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M
Hallo,

im Moment hab ich das Gefühl, dass nichts mehr geht.

So richtig angefangen hat es vor etwa 2 Wochen, da bin ich auf der Arbeit mit einer Panikattacke zusammengebrochen.
Atemnot, hab geheult und konnte nicht mehr aufhören. Zum Glück hatte ich Neurexan dabei, damit konnte ich mich dann soweit beruhigen, dass ich in der Lage war Auto zu fahren. Bin dann erstmal zum Arzt gefahren (wurde natürlich krankgeschrieben) und bin dann nach Hause.
Allerdings habe ich beim Autofahren gemerkt, dass die Straßenschilder sehr verschwommen aussahen und ich habe auch mehrmals andere Verkehrsteilnehmer übersehen, zum Glück ist kein Unfall passiert.

Auslöser für diese Pnikattacke waren wohl einge verbale Angriffe von verschiedenen Kollegen und an dem Tag war es dann einfach zuviel. Hinzu kam auch noch, dass mein PC Account plötzlich nicht mehr funktionierte und mir keiner helfen wollte.

Ich bin seitdem krank geschrieben, allerdings nur noch diese Woche.
Jetzt wird mir seit gestern ständig übel und gestern Abend hatte ich auch wieder Atemprobleme.
Und natürlich kreisen die Gedanken in meinem Kopf, was wird am Montag passieren?
Packe ich das überhaupt?

Eigentlich bin ich schon seit langem sehr unzufrieden mit meinem Job, fühle mich nicht ernst genommen und komme auch nicht wirklich weiter. Würde sehr gerne einige Dinge im Betrieb ändern, aber die Kollgen machen alle dicht und sperren sich, ich bekomme einfach keine richtige Unterstützung, sondern werde ausgelacht:
Ich fühle mich absolut unwohl bei dem Gedanken da wieder hin zu müssen.

Zwar bewerbe ich mich immer wieder auf alle möglichen Jobs, aber bis jetzt habe ich meistens nur Absagen bekommen.

Gleich habe ich noch einen Termin, bei einem anderen Arzt und hoffe einerseits, dass er mich weiter krank schreibt, aber
irgendwie muss es ja auch weiter gehen.
Ich habe Angst keinen anderen Job zu finden und was dann?
Irgendwann wird mein jetziger Arbeitgeber mich ja auch kündigen( das würde mich einerseits freuen, weil ich dann den Job endlich los wäre), wenn ich so lange krank bin aber ich muss ja auch Geld verdienen.
Weiß im Moment einfach nicht mehr weiter.

26.02.2015 08:25 • 27.02.2015 #1


11 Antworten ↓


T
Du musst zusehen, dass du so schnell wie möglich wieder in die Arbeit gehst, je länger du zuhause bleibst, und über die Angst nachdenkst ohne dich ihr zu stellen, wirst du dir die Angst immer tiefer einbrennen.

Du magst dir zwar im Moment einreden nicht mehr in die Arbeit gehen zu wollen, weil dir diese nicht mehr geflällt, aber warscheinlicher ist, dass du dich einfach nicht mehr in die Arbeit traust, aus Angst.

Selbst wenn du dort nicht mehr hingehst und dann irgendwann einen neuen Job hast, bist du wieder an den Punkt angekommen wo du dich wieder der Angst stellen musst, und das geht einfach immer schwieriger, je länger man es vor sich hinschiebt.

Diese Angst ist bei uns allen im Kopf und wir richten unser ganzes Leben nach dieser ,,Fantasie,,. Was aber wirklich schlimmer als Angst und Panik ist,
dass ist die Tatsache, dass man sein kostbares Leben nicht mehr lebt, Ich versuche nicht die Angst zu fürchten sondern das nicht Leben.

Jeder hat stärken und schwächen, und wir hier haben halt mehr Angst als andere.

Versuche dich der Angst zu stellen, dass ist der einzige Ausweg, dass muss jeder tun, der irgendwann wieder leben möchte, früher oder später.
Mann kann die Zeit vor sich herschieben, oder mit Medikamenten überbrücken doch am Ende dieser Überbrückungszeit kommt immer wieder der Punkt der Konfrontation, also besser gleich als in jahren.

