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Hallo ihr Lieben,

ich habe mich hier in der Hoffnung angemeldet, eventuell Denkanstöße und Lösungsmöglichkeiten von Außenstehenden zu bekommen.
Nun zu meinem Problem.
Ich habe vor meinem jetzigen Partner eine richtig schlimme Beziehung und eine ebenso (wenn nicht sogar noch schlimmere) Trennung hinter mir gehabt.

In der letzten Beziehung wurde ich nur runtergebuttert und unter Druck gesetzt. Hatte kaum noch Kontakt zu meinen Freunden und kaum Freiheiten, er verstand sich nicht mit meinen Eltern, ich musste ihn fast schon anbetteln, nett zu ihnen zu sein (ich bin ein extrem großer Familienmensch und hänge sehr an meiner Familie).
Habe auch die Vermutung das er mich damals betrogen hat, habe bestimmte Nachrichten gesehen und gelesen, er stritt es immer ab.
Irgendwann konnte ich nicht mehr und habe mich getrennt, woraufhin er mir 5 Monate lang die Hölle heiß gemacht hat. Musste ihn sogar wegen Verleumdung und Belästigung anzeigen.

Das zu der Vorgeschichte.
Nun zu meinem eigentlichen Problem.

Nach einer gewissen Zeit lernte ich meinen jetzigen Mann kennen.
Ich sah ihn und war sofort hin und weg.
Wir zogen zusammen, alles passte, alle die uns kennen sagen, wir haben uns gesucht und gefunden.
Er ist einfach der perfekte Mann, wir verstehen uns super. Meine Eltern lieben ihn, er kommt mit allen gut aus, ich kann endlich wieder ich selber sein und mein Leben genießen. Er lässt mich sein so wie ich bin und unterstützt mich und meine Familie in allem.
Im August letzten Jahres bekam ich einen Antrag von ihm und seitdem waren wir mit der Planung der Hochzeit beschäftigt.
Am Samstag haben wir geheiratet, und ich verstehe mich seitdem überhaupt nicht mehr.

Seit dem Donnerstag vor der Trauung (haben Freitag standesamtlich und Samstag kirchlich geheiratet), bin ich ein nervliches Wrack. Ich habe Herzrasen, kann kaum essen und schlafen, kann kaum Nähe zulassen, habe geweint und wollte am Donnerstag aus heiterem Himmel alles absagen.
Ich hatte am Donnerstag ein TV Format über Hochzeiten gesehen in dem eine türkische Mitbürgerin heiratet und sich für immer von ihren Eltern verabschiedet. Seitdem brachen bei mir seelisch alle Dämme. Ich wollte alles absagen, war am Donnerstag nur am weinen und hatte Übelkeit und oben genannte Symptome.
Habe am Freitag nach der Trauung direkt darüber nachgedacht mich scheiden zu lassen und alles abzublasen.
Ich habe zu meinem Mann gesagt, wären wir nicht verheiratet, wäre alles in Ordnung, warum ich das so empfinde, kann ich gar nicht benennen.

Ich muss dazu sagen, dass es eventuell noch andere Faktoren gibt, die eine Rolle spielen könnten.
Die während der Planung der Hochzeit passiert sind.

-Ich bin Erzieherin und bekam im Februar einen Bandscheibenvorfall, der allerdings erst im März zu 100% bestätigt wurde.
Ich bekam erst Infusionen, weil mich keiner richtig für ernst genommen hat.
Dann im März ins MRT, seitdem bekam ich Spritzen, jede Woche eine, mit 20 mg Cortison.
Letzte Woche (eine Woche nach der Hochzeit), bekam ich die letzte. Mein Hausarzt schiebt die Symptome im Moment auf das Cortison, ich bin mir da allerdings nicht so sicher.
Seit Februar bin ich dauerhaft krank geschrieben und zuhause und fange erst ab dem 12.06 mit der Wiedereingliederung an.

-Mein Schwiegervater wurde im Februar überraschend am Herzen operiert (er war zweimal zusammen gebrochen) und bekam eine neue Herzklappe.
Das waren Wochen des Sorgens und Bangens, wir waren jede Woche mindestens zweimal da und haben geholfen (trotz Vorbereitungen) wo wir konnten.

-Wir hatten starke finanzielle Entbehrungen aufgrund der Hochzeit. Unsere Autos hatten dauernd defekte Teile, es gab hohe Rechnungen, wir mussten ständig sparen und konnten kaum bzw gar nicht weggehen oder uns etwas schönes leisten. Vorher war das immer möglich.
Deswegen haben wir uns auch oft gestritten und hatten Sorgen und schlechte Laune.

