Sogar wenn ich wie jetzt vor dem Pc sitze, oder gemütlich Fernsehe.
Dann kommen natürlich die Typischen Symptome wie: Herzrasen, Atemnot, Übelkeit, Magenprobleme bis hin zu Durchfall, Würgereiz, Schwindel, Extreme Benommenheit bis hin zu Ohnmachtsgefühlen, Zittern, weiche Knie u.s.w
War zwei Jahre ohne Erfolg in Therapie, und möchte jetzt keine mehr machen. Habe mit meiner Therapeutin nur Atemübungen gegen die Attacken gemacht, was auch nur bedingt half.
Mit " richtigen " Medikamenten habe ich es noch nicht versucht, da ich Angst vor den Nebenwirkungen habe. Hatte nur so Pflanzliche Mittel wie Baldrian, Johanniskraut, oder Lioran aus der Apotheke. Das alles half allerdings nichts.
Momentan ist es so, dass ich aufgrund der Panikattacken kaum noch aus dem Haus gehe, bin meistens zu Hause. Das Typische Vermeidungsverhalten wenn man Angst vor der Angst hat. Bei mir kommen dazu auch noch Depressionen, eine Sozial Phobie, und Agoraphobie bzw. Platzangst.
Wäre froh wenn sich einige melden würden, denen es ähnlich geht, zum austauschen oder Tipps geben. Wollte auch mal eine WhatsApp Gruppe gegen Panikattacken und Angstzustände gründen. Vielleicht hätte ja auch jemand Interesse ?

Liebe Grüße Sarahkay94

14.03.2016 03:42 • #3


Digo
Wenn du vor dem Fernseher sitzt und deine PA hast. Denkst du an irgendwas? Hast du vlt Angst dass du Rübe Attacke bekommst und wartest im Inneren schon darauf?

14.03.2016 03:46 • #4


Sarahkay94
Nein das würde ich nicht sagen. Bin vor dem Fernseher eigentlich immer ziemlich Entspannt, die Attacke kommt dann irgendwann einfach.

14.03.2016 03:50 • #5


Digo
Also ich bekomme die Attacken, wenn ich irgendwas im Körper fühle was mir Angst macht. Zb mein Herz klopft nach dem essen.... Für mich aber ist es so sehr unangenehm dass ich eine panikattacke bekomme...

14.03.2016 03:53 • #6


Panikattacken sind NIE unbegründet.

Bei dir gibt es keinen direkten Auslöser. Das war bei mir auch so. Ich hatte vor nichts bestimmten Angst. Mir konnten die PA's immer und überall passieren.

Aber die Ursache, die gibt es.

Warum war deine Therapie erfolglos? Weil du die PA nicht los bekommen hast oder weil die Ursache dafür nicht gefunden wurde?

EDIT: Erzähl mal was von dir. Wie sieht dein Leben aus? Job, Familie, Freunde, Hobbies, Finanzen, Gesundheit, Partnerschaft? Wie war deine Kindheit? Hast du viel Stress? Hast du Traumas erlebt? Missbrauch, Todes- und/oder Krankheitsfälle?

Seit wann hast du die PA's? Und was war Wochen/Monate vor dieser Zeit Außergewöhnliches?

14.03.2016 11:23 • #7


@Paddlmädchen
Zitat:
Panikattacken sind NIE unbegründet.

Panikattacken sind IMMER unbegründet.

14.03.2016 13:24 • x 1 #8


Das kommt natürlich darauf an wie man das "begründet" meint. Also Panikattacken sind natürlich für die akute Situation übertrieben, also quasi "unbegründet", aber es gibt trotzdem meist ein Auslöser, weshalb du und ich Panikattacken bekommen und andere eben nicht. Der Körper will einem eben mit körperlichen Symptomen mitteilen, dass es der Psyche nicht gut geht und man etwas ändern muss. Meist kommt dann eben, so ist es bei mir jedenfalls, die Angst vor der Angst hinzu, die so stark sein kann, dass diese ebenfalls Panikattacken auslöst. SO habe ich das zumindest verstanden!

Liebe Grüße

14.03.2016 15:33 • x 1 #9


Vergissmeinicht
Hey Sarah,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Schliesse mich den Zeilen und Fragen von Paddlmädchen an?! Sehe es auch wie sie; Panikattacken scheinen zwar aus heiterem Himmel zu kommen (gibt es auch ein gleichnamiges Buch) sehe es aber auch anders, schaue ich auf meine Ursachen und Auslöser.