Man wird belohnt werden, mit den ersten Tag, den man überstanden hat, der Schlimmste Fall tritt meistens garnicht ein, und wenn doch, dann ist es doch egal, du magst deinen Arbeitsplatz ja eh nicht mehr, dann können die Kollegen doch auch denken was Sie wollen von dir.

Es schreibt sich immer alles so einfach ich weiß, ich habe auch Angst darum bin ich hier in diesem Forum, die meisten hier und auch du wissen das man sich den Ängsten stellen muss, nur tuen wir es meistens nicht,

liebe Grüße

26.02.2015 09:19 • #2


A


Gedankenkarussell- Panik Was ist mit mir los?

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Schlaflose
Zitat von Morsel:
o richtig angefangen hat es vor etwa 2 Wochen, da bin ich auf der Arbeit mit einer Panikattacke zusammengebrochen.
Atemnot, hab geheult und konnte nicht mehr aufhören. Zum Glück hatte ich Neurexan dabei, damit konnte ich mich dann soweit beruhigen, dass ich in der Lage war Auto zu fahren. Bin dann erstmal zum Arzt gefahren (wurde natürlich krankgeschrieben) und bin dann nach Hause.


Das hört sich aber nicht nach einer Panikattacke, sondern eher nach eine hysterischen Anfall oder einem Nervenzusammenbruch an.

26.02.2015 10:03 • #3


M
Nach Neurexan fange ich auch an zu schielen. kein Witz. Es ist eben nicht nur homöopathisch, wenn man genauer hinguckt. Eigentlich ist das Mittel auch nur als Schlafanschubser gedacht. Es wirkt eine halbe Stunde (zumindest bei mir) und schon wieder vorbei. Vor dem Autofahren würde ich es nicht benutzen.
Das mit den lieben Kollegen ist natürlich gemein. Man hat Ideen und wird deshalb fertig gemacht. ich kann schon verstehen, dass das stressig ist. Vielleicht tut Dir eine kleine Pause ganz gut. Nervenzusammenbruch, burn out oder was auch immer. Lass es in Ruhe abklären und wirf nicht gleich die Flinte ins Korn.
LG

26.02.2015 20:14 • #4


Icefalki
Morsel, Thomas hat absolut recht. Wenn du jetzt in die Vermeidung gehst, wird alles noch schlimmer. Du bekommst immer mehr symptome.

Der Stress auf der Arbeit wird das Fass zum Überlaufen gebracht haben, aber generell ist da ein anderes Symptom dahinter.

Man will vielleicht alles recht machen, kann nicht mit Problemen umgehen, wird nicht anerkannt usw..

Über diese Hintergründe musst du dir klar werden. In der Regel geht das in einer therapie. Wenn du dann weißt, welche Probleme, warum auch immer, in dir rumoren, kannst du lernen, damit umzugehen.

Merke dir, panik ist nur das Symptom. Der Grund sitzt in dir.

Und ja, wir alle kennen diesen Mist. Und dann nicht mehr wollen. Vermeiden ist leider nicht die Lösung, so beschissen das auch klingt. Und Glaube nicht, dass das nicht jeder schon so gemacht hat. Aber das bringt dich nicht weiter. Leider nicht.
Du begibst dich in einen Kreislauf, der dich immer weiter runterzieht.

Also ab zum Psychologen oder psychiater. Und hier im Forum, lese die Berichte der User.
Keiner kommt da raus, ohne an sich zu arbeiten. Was aber früher oder später auch eine Bereicherung für dein Leben ist.

26.02.2015 22:56 • #5


Hotin
Hallo Morsel,

Zitat:
Eigentlich bin ich schon seit langem sehr unzufrieden mit meinem Job, fühle mich nicht ernst genommen und komme auch nicht wirklich weiter. Würde sehr gerne einige Dinge im Betrieb ändern, aber die Kollgen machen alle dicht und sperren sich, ich bekomme einfach keine richtige Unterstützung, sondern werde ausgelacht:


Warum fühlst Du Dich nicht ernst genommen? Nimmst Du denn Deine Kollegen ernst? Wenn ja,
darfst Du nicht allein versuchen, Änderungen im Betrieb durchzusetzen. Dafür brauchst Du erst mal
gute sachliche Gründe und dann müssen Deine Kollegen Deine Vorschläge auch zumindest
einigermaßen akzeptieren.
Solange Deine Kollegen aber dicht machen, musst Du mit Änderungsvorschlägen sehr zurückhaltend
sein. Sonst machst Du alles nur schlimmer.

