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Ach Herrje. Ja. Da bin ich wieder.

Ich hatte mich eine ganze Weile nicht gemeldet, weil es mir in den letzten Wochen tatsächlich besser ging - dementsprechend hat es sich ein wenig bestätigt, dass ein Teil meiner "Symptome" wohl wirklich dem Heimweh geschuldet war.
Als ich Zuhause war, wurde es zwischenzeitlich aber nochmal so richtig schlimm - Schwindel, fieses Augenflimmern, Panik. Laut Arzt liegt es an meinem komplett verspannten Rücken.
Ein paar Physiotermine später konnte ich wieder gut atmen, bin nicht ständig an Schmerzen gestorben - wobei meine Rückenschmerzen nie komplett weg waren - und naja, das Augenflimmern hatte sich ohnehin nur einmal blicken lassen.
Bis jetzt.
Ich bin jetzt wieder gut 5h von Zuhause weg, gerade der 3. Tag im Semester und was passiert? Ich sitze in Vorlesung und plötzlich seh ich ein kleines Flimmern, quasi wie ein kleiner blitzender Fleck. Und er wurde größer.
Ich also raus aus dem vollen Hörsaal, erstmal an die frische Luft. Zur Beruhigung die 20min heimgelaufen, dabei mit Mama telefoniert und beobachtet, wie das Flimmern erst noch größer wurde, dann verschwand.
Ansonsten ging's mir recht gut, bisschen schwindlig aber ich hatte auch noch nicht viel gegessen, und mein Rücken zickt seit ein paar Tagen wieder extrem, so sehr, dass sogar meine Arme sich angespannt und irgendwie "schwach" anfühlen - ein bisschen so wie als hätte ich gerade was extrem schweres gehoben. Besonders rechts habe ich das Problem, da kribbelt auch mein Finger immer mal wieder und heute hat mein Muskel am Unterarm ganz seltsam gezuckt.
War beim Arzt, die meinte es ist wahrscheinlich, dass es wieder vom Rücken kommt.
Physiotherapie und Vitamin B gegen das Kribbeln.

Mein rationaler Verstand sagt mir: Klar kommt's vom Rücken. Das Flimmern war jetzt ja auch erst das zweite Mal insgesamt und wenn es was schlimmes wäre, würde es bestimmt nicht so schnell verschwinden. Dieses Mal wars auch kürzer als letztes Mal und mein Kopf t zwar etwas weh, aber die unerträglichen Kopfschmerzen von letztem Mal blieben mir auch erspart.

Der Rest meines Kopfes machte mich aber wahnsinnig genug, schon vor dem Arztbesuch zu googlen (großer Fehler) und jetzt vollkommen am Rat zu drehen weil: WAS WENN ES DOCH NICHT AN DEN VERSPANNUNGEN LIEGT?

Es ist dämlich, weil wenn auch nur der Verdacht bestehen würde, dass es was schlimmeres ist, würde sie mich sicher nicht mit ein paar Vitaminen abspeisen. Allerdings meinte sie auch, dass wenn das Flimmern nach der Physio nochmal auftritt, wir ein MRT machen würden. Es klang nicht so als würde sie erwarten, dass das nötig wird, aber natürlich brennt sich sowas in meinen Kopf ein, gerade jetzt wo ich mal wieder ganz alleine ganz weit weg von Zuhause bin, wo ich ja sowieso dazu tendiere, zu viel zu denken und mich in solche Dinge reinzusteigern...

Meine Güte.
Ich weiß auch nicht wirklich, was ich von euch erwarte. Ich glaube ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben an einem Ort, an dem ich auch verstanden werde.
Also falls jemand überhaupt bis hierher mitgelesen hat: Danke für's Zuhören!

03.10.2018 18:46 • 04.10.2018 #1


15 Antworten ↓


Rastaman
Hallo,


Zitat von Beautiful_Wreck:
Allerdings meinte sie auch, dass wenn das Flimmern nach der Physio nochmal auftritt, wir ein MRT machen würden.


Ärzte haben eine Sorgfaltspflicht und möchten sich auch rechtlich absichern. Deshalb denk ich mal, dass Deine Ärztin Dich zur MRT schicken möchte, wenns nicht besser werden sollte. Mein Arzt lies auch gleich wegen meiner Bauchbeschwerden eine CT machen. Raus kam zwar nichts, aber ich bin da nicht so ganze überzeugt. Aber das ist ein anderes Thema.
Mach doch einfach mal die Physio und warte die Dinge ab. Du bist doch Studentin? Also noch relativ jung. Ich denke daher nicht, dass Du was gefährliches hast.
Wir Psychosomatiker steigern uns ja gern in alle Symptome wahnsinnig rein. Dadurch wirds nur noch schlimmer. Aber was rede ich da, Du kennst Dich damit bestimmt auch gut aus.

