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Hallo Ihrs,

mich beschäftigt die Frage, was ein Partner machen kann, damit der beziehungsängstliche Partner nicht aus der Beziehung flüchtet.

LG Insomnia

27.03.2009 13:09 • 27.03.2009 #1


23 Antworten ↓


Eine Paartherapie
reden miteinander

Kompromisse eingehen

Tolleranz zeigen

Ich bin da völlig überfragt sorry.


Alles gute für Dich/ Euch.

LG Schutzengel51

27.03.2009 13:13 • #2


Hallo Schutzengel,

danke für deine Antwort

Ja, das sind so die gängigen Sachen die man machen kann. Mir war eher daran gelegen, von beziehungsphobischen Menschen zu lesen, was sie selbst meinen, was der Partner tun könnte.

Eigentlich heißt es, dass man sich von beziehungsängstlichen Partnern fernhalten soll, weil der Betroffene den anderen immer auf Distanz halten wird und es damit nie zu einer erfüllten Partnerschaft kommen wird.
Auf der anderen Seite lassen sich Partner nicht umsonst auf einen Beziehungsphobiker ein, sondern vertuschen im Grunde damit nur ihre eigenen Beziehungsängste.
Die aber nicht offensichtlich sind, weil diese Partner sich ja angeblich eine normale Beziehung wünschen ...wissen aber, dass dies mit dem Partner nicht möglich ist und sind somit auf der sicheren Seite.

Ich finds ganz schön kompliziert

LG Insomnia

27.03.2009 13:28 • #3


Das IST kompliziert, und kann ein ganzes Leben zunichte machen . . .

27.03.2009 13:36 • #4


Das Smile ist klasse!

27.03.2009 13:42 • #5


PS: Nicht nur ein Leben.....

27.03.2009 13:42 • #6


Stimme Helpness und Insomnia zu

27.03.2009 13:47 • #7


Ja, möglicherweise kann eine Angst auch gleich zwei Leben "weniger schön" machen,
wenn die Angst gesiegt hat, dann wird man es aber vielleicht niemals wirklich erfahren.

27.03.2009 13:59 • x 1 #8


Nein, immer so viele Personen wie in der ganzen Beziehung involviert sind, also auch Kinder.

Warum erfährt man es nicht? Will der beziehungsängstliche Verlassene nicht wissen, wie es dem anderen damit geht?

27.03.2009 14:06 • #9


Ich bin von meinem "Extremfall" ausgegangen:

Eine mögliche (auch ggf. positive) Beziehung kommt wegen der Angst erst gar nicht zustande (also natürlich auch keine Kinder etc.).

27.03.2009 14:16 • #10


Ja, das ist dann nochmal was anderes.

In den meisten Fällen wird jedoch eine Beziehung eingegangen und solange die Werbungsphase dauert ist auch noch alles schön und gut...

(Mit Kindern müssen nicht immer gemeisame Kinder gemeint sein)

Das Problem bei Partnern ist meiner Meinung nach, dass denen sind die Hände gebunden sind. Wenn der beziehungsphobische Partner unbewusst beschließt, dass die Beziehung beendet werden muss, dann wird alles solange auf den Kopf gedreht, bis es zur Trennung kommt. Entweder wird fremd gegangen, Streit vom Zaun gebrochen oder der andere Partner mit Verhaltensweise so lange getriezt bis er von selbst geht.
Man hat doch gar keine Chance...

Was ich dann noch besonders schlimm finde. Während der phobische Partner erstmal nach dem Bruch total erleichert ist, geht der Mist für den anderen erst los, denn wie soll man sowas verstehen und eine solche Trennung gut verarbeiten können? Bei dem, der Verlassen wurde, hinterlässt das emotional einen Trümmerhaufen.


LG Insomnia

27.03.2009 14:55 • #11


Da kann ich jetzt aus eigener Erfahrung nur wenig dazu sagen.
Über eine Werbungsphase (besser "Freundschaftsvorphase") bin ich persönlich nie hinausgekommen.

Ich denke aber, wenn man wirklich bis in die Beziehungsphase kommen sollte, spätestens dann muss doch eigentlich das Problem bemerkbar werden.

Sicher, würden beide dann weitermachen (ohne Veränderung, Reden, Therapie etc.) dann erst käme es zu einer "Scheinbeziehung", die zumindest für den nichtphobischen Partner sehr schmerzhaft enden würde.

(PS: Fremdgehen entfällt logischerweise bei absoluter Beziehungs- Nähe- und Sexangst)

27.03.2009 15:12 • #12


Sicher, das Problem wird eigentlich schnell vom anderen bemerkt, aber der phobische Partner hat in der Regel Erklärungen oder gibt dem anderen nur soviel, dass er nicht geht, aber zu wenig um zufrieden zu sein.

Besonders gut funktionierts dann ja auch in Fernbeziehungen, wo die Distanz von vornerein gegeben ist.

27.03.2009 15:30 • #13


Ja, aber ich denke, auch Fernbeziehungen haben sich doch irgendwann einmal im "Nahbereich" entwickelt?