-Meine Schwester und ihr Mann sind seit 18 Jahren ein Paar. Meine Schwester stellt aber aufgrund einer anderen Begegnung (anderer Mann), nun ihre Ehe in Frage.
Auch das ist während der Hochzeitsvorbereitungen passiert und hat mich sehr mitgenommen. Ich habe viel geweint, da ich meinen Schwager seit 18 Jahren kenne und einfach nur verzweifelt war, das alles aus sein soll.
Nach der Hochzeit hatte sich die Situation zum positiven beruhigt, allerdings hat mich das vorher unglaublich mitgenommen.

-Wir hatten dauernd Ärger mit den Dienstleistern der Hochzeit und der Planung. Oft musste etwas geändert und umgeschmissen werden, einige Dienstleister sprangen kurzfristig ab, meldeten sich nicht usw. Stress pur.

- Meine Oma wurde eine Woche vorher ins Krankenhaus gebracht und wusste bis kurz vorher nicht ob sie kommen kann, auch das hat mich sehr auf der Bahn geworfen, ich habe nur geweint.

-Mein leiblicher Vater ist gestorben,als ich drei Monate alt war. Das er bei meiner Hochzeit nicht dabei sein konnte, hat mich unglaublich mitgenommen, bis jetzt weine ich noch, wenn ich daran denke. Ich habe zwar einen wunderbaren Stiefvater, trotzdem fehlte dieser Teil von mir sehr.

-Meine Familie (Mama, Papa, Schwester), wurden 3 Wochen vor der Hochzeit sehr krank, mein Mann mit einer Bindehautentzündung.

Ich frage mich, woran meine Gefühle und diese Panik seit Donnerstag liegen.....bin ich ausgebrannt, aufgrund aller genannter Punkte?
Ist es das Cortison?
Habe ich Angst vor etwas?

Verstehe mich nicht, schließlich ist mein Mann kein anderer Mensch geworden und eigentlich müsste ich überglücklich sein....

Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Viele Grüße

30.05.2017 13:25 • 04.06.2017 #1


51 Antworten ↓


kopfloseshuhn
Ich glaube ja dass der ganze stress und die angst der letzten Zeit jetzt aus dir herausbricht.
Das ist nicht gerade selten. Mir der
Hochzeit an sich hat das wahrscjeinlich wenig zu tun außer dass jetzt ein stressfaktor wegfällt.
Versuch dich jetzt zu pflegen und dich auf die guten dinge zu konzentrieren statt dich jetzt noch mehr irre zu machen.
Komm runter. Tu dir was gutes. Aaaatmen....verarbeiten.
Alles wird gut.
Lg vom huhn

30.05.2017 14:48 • #2



Nach der Hochzeit Panik, was ist nur los?

x 3


Das kann gut sein.
Im Moment nehme ich Baldrian, aber das kann ja keine Dauerlösung sein.

30.05.2017 15:47 • #3


kopfloseshuhn
Muss ja auch keine Dauerlösung sein. Ich bin sicher, nach und nach verliert sich das auch wieder.
Hattest du denn schon früher Panikattacken? (Sorry falls ich es überlesen haben sollte)
Dich jetzt da rein zu steigern und in die vermeintliche Gewissheit, dass es mit der Hochzeit selbst zu tun hat, wird dich sehr unglücklich machen und sicher in eine handfeste Ansgtstörung führen.
Akzeptiere, dass es dir im Moment einfach nicht gut geht.
Das war ja auch mehr Stress als schön ist.
Schon eines davon kann einen Menschen in die Krise treiben.
Also nochmal: tu dir was gutes, versuch an der Liebe festzuhalten die ihr für einander empfindet und die du sicher auch blad wieder uneingeschränkt empfinden kannst.

Wenn es andauert....dann denk mal über eine Therapie nach, hm?

30.05.2017 16:46 • #4


Hotin
Hallo mariza,

willkommen im Forum.
Zitat:
ich habe mich hier in der Hoffnung angemeldet, eventuell Denkanstöße und Lösungsmöglichkeiten
von Außenstehenden zu bekommen.


Es ist einfach, Dir Denkanstöße zu geben. Leider reicht dies nicht.

Die Hauptaufgabe liegt bei Dir. Du schreibst hier sehr vieles, was sich meiner Ansicht nach stark widerspricht.
Zitat:
Er ist einfach der perfekte Mann, wir verstehen uns super.
… ich kann endlich wieder ich selber sein und mein Leben genießen.