Zitat:
Und natürlich kreisen die Gedanken in meinem Kopf, was wird am Montag passieren?
Packe ich das überhaupt?


Das liegt doch an Dir. Wenn Du das möchtest, packst Du das schon.
Leider vermute ich, mit Deinem Verhalten eckst Du bei Deinen Kollegen an.
Offensichtlich ist Dir nur nicht bewusst, das Du auch mal Fehler im zwischenmenschlichen
Bereich machst. Kann das sein?

Geh am Montag einfach zur Arbeit wie immer. Greife Deine Kollegen nicht mit Worten an und schau
mal, was abläuft, wenn Du Deinen scheinbar bösen Kollegen einfach nur nett und verständnisvoll
begegnest.

Falls Du darüber noch nicht nachgedacht hast, sprich mal mit Deinem Hausarzt
ob Du einen Psychologen finden kannst, der Dir helfen kann einiges an innerem
Stress abzubauen.

Viele Grüße

Hotin

27.02.2015 00:10 • #6


T
Zitat von Morsel:

Auslöser für diese Pnikattacke waren wohl einge verbale Angriffe von verschiedenen Kollegen und an dem Tag war es dann einfach zuviel. Hinzu kam auch noch, dass mein PC Account plötzlich nicht mehr funktionierte und mir keiner helfen wollte.


Man darf nicht immer alles so ernst nehmen, was andere sagen. Mann ist selbst verantwortlich wie andere auf einen wirken.
Solltest du schlecht drauf sein, dann können selbst gut gemeinte Aussagen manchmal falsch gedeutet werden.
Mann sollte im Alltag versuchen immer Objektiv zu sein, beim Betrachten von Dinge, auch in der Kommunikation.

Ich will damit erklären, dass alles was andere zu dir sagen, warscheinlich ohne großes nachdenken der Personen zu dir gesagt worden ist,
und du aufgrund von schlechter laune, stress und angst deine eigene warnehmung gebildet hast.

Das ist etwas schwer zu verstehen und wenn man es verstanden hat, eine übungssache, doch Tag für Tag wird man sich besser fühlen, wenn man
versucht Objektiv zu sehen.

Suche im Internet unbedingt mal nach dem Begriff ,,Achtsamkeit,, .

liebe Grüße

27.02.2015 08:21 • #7


M
Hallo Hotin,
Zitat von Hotin:
Warum fühlst Du Dich nicht ernst genommen? Nimmst Du denn Deine Kollegen ernst?


Wenn ich Probleme in bestimmten Bereichen sehe und dies mit meinem Vorgesetzten besprechen will, dann schweift er meistens vom Thema ab und redet solange von etwas anderem, was nichts mit dem Thema zu tun hat bis dann das Telefon klingelt oder er irgendwie anderweitig verschwinden kann.
Da fühle ich mich absolut nicht ernst genommen.




Zitat von Hotin:
Geh am Montag einfach zur Arbeit wie immer. Greife Deine Kollegen nicht mit Worten an und schau
mal, was abläuft, wenn Du Deinen scheinbar bösen Kollegen einfach nur nett und verständnisvoll
begegnest.


Wenn ich nett und verständnisvoll bin habe ich noch 10mal mehr Arbeit auf dem Tisch, als sowiso schon, weil dann jeder meint er kann mir seinen Mist auch noch auf den Tisch legen.


Zitat von Hotin:

Falls Du darüber noch nicht nachgedacht hast, sprich mal mit Deinem Hausarzt
ob Du einen Psychologen finden kannst, der Dir helfen kann einiges an innerem
Stress abzubauen.




Mein Hausarzt sagt, er kann mich nicht zum Psychologen überweisen, der Wille zum Psychologen zu gehen muss vom Patienten selbst kommen.
Der Wille ist bei mir da, nur einen Termin beim Psychologen bekomme ich frühstens in 6-8 Monaten, zumindest habe ich bis jetzt noch niemanden gefunden, wo es schneller gehen würde.