Im Übrigen kann der phobische Partner auch seine Phobie überwinden, z.B. durch positive Erfahrungen in der "Kennenlernzeit" (Reden, Austausch, Geduld des Partners etc.).

Es gibt da sehr viele Faktoren.

Du gehst bei deinen Überlegungen davon aus, dass der Beziehungsphobiker sich der Sache bewusst ist, dennoch nicht gegensteuern will und planmässig vorgeht.

27.03.2009 15:43 • #14


Hm..wenn ein Beziehungsphobiker aber nun schon mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich hat, müsste er doch selbst erste Anzeichen bei sich bemerken, oder?
Und da geh ich davon aus, dass man sich das bewusst machen kann.

In der Kennenlernphase wird meist schon angedeutet, dass eine gewisse Beziehungsunfähigkeit da ist, aber das wird in der Verliebheitsphase nicht vom anderen wirklich so gesehen, denn der Phobiker verhält sich dafür zu widersprüchlich und es gibt keinen Anlass über Probleme (weil ja erst nicht vorhanden) zu reden.

Letzteres versteh ich nicht. Fernbeziehungen können auch von Anfang an Fernbeziehungen sein. Du denkst daran, dass man sich ja irgendwie hat kennenlernen müssen. Eine zufällige kurze Begegnung und anschließende Telefonate...sowas gibt es auch

27.03.2009 16:48 • #15


Wie gesagt, für mich ist das ein theoretischer Bereich.

Sowohl wie sich eine Liebesbeziehung überhaupt aus einem "sich Kennen" oder einer Freundschaft weiter entwickelt (auch für Fernbeziehung etc:), als auch wie dieses Problem in einer laufenden Beziehung für beide Partner aussieht, geschweige denn erst nach mehreren gescheiterten Beziehungen. (Bei mir erfolgte der Abbruch oder die Flucht immer schon vor dieser Phase)

Ich denke aber auch, dass es nicht nur den absoluten Beziehungsprofi auf der einen Seite, und den absoluten Beziehungsphobieker auf der anderen Seite gibt. Menschen durchlaufen Entwicklungsprozesse, fals sie aktiv am "Paarungs- und Liebesleben" teilnehmen.

27.03.2009 17:32 • #16


Oh, das wollte ich nicht sagen, dass ein Part der Profi und der andere der Phobiker ist. Im Gegenteil, zu Anfang schrieb ich ja, dass oft (nicht immer) beide Beziehungsphobiker sind.

Dein letzter Satz macht mir Hoffnung

LG Insomnia

27.03.2009 17:46 • #17


Ich habe mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit dieser ganzen Sache beschäftigt.

Mein Gedanke ist heute, dass sich alle Ängste und Bedenken nur in den Köpfen der Betroffenen (beider Partner) abspielen (das ist heute auch wissenschaftlich exakt nachweissbar und erforscht). Die Grundlagen (Präpositionen) dafür sind in der Kindheit, und/oder später durch negative Erfahrungen gemacht worden.

Dieses Angst-Denken (und in Folge Fühlen) muss sich mit etwas Geduld und viel Vertrauen auch wieder ändern (zumindest stark abbauen) lassen.
Allerdings ist das grosse Problem dabei (im Gegensatz zu vielen anderen Phobien), dass dazu UNBEDINGT zwei Personen (die Partner) nötig sind, alleine besteht in der Praxis keine wirkliche Hoffnung, wie auch.

27.03.2009 18:16 • #18


Ja klar. Durch die nagtiven Erleben hat man schließlich gelernt, was eigentlich ja gar nicht schlecht ist. Fass ich einmal eine heiße Herdplatte an und verbrenn mich, mach ich das ja nicht noch einmal.

Nur wie soll man etwas, was eigentlich schön ist (Nähe etc.) später toll finden, wenn es in der Vergangenheit bedrohlich war.

In einem Bereich habe ich es geschafft, indem ich Wut empfand und meinem Täter diese Macht nicht mehr über mich geben wollte. Das bedeutet jetzt nicht das ich anderen Menschen unbedingt vertrauen kann, aber ich traue mir (was zu).

27.03.2009 18:31 • #19


Das Ganze ist ein langer und schwerer Prozess des "Umlernens", und gerade bei Missbrauch als Hauptursache kommt noch die zusätzliche Angst einer möglichen Hilflosigkeit (keine Fluchtmöglichkeit haben) dazu.

Die Herdplatten sind ein gutes Beispiel, nicht alle Platten sind auch immer und zu jeder Zeit gefählich heiss. Aber jede Platte kann es theoretisch sein oder werden.

Eigentlich ist das Ganze eine einzige Gratwanderung. Vertrauen (Urvertrauen neu lernen) ist unbedingt notwendig, aber jedes Vertrauen beinhaltet auch ein ganz reales "Restrisiko".

(Manchmal wünsche ich mir, der Mensch würde sich durch Zellteilung fortpflanzen und dieses ganze Liebes- und Paarungsspiel wäre nicht notwendig, niemand würde es vermissen oder auch nur kennen )

27.03.2009 18:47 • x 1 #20




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