Wenn dies stimmen würde, warum bist Du dann nicht zufrieden?
Zitat:
Habe am Freitag nach der Trauung direkt darüber nachgedacht mich scheiden zu lassen und alles abzublasen.


Für diese Gedanken und Deine Ängste gibt es doch ganz klare Gründe. Warum
versuchst Du das zu verdrängen?
Zitat:
Ich habe zu meinem Mann gesagt, wären wir nicht verheiratet, wäre alles in Ordnung, warum ich das so empfinde,
kann ich gar nicht benennen.


Wer so etwas klar ausdrückt, der muss auch wissen, was ihn zu dieser Aussage
leitet. Also benenne es! Was belastet Dich durch die Hochzeit? Befürchtest Du, zu viel Freiheit aufzugeben, oder was?
Zitat:
Verstehe mich nicht, schließlich ist mein Mann kein anderer Mensch geworden und eigentlich müsste ich überglücklich sein....


Dann versuche Dich zu verstehen. Dabei können wir Dir eventuell hier helfen.
Nur darfst Du Dir nicht so stark widersprechen.
Wenn Du Deine Probleme lösen möchtest, sind Offenheit und Ehrlichkeit sehr wichtig.

Wenn ich lese, was alles in kurzer Zeit bei euch und in Deinem Umfeld
passiert ist, könntest Du auch einfach nur etwas überlastet sein.
Zitat:
bin ich ausgebrannt, aufgrund aller genannter Punkte?

Das kann sein. Wie belastbar warst Du früher?

Viele Grüße

Bernhard

30.05.2017 21:50 • #5


Guten Morgen, danke zunächst für eure Rückmeldungen.
Mir ist bis gerade eben gar nicht aufgefallen, dass ich mir so extrem widerspreche.
Ich habe die ganze Zeit immer versucht krampfhaft heraus zu finden, warum ich diese Ängste habe.
Damit ich die Ursache weiß und daran arbeiten kann.

Wie ich bereits geschrieben habe, bin ich ein extremer Familienmensch. Wir wohnen nur 2 Straßen von meinen Eltern entfernt.
Dort habe ich aber bereits mit meinem Ex gewohnt, mein Mann ist damals zu mir gezogen.
Als ich am Donnerstag dieses TV Format sah, bekam ich die Angst, durch die Hochzeit nicht mehr zu meiner Familie zu gehören, da ich dann einen anderen Namen trage.
Ich hatte Angst davor, in einem Käfig zu sein und mich nun auf ewig rechtfertigen zu müssen.
Das Gefühl zu haben, das jetzt alles vorbei ist und irgendwie dann ja nichts mehr kommt.

Mein Ex wollte mich damals auf Teufel komm raus mit in eine andere Stadt nehmen, die zwar nur 1 Stunde weg gewesen wäre. Trotzdem war auch das mit ein Trennungsgrund. Ich wollte partout nicht hier weg.
Es kam auch die Angst hoch, jetzt mitgehen zu müssen, falls mein Mann hier weg möchte, weil eine Scheidung ja schwerer ist als eine normale Trennung.
Wobei auch das irgendwie blöd ist, da mein Mann klar benannt hat, hier bleiben zu wollen, und wenn, dann maximal ein Haus hier im Umkreis +- 5 km zu suchen.

Die Angst vor dem neuen Namen habe ich durch einen Doppelnamen geregelt.
Hatte gedacht, das würde mich beruhigen.
Hat allerdings nur 1 Tag gehalten, danach ging die Unruhe wieder los.

Durch die Heirat und Namensänderung hatte ich Angst kein Teil meiner Familie mehr zu sein und nicht mehr dazu zu gehören.

Ich glaube bei mir kommt ganz schön viel dazu....die Widersprüche sind mir vorher gar nicht aufgefallen, vielen Dank für den Hinweis.

Der durchgängige Stress der letzten Monate tut da glaube ich noch sein übriges.

Dazu die finanzielle Belastung, dadurch nicht mehr so frei und unbeschwert sein zu können. Immer auf jeden Euro achten zu müssen und selbst das Weihnachtsgeld und die Steuerrückzahlung weglegen zu müssen....nicht mehr weggehen zu können, such nichts mehr kaufen zu können.

Ich war bzw bin die ganze Zeit immer auf der Suche nach der Ursache meiner Ängste und der Unruhe....damit es mir endlich besser geht.
Wenn ich allerdings bedenke, dass sich das alles über Monate angestaut hat, erwarte ich wahrscheinlich zu viel, wenn ich möchte, dass es innerhalb von 1 1/2 Wochen weg geht.