Warte erstmal auf Deine Zeilen.

14.03.2016 15:43 • #10


Schlaflose
Zitat von Paddlmädchen:
Bei dir gibt es keinen direkten Auslöser. Das war bei mir auch so. Ich hatte vor nichts bestimmten Angst. Mir konnten die PA's immer und überall passieren.

Aber die Ursache, die gibt es.


Genauso war es bei mit auch, als ich vor fast 30 Jahren PAs hatte. Die einzelnen Attacken, die mich mehrmals täglich überfielen, hatten nie einen Auslöser. Sie überkamen mich ganz einfach so, wenn ich an nichts Böses dachte. Aber eine konkrete zugrunde liegende Ursache, dass ich überhaupt PAs bekam, gab es sehr wohl.

14.03.2016 18:43 • #11


engeline1705
Also bei mir war es auch so das ich zuerst nicht wusste woher diese PAs kommen. Tja aber es gab schon eine Ursache oder bessergesagt mehrere....es ist schwer um das herauszufinden musst du in dich hineingehen und überlegen. Warum hast du sie bekommen? Was war vorher anders und was ist jetzt?

14.03.2016 19:00 • #12


Zu meinen schlimmen Zeiten kamen die Attacken auch aus heiterem Himmel - oft auch nach einer durchzechten Nacht - aber ich habe immer gemerkt wie sich diese langsam aufbauten bzw.angekündigt haben.
Dann waren aber fast immer keine Gegenmaßnahmen mehr möglich ich musste die durchstehen.
Auch sog. Vermeidungsverhalten habe ich entwickelt.überall dort wo ich mal eine bekam begann ich diese Gegend/Situation zu vermeiden.
Soziale Kontakte u Freundschaften gingen in die Brüche,weil das Verständnis fehlte.
Irgenwann bin ich dann bewußt in "gefährliche "Situationen wie z.B. Staus auf Autobahnen gegangen und gelernt die Attacken auszuhalten und immer wieder festgestellt,das trotz Todesangst usw. es man jedesmal übersteht.
Habe mir immer gesagt, das nichts passieren kann und den Attacken versucht zu vermitteln,das sie ruhig kommen können mir aber nichts mehr ausmachen. Gelang nicht immer und es war - und ist auch noch heute- extrem schwer , aber die Häufigkeit hat sich vermindert und traten auch über Jahre nicht auf, obwohl gefühlt immer in der Überfallstellung plötzlich wieder durch zu brechen.
Wie gestern in der Nacht urplötzlch nach Jahren der Ruhe davor.
Allerdings habe ich seit Monaten echten psychischen Stress und das ist dann wohl die Reaktion.
Abschließend zu diesem Thema, muss man lernen die Angst davor zu verlieren und diese beschissene völlig überflüssigen Attacken nicht ständig zu bekämpfen sondern sie so anzunehmen und ihr damit den Schrecken nehmen.
Andererseits könnte dies aber auch ein Hilferuf oder was auch immer der Psyche sein, das irgendendwas im Leben überdacht oder geändert werden sollte. Sei es Stress,Beziehungsprobleme usw.die Liste könnte unendlich lang sein.

Gruß
Wolfgang

14.03.2016 21:14 • #13


...

