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201721.11




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Hallo ihr lieben,

ich meine bei mir eine Rationalisierung meiner Bindungsangst erkannt zu haben, und zwar Bindungsangst primär mit (Angst vor zurückweisung, bzw. Angst vor schmerzhaften Trennungen).

Durch die Rationalisierung wird der Wunsch nach Liebe verdrängt; manchmal sage ich zu mir selbst, dass es objektiv keinen sinn hat eine Beziehung anzufangen, da sie (sowieso) früher oder später eh endet!

Ich hatte schon Beziehungen mit Frauen gehabt, nun habe ich festgestellt dass je älter man wird der Wunsch sich langfristig festzulegen größer wird. Aber die Realität ist für mich eine doch andere: meiner Ansicht nach gehen die meisten Beziehungen, und zwar 99% , irgendwann auseinander und man sucht sich einen neuen partner. Daher habe ich mich gefragt ob es sinn macht sich zu wünschen den Partner fürs leben finden zu wollen?

Man fragt sich ob es an einem selbst liegt, oder an dem Umfeld (mit dem Partner den man liebt sein Leben lang zusammen zu sein)?

Gibt es das noch, oder hat jede Beziehung eine "Halbwertszeit" ,d.h. dass sie irgendwann "zerfällt" und nicht mehr da ist?

Meinungen dazu willkommen

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  21.11.2017 18:20  
Jo, das wird einem von der Gesellschaft so eingeimpft, dass man den Partner fürs Leben finden soll. Ich denke es ist eher normaler, dass eine Beziehung früher oder später in die Brüche geht. Die meisten bleiben dann halt aus Gewohnheit zusammen, weil sie ohnehin schon so lange zusammen sind. Daher würde ich mich selber auch nicht darauf einstellen, einen Partner fürs Leben finden zu müssen, damit setzt man ohnehin nur sich selbst unter Druck. Geniesse einfach die Zeit die du mit deinen Partnern verbringst, und wenns länger hält, hälts länger und wenn nicht dann nicht.



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  21.11.2017 18:26  
Bei einer Beziehung kann man ja eben nicht genau wissen, wie lange sie hält.
Die Liebe verdrängt die Rationalisierung.





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  21.11.2017 18:28  
naja eher ist das so dass die Rationalisierung, das Gefühl nicht dem Bewusstsein zugänglich macht. Das Gefühl (wunsch nach Vereinigung) wird verdrängt.

TomTomson hat geschrieben:
o, das wird einem von der Gesellschaft so eingeimpft, dass man den Partner fürs Leben finden soll.


sorry aber ich halte das für normal, wenn ein Mann und eine Frau ein kind bekommen dann ist es doch natürlich dass das Paar zusammenbleibt, alles andere hat für mich keinen Sinn.

Sowie du das siehst, TomTomson ist das viel lockerer, aber wenn ich mir zum Anfang der beziehung bewusst bin, dass es sowieso früher oder später zu Ende geht, dann bin ich sehr entspannt, Angstfrei, und alles es los, anstatt die Beziehung festhalten zu wollen.

(wirkt das nicht Gefühlskalt, oder ist das eher eine Anpassung an Reale Verhältnisse = Pragmatik oder)



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  21.11.2017 18:32  
Aber man kann ja auch die Zeit mit jemandem geniessen, wenn es nicht ewig hält. Sehe nicht ein warum man sich dann sagt, das hält eh nicht ewig also probier ich es gar nicht, es ist dennoch eine schöne Zeit die man mit dem anderen verbringt.
Bei Kindern finde ich es auch gut, wenn die Eltern zusammen bleiben.





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  21.11.2017 18:37  
Zusatzfrage; Haben Beziehungen eine kürzere Halbwertszeit als Früher?`UNd wenn ja, warum ist das so?

Zu viel Auswahl? zu viele Möglichkeiten? Im "Neudeutschen" gibts schon einen Fachbegriff dafür: "Fear of missing out",d.h. die "Angst etwas zu verpassen" !

PS: ich bin 33 war nie verheiratet, aber schon verlobt gewesen, nun lange gehalten hats trotzdem nicht aber es hatte (leider) auch keine Perspektive langfristig.