03.10.2018 19:34 • x 1 #2



Augenflimmern, unbegründete Angst

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Ja, wie gesagt, ich versuche mir halt die ganz Zeit selbst zu sagen: wenn wirklich ein Verdacht auf was schlimmes bestehen würde, hätte sie mich direkt zu einem Facharzt geschickt, nicht erst zur Physio.
Zumal meine andere Hausärztin Zuhause ja auch schon ein Blutbild und alles gemacht hat und sehr engagiert war, was die Suche nach einer Ursache betraf und bei ihr sind ja auch "nur" die Probleme mit der Wirbelsäule/Verspannungen rausgekommen.
Also eigentlich muss ich mir keinen Kopf machen - vor allem mit meinen 21 Jahren nicht...
Aber ja. Ich steiger mich schnell in Sachen rein, vor allem wenn man den Fehler macht zu googlen..
Dabei habe ich mir sooo sehr vorgenommen, das dieses Semester zu lassen.
Da muss ich echt noch an mir arbeiten...

03.10.2018 19:46 • #3


Rastaman
Das Googlen nach Symptomen ist wohl das schlimmste Symptom was wir haben. Bei mir ging es bis zu Wahnvorstellungen und extremen Panikattacken.
am besten ist es, die Finger davon zu lassen. Aber es ist zu verlockend, fast wie ein Suchtmittel.
Ich habe übrigens auch ab und zu ein Flackern vor den Augen. Das macht mir aber gar nichts aus. Schon komisch.
Was studierst Du denn?

03.10.2018 19:52 • #4


kritisches_Auge
Ich würde das Flimmern einer Augenmigräne zuordnen, meine Tochter litt jahrelang daran.

03.10.2018 19:54 • #5


Ja, furchtbar einfach. Irgendwie kommt man nicht so riiichtig davon los, weil man hofft was zu finden, was alles erklärt, aber nicht so schlimm ist. Aber die schlimmen sachen bleiben doch viel mehr hängen..

Psychologie, tatsächlich. Man könnte meinen, ich sollte es besser wissen...xD

03.10.2018 20:03 • #6


Zitat von kritisches_Auge:
Ich würde das Flimmern einer Augenmigräne zuordnen, meine Tochter litt jahrelang daran.


Daran hab ich tatsächlich auch schon gedacht. Letztes Mal hab ich eher mit 'ner richtigen migräne gerechnte, weil ich dann eben auch so furchtbare Kopfschmerzen hatte, aber heute fast gar nichts. Nur Rückenschmerzen. Naja, mal gucken was die Zukunft bringt..

03.10.2018 20:04 • #7


kritisches_Auge
Meine Tochter hatte nie Kopfschmerzen bei ihrer Augenmigräne, die kann völlig isoliert auftreten.

03.10.2018 20:10 • #8


Alles klar, gut zu wissen.^^

03.10.2018 20:17 • #9


kritisches_Auge
Vielleicht kann dir dies etwas die Angst nehmen, eine Augenmigräne ohne Kopfschmerzen gibt es öfters.
Sie war übrigens in deinem Alter als es am schlimmsten war.

03.10.2018 21:49 • x 1 #10


Ja, das beruhigt mich tatsächlich ein wenig. Man malt sich ja immer die schlimmsten Szenarien aus, da ist es ganz gut, einfachere, harmlosere Erklärungen zu hören Danke

03.10.2018 22:05 • #11


kritisches_Auge
Ich mag es zu helfen weil ich weiss was Angst ist.

04.10.2018 00:43 • #12


Zitat von kritisches_Auge:
Ich mag es zu helfen weil ich weiss was Angst ist.


Deswegen mag ich dieses Forum.
Es ist toll, sich hier solche Dinge von der Seele schreiben zu können, weil man weiß, man wird verstanden.

04.10.2018 07:14 • #13


Cathy79
Hallo,

das was du hast ist zu 100 % Augenmigräne. Bzw. falls es nur einseitig auftritt, eine sogenannte retinale Migräne.

Ich habe das selbst auch schon seit Jahren, Gott sei Dank nur sehr selten, aber IMMER ohne Kopfschmerzen.

Die Ursache liegt in der Durchblutung der Netzhaut. Die ist dann irgendwie vorübergehend gestört. Es ist aber genau wie eine normale Migräne nichts schlimmes, sondern halt nur sehr unangenehm.

04.10.2018 18:22 • x 1 #14


Zitat von Cathy79:
Hallo,

das was du hast ist zu 100 % Augenmigräne. Bzw. falls es nur einseitig auftritt, eine sogenannte retinale Migräne.

Ich habe das selbst auch schon seit Jahren, Gott sei Dank nur sehr selten, aber IMMER ohne Kopfschmerzen.

Die Ursache liegt in der Durchblutung der Netzhaut. Die ist dann irgendwie vorübergehend gestört. Es ist aber genau wie eine normale Migräne nichts schlimmes, sondern halt nur sehr unangenehm.


Vielen lieben Dank, das beruhigt mich ungemein:)

04.10.2018 20:24 • x 1 #15


Cathy79
Bitte gerne

04.10.2018 20:35 • #16



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