Was mir nur Sorge bereitet hat, ist, dass ich genau diese Ängste und Unruhe und Panik damals bei der Trennung von meinem Ex hatte.
Genau die selben Symptome.

Belastbar bin ich eigentlich, allerdings waren das ja nun viele heftige Situationen, zu denen zusätzlich auch noch Ärger mit der KK und Diskussionen mit dem AG kamen ( da ich zu Beginn immer nur 1 Woche krank geschrieben wurde)

31.05.2017 04:44 • x 1 #6


Guten Morgen, danke zunächst für eure Rückmeldungen. 
Mir ist bis gerade eben gar nicht aufgefallen, dass ich mir so extrem widerspreche. 
Ich habe die ganze Zeit immer versucht krampfhaft heraus zu finden, warum ich diese Ängste habe. 
Damit ich die Ursache weiß und daran arbeiten kann. 

Wie ich bereits geschrieben habe, bin ich ein extremer Familienmensch. Wir wohnen nur 2 Straßen von meinen Eltern entfernt. 
Dort habe ich aber bereits mit meinem Ex gewohnt, mein Mann ist damals zu mir gezogen. 
Als ich am Donnerstag dieses TV Format sah, bekam ich die Angst, durch die Hochzeit nicht mehr zu meiner Familie zu gehören, da ich dann einen anderen Namen trage. 
Ich hatte Angst davor, in einem Käfig zu sein und mich nun auf ewig rechtfertigen zu müssen. 
Das Gefühl zu haben, das jetzt alles vorbei ist und irgendwie dann ja nichts mehr kommt. 

Mein Ex wollte mich damals auf Teufel komm raus mit in eine andere Stadt nehmen, die zwar nur 1 Stunde weg gewesen wäre. Trotzdem war auch das mit ein Trennungsgrund. Ich wollte partout nicht hier weg. 
Es kam auch die Angst hoch, jetzt mitgehen zu müssen, falls mein Mann hier weg möchte, weil eine Scheidung ja schwerer ist als eine normale Trennung.
Wobei auch das irgendwie blöd ist, da mein Mann klar benannt hat, hier bleiben zu wollen, und wenn, dann maximal ein Haus hier im Umkreis +- 5 km zu suchen. 

Die Angst vor dem neuen Namen habe ich durch einen Doppelnamen geregelt. 
Hatte gedacht, das würde mich beruhigen. 
Hat allerdings nur 1 Tag gehalten, danach ging die Unruhe wieder los. 

Durch die Heirat und Namensänderung hatte ich Angst kein Teil meiner Familie mehr zu sein und nicht mehr dazu zu gehören. 

Ich glaube bei mir kommt ganz schön viel dazu....die Widersprüche sind mir vorher gar nicht aufgefallen, vielen Dank für den Hinweis. 

Der durchgängige Stress der letzten Monate tut da glaube ich noch sein übriges. 

Dazu die finanzielle Belastung, dadurch nicht mehr so frei und unbeschwert sein zu können. Immer auf jeden Euro achten zu müssen und selbst das Weihnachtsgeld und die Steuerrückzahlung weglegen zu müssen....nicht mehr weggehen zu können, such nichts mehr kaufen zu können. 

Ich war bzw bin die ganze Zeit immer auf der Suche nach der Ursache meiner Ängste und der Unruhe....damit es mir endlich besser geht. 
Wenn ich allerdings bedenke, dass sich das alles über Monate angestaut hat, erwarte ich wahrscheinlich zu viel, wenn ich möchte, dass es innerhalb von 1 1/2 Wochen weg geht. 

Was mir nur Sorge bereitet hat, ist, dass ich genau diese Ängste und Unruhe und Panik damals bei der Trennung von meinem Ex hatte. 
Genau die selben Symptome. 

Belastbar bin ich eigentlich, allerdings waren das ja nun viele heftige Situationen, zu denen zusätzlich auch noch Ärger mit der KK und Diskussionen mit dem AG kamen ( da ich zu Beginn immer nur 1 Woche krank geschrieben wurde)

31.05.2017 04:52 • #7


Miral
Das mit der Heirat hatte ich damals auch. Mich kannte man, aber mit dem neuen Namen gab es keine Verbindung und keinen Inhalt. Das hat sich mit der Zeit gelegt. Du verläßt ein Stück Deines alten Lebens. Das ist völlig natürlich.
Hinzu kommen die ganzen anderen Dinge, die jede für sich schon Stresspotenzial in sich tragen.
Schätze Du wirst erwachsen und da prasseln schon mal alle Dinge ungebremst auf einen ein.

Achte auf Dich und nimm Tempo und Druck aus Deinem Leben, sofern Du es bestimmen kannst.