Heute kam mir der Gedanke ich ähnel einer isolierten "Monade", obwohl es heute ja ganz normal gilt, Single zu sein.



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  21.11.2017 18:48  
Früher war es meiner Meinung nach auch überlebenswichtiger in einer funktionierenden Beziehung zu sein, da waren die Partner eher voneinander abhängig als heute. Zudem wurde man gesellschaftlich und auch religiös stärker dazu gedrängt zu heiraten und zusammenzubleiben. Heute ist das alles viel lockerer geworden.

Möchtest du denn überhaupt heiraten? Du schreibst es eher so, als wäre es ein Punkt auf deiner To-Do Liste. Aber kommt der wirklich von dir oder gibt dir eher die soziale Programmierung das Gefühl dies tun zu müssen? Meiner Meinung nach ist heiraten ein uraltes Konzept und heute überhaupt nicht mehr zeitgemäss. Ich finde es ist eine schöne Tradition, mehr aber auch nicht. Jemandem für immer ein Beziehungsversprechen zu geben ist doch eigentlich Wahnsinn. Ich würde der Tradition zu Liebe heiraten, wenn es meine Frau unbedingt möchte, aber mir ist das eigentlich Wurst. Ändert ja nichts an dir oder deinem Partner, ob ihr jetzt verheiratet seid oder nicht.





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  21.11.2017 18:51  
Nein ich hab keine Lust zu heiraten, ich sehe das worst case Szenario vor mir: Heirat, Kinder, danach Scheidung, der Mann muss Unterhalt zahlen, Sorgerechtstreit, Familiengericht, laufende Kosten: Summa Summarum für viele der finanzielle Ruin. (klar würde ich das keine Frau bei einem Date erzählen!)

Das wünsche ich mir auf keinen Fall, aber langfristige Beziehung: ja. Ich würde mir wünschen mit einer Frau auch erstmal ohne Kinder zusammenleben zu wollen, es sei denn, meine Frau bringt eigene Kinder mit.

Ich habe mich früher aus langeweile in Foren umgesehen, von Alleinerziehenden Frauen die dabei waren den Unterhalt von den Männern einzufordern: Ergebnis immer wurden die Männer negativ dargestellt, der Mann soll in eine kleine Wohnung ziehen, soll blechen, sonst droht Knast und Zwangsvollstreckung.

Und dabei sind es meist die Frauen die sich ein Kind wünschen und ohne die Männer wären Kinder nicht möglich auf der Welt, und dann wird man als Mann in der BRD auch noch so ausgenommen von der feministischen Justiz.

Als Mann muss man heute sehr gut aufpassen bei der Frauenauswahl, viele Frauen wollen ja, den Mann durch ein Kind "an sich binden", das kann jeder googeln.

(klar würde ich das keine Frau bei einem Date erzählen!)



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  21.11.2017 18:57  
Haha ok, das worst case Szenario hatte ich dabei nicht im Kopf, aber ich finde heiraten auch so schon relativ sinnfrei. Aber ich finde dazu kann man ruhig stehen, dass man nicht so der Fan von heiraten ist. Man muss es dem anderen natürlich nicht so hart vor den Latz knallen. Aber ich stehe eigentlich offen dazu, dass ich heiraten unsinnig finde, und bin deswegen noch nie auf Ablehnung gestossen, sogar meistens eher das Gegenteil.





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  21.11.2017 19:00  
Heirat hat hierzulande symbolischen Charakter obwohl in Osteuropa, Polen, Türkei die Heirat immer noch hoch angesehen ist und viele Menschen in meiner Generation (anfang 30) schon verheiratet sind, klar gibt es dort den Trend der Moderne und Einflussnahme des westlichen Lebensstils (der leider aber auch viele nicht glücklich macht).

Ich erzähle mal ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich hatte eine Freundin in Ostfriesland (bei Emden Aurich), als ich mit ihrer Oma sprach, sagte die Oma zu mir, dass sie erst spät heiratete als sie damals schon 21 war (!) da merkst du wie sehr sich Zeiten geändert haben.

Danke1xDanke

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