15.03.2016 23:29 • #14


Sarahkay94
Okay, erstmal zu deinen Fragen Paddlmädchen.
Ich würde sagen, dass die Therapie Erfolglos war, weil nicht nach der Ursache der Panikattacken gesucht wurde. Wenn ich z.b während der Therapiesitzung eine Attacke bekommen habe, und das meiner Therapeutin auch gesagt habe, hat sie mit mir Entspannungsübungen gemacht, Atemübungen und so. Die Panik wurde dadurch weniger, aber wodurch ich diese Attacken bekomme hat sie anscheinend nicht interessiert.
Hm, wirkliche Traumas gab es bei mir nicht. Ich hatte zwar eine etwas schwierigere Kindheit. Wurde im Kindergarten geschlagen, und niemand hat mir geholfen. Ich wurde sogar vor den Augen der Erzieher geschlagen, habe dann nach Hilfe gerufen und die haben Teilweise nur zugeschaut, und gemeint ich sollte mich wehren. Wie soll sich ein kleines Kind denn Bitteschön alleine wehren ? ich war sowieso schon total Verschüchtert. Es gab nur eine einzige Erzieherin die mir geholfen hat. Meine Schulzeit war auch Beschissen. Dort habe ich nur Mobbing quer durch die Bank erfahren. Aufgrund dessen auch die Schule abgebrochen. Mit 7 und mit 11 Jahren war ich in einer Kinderklinik, wo eine Sozial Phobie und Mutismus diagnostiziert wurden.
Meine Eltern haben sich als ich 12 war getrennt. So etwas wie Missbrauch gab es nie. Ich wurde zwar hin und wieder geschlagen und angeschrien, aber anderes gab es nicht. Habe auch täglich mitbekommen wie sich meine Eltern gestritten haben.
Freunde habe ich überhaupt keine. Da ich ja auch nur fast zu Hause bin. Und zum Arbeiten bin ich auch nicht in der Lage. Geldprobleme habe ich auch. Bei mir ist es wahrscheinlich die Angst vor dem Leben, vor der Zukunft, und wie und ob es weitergehen kann.
Meine Verwandten wohnen auch sehr weit weg von mir. Habe sie das letzte mal vor fünf Jahren gesehen. Das ist natürlich auch alles andere als schön. Ich selbst merke, dass ich momentan in einer Tiefen Depression stecke. Habe teilweise auch Suizidgedanken.
Es ist auf keinen Fall so, dass ich nichts tue. Ich suche immer nach Hilfe uns versuche mir selbst zu helfen. Habe momentan auch mit einer Sozialpädagogin Kontakt, die mir helfen wird wieder Soziale Kontakte, durch Gruppen zu bekommen.
Vor zwei Jahren ist auch meine Oma gestorben. Das war für mich auch ein Beschissenes Erlebnis. Kurz vor ihrem Tod hatte ich Geburtstag, sie wollte mir gratulieren, aber ich bin nicht ans Telefon, weil ich irgendwie nicht in der Lage war zu reden. Ein paar Wochen später war sie Tod. Ich hatte danach schei. Schuldgefühle. Ich hatte sie sowieso schon fast 4 Jahre nicht mehr gesehen. Und dann habe ich es auch noch verbockt nochmal ihre Stimme hören zu können.
Ja, jetzt wenn ich genauer über alles nachdenke schätze ich, dass die Angst vor dem Leben und überhaupt vor der Zukunft, die Auslöser für meine Panikattacken sind.

Sarahkay94

18.03.2016 23:29 • #15


Icefalki
Ich sag es mal so, manchmal sind Medis nötig, damit man überhaupt therapiefähig werden kann. Und solange die Angst und Panik vorherrschend ist, ist das einfach sehr schwierig.

Unbegründet sind Panikattacken nicht. Egal, warum sie auftauchen und in deiner Schilderung deines Lebens gibt es genügend Gründe.

Vielleicht versuchst du es mal mit Medis und natürlich begleitend mit einer Therapie.

18.03.2016 23:49 • #16


Jonas
Da kann ich mich nur anschließen. Es gibt auch Momente da geht es für einen erst nur Begleitend mit Medis. Und zu den Ursachen... Es braucht nicht immer einen großen Auslöser für Panik Attacken . Die erlebte Schlimme Situation und die dadurch entstehende erwartungs Angst reicht aus. Tiefgründige psychologische Analysen sind auch eher seltener als Therapie Form . In der Regel ist das Mittel die Verhaltenstherapie . Bei dieser wird allerdings nicht unbedingt irgend etwas aus der Kindheit oder wie auch immer aufgearbeitet . Das geht dann schon in die TiefenpsYchologische Schiene . Lg