31.05.2017 08:27 • #8


kopfloseshuhn
Also erstmal: Ich finde zwei Thread mit selben Inhalten aber unterscheidlichen antworten der user extrem verwirrend @Psychic-Team kann man die nicht zusammenlegen bitte?

Mariza:
Also ein Name ist ein Name. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Angst, dass du jetzt nicht mehr zur Familie gehörst ist doch völlig irrational.

Du ziehst Verbindungen zu deinem Ex - die Zeit muss sehr traumatisch gewesen sein, dass du nun emotional irgendwie völlig in der falschen Zeit steckst.
Versuch dich mal zu orientieren, emotional und zeitlich gesehen.
Zitat:
Was mir nur Sorge bereitet hat, ist, dass ich genau diese Ängste und Unruhe und Panik damals bei der Trennung von meinem Ex hatte.
Genau die selben Symptome.


Das ist doch klar.
Denn Panik und Ängste zeigen sich eben so.
Das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass es jetzt geauso wäre, wie damals. Nur dein innerstes scheint das zu glauben und Verbindungen zu ziehen.

Schau dir deinen Mann genau an. Du liebst ihn. Er liebt dich. Heute ist HEUTE und er ist nicht wie dein EX.
Das ist vorbei.

Ich d enke die Zeit wird und kann dir beweisen, dass du trotzdem noch zu deiner Familie gehörst und das sich nichts ändert.
Trauschein hin Trauschein her.

31.05.2017 11:01 • #9


Hallo Miral,

danke für deine Rückmeldung. Was hattest du denn für Symptome und wie ging es dir damals in dieser Zeit?

Lg

31.05.2017 11:04 • #10


Ich denke das du Recht hast kopfloses Huhn....ixh vergleiche die Zeit vorher und jetzt extrem miteinander.

Am liebsten hätte ich, dass es mir besser gestern als heute wieder gut geht und ich endlich weiß, was mit mir los ist. Nur egal wie ich es drehe und wende, ich komme nicht darauf was los ist.

31.05.2017 15:30 • #11


kopfloseshuhn
Ich tippe so ganz Laienhaft, dass sich dein Trauma mit dem Ex jetzt meldet. Und damit auch die Angst es könnte jetzt wieder so sein oder werden und du hockst emotional in alten Geschichten.
Setz dich nicht unter Druck das verschlimmert das ganze eher.
Rede mit deinem Mann drüber, erklär es ihm.
Bleib nicht allein damit und mein guter Rat. Fang eine Therapie an um das aufzuarbeiten.
Sei geduldig mit dir auch wenns schwer ist.

31.05.2017 16:34 • #12


Hotin
Hallo mariza,
Zitat:
Ich habe die ganze Zeit immer versucht krampfhaft heraus zu finden, warum ich diese Ängste habe.
Damit ich die Ursache weiß und daran arbeiten kann.


Dies kannst Du auch weiter so machen. Jedoch solltest Du immer häufiger
Teilergebnisse bei Deiner Suche erzielen. Sonst wirst Du immer unzufriedener.

Das Stress und viele negative Erlebnisse in kurzer Zeit auch ein belastender Grund für Dich waren, darüber
sind wir uns scheinbar einig.

Zitat:
Wie ich bereits geschrieben habe, bin ich ein extremer Familienmensch.


Und jetzt wird es schwierig. Grundsätzlich darfst Du das sein. Nur so, wie Du das
beschreibst, ist es für jede Ehe schwer.
Meiner Meinung nach ist eine Ehe ein Versprechen, sich vorrangig mit einem Partner zusammen zu schließen
und in der neuen Verbindung das Lebensglück zu finden. Dies bedeutet nicht, sich aus der eigenen Familie zu
lösen, aber die Bindung zu den Eltern wird meiner Meinung nach sinnvollerweise viel lockerer werden.
Zitat:
Wobei auch das irgendwie blöd ist, da mein Mann klar benannt hat, hier bleiben zu wollen, und wenn, dann
maximal ein Haus hier im Umkreis +- 5 km zu suchen.

Da machst Du es Euch ziemlich schwierig mit.
Zitat:
Als ich am Donnerstag dieses TV Format sah, bekam ich die Angst, durch die Hochzeit nicht mehr zu meiner
Familie zu gehören, da ich dann einen anderen Namen trage.


Ein anderer Name und eine größere Entfernung zu den Eltern haben doch nichts damit zu tun, ob die Verbindung
in der Familie gut oder schlecht ist.
Zitat:
Ich hatte Angst davor, in einem Käfig zu sein und mich nun auf ewig rechtfertigen zu müssen.