Mein Problem ist auch, dass ich nach Feierabend auch nur noch an die Arbeit denke und gar nicht zum Abschalten komme, das hatte ich auf anderen Arbeitsstellen früher nicht.
Ich denke abends dann über die Problemfälle nach, die auf meinem Schreibtisch liegen und wie ich diese am nächsten Tag bearbeiten soll, weil ich z.T. keine Ahnung habe was ich da genau machen soll, aber meine Kollegen wissen es auch nicht.
Ich kann im Büro fragen, wen ich will, keiner kann mir helfen, aber wenns dann schief geht und falsch ist darf ich das ausbaden.

27.02.2015 08:41 • #8


trudeherr1912
Hallo Morsel,
bei wieviel Psychologen, Therapeuthen hast Du schon angerufen?
Du darfst diesbezügl. nicht aufgeben.
Es gibt auch die Möglichkeit über die Krankenkasse zu gehen und das Problem zu schildern.
Im akuten Fall übernehmen die auch die Kosten für eine Therapie auf privater Basis.
Ich habe vor 2 Woche meine dritte Therapie gestartet und mir wurde bei meinen Anrufen gleich am Anfang sehr oft die Frage gestellt, ob ich Privat- oder Kassenpatient bin. Als Kassenpatient wurde tw. eine Wartezeit von 1-2 Jahren angegeben. Bei meinem zweiten Anruf, ein paar Tage später, als Privatpatient wäre es plötzlich innerhalb von 1-2 Wochen möglich gewesen. Habe jetzt einen lieben Therapeuthen gefunden, aber es waren schon einige Anrufe und viel googeln nach dem passenden Therapeuthen im Umkreis nötig. Nur nicht aufgeben! LG

27.02.2015 08:58 • #9


M
Halle trude,

ich habe bis jetzt 15 Psychologen/ Psychiater angerufen und vor Juli bekomme ich bei keinem einen Termin.
Mit der Krankenkasse habe ich auch schon telefoniert, aber die können mir auch keinen schnelleren Termin besorgen.

Ich habe jetzt ein Angebot für eine Gruppentherapie bekommen, das werde ich zumindest mal ausprobieren.

27.02.2015 09:08 • #10


trudeherr1912
............das mit der Krankenkasse finde ich sehr merkwürdig.
Da sollte Dein Hausarzt nochmal Druck machen.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg und bei Fragen oder wenn Du suchst, wirst Du hier immer jemanden finden.

27.02.2015 09:48 • #11


Hotin
Hallo Morsel,
Zitat:
Wenn ich Probleme in bestimmten Bereichen sehe und dies mit meinem Vorgesetzten besprechen will,
dann schweift er meistens vom Thema ab und redet solange von etwas anderem, was nichts mit dem
Thema zu tun hat bis dann das Telefon klingelt oder er irgendwie anderweitig verschwinden kann.


Wenn Dein Vorgesetzter nicht offen für Veränderungen ist, solltest Du Dich erst
mal zurückhalten mit Änderungsvorschlägen. Dies macht sonst nur einen Sinn,
wenn Du zu Deinem Vorschlag direkt den Nutzen zeigen oder vorrechnen kannst.

Zitat:
Da fühle ich mich absolut nicht ernst genommen.


Gerade, wenn Du Veränderungen und Probleme ansprechen willst, solltest Du
mit einer Eingangsfrage beginnen. Z.B. Darf ich Ihnen mal etwas sagen wo wir
etwas verbessern können. An seiner Antwort erkennst Du sofort, ob er interessiert ist oder nicht.

Zitat:
Wenn ich nett und verständnisvoll bin habe ich noch 10mal mehr Arbeit auf dem Tisch, als sowieso
schon, weil dann jeder meint er kann mir seinen Mist auch noch auf den Tisch legen.


Das kenne ich von mir. Du kannst aber gleichzeitig nett sein und Arbeit, die man
Dir zuschieben will mit striktem Nein, das kann ich nicht ablehnen.

Zitat:
Ich kann im Büro fragen, wen ich will, keiner kann mir helfen, aber wenns dann schief geht
und falsch ist darf ich das ausbaden.


Hast Du nicht gerade für unklare Fälle Deinen Vorgesetzten?

Viele Grüße

Hotin

27.02.2015 13:20 • #12


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