19.03.2016 00:00 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hatte gestern wieder sowas wie eine Panikattacke.
Bin mit dem Auto nach Real (ca.5 km) und hatte bereits beim Losfahren ein ungutes Gefühl in der Herzgegend und dann setzten Ausetzer ein mit kurzer Luftnot und ich wollte schon umkehren.
Habe mir aber gesagt,das schaffst du schon ,hast ja immer alles bisher überstanden.
Musste -wie immer i.solchen Situationen- mehrmals rechts ran fahren und pinkeln.
Ist dann die Erregung und beginnende Angst.
Bin dann bei Real schon fix und fertig und nervös angekommen und wie blöd durch Real gestürmt und nur einiges gekauft von meiner Liste. Das Warten an der Kasse war fast mein Tod und ich stand kurz vor dem Umkippen,zittern totale Unruhe mit kalten Lippen usw.
Sollte aber keiner Merken.
Bin dann wieder über die Autobahn zurück, weil ich Stadtverker u.das warten vor roten Ampeln nicht hätte ertragen könnnen.
Weil es mir schlecht ging und ich wieder einmal Todesangst hatte war ich versucht alle Parkplätze anzufahren,was ich aber nicht tat sondern ich wollte schnell nach Hause in die Sicherheit.Habe auch noch überlegt einen Abstecher im auf dem Weg liegenden Krankenhaus zu machen.
Das ist mir so während der Autofahrt oft passiert und ich fahre panisch trotzdem weiter und fahre dabei komischerweise genauso sicher wie sonst,aber es ist anstrengender und man zählt jeden Kilometer und jede z.B.rote Ampel hält extrem auf und das Warten auf Grün ist eine nervliche Herausforderung.
letztens bei einer längeren Strecke nach Kassel hatte ich das auch und ich habe die Angebote der Parkplätze auf der AB dorthin voll ausgenutzt.Immer mal versuchen kurz zu entspannen und dann weiter.
Es entwickelt sich dann auch im Laufe der Zeit eine bestimmte Angst vor der nächsten Fahrt und die Angst baut sich oft schon vorher auf und zeigt sich durch Unruhe und Nervösität.
Schon ein Wahnsinn,was die Psyche so alles mit uns macht, wenn wir es zulassen.....

Gruss
Wolfgang

26.03.2016 01:47 • #18


@Wolf79
Zitat:
Es entwickelt sich dann auch im Laufe der Zeit eine bestimmte Angst vor der nächsten Fahrt und die Angst baut sich oft schon vorher auf und zeigt sich durch Unruhe und Nervösität.

Ja, meiner Meinung nach entstehen Angststörungen durch Panikattacken.

26.03.2016 09:41 • #19


PAs können Auslöser haben, die nicht grundsätzlich auf Ursachen beruhen müssen. Das können Visualisierungen sein, Geruch/Geschmack, Geräusche, Berührungen, Lichtverhältnisse, Lautstärke oder Missempfindungen, die von innen her kommen - also Erinnerungen an etwas oder einen gewonnenen individuellen Eindruck, den wir falsch ablegen.
Beispiel 1: wer mal unfreiwillig eingesperrt war (z.B. Fahrstuhl), der kann daraus PAs entwickeln, wenn er wieder einen Fahrstuhl betritt oder auch nur daran denkt. Das wäre dann Ursache-Auslöser.
Beispiel 2: jemand riecht auf der Straße Imbißbudengeruch und ihm wird plötzlich klamm und komisch. Es gibt offensichtlich kein bewußtes schlechtes Erlebnis mit einem Imbiß auf der Straße, man wurde nicht überfallen und es lag auch keine Lebensmittelvergiftung vor - es stimmt aber was nicht mit diesem Geruch.
Das wäre dann nur Auslöser.
Viele hier haben so ungefähr Beispiel 2 und das ist natürlich schwieriger. Irgendwann muß man eine Situation, Information, Erlebnis mit diesem Geruch zusammen als unangenehm abgelegt haben. Das können Kleinigkeiten gewesen sein, die man schnell wieder vergessen hat. Manchem gelingt es aufzuklären, was tatsächlich hinter diesem Angstmechanismus steht und es kann dabei auch passieren, daß die Angst plötzlich doch eine Ursache hat und man zum Beispiel 1 wird. Die Angst wird dadurch vielleicht nicht weggehen, aber wenn man die Ursache kennt, kann man durch Konfrontation/Auslassen seine Panikattaken besser begreifen und so mancher kann es besser steuern.
Manchem gelingt das aber nicht und da muß man sehen, ob man die Angst/Panik zumindest soweit einkreisen kann, dass sie einen nicht immerzu unerwartet trifft. Daran kann man mit Therapie eigentlich gut arbeiten.

26.03.2016 09:52 • #20



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