Ist Deine Forderung, so ganz eng Familie zu leben nicht auch fast etwas, wie ein Käfig?
Zitat:
Ich war bzw bin die ganze Zeit immer auf der Suche nach der Ursache meiner Ängste und der Unruhe....damit
es mir endlich besser geht.
Wenn ich allerdings bedenke, dass sich das alles über Monate angestaut hat, erwarte ich wahrscheinlich zu viel,
wenn ich möchte, dass es innerhalb von 1 1/2 Wochen weg geht.


Da erwartest Du vermutlich wirklich ziemlich viel. Du redest ständig von einem außerordentlichen Sicherheitsbedürfnis.
Wie stark findest Du Dein Selbstbewusstsein? Sollte das nicht etwas stärker werden?
Zitat:
Nur egal wie ich es drehe und wende, ich komme nicht darauf was los ist.


Darauf gibt es auch kaum eine einzige Antwort, mit der Du alles gemeinsam erklären kannst.
Es wird einige Zeit benötigen, bis Du Deine eigene Denkweise besser verstehen lernst.

Nicht hauptsächlich Deine Familie, sondern Du selbst, solltest Dir viel mehr Sicherheit geben.

Viele Grüße

Bernhard

31.05.2017 20:27 • #13


Guten Morgen,

ich bin richtig froh, mich hier angemeldet zu haben.
Die Sichtweisen und alleine das Schreiben hier helfen mir sehr.

Wenn ich es so bedenke, habt ihr beide Recht.
Wie kopfloses Huhn schreibt, habe ich emotional mit vielen Dingen aus der Vergangenheit nicht abgeschlossen.

Auch die finanzielle Belastung (Habe meinen Ex damals 5 Jahre durchgefüttert und hatte teilweise große Existenzängste), habe ich mit der Belastung für die Hochzeit in Verbindung gebracht. All das würde schön verdrängt habe ich das Gefühl, und kommt jetzt, wir kopfloses Huhn beschreibt, wieder hoch.

Ich denke dadurch, dass sich die Situationen entfernt ähneln verbindet mein Unterbewusstsein das mit damals.

Wie ich bereits geschrieben habe, hatte ich Angst in einem Käfig zu leben und nicht mehr ich selbst sein zu können.
Als ich es mir vorhin nochmal durchgelesen habe, war auch das eine Parallele zu früher.

Mein Ex hat nämlich nach und nach einen Käfig um mich gebaut.
Über eine Therapie habe ich auch schon nachgedacht, allerdings müsste ich mich dazu erst über das Prozedere informieren.
Leider wartet man hier 6 Monate und länger auf einen Therapieplatz.
Zudem bin ich mir nicht sicher, ob mein Hausarzt mir eine Überweisung ausstellt.
Er ist sich nach wie vor sicher, das käme durch die Gabe von Cortison.

Wobei man, wenn man sich die Nebenwirkungen anschaut, auch wirklich darauf kommen kann.

Zum Thema Familie:

Für mich ist es keinesfalls ein Käfig, so nah und eng zur Familie zu sein.
Im Gegenteil, ich genieße es ( und auch mein Mann).
Man kann sich gegenseitig helfen und unterstützen und kann, durch die Nähe, auch noch viel mehr am Leben teilnehmen.

Ich sehe es ja an meiner Schwester, sie zog damals 600km weit weg.
Und in ihrer aktuellen Situation (hatte ich im Post berichtet), bereut sie es und ruft täglich bei meinen Eltern an, da sie dort in dem Sinne niemanden hat.

Sie hat zwar Freundinnen, aber das ist meiner Meinung nach mit einer Familie nicht vergleichbar.

Mein Mann hat schon vor der Hochzeit gesagt, dass er hier im Umkreis bleiben möchte, ich habe ihn da nicht unter Druck gesetzt oder verlangt. Ich habe nur die Bitte geäußert.
Er fühlt sich hier pudelwohl und wir haben beide die Umgebung (Natur usw) die uns gefällt.
Auch haben wir eine sehr gute Anbindung zur Arbeit.

Als ich gestern anfing, die Sachen der Hochzeit auszumisten, fiel mir dabei auf, wie dumm ich war, und wie ich es wohl teilweise auch selbst dazu gebracht habe, das es mir so geht.
Es müsste alles genau so sein, wie ich es mir vorgestellt habe, die Farben mussten passen usw.
Klar, ist das auch ein typisches Brautthema, trotzdem habe ich die Energie, viel zu viel dort hinein gesteckt und viel zu wenig in meine Gesundheit und die Erholung nach dem Bandscheibenvorfall.

Ich bin an sich belastbar, allerdings war ich vor 5 Jahren wegen Mobbing am Arbeitsplatz und Burn Out 3 Monate krank geschrieben.
Ich habe eine leitende Position in meinem Betrieb und muss funktionieren.

Die Freude bei meiner Vorgesetzten war riesig, als ich ihr eröffnet habe, dass ich nun langsam mit der Wiedereingliederung beginne, einfach weil nicht alles so war, wie es hätte sein sollen, so habe ich es verstanden.

Mir fällt es aber trotz allem sehr schwer Nein zu sagen und Aufgaben abzugeben, sei es privat oder beruflich.
Ich bürde mir oft viel auf und bin dann irgendwann nur kaputt und ausgelaugt.

Mein Selbstbewusstsein ist sehr gering, ich wurde viele Jahre ( 5-10 Klasse) in der Schule gemobbt.

Ich habe gestern gemerkt, das ich wirklich unruhig werde, wenn ich mal 1 Stunde nichts zutun habe.
Ich schaue dann immer unruhig auf die Uhr und mache mir dann den Fernseher an.

Mir fällt es schwer, darüber nachzudenken, was nicht stimmt und was mich so belastet, oft kommen dann Tränen, die Ruhe und Stille Nacht mich unruhig.

LG

01.06.2017 04:54 • #14


Brina84
Hallo mariza1101

Ich finde deinen Beitrag sehr interessant und muss sagen, das ich mich zu 90% wiederfinde, in dem was du schreibst.

Ich habe / hatte ähnliches.

Vor 9 Jahren einen Freund mit einer Beziehung die alles andere als toll war.
Ähnlich wie bei dir
Keine Freiheiten , keine Freunde mehr
Er hat mich nur verarscht über 3,5 Jahre.
Durfte nichts ohne ihn machen , aber mit mir wollte er auch nichts unternehmen.
Er hat sich in einem Forum angemeldet, wo Leute, andere für einen Seitensprung suchen.

Die Beziehung ging 3,5 Jahre
Nach dem ersten Jahr, starb meine Oma.
Meine wichtigste Bezugsperson !
Da begannen die panikattacken.
Durch den andauernden Stress mit meinem damaligen Freund, wurden sie nicht besser !
Habe es lange nicht geschafft mich von ihm zu trennen, obwohl so viele Menschen sagten, das er mir nicht gut tut.
Nachdem ich ch trennte ,wurden die Attacken weniger , aber gingen nie ganz eh! Irgendwann lernte ich einen anderen Mann kennen! Er war super
Lieb, aufrichtig usw. Wirklich toll!
Dann geschah etwas ( ich weiß nicht mehr was)
Und ich bekam eine Panikattacke.
Für ich, ein Beweis : Trenn dich! Das ist ein Zeichen !
Ich trennte mich ..
Keiner meiner Leute ( Familie und Freundeskreis )
Verstanden wieso.

Jetzt bin ich seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit zwei Jahren verheiratet.
Vor der Hochzeit die blanke Panik !
Große Erwartungen meinerseits wie es sein sollte. Die Planung , meine Emotionen usw.
Alles wurde unter die Lupe genommen und fragte mich selbst: sollte es nicht so und so sein? Müsste ich nicht das Ubd das?

Nach der Hochzeit Flachte die Panik ab aber das analysieren ging weiter.
Dann irgendwann kam es zu einem Streit zwischen mir und meinem Mann indem ich mich wie ein kleines Kind aufführte Ubd auch so fühlte.
Ab da war dann alles vorbei.. ich war im Kopf wieder im damals ! Mein erster Gedanke: es ist wie damals , du musst dich trennen! Herrgott, das will ich aber nicht.
Es ist doch alles gut! Mein Kopf sucht Vergleiche zu damals. Er sagt: damals komntest du dich auch nicht trennen , was wenn es wieder so ist usw ..

Ich begann Therapie vor 1,5 Jahren.
Eine Verhaltenstherapie.. ob das das richtige ist? Oh weiß. Nicht.

Wäre auch schön wenn ich hier von dem ein oder anderen irgendwelche Erkenntnisse bekommen würde.

Liebe Grüße

01.06.2017 08:04 • #15


Hotin
Hallo mariza,

Deine Texte finde ich sehr umfangreich und mit viel Inhalt. Für mich gibt es
da einen großen Schwerpunkt. Dies ist Dein Selbstbewusstsein.

Nachfolgend führe ich hier mal Punkte auf, die das aufzeigen könnten.
Zitat:
Wie ich bereits geschrieben habe, hatte ich Angst in einem Käfig zu leben und nicht mehr ich selbst sein zu können.

Zitat:
trotzdem habe ich die Energie, viel zu viel dort hinein gesteckt und viel zu wenig in meine Gesundheit und die
Erholung nach dem Bandscheibenvorfall.

Zitat:
Mir fällt es aber trotz allem sehr schwer Nein zu sagen und Aufgaben abzugeben, sei es privat oder beruflich.
Ich bürde mir oft viel auf und bin dann irgendwann nur kaputt und ausgelaugt.

Zitat:
Mein Selbstbewusstsein ist sehr gering, ich wurde viele Jahre ( 5-10 Klasse) in der Schule gemobbt.

Zitat:
Ich habe gestern gemerkt, das ich wirklich unruhig werde, wenn ich mal 1 Stunde nichts zutun habe.
Ich schaue dann immer unruhig auf die Uhr und mache mir dann den Fernseher an.



Zitat:
Mir fällt es schwer, darüber nachzudenken, was nicht stimmt und was mich so belastet,


Darüber musst Du ja nicht ständig nachdenken. Nur solltest Du anfangen, an vielen Stellen Deine Denkweise und Deine Verhaltensweisen zu ändern, damit Du anschließend selbstbewusster wirst.
Zitat:
Im Gegenteil, ich genieße es ( und auch mein Mann).
Man kann sich gegenseitig helfen und unterstützen und kann, durch die Nähe, auch noch viel mehr am Leben teilnehmen.


Das kannst Du so sehen. Nur selbstbewusst, wirst Du durch ein enges Familienleben vermutlich weniger. Wenn Du
ganz genau hinschaust, werden Deine Eltern bestimmt etwas mehr Entscheidungskraft haben, als Dein Mann und Du.
In Familien herrscht oft eine klare Hierarchie.


Zitat:
Mir fällt es schwer, darüber nachzudenken, was nicht stimmt und was mich so belastet,


Das ist sehr verständlich. Weil eigentlich möchtest Du ja nichts verändern (fehlendes Selbstbewusstsein).
Sagtest Du nicht, deswegen hattest Du Dich hier angemeldet, um mehr über Dich zu erfahren?

Was möchtest Du nun wirklich?
Kannst Du Stopp sagen, wenn ich zu tief in Deine Gedanken einsteige?

Viele Grüße

Bernhard

01.06.2017 19:02 • #16


Hotin
@Brina84

Hallo Brina,

wozu möchtest Du denn am liebsten etwas wissen?
Zitat:
Dann irgendwann kam es zu einem Streit zwischen mir und meinem Mann indem ich mich wie ein kleines Kind
aufführte Und auch so fühlte.


Ich glaube, dies lässt sich leicht erklären, warum das so ist.
Zitat:
Ab da war dann alles vorbei.. ich war im Kopf wieder im damals ! Mein erster Gedanke: es ist wie damals , du
musst dich trennen! Herrgott, das will ich aber nicht.


Trennen brauchst Du Dich doch nicht. Wenn Du lernst anders und für Dich positiver
zu streiten, also sachlicher Deine Meinung zu vertreten, sollte es besser werden.

Bernhard

01.06.2017 19:14 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von kopfloseshuhn:
Ich tippe so ganz Laienhaft, dass sich dein Trauma mit dem Ex jetzt meldet. Und damit auch die Angst es könnte jetzt wieder so sein oder werden und du hockst emotional in alten Geschichten.
Setz dich nicht unter Druck das verschlimmert das ganze eher.
Rede mit deinem Mann drüber, erklär es ihm.
Bleib nicht allein damit und mein guter Rat. Fang eine Therapie an um das aufzuarbeiten.
Sei geduldig mit dir auch wenns schwer ist.



Hockst emotional in Alten Geschichten ...

Diesen Satz muss ich mir merken. Sehr gut !

02.06.2017 18:08 • x 1 #18


Brina84
@Hotin

Danke für deine Antwort.
Wir streiten doch aber gar nicht so häufig.
Wieder lässt mich das nicjh einfach irgendwann mal los ?!
Das kann doch nicht sein

02.06.2017 20:50 • #19


Hotin
@Brina84

Hallo Brina,
Zitat:
Wir streiten doch aber gar nicht so häufig.


Das kann ich mir vorstellen. Vielleicht solltest Du jedoch häufiger mal Deine Meinung klar vertreten.
Zitat:
Wieder lässt mich das nicht einfach irgendwann mal los ?!


Was meinst Du damit?

Bernhard

02.06.2017 21:54 • #20



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